K F M

25.09.2006 um 15:47 Uhr

Zwetschge oder Pflaume

von: KFM

Zwetschge oder Pflaume – weil's so schön war und weil
die Zwiebel im Kuchen ja bereits im Kommen ist, hier der
Nachschlag als kleines Bonbon zum Wochenbeginn:



Die Wahl der Favoritin

So wählen wir nicht die erbärmliche Zwetschge, sondern
die pralle Pflaume zum Höchsten aller Objekte
als Ziel unserer in Handeln umzusetzenden Gedanken.
Jetzt fragt man sich nur noch: wie drankommen?

Warten, bis tiefe Reife die Frucht zu schwerer Süße treibt
und den willigen Fall ins weiche Moos begründet um endlich
dem köstlichen Genuss anheim gestellt zu werden?

Doch wer verhindert bis dahin den Stich des üblen Wurms,
der nagend sich der Frucht schon nähert?

Soll man sich ihr entgegenrecken, wie sie am Zweig sich
zweifelnd hält, noch fest das reifende Mark, der Kern noch nicht
geknackt und sein Geheimnis ehern bergend?

Hilft nur ein Rütteln und ein Schütteln am Stamm und im Geäst?

Muss gar die Leiter hilfreich sein, sich ihr zu nähern um mit flinken Fingen
nach dem runden Glück gezielt zu greifen, welches, heute noch
am hohen Ast, schon bald zum fröhlichem Verzehr sich bieten könnte?
Wer weiß, ob überhaupt auf diese Art das Innere den rechten Reifegrad
erreichen kann?

Welcher Weg wird gut und richtig sein?

Oh, schöne Gärtnerin des Pflaumenhains, gebt Ihr den weisen Rat,
bevor die holde Bäckerin, die Gaumenlust des Dichters wohl befriedigend,
ihr schönes Werk mit and’rer Frucht vollbringen wird,

– ist Sie doch schon dabei, die Zwiebeln zierlich zu entblättern ...

22.09.2006 um 23:01 Uhr

Altweibersommer mit dem KFM

von: KFM

Der Himmel so blau, hinaus ins Freie!

Frauen, legt Eure blanken Busen über die Balkone,
das ist die wahre Brüstung!

20.09.2006 um 00:02 Uhr

Sprachkultur und Backwerk bzw. Backkultur und Sprachwerkzeug.

von: KFM

Zur Wesenhaftigkeit der aktuell zur Reife gelangten Pflaume
im klaren Kontrast zum Seinhaften der Zwetschge
nur kurz das Folgende, welches ein schönes Analogon zur
fruchtimmanenten Unterscheidungsstringenz bietet:

Beißen Sie herzhaft in einen Pflaumenkuchen Ihrer Wahl
und sagen Sie laut: "Hmm, Pflaumenkuchen!" (die zarten
Bäckchen wohlgefüllt mit köstlicher Krume, versteht sich!)
Beißen Sie ein weiteres Mal großzügig hinein und sagen Sie nun
"Hmmm! Zwetschgenkuchen!"

Haben Sie's bemerkt?

Womit wir nunmehr zum literarischen Aspekt gelangen:
Der relativen Seltenheit der Zwetschge in der deutschen Dichtung
als weiterem Beweis der Irrelevanz und Unbrauchbarkeit dieser Fruchtform
für die höhere Kultur.
Oder haben Sie sich schon mal einen Reim drauf machen können?

Kehren wir also zurück von dem Irrweg, und geben wir es zu:
Die Kunstversuche, aus einer werten "Pflaume" eine ziselierte "Zwetschge"
zu machen führen das Backhandwerk nicht weiter.
Wählen wir also bewusst den Pflaumenkuchen und erteilen wir
allem anderen eine Abkehr!
Bestellen wir ihn beherzt und ausdrücklich, auch wenn die
Bäckereifachverkäuferin das Gebäck anders benamst und beschildert hat!

Zur Wahl der Pflaume als solcher und in all ihrer Wesenhaftigkeit
als Ziel unseres Bestrebens nach saisonalem Backwerk sei hier nur kurz
und abschließend ein abgewandeltes Sprichwort angeführt:
"Die Zwetschge bringt Ehr', – doch das Pfläumchen bringt's mehr!"

Q.E.D.

14.09.2006 um 12:07 Uhr

Die Pracht geht weiter

von: KFM

... und das ist auch gut so!

13.09.2006 um 14:10 Uhr

27°C – Sommer, reloaded

von: KFM

Die Luft flimmert, die City glüht,
lauschige Lauben verleiten zur Verlustierung.
Leichtfüßig lustwandelt der Flaneur,
aus den Cafés dringt das leise Glucksen übermütiger Kellnerinnen
und der zarte Schmelz zerrinnt unaufhaltsam im Angesicht des tiefen Azurs.
Der Sommer ist sehr groß!
Und den blassen Leib zieht es hinaus ins Blaue, in die Nacht, in Begleitung.
Aus kühlem Keller schaffen emsige Wirte die Hopfenkaltschale herbei,
leise rinnen kleine Schweißperlchen über die Rücken der fröhlich kichernden Damen.
La dolce vita erreicht den letzten Winkel und am Ende des goldenen Tages
verblasst die lange Spur der Erinnerung an die Notwendigkeit von
Daunenjacken, Antibeschlagtüchern und Heizkostenabrechnungsformularen.
Dann ist das Glück für einen Moment wieder gut zu sehen
und fern ist das Leid der Eskimokinder in ihrem ewigen Eis.

05.09.2006 um 18:12 Uhr

Keine Atempause!

von: KFM

Sätze bilden, aneinanderreihen und abfeuern!
Die Freuden der verbalen Kommunikation!
Gezielter Umgang mit Sprache, keine Angst vor ganzen Sätzen!
Also schnell ein paar wohldosierte Worte in die Tastatur gefingert und dann
ab die Post und publiziert! Zack!

Jajajaa! Das sind die Freuden des dritten Jahrtausends!

03.09.2006 um 20:39 Uhr

K F M

von: KFM

Die Fangemeinde ruft Hurra!
Der KFM zelebriert das K:

Krasserweise Karfreitags können kleinkariert krakeelende
Kaiserslauterner Kletterkakteenzüchter klaustrophobisch keuchenden
kölnischen Kellermeistern kistenweise knüppelharte Kärntener Krustentiere
kaltschnäuzig klauen.

 

Alle spüren, hier dichtet der Chef!
Der KFM zelebriert das
F:
Falls für frenetisch feiernde Fans freudiger Festlichkeiten
feuchtfröhliche Familienfeten fürchterliche Finale finden,
filtert Fahnenflüchtling Fridolin, freundlicherweise Freitags früh,
für fortschrittliche Frühgymnastik flaschenweise Franziskas famosen
Franzbranntweinverschnitt (Fusel).

 

Auf dass man sich's hintern Spiegel klemm’:
Der KFM zelebriert das M:

Montags morgens malträtieren mitleidlose muskulöse Meinerzhagener Mantra-Masseusen
mustergültigst masochistische monogame Männer mit meist messerscharfen,
merkwürdig martialischen mechanischen Miniaturisierungsmaschinen
modernster mitteldeutscher Massenfabrikation.