Wie liebt man einen Menschen, der sich selber nicht liebt?
Nennen wir diesen Menschen einfach Kein Name (K.N). Wo fängt man einen Text
darüber an? Den Kopf voller Gedanken, die Finger sind schwer. Vielleicht mit
einer Geschichte, mit einer Zeit, die wunderbar war. Kennen gelernt haben wie
uns, wo sonst, im Internet. Wie sind uns zwar bei einer Party vor zwei Jahren
über den Weg gelaufen, das aber hat damit nichts zu tun. Wir hatten dann einige
Wochen eine wunderbare Zeit, was von mir (und übrigens auch von allen anderen) als
eine Beziehung gesehen wurde. K.H. sah das nicht so. Darin war ich zu schnell,
das war ein Fehler von mir. Ich habe dann einen schon vorher geplanten Urlaub von
2,5 Wochen angetreten. Danach war nichts wie es war. Viel Aggression und für
mich haltlose Vorwürfe. Der Auslöser wäre eine SMS bzw. ein Anruf von mir aus
dem Urlaub gewesen. Ich weiß bis heute nicht, um welche SMS es sich handelt. Und
jetzt stehe ich da, mit einer großen Leere im Herzen.
Was sollten wir tun
um die leeren
Räume
zu füllen?
Wo die Wellen
des Hungers
sich brechen
(Pink Floyd)
Ob sich K.H. selber liebt, weiß ich nicht, insofern ist obige
das eine Unterstellung. Aber Äußerung die sie getan hat und mein eigenes Empfinden
legen dies nahe. Wie kann man einen Menschen zeigen, dass man ihm mag, ohne ihn
dabei zu erdrücken. Wenn dieser Mensch hinter vielen Gesten mehr und meist
negatives vermutet als eine nette Geste? Und Selbstliebe, davon bin ich überzeugt, ist der Schlüssel
andere lieben zu können. Und damit zu vertrauen.
Das ich K.H zu wenig kritisiere, das war ein Hinweis von
K.H. an mich. Jetzt habe ich es getan, und es wurde nicht nur nicht angenommen,
nein, es wurde mir ein Strick daraus gedreht. Was soll man da tun? Wenn man die
Ansprüche, die der andere an Dich stellt, erfüllen möchte und damit in den
anderen Aggression auslöst? Wenn es nicht möglich ist zu vertrauen?
K.H. ist wunderbar in der Lage, einen das Gefühl zu
vermitteln, nicht gut genug zu sein. Kann sein, dass ich mir dies nur einbilde,
dass ich der einzige bin, der das Gefühl hat. Aber es bleibt dann immer noch
die Frage, woher kommt dann dieses Gefühl? Irgendwas muss es ja auslösen. Und
ich glaube nicht, das alles auf, nun ja, meinen Mist gewachsen ist.
Ich bin überzeugt davon, dass an dieser Topf und Deckel
Theorie was Wahres dran ist. Und der Deckel (oder der Topf, je nachdem es
beliebt), ist nun mal K.H. Es hat nie so geschmerzt, der Gedanke, man könnte einen
Menschen verlieren. Ein Gefühl, als würde etwas Kaltes und Kantiges in meinen
Eingeweiden rotieren.
P.S. Ich habe hier immer K.H., statt K.N. geschrieben. Keine Ahnung warum. Scheinen die Nerven zu sein. Da der Blog aber nun mal so heißt, lasse ich es so ;-))
Und weil die Frage gestellt wurde: ich bin 31, K.N. ist 32.