GRIZZLY MAN (Werner Herzog, 2005)

Zugegeben, GRIZZLY MAN ist mein erster Herzogfilm. Aber spätestens seit dem Abspann weiß ich, dass es nicht mein letzter sein wird.
GRIZZLY MAN ist ein Porträt des überzeugten Grizzlyliebhabers Timothy Treadwell, dem seine Liebe zu diesen Tieren fatal wird. 2003 wird Treadwell, und mit ihm seine Freundin Amy, von einem Grizzly angegriffen und aufgefressen.
Herzog gelingt das scheinbar Unmögliche: sein Porträt eines kamerageilen, leichtsinnigen Tierfanatikers (à la Steve Crocodile Hunter auf Discovery Channel) wird zu einer einnehmenden filosofisch-angehauchten Ode an einen Mann, der für seine Verbundenheit mit den gefährlichsten aller Bären selbst sein Leben gab.
Ich sage: sehen und sich überrumpeln lassen von den wunderschönen Naturaufnahmen, sich besäuseln lassen von Herzogs Märchenerzählerstimme und sich ab und an auch unterhalten lassen von den trocken-komischen Kommentaren einiger Befragten.
