K F M

24.07.2006 um 23:40 Uhr

Komm zeig's mir, Baby!

von: KFM

20.07.2006 um 22:59 Uhr

Tour de Dings

von: KFM

Auf der abendlichen Erfrischungsradfahrt nach dem reinigenden Kurzorkan,
der die Pflanzenwelt auf und vor dem Balkon zwar arg gebeutelt,
das Klima hingegen angenehm korrigiert hat, pausieren wir kurz an einem
am Wegesrand liegenden, uns bis dato jedoch gänzlich unbekannten
Kiosk namens "Drugstore" um ein Fläschlein Gerstensaft zur gehaltvollen
Durstlöschung käuflich zu erwerben.

Beim Betreten der Verkaufsfläche fällt der geneigten Kundschaft
dort sofort eine handbeschriftete Tafel mit froher Botschaft ins Auge:
"Bier 0,5 l -,70 Cent"
Donnerwetter, das ist wahrlich ein unerwartet christlicher Preis –
und das, obwohl sich der Laden ganz eindeutig in muselmanischer
Hand befindet.

Der grauhaarige Methusalem schlurft aus seinem Wohnzimmer
direkt hinter der Kasse heran und beantwortet die klar formulierte
Frage "Gilt das für alle Sorten, 70 Cent?" mit deutlich vernehmbarem
und nickend unterstütztem "Ja, egal", worauf die Wahl auf 2 Markenbiere
in der Kühlung fällt, für die er nun einen Kassenbetrag von 2,60 €
einfordert, den er, auf überraschte Nachfrage hin, damit erklärt,
dass der ausgelobte Preis natürlich nur für die (an dieser Stelle nicht näher
genannt sein sollenden) beiden Sorten unterster Qualitätsstufe
(Kenner nennen es "Schädelbier") gelten könne, aber keinesfalls
für die von uns gewählten Markenprodukte.


Vielleicht sollte man an dieser Stelle anfangen zu handeln wie auf einem
orientalischen Markt, aber die Erfahrung zeigt, dass in dieser Hinsicht
die migrationshintergründigen Kioskbesitzer allesamt bereits aufs Heftigste
integriert sind und ihre Preise daher ehern und unverrückbar feststehen.


So bleibt uns am Ende und beim teuren Markenbier die Erkenntnis,
dass es besser ist, auf der nächsten Etappe nur bekanntes Terrain in Form
des Stammkiosks mit bewährtem Preisgefüge anzusteuern, um uns ohne
überflüssige Überraschungen dieser Art das Flüssige zu verschaffen.


So ist das im Leben.

18.07.2006 um 13:12 Uhr

Neues aus der wahren Welt der Warenwelt

von: KFM

Nach dem Einwurf von reichlich Koffein verlassen wir die Wohnstatt
um die Verbringung des angesammelten Leerguts zum nahegelegenen
Getränkemarkt durchzuführen und uns mit dem Flaschenpfand
ein Kistchen Frischbier zu finanzieren.

Dabei kann man jeden Tag etwas dazu lernen.

An diesem Tag zum Beispiel, dass das überaus preiswerte
Nörten-Hardenberger Pils und das ebensolche Export lt. Kassensystem
und Kassenbon alkoholfreie Getränke sind!
Das ist eine tolle Nachricht, denn dann kann man ja doppelt soviel
davon trinken und das sogar schon morgens!

Die ausgesprochen sehenswerte aber in diesem Fall überaus
hilflose Kassiererin scheint mit dieser Klassifizierung jedoch völlig überfordert
zu sein und blättert, Souveränität vergeblich vortäuschend,
ihr Warennummernverzeichnis immer wieder hin und her.
Ihr Weltbild gerät langsam ins Wanken und diese Biersorte gibt ihr
wahrlich unlösbare Rätsel auf.
Erst als der zu Rate gezogene Marktleiter sich höchstselbst
der Sache annimmt und ihr erklärt, dass dieses Bier als Saft anzusehen
und entsprechend zu behandeln sei, kann sie eine Warennummer
eingeben und der Tag ist gerettet.
Logisch, diese moderne Warenlogistik!

Im Supermarkt um die Ecke kommen wir nur wenig später
einem weiteren Skandal auf die Spur:
Man findet dort zwar wieder OMO in rauhen Mengen,
aber es ist offenbar kein Feinwaschmittel mehr im Sortiment!
Außer den Vollwaschmitteln fürs Grobe und die Großfamilie
gibts eine Menge Spezialwaschmittel für alle Lebenslagen:
Für Color oder Schwarz, mit Megapearls oder flüssig und
demnächst bestimmt noch mit dem Schaumverhüter für das
breite Stimmungsspektrum der sensitiven Hausfrau von heute.
Wer sucht da noch ein simples Feinwaschmittel in Pulverform?
Die gezielte Nachfrage beim unbeteiligt agierenden freundlichen
Regaleinräumer löst überraschend hektische Aktivitäten aus:

Das Personal reagiert ratlos! Der Hiwi läuft ins Lager,
die Kollegin telefoniert herum, die Information ruft "32 bitte 24!"
aber die Oberste Waschmittelabteilungszuständige bleibt verschwunden.
Vermutlich hat sie den Markt, die Stadt, das Land verlassen
um das aussterbende Feinwaschmittel zu suchen.
Es bleibt leider nicht mehr die Zeit, das Ergebnis dieser Suche abzuwarten.

Stattdessen lassen wir uns noch schnell zum Kauf einer neuen
15-Watt-Normalbirne für den verdunkelten Kühlschrank hinreißen,
denn bis in den Baumarkt, in dem es die blaue Spezialbirne gibt, die den
Joghurt schöner erscheinen lässt, schaffen wir es nach diesen zeitraubenden
Erfahrungen nicht mehr und man will es doch endlich wieder hell haben
auf der Wurst.

...


 

17.07.2006 um 17:00 Uhr

Sommer 2006

von: KFM

Der alte Weltenbummler Lars Minnit ist mal wieder auf Reisen
und schickt seinem Kumpel Thimo Beil von unterwegs eine Ansichtskarte,
obwohl der eigentlich viel lieber telefonieren würde.

So ist das, in Zeiten wie diesen:
Niemand hat mehr die Absicht eine Mauer zu errichten,
ein Bier zu pflanzen und eine Idee zu zeugen ...

Da bleibt es beim Ansichtskartenschreiben.

Das Leben geht weiter.






15.07.2006 um 11:30 Uhr

Notwendige Nabelschauen im Nebel der Erkenntnis

von: KFM

Leicht feiste lettische Landmädel
in grünlichen Zopfmusterwollpullovern
lüpfen leichtfertig ihre Laibchen
und zeigen zartrundliche Nabellandschaften
nur zu gerne her.