Das Mysterium des Grillbestecks
Dass das gute alte Grillbesteck neudeutsch zum "Barbecue-Set" mutiert ist,
wundert uns nicht wirklich. Was uns allerdings zum Rätseln bringt,
ist das Werkzeug als solches hinsichtlich seiner Bestimmung.
Ein klassisches Grillbesteck (wie es spätestens seit den frühen 70er-Jahren
aus keiner Tombola wegzudenken ist) besteht gemeinhin aus drei Teilen:
Einer Grillzange (Prinzip Würstchenzange), einer überdimensionierten
zweizackigen Fleischgabel und einer Art flacher Schaufel, ähnlich
dem sogenannten Pfannenwender.
Beim Grillen nützlich zum auflegen, wenden und herunternehmen
des Grillguts ist lediglich die Grillzange.
Allerorten lernt man, dass man das Steak (oder Schnitzel oder
anderes Grill- oder Bratfleisch) keinesfalls anstechen soll.
Wozu also die riesige Fleischgabel?
Und für welches Grillgut ist diese seltsame flache Schaufel bestimmt?
Eine Burger-Hackfleischtablette kann man damit zwar auf dem fettigen
Burger-Bratblech plattdrücken und anschließend auch aufnehmen,
aber was nimmt man damit vom Grillrost, dass man nicht mit der Grillzange
viel sicherer und besser fassen und sogar wenden kann?
Niemand weiß Antwort. Weder der Gastro-Koch, noch die
Haushaltswaren-WMF-Fachverkäuferin oder gar der Kirmeswürstchenbrater ...
Das Mysterium des Grillbestecks – wer kann es erhellen?

