Dreiundzwanzig Jahre
Dreiundzwanzig Jahre sinds nu. Und immernoch das selbe Spiel.
Dreiundzwanzig Jahre die ich meiner Meinung nach eigentlich ganz gut gerissen hab.
Dreiundzwanzig Jahre, in denen ich aber auch alle paar Jahre wieder vor dem selben Scherbenhaufen stand, und nicht wusste ob ich lachen oder fluchen soll. Meistens hab ich beides gemacht.Manche Dinge ändern sich nie. Akzeptabel.
Von diesen 23 Jahren kann ich von 10 mit Sicherheit behaupten, dass sie vollkommen in Ordnung waren. Eigentlich ne gute Statistik.
Ich kann aber auch auf 6 elends räudige Jahre zurückblicken, die ich nur wegen meiner ewigen Sturheit und der Existenz gewisser Menschen überlebt habe.
Von diesen 23 Jahren habe ich gute 3 Jahre verschenkt. Damit kann ich leben. Es werden aber aller Vorraussicht nach noch paar mehr werden. Man wird sehen.
Allerdings habe ich auch seit 11 Jahren den tollsten Mensch der Welt unwiderruflich an meiner Seite (*mag*). Mehr als das brauch ich eigentlich nicht.
Ich bin seit mehr als 6 Jahren aus der Heimat weg, und jeden Tag kämpfe ich mit dem Drang, wieder zurück zu gehen. Die Zeit wirds zeigen.
Seit 2 Jahren habe ich absolut keinen Kontakt mehr zu meinen Eltern.
Seit 2 Jahren, und es wird langsam zur Tradition, wird mir aber auch pünktlich zu meinem Geburtstag über irgendeinen Kniff ein schlechtes Gewissen deswegen gemacht. Ich denke, ich werd irgendwann mein Gewissen genug überwunden haben, um das zu ignorieren.
Zusammenfassung: Ich bin den Weg gegangen. Es hat funktioniert. Ich bin weder untergegangen, noch hab ich größere Scheiße gebaut, noch bin ich zum Drogenopfer geworden. Ich hab ein brauchbares Leben. Ich bringe Glück. Nur selten mir selbst. Aber ich falle auf die Füße. Alles was zählt.
Alles wird gut.
