Julias Leben

20.12.2013 um 06:40 Uhr

Endlich!

von: julia47   Kategorie: Aktuelle Ereignisse   Stichwörter: transsexualität

Stimmung: sehr gut

Vor zwei Tagen endlich, habe ich vom Amtsgericht Celle ein Schreiben bekommen. Meinen Termin zur persöhnlichen Anhörung bezüglich meiner Vornamens - und Personenstandsänderung. Am 17.01.2014 ist es dann soweit. Dann wird vom Gericht darüber entschieden. Ich bin überglücklich das ein Ende dieses Abschnitts in Sicht ist. Nach dem Urteil dort muss ic mich dann aber noch weitere 4 Wochen ausharren, dann erst ist das Urteil Rechtskräftig und ich kann die entsprechenden Papiere beantragen. Kann es kaum erwaten, meinen neuen Personalausweis und die neue Geburtsurkunde in den Händen halten zu können. Aber gut, die paar Wochen sind ja nun absehbar.

Liebe Grüße

Julia

08.12.2013 um 14:40 Uhr

Neuen Job in Aussicht

von: julia47   Kategorie: Aktuelle Ereignisse   Stichwörter: transsexuell, Beruf, neue, Perspektiven

Stimmung: Fantastisch
Musik: Weinachtslieder

da habe ich letztens noch geschrieben, wie unzufrieden ich mit mmeiner Arbeit bin. Ich bin müde dessen, ständig, bei Tag und Nacht mit dem Fahrrad ibei Wind und Wetter draussen unterwegs sein zu müssen. Besonders jetzt zu dieser Jahreszeit, ist es wahrlich kein Vergnügen. Die ganze Zeit überlegte ich schon krampfhaft, was ich ändern könnte. Habe mich in einem Call- Center beworben wo es dann auch zu eunem Vorstellungsgespräch kam. Dies ist nun bestimmt schon vierzehn Tage her. Man versprach mir sich noch in der selben Woche bei mir zu melden.Auf das melden warte ich heute noch. Ich finde es schpon sehr schade, das man als Arbeitgeber nicht wenigstens absagen kann. Aber nun ja.

In dieser Woche jedenfalls, habe ich festgestellt das auch alles ganz anders kommen kann. Als ich wie jeden Tag meiner Tätigkeit bei der Citipost nachging, ich einen Brief zustellen wollte und deshalb vorm Briefkasten stand. Plötzlich sprach mich ein Mann an, welcher zuvor das Haus verlassen hatte. Er fragte mich ob ich was für ihn tun könnte. Dann stellte sich heraus das der Brief für ihn persönlich war und ich brachte ihm den Brief an sein Auto wo er im Begriff war mit diesem fortzufahren. Doch war es sehr kalt an diesem Tag und er musste noch die Scheiben frei machen. Ich stand noch an meinem Fahrrad um in der Posttasche nachzuschauen, zu welcher Hausnummer ich als nächstes musste. Plötzlich sagte dieser Mann zu mir " Na, bei diesem Wetter macht das bestimmt auch keinen Spass oder? " ich antwortete: " Nein, nicht wirklich, ich suche zwar schon länger etwas anderes, aber wie sie sehen bin ich transsexuell und da ist es nicht immer ganz einfach etwas passendes an Arbeit zu finden." Dann fragte er mich " hätten Sie vielleicht Bock auf Putzen?" Ich überlegte einen Augenblick, noch völlig benommen von der Überraschung, das mir jemand gerade einen Job auf der Strasse angeboten hatte antwortete ich "ich würde alles tun nur um endlich von der Strasse weg zu kommen. Er gab mir seine Visitenkarte und bat mich meinen Lebenslauf rüber zu mailen. Dies wollte ich dann amWochenende, bis dahin waren noch zwei Tage Zeit, machen. Am nächsten Tag traf ich ihn dannaber schon wieder bei der Arbeit. Und er sagte zu mir" wir wollten doch Telefonieren oder wenigstens das Sie mir den Lebenslauf mailen. Nun war es mir schon fast peinlich das ich es nicht noch am selben Tag getan hatte. Ich versprach ihm aber es am Wochenende fertig zu machen. Nach der Arbeit bei der Post machte ich mich dann aber noch am selbigen Tag daran den Lebenslauf zu mailen und wartete ncht noch bis zum Wochenende. Inzwischen haben wir schon miteinander telefoniert. 

Das Gespräch verlief sehr positiv. Wir werden nun noch mal nächste Woche telefoniere um uns dann auch noch mal persöhnlich zusammen zu setzen und weitere Details zu besprechen und um einen Tag für fürs Probearbeiten auszumachen. Ich weiß nicht warum, aber tief in mir drinnen, habe ich ein unglaublich gutes Gefühl. Diesmal scheint es tatsächlich zu klappen und ich bin sehr froh darüber. Und was ich total faszinierend fand, das mir mein zukünftiger Chef sagte, " ich glaube, Sie könnten eine sehr Wertvolle Mitarbeiterin für unser Unternehmen sein." Ich war total fasziniert und ja, ich glaube schon sehr, das ich mit ihm sehr gut zusammenarbeiten kann. Ich freue mich jeden Falls schon sehr auf unser nächstes Telefonat und auch auf unser persöhnliches Treffen. Nun, manchmal scheinen sich die Möglichkeiten wie von selbst zu ergeben. ich hoffe sehr das alles klappt und ich dann im nächsten Jahr meine neue Stelle als Reinigungskraft antreten kann.

 

Liebe Grüße

Julia

08.12.2013 um 14:12 Uhr

Fortsetzung

von: julia47   Stichwörter: transsexualität

Stimmung: sehr gut
Musik: Weinachtslieder von den Flippers

ich habe festgestellt, das ich mich in meinem letzten Beitrag schon ein wenig wiederholt habe und muss nun ein biss chen mehr aufpassen. Nun in den letzten Monaten als Julia habe ich nun endlich meine zwei zweistündigen Gespräche mit meinen psychologischen Gutachtern hinter mich gebracht. Das letzte hatte ich am 5.11.2013.

Beide Gespräche sin positiv für mich verlaufen. Beide Gutachter haben mir meine Transsexualität bestätigt. Ich bin total Happy darüber denn das ist nun auch wichtig für die noch ausstehende Entscheidung des Amtsgerichts. Ich warte noch auf die schriftliche Vorladung zu Gericht. Denn dort wird man mich auch noch mal persöhnlich zu meiner Transsexualität befragen und dann wird das Urteil über meine Personenstandsänderung gefällt.

Ich kann es kaum erwarten, endlich die Entscheidung darüber zu bekommen. Mein Leben als Julia läuft fantastisch und ich möchte auch endlich vor Recht und Gesetz als Frau Julia Palmowski anerkannt sein. Ich möchte endlich meinen neuen Personalausweis und auch meine neue Geburtsurkunde in den Händen halten um endlich mit meinem alten Leben abschliessen zu können. Ich habe das für mich zwar schon lange getan doch ist es natürlich noch etwas anderes, wenn man dann auch die entsprechenden Dokumente in den Händen hällt. Also meine letzten Monate sind absolut positiv verlaufen und ich bin eine sehr glückliche Frau. Eine Frau welche ihr Leben völlig unbekümmert genießen kann. Eine Frau welche sich überall unbeschwert und frei bewegt. Ja, ich bin schon ein wenig stoltz auf mich, wie gut ich das alles weggesteckt habe. Nachdem ich einige Jahre mit mir selber zu kämpfen hatte, fühlt sich inzwischen alles so unglaublich schön für mich an. Und ich bin auch sehr stolz darauf, das ich auch mit mancher Kritik sehr gut umzugehen verstehe.

Liebe Grüße an Euch meine lieben

Eure Julia

02.12.2013 um 11:41 Uhr

Vierzehn Monate Alltagstest

von: julia47   Kategorie: Aktuelle Ereignisse   Stichwörter: transsexualität

Stimmung: sehr gut

Wow so lange schon nicht mehr hier gewesen um etwas zu schreiben. Nun, die letzten Monate war ich sehr damit Beschäftigt, meinen Platz in der Gesellschaft zu behaupten. Als ich nach acht Jahren die Beziehung mit Anja beendet hatte, war für mich mein Weg klar. Auch wenn die Trennung nach siebzehn Jahren Partnerschaft, mir fast das Herz zerissen hat. Im September 2012 hatte ich meine erste Sitzung bei meinem neuen Psychologen. Dieser war mir vom ersten Augenblick an sehr symphatisch. Von dem Tag an war für mich klar, ich werde sofort mit meinem Alltagstest beginnen. Normal läuft esa so, das man erst mal ein Jahr in Therapie geht und dann mit dem Alltagstest beginnt. Doch so lange wollte ich nicht mehr warten. Also trat ich diesen Alltagstest sofort an. Zu diesem Zeitpunkt, arbeitete ich als Spülhilfe in einem Zeitarbeitsunternehmen. Ich hatte mich zuvor schon bei meinen Vorgesetzten geoutet und hatte auch schon einige Einsätze für das Unternehmen hinter mich gebracht. Als ich dann mit meinem Alltagstest begann, musste ich wieder in einem Hotel, wo ich schon zweimal zuvor eingestzt war arbeiten. Bislang war ich dort immer noch in Herrenkleidung aufgetreten. Doch an diesen Tag ging ich zum ersten mal im Minirock und Pumps zur Arbeit. Schon die Fahrt mit der U-Bahn zur Arbeitsstätte war ein echtes Erlebnis. Wie manche einen angeschaut haben, das war schon recht unheimlich. Aber es gab auch sehr viele Mitmenschen denen ich ein lächeln abgewinnen konnte.

Als ich nun endlich an der Haltestelle angekommen war an welcher ich aussteigen musste, begab ich mich auf den Weg zum Hotel. Dort angekommen rauchte ich noch eine Zigarrette an der Strasse und betrat dann das Hotel durch den Personaleingang. Ich war schon ein wenig nervös, denn ich hatte keine Ahnung, wie meine dortigen Kollegen darauf reagieren würden, wenn ich im Minirock aufschlage.Als ich das Hotel betreten hatte, standen gerade die ganzen Kellner und Serviertöchter vor der Ausgabe der Küche und hatten eine Besprechung mit einer unserer Vorgesetzten aus unserem Zeitarbeitsunternehmen. Denn dieses verlieh auch Servicepersonal. Ich musste nun durch diese Menschenmasse hindurchstöckeln und als erstes traf ich die Vorgesetzte, welche mich in diesen Augenblick irgendwie sehr kurtz angebunden begrüßte. Ich lies mir nichts anmerken und stöckelte in Richtung Umkleide, welche sich im Kellerbereich befand. Nun war es so das ich mich ja immer ebi den Männer umgezogen hatte. Also ging ich auch an diesem Tag in die Männerumkleide. Puhh keiner da, Gott sei dank. Also zog ich mich sehr schnell um und verstaute meine Damenkleidung i meiner Tasche. Dann ging ich nach oben in die Küche um meinen Platz an der Spüle einzunehmen. Geschminkt war ich noch nicht und in meiner Küchenkleidung viel ich auch nicht weiter auf. Doch mein eintreffen war natürlich nicht unbemerkt geblieben. Niemand traute sich mich anzusprechen, wegen meines Aufschlags, aber ich konnte natürlich diese Spannung und das hinter meinem Rücken tuschel spüren. Ich lies mir das aber nicht anmerken und machte einfach meinen Job. Und mit mit meiner Arbeit waren alle eigentlich zufrieden. Das war erst mal das wichtigste. Von da an ging ich nur noch in Damenkleidung zur Arbeit und zwar bei jedem Arbeitseinsatz auch bei denen, wo ich zum ersten mal hin musste.

Einige Tage später, ergab es sich, das ich in der Kantienenküche der Deutschen Bahn arbeiten musste. Ich musste dort für eine erkrankte Kollegin einspringen. Dort angekommen, musste ich mich erst mal beim Pförtner melden, welcher sich in der Vorhalle befand.Dieser begrüßte mich mit einem verschmitzten lächeln und zeigte mir dann wo ich lang gehen musste um in die Küche zu kommen. Ich musste durch die risige Vorhall, welche mit einem Steidboden versehen war dur eine Glastür und dann zweimal rechts um i die Küche zu gelangen. Das klackern meiner Absätze war natürlich für niemanden zu überhören. Die Männer und die Frauen in der Küche konnten mich sicher schon von weiten kommen hören. Die waren bestimmt ganz gespannt, was da nun für ein Mädel um die Ecke kommt. Denke ich! Und dann stand ich plötzlich da. Begrüßte die Küchenmanschaft und fragte nach der Umkleide. Ein junger Mann kam gleich auf mich zu und zeigte mir den Weg zu der Umkleide. Dort zog ich mich um und ging dann wieder rauf in die Küche. Inzwischen hatte ich mir in einem Nagelstudio meine Fingernägel machen lassen. Die sahen wirklich fantastisch aus. Als ich oben angekommen war, wies man mich in mein Aufgabenbereich ein. Ich musste ganz schön rennen um alles zu schaffen. Doch in der Stoßzeit, wenn die Köche dann auch mal Leerlauf hatten, gingen diese mir ur Hand. Das war ich gar nicht gewohnt von Köchen. Ich war schon begeistert. Nun aber auch dort war natürlich erst einmal das große Tuscheln angesagt. Aber auch das ignrierte ich und konzentriert mich einfach nur auf meinen Job. Nach zwei drei Tagen dann, als Sie gemerkt hatten, das ich meinen Job gut mache war das Tuscheln dann auch vorbei. Sie hatten sich an mich gewöhnt auch wenn Sie mich nie direkt auf mein erscheinen angesprochen haben. Irgendwann kam dann der Koch zu mir und fragte mich wo ich meine Nägel habe machen lassen. Die eine Kolegin wollte dies wissen. Sie hatte sich auch welche machen lassen und fand meine wohl viel schöner. Da habe ich michschon geschmeichelt gefühlt und ich schrieb ihr die Adresse auf. Mich hatte es nur gewundert, das Sie den Koch für diese Frage vorgeschickt hatte. Es war ihr wohl etwas unangenehm nehme ich mal an. Von da an war ich aber eine ganz normale Mitarbeiterin. Soviel zu meinen beruflichen Erlebnissen.

Ich lebte mein neues Leben als wenn es das selbstverständlichste von der Welt wäre und ich liess auch keine Zweifel bezüglich meiner Zufriedenheit zu. Und ich war auch so was von glücklich endlich so leben zu können wie ich mich fühlte. Eben als Frau. Diesen Weg zu gehen, war meine beste Entscheidung meines Lebens und ich bereue nicht eine Sekunde dies getan zu haben. Ich war noch nie so glücklich in meinem Leben. Auf meine Hormontherapie musste ich noch warten. Damit durfte ich erst nach einem Jahr Therapie beginnen. Das hielt ich nicht ganz durch so das ich mir welche übers Internet besorgte. Aber nicht so lange. Während der ersten Monate gewöhnte ich mich mehr und mehr an mein Leben als Frau dort draussen im Haifischbecken. Und täglich stellte ich fest, wie tolerant doch meine Mitmenschen waren. Es war unglaublich schön dies erfahren zu dürfen.

Fortsetzung folgt..... 

02.04.2013 um 12:49 Uhr

Vornamensänderung

Stimmung: sehr gut

Heute war ich beim Amtsgericht in Hannover und habe endlich meinen Antrag auf Vornamensänderung abgegeben. Ich kann es kaum in Worte fassen, wie glücklich ich darüber bin. Nun fängt er an dieser Bürokratiewahnsinn, aber ich fühle mich unglaublich gut.

 

Für die Anhörung vor Gericht muss ich dann aber nach Celle, denn dort werden die Anliegen von Transsexuellen bearbeitet. Zumindest für die die in Hannover wohnen. Es wird sicher noch ein halbes Jahr ins Land ziehen, bevor ivh die Vornamensänderung durch habe. Aber, die Zeit kriege ich auch noch rum. Fürs erste bin ich überglücklich darüber, das ich nun alles in die Wege geleitet habe. Wenn ich die Vornamensänderung dann durch habe, wird in meinem Ausweis stehen, Julia Palmowski, die Geschlechtsbezeichnung wird weiterhin männlich lauten. Das liegt daran, das ich für die Geschlechtsbezeichnung weiblich erst noch eine Personenstandsänderung beantragen muss. Diese kann ich jedoch erst beantragen, wenn ich die Geschlechtsangleichende Operation hinter mir habe. Ich darf nämlich nicht mehr Fortpflanzungsfähig sein. So die Beschreibung im Transsexuellengesetz. Die OP kann ich erst im September beantragen. Denn dazu muss ich mich bereits in der Hormontherapie befinden.

 

Aber egal, ich werde super glücklich sein, wenn in meinem Ausweis schon einmal steht. Julia Palmowski. Ich glaube das wird ein sehr emotionaler Augenblick für mich werden.

 

Ganz liebe Grüße

Julia