IFFR 2006: SILENT HOLY STONES (Wanma-caidan, China, 2005)
SILENT HOLY STONES vom Debütanten Wanma-caidan war der mit Abstand schlechteste Film, den ich während des Festivals gesehen habe. Ich meine, Filme, in denen "nichts passiert", können trotzdem prima sein. SILENT HOLY STONES ist einfach nur irritant. Nee, nicht einmal einem Debütanten kann man soviel visuelles Gefasel verzeihen.
Ein junger Lama geht nach Hause besucht seinen Freund den kleinen Buddha der zeigt ihm ein paar DVD's zu Hause bekommt der junge Lama selbst einen DVD-spieler und 'ne Box mit allen Teilen einer Aufführung eines berühmten chinesischen Theaterstücks zwischendurch führt die Dorfjugend selbst ein traditionelles Stück auf und stirbt ein lieber Mann der oben auf einem Berg einsam heilige Schriften in Steine gravierte. Gähn. (Diese Steine waren wahrscheinlich die heilig-schweigenden aus dem Titel.)
Vor mir schoben sich Roboter statt Menschen über die Leinwand. An sich interessante Themen, wie der Einzug moderner Technologie in Tibet, oder dessen religiöse und traditionelle Bräuche, sind hier so lust-, gar teilnahmslos auf Film geklatscht, dass auch der letzte Hauch Spiritualität verfliegt.
