fliMMer BLoCK

13.09.2004 um 00:19 Uhr

BUTTERFLY EFFECT

Stimmung: entspannt
Musik: Classical Melodies for Peaceful Relaxation (echt wahr!!! hihi)

Der Chaostheorie zufolge kann der Flügelschlag eines Schmetterlings zukünftige Wettersysteme ändern und verheerende Orkane erzeugen. Ein Wissenschaftler namens Lorenz bezeichnete dieses “Phänomen” in den 70er Jahren als butterfly effect. Eric Bress und J. Machye Gruber haben sich Lorenz’ These (“Theorie” würde ich es aufgrund mangelnder wissenschaftlicher Fundierung nicht nennen wollen) angenommen und einen unterhaltsamen Film daraus geschneidert. Im Grunde genommen handelt es sich bei Butterfly Effect um einen gewöhnlichen coming of age Film, der mit einer Prise paralleler Universen gewürzt ist. Ähnlich wie Marty McFly in Zemeckis Zurück in die Zukunft bewegt sich auch die Butterfly Effect-Hauptfigur Evan Treborn zwischen parallelen Realitäten hin und her. Anders als in Filmen mit derartigem Realitäts-hopping, reist Evan jedoch nicht mit einer Zeitmaschine, sondern gelingt ihm dies mittels reiner Willenskraft. Evan ist, wie sein Vater, hochbegabt, leidet jedoch besonders als Kind stark unter regelmäßigen black-outs. Als er als zwanzigjähriger Psychologiestudent die Informationen aus den Blackoutphasen zurück ins Bewusstsein rufen will, entdeckt er jenes Geheimnis, welches sein Vater mit in den Tod nahm. Evan gelingt es jedoch, noch einen Schritt weiter als sein Vater zu gehen : Evan reist in die Vergangenheit, um dort zu versuchen, unangenehme Sachverhalte recht zu biegen. Natürlich bleibt Evans Eingreifen in den “natürlichen” Lauf der Dinge nicht ohne verheerende Folgen.  Aus Zurück in die Zukunft wissen wir, dass durch kleine Änderungen in der Vergangenheit, seien sie auch noch so geringfügig, wie der Flügelschlag eines Schmetterlinges zum Beispiel, zukünftige Ereignisse vollkommen anders ablaufen können. Das Chaos, das Evan mit seinem Handeln anrichtet, bleibt dann auch nicht aus. Bald werden die Opfer, die Evan in den jeweils neuen Welten bringen muss, immer grösser, und die Lage seiner Nächsten immer hoffnungsloser. Peinliche und schmerzhafte Erfahrungen anstelle des erhofften Glücks.

 

Das Hin- und Herspringen zwischen den verschiedenen Welten verlangt den Schaupielern enorm viel Einfühlungsvermögen und Anpassungsfähigkeit ab. Denn abhängig von der Welt, in der sie sich in einem bestimmten Moment befinden, müssen sie den Bösewicht spielen oder den Streber, eine Heilige oder Hure. Den Anforderungen, die das Drehbuch an sie stellt, sind alle Hauptdarsteller jedoch bestens gewachsen und meistern sie bravorös.

 

Obwohl The Butterfly Effect letztlich zu viel des guten Realitäts-hopping wird, bleibt der Film bis zur letzten Minute spannend. Viel Wind wirbelt er zwar nicht auf, hält uns jedoch einmal mehr und mehr als deutlich vor Augen, dass theoretisch jedes Menschlein auf der Erde ein kleines Steinchen am Weltgeschehen beitragen kann. Mit nur einem Handschlag wohlgemerkt. Und, wie gesagt, theoretisch. Denn ob dies auch in der Praxis gelingt und gar etwas bringt, das ist eine andere Sache. 

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. subetha schreibt am 14.09.2004 um 01:35 Uhr:und wie das Ende der Neuverfilmung von \"Planet der Affen\" mit ähnlicher Zeitreiseproblematik funktionieren soll, weiss wohl auch nur Tim Burton. Oder kann mir das jemand bei Gelegenheit erklären?
  2. Kathleen schreibt am 14.09.2004 um 15:29 Uhr:habe beide versionen nicht gesehen, aber auf \'nem imdb-forum folgendes für dich gefunden. räusper ... ich zitiere:



    punkguy002: \'did anyone understand the ending of this movie? i sure as hell didnt. i remember i saw it on opening day and once it ended the whole theater was silent for a few moments until some guy broke the silence by saying, \"what in the hell was that all about?\". quite comical. a weird ending.\'



    lovejam: \'Mark Walberg thought he was on another planet, but he was actually on planet earth, several years into the future: He accidently went time travelling, and altered the future, so the planet earth was run by apes, get it? Watch the old ones if it\'s still not clear.\'



    er scheint\'s zu wissen. oder etwa doch nicht?



    hausaufgabe für kathleen: 2X planet der affen anschauen und meinung darüber bilden
  3. PierreBalboa schreibt am 14.09.2004 um 17:49 Uhr:Butterfly Effect hab ich neulich in der Sneak Preview gesehen, hat so seine Längen der Film, vor allem wird jede Möglichkeit ausgereizt Was-Gewesen-Wäre-Wenn. Grundsätzlich kein schlechter Film.

    Durch die Längen nervte der Film aber etwas.

  4. Kathleen schreibt am 14.09.2004 um 23:43 Uhr:Dass alle möglichen Szenarien detailliert ausgearbeitet und dem Zuschauer so vor die Nase gesetzt wurden, fand ich auch schade. Da hätte man etwas subtiler herangehen und dem Zuschauer etwas mehr Fantasie zutrauen können. Aber gut, für fantasiereiche Kieker gibt\'s ja Lynch & Co.
  5. hermes_joeh schreibt am 17.09.2004 um 13:22 Uhr:Zum sog. Butterfly Effect fällt mir immer als erstes das erste Scheibenwelt-Computerspiel ein, das ja auf den Büchern von Terry Pratchett basiert. Un Zeitreisen hat es auch drin, denn um eine Mönchskutte zu kommen, muss man erst den Bibliothekar (ein Gorilla) mit einer goldenen Banane bestechen, damit man in die Bibliothek kommt, wo sich die Tür zum L-Space befindet, mit dem man nach gestern kommt, wo man einen Schmetterling, den man heute gefangen hat, an der richtigen Stelle fliegen läßt, damit sein Flügelschlag (gestern) einen Regenguss (heute) verursacht, so dass der Mönch klatschnass wird und seine Mönchskutte auf die Leine hängt, von der wir sie dann klauen können. Wozu man die Kutte benötigt und wie man an die goldene Banane kommt, weiß ich nicht mehr...
  6. Kathleen schreibt am 18.09.2004 um 14:30 Uhr:Die Kutte braucht man zum Warmhalten oder zum Draufsetzen (beim Picknick im Scheibenweltschmetterlingswald z.B. - Doppelalliteration hihi) Bei der goldenen Banane handelt es sich sicher um eine gewöhnliche Währungseinheit in besagter Scheibenwelt.
  7. hermes_joeh schreibt am 18.09.2004 um 22:03 Uhr:<a href=\"http://www.adventurecorner.de/pages.php?id=50\" target=\"blank\">Im Ernst?</a>
  8. hermes_joeh schreibt am 18.09.2004 um 22:06 Uhr:handtücher waren die Dinger zum Draufsetzen und Warmhalten und notfalls zum dran Nuckeln, wenn es sich dann mit Nährstoffen angereichert hat. Na, ob das wirklich vernünftig verfilmt wird?
  9. Kathleen schreibt am 20.09.2004 um 00:15 Uhr:Wobei die Reihenfolge der einzelnen Handlungen natürlich strengstens durchdacht werden sollte. Ich schlage vor: erst nuckeln, dann draufsetzen und schliesslich warmhalten (lassen). Man stelle sich vor, wenn das Nuckeln erst nach dem Draufsetzen (mit dem Allerwertesten natürlich) und Warmhalten (schwitzen!!!) passieren würde ...IGITT!



    Wie auch immer, ich benutze Handtücher zum Abtrocknen. Bin ich dann pervers?
  10. subetha schreibt am 22.09.2004 um 00:36 Uhr:also der/die/das \"lovejam\" hat irgendetwas anderes gesehen, behaupte ich. Natürlich kenne ich die Original-Filme, dort machte ja auch das Ende Sinn, in der logischen Abfolge der Zeiten (um nicht noch mehr zu zerspoilern). Aber in der neuen Version fliegt Mark E. Monkeyman (scheinbar?) zurück in die Gegenwart und diese hat sich dann geändert. Also der Audiokommentar von Tim Burton auf der DVD hat jedenfalls schon klargemacht, dass er selbst völlig überzeugt ist von dem Ende (es an dieser Stelle aber nicht erklärt).

  11. Kathleen schreibt am 22.09.2004 um 08:37 Uhr:das würde ich auch behaupten, wenn ich nicht wüsste, wie ich das ende sonst erklären könnte.

    (der dreifache konjunktiv in einem satz deutet daraufhin, dass es sich hier tatsächlich um ein musterium handeln muss)

    ich habe beide filme übrigens bei uns in der bibliothek entdeckt und werde sie mir dieses wochenende hoffentlich noch anschauen können. was natürlich nicht heisst, dass ich das enigma entschlüsseln werde. aber immerhin, weiss ich dann endlich wovon wir hier sprechen/ schreiben. und ob mit \'lovejam\' liebeskollision oder liebesmarmelade gemeint ist.
  12. Kathleen schreibt am 22.09.2004 um 08:39 Uhr:mus-terium? ich meine natürlich my-sterium!
  13. subetha schreibt am 23.09.2004 um 21:08 Uhr:damit erledigst Du dann ja auch einen Teil Deiner Hausarbeiten zum Thema \"Charlton Heston\", brav!!
  14. hermes_joeh schreibt am 23.09.2004 um 23:55 Uhr:MArk E. Monkeyman? Ich kenn nur Mark E. Smith. Und der war Pizzaessen mit Tocotronic, in deren Produzenten sein Traum jedenfalls. Und Neckerman quälen, im Traum von Klaus Walter. Also: Hermes Hausbänd, äh, Hausaufgabe: auch Planet der Affen gucken!
  15. hermes_joeh schreibt am 24.09.2004 um 00:03 Uhr:Musterium klingt nach einem vermutlich Fallobst-fressenden, prähistorischen <a href=\"http://www.rhinos-irf.org/education/rhinofactsfiles/rhinofacts/extinctrhinos/paracerathe rium/\" target=\"_blank\">Großsäuger</a>.
  16. Kathleen schreibt am 24.09.2004 um 16:59 Uhr:Kommt doch alle zu mir, dann können wir uns gemeinsam die Affen anschauen und übers Ende der letzten Version filosofieren! Und anschliessend machen wir noch ein Heston-Wahlberg Quiz.



    @ hermesjöh: Besagter Grosssäuger (die ersten zwei ss sollen ein sz sein) ist zwar niedlich, würde aber wahrscheinlich nicht Musterium heissen, sondern Musterius. Musterium ist das Gebiet, in dem dieser Säuger lebt. Diese Abkürzung ist vielen jedoch nicht so geläufig, schon eher bekannt sein sollte das vollständige Wort: Musterritorium.
  17. hermes_joeh schreibt am 28.09.2004 um 20:40 Uhr:Musterius klingt dabei aber eher wieder nach einem Zauberer im Hörspiel des Kinderprogramms: \"Musterius Klagenhals, der Zauberer, und seine Freundin Gunilla Krasnojarsk wandten sich wieder dem verzweifelten Versuch Gold aus Gülle herzustellen zu, nachdem sie beim letzten Versuch das Kinderzimmer des kleinen Jonathans in die Luft gesprengt hatten.\".

    Bei dem Quiz verlier ich übrigens.
  18. hermes_joeh schreibt am 07.10.2004 um 19:00 Uhr:ss, sz, sb. SB? War das nicht die Margarine von Heide Kabel?
  19. hermes_joeh schreibt am 07.10.2004 um 19:01 Uhr:Heidi heißt die Gute immer noch, Heide heißt dieses Kaff hier!
  20. Kathleen schreibt am 07.10.2004 um 19:55 Uhr:logische kette, jöh. eins, setzen!

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