Synapsensalat

30.11.2006 um 15:54 Uhr

Möööööp!

von: Kiddolu

Stimmung: juut

Das war's- zumindest unitechnisch, für diese Woche! Gleich geht's auf in ein vollgepacktes Wochenende. Vollgepackt, aber sicher toll. Morgen: Geburtstagsnachfeiern. Dazwischen noch soziale Kontakte pflegen. Samstag...Samstag...seit zwei Jahren warte ich darauf! Fröhlich Hereinspaziert, hereinspaziert, sage ich da nur. Sonntags wird sich dann auskuriert etc. und hoffentlich wird das neugeborene Familienmitglied begrüßt.
Da ich montags frei habe, wünsche ich allen ein schönes Wochenende und verbleibe mit einem: Bis dann dann!

29.11.2006 um 18:35 Uhr

Lachen- unkontrollierbar!

von: Kiddolu

Yeah, heute war es das erste Mal im Semester, dass ich mir in einer Pädagogik Veranstaltung nicht vollkommen dumm vorkam. Das lag daran, dass ich das Thema "Totalitarismuskritik" verstanden habe und es mich so sehr interessiert hat, dass ich mich sogar aktiv an der Diskussion beteiligte. Sowas kommt in Päda eigentlich nie vor. Nunja, meine Dozentin ist aber auch so ein stilles Mäuschen, dass mich permanent angelächelt hat, daher habe ich mich durch Beiträge für ihren freundlichen Blick bedankt.

Was allerdings viel bekloppter war, war das Seminar vorher, heute im Angebot: "Emilia Galotti" (Teil 97). Für diese Geschichte muss ich leider kurz ins Werk einsteigen. Wer das nicht kennt, egal. Also, wir sollten den Prinzen charakterisieren anhand des ersten Akts. Prinz will Emilia [besitzen, poppen- die ganze Palette], will seinen Wunsch, die Frau zu haben, aber nicht vor einem Bediensteten äußern und ändert daher ihren Namen im Gespräch zu "Emilia Bruneschi". Anscheinend hielten sowohl meine Dozentin als auch der restliche Kurs diese Stelle der Namensänderung für so signifikant, dass besagte Stelle Mittelpunkt der Diskussion wurde. Weiterhin waren sowohl meine Dozentin sowie drei Personen, die meinten, was zu der Stelle sagen zu müssen, nicht imstande, den Nachnamen "Bruneschi" richtig wieder zugeben. Daher war schnell die Rede von Emilia Brunelli, Emilia, Pruschitt, Emilia Bruschnati. Daraufhin waren mein netter Sitznachbar und ich (wir saßen ZUM GLÜCK in der letzten Reihe), dass wir selbst nicht mehr wusste, wie genau der wahre, erfundene Nachname lautet und führten die Reihe fort mit Emilia Prosciutto; Emilia Brunelli- die neue Reifenmarke vom Mutterkonzern Pirelli, der auch einen Kalender für 2007 rausbringt mit halbnackten Frauen; Emilia Bruschetta etc. etc., wobei der Bösewicht des Dramas, Marinelli, zu Marilotti wurde, der neuen Eis-des-Sommers-Sorte von Mövenpick. Gut, an sich ist sowas nur komisch, wenn man selbst sowas mitspielt. Allerdings fanden er und ich das so unendlich komisch (wahrscheinlich aufgrund der großen Müdigkeit, die einen bekanntlich schnell albern werden lässt), dass wir einen zehnminütigen Lachanfall hatten. Zehn Minuten deshalb, weil nach zehn Minuten lachen-auch zum großen Glück- das Seminar beendet war, rein zeitlich genormt gesehen. Mit dem Lachanfall verhält es sich ja so, dass er immer stärker und unkontrollierbarer wird, wenn man ihn eigentlich unterdrücken und im Keim ersticken müsste/sollte. Das hat selbstverständlich nicht geklappt, so dass wir Tränen gelacht haben und dadurch sicherlich gestört haben. Aber hey, rausgehen konnten wir auch nicht, weil wir ja in der letzten Reihe in der letzten Ecke saßen...So einen Lachanfall in der Länge hatte ich glaube ich das letzte Mal irgendwann in der Schule- verrückt. Manchmal ist man eben albern. Konsequenzen hatte das keine, d.h. kein Rüffel von der Dozentin.
Den schönsten Lachanfall der Welt schaue ich mir seit eineinhalb Monaten in einer wöchentlichen Dosis bei youtube an und kann immer noch darüber lachen. 

Insofern: Lacht mit!  

28.11.2006 um 23:08 Uhr

"Jeder Millimeter WAHNSINN"

von: Kiddolu

Stimmung: juut, aber irgendwie banane im Kopf

Die Überschrift ist eine Zeile aus Herbert Grönemeyers Lied namens "Marie", das er damals seiner neugeborenen Tochter widmete. Nun, wie komme ich darauf? Das Kind meines Vetters, dessen Geschlecht bis 14 Uhr irgendwas komplett für die beiden Eltern unbekannt war [Anmerkung d. Verfasserin: Ich bin vorhin am Telefon von einer Freundin aus Kaiserslautern gefragt worden, was denn ein Vetter sei. Vetter ist das schöne deutsche Wort für Cousin. Von manchen hier in der Gegend auch "Kuseng" ausgesprochen, wobei die Betonung auf der ersten Silbe liegt. Witzig und furchtbar zugleich!] endlich nach drei-monatiger Schwangerschaft geboren worden (ich berichtete: sie hatte es erst in der 24. Woche erfahren etc.). Es ist ein Mädchen (woohoooo, nachdem der ehemalige beste Freund nun einen Sohn hat, ist alles abgedeckt) und trägt den schönen Namen Marie. Diesmal schwingt da kein Sarkasmus mit, denn ich finde den Vornamen Marie wirklich schön- zeitlos eben und kein dämlicher Modename.
Jedenfalls ist das Kind anscheinend nun da, wie mir Mutter mitteilte und ich hoffe, dass es gesund ist und dass alles gut verlief. Dies habe ich ihm mit einem "Herzlichen Glückwunsch" angereichert auch per SMS geschrieben, und dass er sich, sobald der Stress nachlässt, mal melden soll.
Was soll ich dazu sagen? Ihn kenne ich schon mein Leben lang und bei ihm fällt mir die Vorstellung schwer, dass er nun Vater ist. Er ist auch so einer der ewig-Junggebliebenen. Dass er darein wächst, bezweifle ich nicht, nur finde ich die Vorstellung trotzdem doof. Kein Weggehen mehr, nur noch ein Thema- und das alles ungewollt. Tja, über kurz oder lang wird das wohl "noch ein Freund weniger" bedeuten, mal sehen.

Grade war ich wieder beim Fight Aerobic. Als die Amazone (bzw. meine Lehrerin) schon sagte, dass die Schonzeit jetzt vorbei ist, wollte ich mich umdrehen und wieder gehen, denn die sog. Schonzeit war für einen Sportmuffel wie mich ziemlich hart. Es war dann, wie es immer war: Nach 20 Minuten dachte ich wieder, dass ich jetzt sterben muss, habe es aber doch überlebt und fühle mich danach gut. Was mir dabei wieder aufgefallen ist: Ich bin ganz gut in Schrittfolgen-Kombinationen, d.h. ich kann mir das schnell merken und es dementsprechend schnell umsetzen. Das könnte von meiner gescheiterten Ballett-Karriere (Fröhlich) liegen. Die Tanzkenntnisse sind es auch, die mir ein super Rhythmusgefühl beschert haben- ich kann zwar keine Musik machen, mich dafür aber im Takt bewegen, was auch nicht jeder kann. Jedenfalls ist es in diesem Sportkurs auch so, dass alles über Achten läuft, also Zählweise für den Rhythmus. Amazone gibt das Tempo vor (1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8), welches natürlich zum passenden Lied-Beat passt. Nun weiß ich ja, dass wir da alle keine Aerobic-Asse sind, bis auf zwei bis drei Ausnahmen. Dennoch bekomme ich Probleme, wenn ich sehe, dass jemand anders, der in meinem Blickfeld rumtritt- und schlägt nicht im Takt ist. Meistens komme ich dann selber raus und da ich, was so Choreographiegeschichten betrifft besonders, ein Perfektionistenschwein bin, werd ich dann böse auf mich und den Deppen, der kein Takt- und Rhythmusgefühl hat. Natürlich ist der Depp kein Depp, denn der Depp bin ja ich, weil ich mir unnötige Deppenprobleme mache., die eigentlich keine Probleme sind, sondern mich nur stören, was auch daran liegen könnte, dass mich das damals als Kind schon extrem angepisst hat im Ballettunterricht. Der Satz war natürlich viel zu lang; dennoch: Ist es so schwierig bis Acht zu zählen? Fröhlich

Ich weiß nicht warum, aber seit einiger Zeit artet das hier immer zum Geschwafel aus, dass kein natürliches Ende finden würde, wenn ich nicht irgendwann zu tippfaul wäre. 

Zum Abschluss nochwas Kluges, was eigentlich totaler Nonsens ist: Anmut und Würde werden niemals beide in einem Menschen auftreten, so dass der Mensch niemals die Vollkommenheit erreicht, womit die Vollkommenheit natürlich zum Ideal wird.
Achja, Frauen sind eher für die Anmut geboren, Männer für die Würde. Buuh!
Was lernen wir daraus? Fritzi Schiller nahm zuviele Drogen! 

27.11.2006 um 21:44 Uhr

Ich liebe...

von: Kiddolu

  • Marcel Reich-Ranicki, besonders im Zusammenspiel mit Hellmuth Karaseck (ich würde mir auch die DVD-Staffelboxen vom literarischen Quartett kaufen!)
  • Notting Hill- und ich stehe dazu!
  • Sissi- dazu stehe ich noch mehr!
  • (und um den Ausflug in die Klischee-Frauenfilmekiste zu vervollständigen:) Dirty Dancing (*Huuuuungry Eeeeeeeeeyeeeees*)
  • Kaffee
  • langes Schlafen!
  • schnelles Autofahren, nur leider ist bei meiner Ranzkarre das Limit bei 170 km/h erreicht
  • Ehrlichkeit
  • Sarkasmus und Zynismus
  • Cheeseburger
  • Dawson's Creek
  • Nach 5 im Urwald (Okay, das mit den Filmen, die ich liebe, beende ich an dieser Stelle..wobei noch eine Sache fehlt, die ich noch fix nennen muss!)
  • Quentin Tarantino Filme
  • Champagne Supernova von Oasis
  • Menschenaffen und Raubkatzen
  • Chucks
  • Baden gehen
  • etc. etc. etc.


Vielleicht wird diese Liste bald erweitert, aber jetzt habe ich keine Lust mehr, da ich mir sicher bin, dass ich sonst noch die nächsten drei Stunden mit Dingen, die ich liebe, aufzuzählen beschäftigt bin.

Großartig, dass mir heute in der Vorlesung mitgeteilt wurde, dass ich nächste Woche Montag frei habe, da die Vorlesung dann leider, leider ausfallen muss. Wie schade, wirklich! Zudem toll, dass ich die erste große Phase der Literatursuche für die Hausarbeit heute abschließen konnte.
Kurz zu was anderem: Habe heute mit einem entfernten Bekannten zwei lustige Gemeinsamkeiten entdeckt: Wir beide finden Marcel Reich-Ranicki großartig und wir finden, dass Val Kilmer den Jim Morrison in dem "The Doors"-Film von Oliver Stone absolut überzeugend und mehr als fantastisch gespielt hat! Ich komme jetzt allerdings rein gar nicht mehr darauf, wie wir auf The Doors gekommen sind?! Ist ja auch eigentlich egal. Was vielleicht noch interessant ist: Besagter Bekannte trug eine Sonnenbrille, mit der er Brian Molko glich bzw. eigentlich hat nur Brian Molko das männliche Privileg Sonnenbrillen in dem 60er Jahre Stil zu tragen, die grundsätzlich zu groß sind, aber die ich auch liebe und trage, obwohl mein Kopf dafür viel zu klein ist. An Brian Molko sieht diese Sonnenbrille allerdings knuffig aus, was daran liegen könnte, das Brian Molko ohnehin nicht schlecht ist.
Genug Geschwafel!

 

P.S.: Die Aufzählung da ist einfach wahllos zusammengestellt. Es soll also nicht heißen, dass ich Marcel Reich-Ranicki mehr liebe als alles andere.

26.11.2006 um 21:30 Uhr

Man wird alt...

von: Kiddolu

Ich bin ja mal gespannt, ob dieser Beitrag nachher auch angezeigt wird, denn am Donnerstag hatte ich auch nochwas geschrieben, was allerdings auf wundersame Weise nie veröffentlicht wurde. Die Wege des Blogs sind unergründlich, oder sowas. (Edit: Seltsam, jetzt ist er da?!)

Das Wochenende...ja, wie war es? Zu kurz, viel zu kurz! Freitags war ich bis auf nachts nur unterwegs, entweder was besorgen oder jemanden treffen oder DVD gucken. Gestern...ohwei! Nach langem Zaudern hatte ich mich doch dazu durchgerungen, mit den hiesigen Jungs, u.a. Don Karlos und Karl Moor, feiern zu gehen. Dass das wirklich nur Jungs waren, wusste ich bis ich vor ihnen stand aufgrund einer Fehlinformation Don Karlos' nicht. Hätte ich es gewusst, wäre ich daheim geblieben und der heutige Tag wäre rosiger. Es war dann doch noch sehr nett. Eigentlich wollte ich mit dem letzten Bus um 2.53 Uhr heim fahren, ließ mich aber doch bequatschen, nachdem ich mir fünf Minuten nonstop das große "Boah, du Abkacker" anhören durfte. Immerhin war ich nicht betrunken, ansonsten sähe ich für die nächsten zwei Tage schwarz, denn im Juni habe ich bereits gemerkt, dass mein Körper das wohl nicht mehr gerne hat, wenn ich bis morgens weggehe. Morgen war es auch dieses Mal bei der Heimkehr...Als wäre 5.30 Uhr nicht schon spät/früh genug gewesen zum Schlafen gehen- neee, Franz meinte auch noch bis 6.15 Uhr mich mit SMS zu bombardieren. Das Thema war so nervig (Don Karlos!!!), dass ich ihn am liebsten getötet hätte. Franz meinte, da ginge nochwas. Dann meinte er, dass Karlos was will. Dann war ich plötzlich der Buhmann, weil ich ihm nach seiner Ansicht Hoffnungen machen würde. Lange Quälerei, kurzer Sinn: Vorhin war ich nochmal deswegen bei Don Karlos und habe das zum 56929. Mal mit ihm besprochen. Komisch, ihm ist seit längerem klar, dass das keinen gibt und scheint sich auch damit abgefunden zu haben, nur seine Freunde interpretieren das anders. Nun denn, es ist wieder einmal geklärt, auch wenn ich es mittlerweile nervig finde, dass ich das schon so oft mit ihm thematisieren musste. Andererseits hatte ich gestern Abend aufgrund seiner wirklich großen Trunkenheit auch nochmal das Gefühl: Mooooment, oha, ich dachte es sei geklärt. Daher war es diesmal gar nicht so schlecht, dass wir nochmal drüber geredet haben, denn so habe ich die Sicherheit, dass er weiß, dass es keinen gibt. Achja, witzig auch, dass einer seiner Freunde direkt auf mich zukam und fragte "Sammal, wieso gibt denn das keinen mit euch?". Witzig, weil es ihm anscheinend durch Karlos bewusst war, dass das nix gibt, was mir zeigt, dass Karlos es begriffen hat (wieso dann nicht auch Franz?) und witzig, weil er so direkt war, was mir sehr gefallen hat. Mit Direktheit kann ich arbeiten. Fröhlich
Tjo, alles in allem ein netter Abend, der doch viel zu lang wurde, so dass ich heute nichts geschafft habe.
Immerhin habe ich gerade eben nochmal Star Wars Episode III geguckt, wobei mir währenddessen einfiel: Scheiße, du musst ja bis Dienstag noch ein Buch lesen! Daher werde ich das jetzt mal machen...

23.11.2006 um 16:11 Uhr

Ich vs. Schweinehund

von: Kiddolu

Musik: Seeed- Ding (live)

Buuh, ist das widerlich draußen! Bald ist auch bei mir der Punkt erreicht, dass das Wetter meine Laune beeinflusst. Zudem fühlte ich mich gestern sicher auf der Straße der Genesung, doch heute ist's irgendwie wieder schlimmer. Banane!

Übrigens freue ich mich nicht auf das Wochenende und ich weiß nicht wieso. Spontan fallen mir nur dumme Programmpunkte ein wie Rechnung bezahlen und Sehtest. Letzteres könnte übel werden...mal sehen, ob ich den überhaupt machen lasse.
Ansonsten macht sich mal wieder die große Trägheit breit- der innere Schweinehund hat derzeit die Macht über mich.
Nuja, wenn ich bis Samstag wieder ganz fit bin, werde ich wohl feiern gehen, was bedeutet, dass das Wochenende nicht gänzlich öde würde-

Nun wird noch der riesige Haushalt auf Trapp gebracht und dann geht's ab zum Zug!
Schönes Wochenende mit schönerem Wetter!

22.11.2006 um 18:53 Uhr

Licht kann repariert werden!

von: Kiddolu

Das Folgende ist meine Gedankenaufzählung, die ich letzte Nacht während eines Geräusches von oben hatte, wobei ein Semikolon jeweils die Geräusch- und damit verbundenen Gedankenpausen repräsentiert:

Hää?; Aaaah, höhöööö; Hm, das Möbelstück oben könnte geölt werden; Aha, jetzt ist gleich Ruhe; Das klingt gar nicht wie ein Bett, dennoch wäre Öl von Nöten; Och....; BOAH!; BOAH MANN; Meine Fresse!; Schon wieder oder immer noch?; Sehr standhaft da oben, trotzdem: RUHE!; Ohwei Ohwei, haut mal rein; Woohooooo, geliebte Ruhe, da bist du wieder!

Nun weiß ich jedenfalls, warum der Mensch über mir mich vor genau einer Woche mit dem lautesten Schlagbohrer der Welt gequält hat: Er hat seine Liebeshöhle einsatzbereit gemacht! Geräusche sind ja völlig normal, solche auch, aber 25 Minuten in dieser Lautstärke und vor allem in diesem Tempo...das war schon beachtlich. Nichts desto trotz wollte ich eigentlich nur schlafen, daher war ich nach zehn Minuten bereits etwas ungehalten. Aber immerhin hatte hier jemand im Haus um 1 Uhr irgendwas nachts seinen Spaß! Fröhlich

Der heutige Tag war wieder einmal komplett unspektakulär! Uni öde, Bibliotheksbesuch erfolgreich (juuhuuu), Erkältung immer noch vorhanden. Achja, die Reparaturkosten für mein blödes Pissbremmel-Auto sind natürlich doch höher, als es am Montag behauptet wurde. Andererseits hoffe ich, dass ich dann ab Freitag abbiegen kann, ohne dass mein Licht beim Wieder-Einrasten des Blinkers flöten geht. Das wäre ein völlig neues Abbiege-Gefühl und ist mir bisher unvorstellbar! Funktionierendes Licht beim Auto ist schon von Nutzen, denke ich Fröhlich.
Ohne lichte Gedanken aber mit viel Trägheit schlendere ich mal Richtung medialer Belustigung. 

21.11.2006 um 21:32 Uhr

Ist Goethe überbewertet? Oder: Blame Ego-Shooter Games

von: Kiddolu   Stichwörter: Allgemeines, und, Aktuelles

Es ist erstaunlich, wieviele Menschen auf Goethe(s Werke) regelrecht abgehen. Ein unbekanntes Phänomen ist das natürlich nicht, aber ein durchaus analysierenswertes.
In meinem Weimarer Klassik Seminar geht's- wie der Name schon sagt- nur um die beiden literarischen Klassizisten/Klassiker, Goethe und Schiller. In den ersten fünf Sitzungen ging es lediglich um Goethes Iphigenie und die Römischen Elegien. Ab nächster Woche ist der Fritz dann mal dran. Jedenfalls ist mir aufgefallen, dass sich, besonders wenn's ums Biographische geht, sehr viele Menschen zu Goethe äußern können und wollen. Klar, wichtigere Eckdaten kenne ich auch, sowie seine wichtigsten Werke, zumindest vom Titel her, aber ein Goetherianer bin ich noch lange nicht. Kurz gesagt: Viele Menschen finden Goethe super! Das ist keine schlechte Einstellung; um Gottes Willen, ich werd den Teufel tun und nun Anti-Goethe schreiben. Dennoch erstaunt es mich, aber ich kann noch nicht klar definieren wieso. Zum Beispiel hat mir mal ein Kommilitone während eines unwichtigen Gesprächs gesagt, dass Goethes Gedichte für ihn das allergrößte seien. In dem Moment fragte ich mich, warum er mir das sagen wollte, denn das eigentliche Thema war Kaffee und außerdem dachte ich: Öhm...okay.....wieso auch immer.
So, nun glaube ich weiß ich, worauf ich hier eigentlich hinaus will, höhö: Ich habe auch einen Lieblingsautor, den auch viele Menschen außer mir toll finden etc., daher kann ich mich in die Goethe-Fans reinversetzen. Dennoch habe ich das Gefühl, dass es bei Goethe unendlich viele sind und sich außerdem kaum jemand traut zu sagen, dass seine Werke stinken. Er war, ist und bleibt solch eine literarische Größe- selbst andere sehr gute Autoren strebten während ihres Schaffens permanent danach so toll zu werden wie Goethe. Er ist halt der unerreichbare EINE der Schriftsteller, zumindest in den Augen vieler großen (toten) Autoren sowie Germanisten sowie normale Leser. Gäbe es eine Hitliste mit den Top 10 der besten deutschen Literaten, würde der Johann sicher auf Platz 1 der vermeintlichen Experten stehen, natürlich dicht gefolgt von Schiller. Die Frage ist: Wieso ist das so und woher kommt das? War er wirklich besser als andere Autoren? (Okay, diese Antwort ist sowas von subjektiv und daher irgendwie banane...)

Nun andersrum: Wo wäre Deutschland ohne Goethe? Wäre Schiller ohne Goethe so groß geworden? Was wäre die Literaturgeschichte ohne Goethe?
Die wichtigste aller Fragen: Braucht Deutschland Goethe? JA! Schon allein um jedes Mal den stolzen Satz im Sinne des Landes äußern zu können "Das Land, aus dem Goethe und Schiller stammen", was international betrachtet viel toller klingt als "Das Land, in dem unter Hitler [man setze hier was beliebiges die NS-Zeit betreffendes ein; bleibt sowieso alles negativ]"

Brauchen Germanisten Goethe? Auch ja, aber nicht in der überhöhten Form. Gleiches Recht für alle, selbst für Herrn B., den ollen Kommunisten. (Obacht, ich denke nicht, dass ich den Werken Bertolt Brechts jemals wieder ein Existenzrecht zuschreibe!Fröhlich) Daher erübrigt sich eigentlich die Frage, ob Johann Wolfgang von Goethe überschätzt wird, denn Fakt ist, dass er auf jeden Fall mehr als bedeutsam für die Literaturwissenschaft ist.

Ich denke ja, dass Schiller auch ohne Goethe groß geworden wäre, aber egal. Auf meiner Hitliste würde Goethe auch niemals vor Schiller stehen... Sowieso habe ich in letzter Zeit wieder vermehrt das Gefühl, dass Friedrich Schiller bei mir dem Gott-Status überaus nah ist, womit ich endlich beim Persönlichen angekommen bin.

Also, nun bin ich völlig erkältet, was bedeutet, dass ich mich (Sorry, Feingeister!) wie ein großer Schleimpfropfen fühle! Richtig widerlich, denn mein Kopf bzw. meine Stirnhöhlen geben mir bei ruckartigen Bewegungen das Gefühl zu zerplatzen, weil alles noch absolut fest ist. Mehr beschreibe ich jetzt nicht, denn ich gehe davon aus, dass jeder Leser hier schon einmal eine Erkältung hatte.

Schlecht gelaunt bin ich deswegen zum Glück nicht, denn noch kann ich mich schließlich wunderbar bewegen. Hoffentlich bleibt das auch so, denn Morgen habe ich erstmal ein nettes kleines Seminar und anschließend wollte ich mich wieder stundenlang in der Bibliothek aufhalten. Okay, wollen ist gelogen, aber es müsste sein. Also hoffe ich, dass meine Drogen wirken.

Mit meiner tollen Tee-Apparatur gammele ich jetzt im Bett rum. Was haben wir heute gelernt? Genau, hier ist jede zweite Person krank, Schiller rockt und Dagmar sowie Reto hatten bekloppte Eltern, denn wer Kindern, die nun in meinem Alter sind, solche Namen gibt, kennt echt keine Grenzen.

P.S.: Aus aktuellem Anlass nochwas zum Amoklauf von gestern: Dieselbe Debatte wie vor vier Jahren nach Erfurt wird nun los getreten, also "Blame Ego Shooter Games" oder sowas. Ist doch dämlich und führt zu nichts, denn damals hat's schon zu nichts geführt. Außerdem ist das Argument doch nonsens, denn nicht jeder, der sowas wie Counter Strike spielt ist ein potentieller Amokläufer. Oder auch: Nicht jeder, der sich für Waffen interessiert wird zum Amokläufer. Soll man zur Prävention nun diese Spiele verbieten oder das Waffenrecht nochmal verschärfen?
Wenn nun erwiesen wird, dass 90% der Vergewaltiger leidenschaftliche Brot-Esser sind, wird dann das Brot verboten?
Okay, der Vergleich hinkt natürlich, aber was ich beweisen wollte ist die Schwachsinnigkeit von Pauschalisierungen in diesem Fall und das damit einhergehende, mögliche Spiele-Verbot.
Nuja, ich glaube eher, dass das nun noch drei bis vier Tage Thema sein wird und das war's dann. Wie ich schon sagte: Alles wie vor vier Jahren....

20.11.2006 um 21:01 Uhr

Katzenjammer

von: Kiddolu

Um 3.30 Uhr wurde ich wegen eines erschreckenden Geräuschs von draußen wach. Erst dachte ich: Oh mein Gott, da draußen quält jemand ein Baby! Dann dachte ich: Hmm, ist wohl eine Katze, die aber verdammt laut 'weint'. Danach überkam mich der Gedanke: Ohwei, so klingt es doch, wenn Katzen Sex haben? Was diesen Gedanken betraf, wurde ich unsicher, denn entweder haben Katzen Sex, wenn es wie ein Baby-Geheule klingt oder sie haben Sex, wenn es klingt, als würden sich zwei Katzen dermaßen fetzen? Jetzt bin ich mir immer noch nicht sicher, was der Geräusch-Indikator für Katzenkorpulieren ist. In der Nacht einigte ich mich mit meinem Hirn auf das den tierischen Beischlaf, der mir gehörig auf den müden Zeiger ging, denn diese eine verfluchte Katze war so laut und klang so erschreckend jämmerlich! Nach ungefähr 25 Minuten hörte der Katzenlärm endlich auf, so dass ich vorm Wiedereinschlafen noch kurz den Gedanken fasste: Boah, können Katzen lange, gesetzt den Fall, dass da draußen gerade zwei Muschis Sex hatten.

Genug der wahren Ferkeleien, obwohl es Katzen waren Fröhlich. Komme ich zum Wesentlichen! Achso, das gibt es heute nicht, denn außer der Nasennebenhöhlenentzündung, früher auch mal als Schnupfen bekannt, existiert nichts Wesentliches zu diesem Montag. Nun, mein Körper will anscheinend jetzt doch die Erkältung haben. Aber nicht mit mir! Es ist weder die Zeit für Erkältungen noch für Melancholie, obwohl sich aufgrund des Wetters beides gerade in der Bevölkerung breit macht. Soll mir egal sein.
Was war sonst noch? Kram für die Hausarbeit gelesen = öde und nutzlos, Vorlesung heute = auch öde, Wetter = beschissen, Neuigkeiten = keine, Errungenschaft der Woche = Seeed live = großartig!

Morgen folgt dann der widerlichste Tag der Woche, aber auch dieser wird vorbei gehen. So, nun verziehe ich mich mit Seeed und dem Humpen Erkältungstee (nach der dritten Tasse schmeckt er nicht mehr!) ins Netz. 

19.11.2006 um 22:38 Uhr

Transleeetoooohr meets ARD

von: Kiddolu

Das Wochenende war irgendwie viel zu kurz. Doof sowas. Gemacht habe ich ebenfalls nichts nennenswertes, denn ich habe seit Tagen das Gefühl krank zu werden, aber es kommt nicht. Jeck!

Nun denn, soeben habe ich in der Fernsehzeitung gelesen, dass "Deutschland. Ein Sommermärchen" bereits am 6.12.2006, also am Nikolaustag, in der ARD ausgestrahlt wird. Ziemlich genau acht Wochen nach seinem Kinostart. Ja, wieso habe ich dann Geld dafür ausgegeben? Nagut, immerhin war es einer der witzigsten Filme, die ich dieses Jahr im Kino gesehen habe. Dennoch verwundert mich diese frühe TV-Ausstrahlung.

Egal, das war das Wochenende! Adios! 

16.11.2006 um 16:53 Uhr

Die Baumarkt-Erfahrung

von: Kiddolu

Zunächst einmal muss ich kurz erwähnen, dass mein Körper Anzeichen von sich gibt, als wolle er bei der momentanen Trendwelle namens "Erkältung" mitmachen. Ich hoffe, dass er sich bald wieder umentscheidet, so dass ich völlig erkältungsfrei bleibe.

Vorhin war ich zunächst in einem Möbelhaus. Weil es dort keine Jalousien gab, haben die mich in den gegenüberliegenden Baumarkt geschickt. Erstes Problem war den Eingang zu finden, weil riesig. "Hela" heißt das Monstrum und dürfte nicht unbekannt sein. Als ich drin war, wurde ich schier erschlagen von Größe und Angebot, was schnell zu Desorientierung und vor allem Reizüberflutung führte! Dennoch fand ich mich nach anfänglichem "Wääääh, oh mein Gott, hier findest du nie wieder raus"-Schock erstaunlich schnell zurecht (könnte an den Schildern liegen, höhö). Dann, taadaaa, zwei Reihen nur voller Jalousetten (so hießen die da). Selbstverständlich war auch Anhieb nicht meine passende Größe zu finden, weil ich hier eine überdimensionierte Balkontür als einziges Fenster habe, will heißen: Hoch wie breit bekloppte Maßzahlen.
Nachdem ich mir alles angeschaut hatte, hatte ich Fragen zu den Größen und der jeweiligen Befestigung (ich will nicht mehr dübeln). Dann war genau die Situation gegeben, die Dieter Nuhr einmal beschrieb: "Verkäufer in Baumärkten sind wie Kakerlaken: Sobald man das Licht anmacht sind sie weg!"- das heißt, dass ich tatsächlich zehn Minuten rumgeirrt bin, bis ich mal jemanden gefunden hatte, der erstens zuständig für Jalousien war und zweitens auch wirklich da war. In Baumärkten ist es natürlich so, dass der Regalverkäufer mir niemals Auskunft über Jalousien geben kann, weil er ja nicht zuständig ist!!! Also, endlich Verkäuferin, endlich Klarheit, dass dabei nicht mehr gedübelt werden muss und es eine schönere Alternative gibt. Kaufen konnte ich dann aber nichts, weil die Jalousien so schweineteuer waren...Und ich habe Alu-Jalousien schon billiger gesehen!  Trotzdem war der Besuch ein Erfolg, da ich auch ein schönes Regal gesehen habe, das mit Sicherheit gekauft wird.
Außerdem gab's im Hela auch eine Zoo-Abteilung, in der ich mich spontan in den niedlichen Chinchilla verliebt habe! Egal, solche Tierchen will ich nicht wirklich halten, weil sie stinken und ich zu faul bin, andauernd den Käfig sauber zu machen, wobei das Stinken das ausschlaggebendere Argument ist.
Rausgefunden habe ich dann auch wieder und letztlich muss ich sagen, dass ich so einen riesigen Baumarkt echt toll finde! Verwunderlich ist das nicht wirklich, denn größere Geschäfte, die sich eher auf technische Waren spezialisiert haben, finde ich ja auch großartig. Und warum? Weil man dort viele Anregungen bekommt, wie etwas schöner werden kann, oder neuer, oder besser, oder oder oder.

Nun denn, Baumärkte rocken und ich rocke mal in den Abend! 

15.11.2006 um 22:49 Uhr

Goodbye Alpenveilchen, hello champagner-rose farbener Weihnachtsstern!

von: Kiddolu

Maria Stuart- Ich komme! Nach mehr als zwei Stunden in der Bibliothek bin ich tatsächlich schonmal fündig geworden, was die Sekundärliteratur betrifft. Ob die dann auch tatsächlich brauchbar ist, wird sich zeigen.

Was war heute sonst noch? Achja, mein "Lessings Dramen" Seminar hat mich heute angekotzt, weil wir "Miss Sara Sampson" besprochen haben und jeder eine andere Entschudigung für die jeweiligen Handlungen der einzelnen Figuren, insbesondere für Sara Sampson selbst, gefunden hat. Innerlich bin ich geplatzt, weil ich die Figur der Sara teilweise auch so deute, dass sie nunmal gerne leidet. Ende! Da gibt es nichts zu entschuldigen. Dennoch hielt ich mich mit meinem Deutungsansatz zurück, da ich wirklich keine Lust hatte gegen ca. 20 konforme Aussagen zu argumentieren; dafür ist mir das Seminar doch zu unwichtig. Immerhin wurde so der Bildungsauftrag nach Willi von H. erfüllt und ich habe durch kritische Selbstreflexivität meinen eigenen Standpunkt gefunden und verfestigt. Fröhlich

Genug Bildungstheorie und sonstigen öden Quatsch! Eine neue Blume habe ich mir heute gekauft, da ich immer noch den persönlichen "Grünen Daumen" Test mache. Sollte diese nun trotz genauer 'Anleitung' sterben, gebe ich es einfach auf. (Immerhin sagte mir der Florist, dass der Faux-Pás mit meinem geliebten, nun beerdigten Alpenveilchen eigentlich nichts Ungewöhnliches sei und dass es eingegangen wäre, weil seine Blütezeit vorbei war. Halte ich zwar für Blödsinn, aber nun denn...Es mochte mich wohl nicht mehr, obwohl ich es sogar vorschiftsmäßig von unten bewässert habe.)

Von unten bewässert- Eine lustige Redewendung, die spontan einige Assoziationen birgt. Viel Spaß damit!

14.11.2006 um 18:36 Uhr

Confessions

von: Kiddolu

"Wir sind doch alle nur die Pointe eines kosmischen Scherzes!"- Das war das lustigste Zitat, das ich letztes Wochenende gehört habe. Und wo kam es vor bzw. wurde es gesagt? In der Serie "Grey's Anatomy", natürlich von meinem Lieblingscharakter Dr. Bailey.
Übrhaupt ist das bei mir so ein Ding mit den fiktiven Lieblingsgestalten: Ich finde immer die Personen toll, die oberflächlich betrachtet die herzlosen *Zensiert*geigen sind, dabei aber innerlich die interessantesten und tollsten Figuren überhaupt darstellen. In der Regel leben meine Lieblinge den Zynismus und Sarkasmus, womit sie genau in mein Komikzentrum treffen. Beispiel-Lieblinge: Brian Kinney (Queer as folk), Miranda (Sex and the City), David Fisher (Six feet under), Joey Potter (Dawson's Creek), Dr. Gregory House [wobei House der Obergott ist und die Serie sowieso das Beste an für mich neuen Serien, die ich dieses Jahr kennengelernt habe, ist] (House, M.D.), Luke Danes (Gilmore Girls), jeder einzelne Charakter aus Pulp Fiction, Budd (Kill Bill)- das muss erstmal reichen. Irgendwen habe ich sicher vergessen...
Einen Hang zu puren Bösewichten habe ich ebenfalls. Obwohl in den meisten Fieslingen kein Stück Gutes mehr steckt, versuche ich sie dennoch meist zu verteidigen, was natürlich schwachsinnig ist, aber man verteidigt schließlich immer das, was man total toll findet; liegt sicherlich in der Natur des Menschen. Beispiele: Der Imperator aka Senator/Kanzler Palpatine aka Lord Sidious (Star Wars 1-3, 5-6), Franz Moor (Die Räuber), Saruman (Herr der Ringe), Commodus (Gladiator), Adolf...kleiner Scherz am Rande(!!!),  Hagen von Tronje (Das Nibelungenlied, wobei ich den persönlich nicht für den Bösewicht in Reinkultur halte), die Windows-Word-Hilfeklammer. Okay, letzteres ist auch völlig gelogen, denn wenn ich eine Sache wirklich aus meinem tiefsten Inneren hasse, ist es die Word-Klammer!

Jetzt frage ich mich, ob ich auch fiktive, gutmütige Gestalten mag. Nun, da muss ich wirklich lange für überlegen. Spontan fällt mir niemand ein, weil mir solche Personen immer zu glatt erscheinen und daher langweilig sind. Sowieso finde ich alles, was total normal ist, langweilig.

Wo ich schon bei der Offenbarung meiner Neigungen bin...folgt nun ein Themensprung. Am Wochenende war ich samstags mit meiner Familie auf der Geburtstagsfeier meines Onkels. Da ist mir zum ersten Mal bewusst geworden, wie scheiße es ist, dass Opa nicht mehr dabei ist! Genau solche schnöden Feiern sind ohne ihn undenkbar. Ich fand das schrecklich. Dann fand ich es noch schrecklicher für Oma etc. etc., so dass ich danach wieder deprimiert war. Also, sehr deprimiert nicht, dafür habe ich mich zu gut im Griff und weiß außerdem, dass gewisse Dinge nunmal unabänderlich sind. Sonntags dann Sechswochenamt. Zum ersten Mal nach acht Jahren war ich nochmal in einer kirchlichen Messe zugegen. Und es war, wir befürchtet, grauenhaft. Mit der Sache kann ich mich sowas von gar nicht mehr identifizieren. Zudem ist unser Pastor immer noch bescheuert, was aber für den Inhalt irrelevant ist. Sobald ich Steuern bezahlen muss, war's das mit mir und der katholischen Kirche. Um jetzt keine Pro-Kirche Leser zu verärgern: Ich respektiere euch weiterhin, nur ist das schlicht nix für mich.

So, nun muss ich meine seit Stunden andauernde Übelkeit bekämpfen und koche mir mal ein Teechen! 

13.11.2006 um 21:16 Uhr

Frau Sony

von: Kiddolu

Stimmung: müde

Gut Ding will bekanntlich immer noch Weile haben. Genauso verhielt es sich mit dem Auf-Trab-Bringen meines Laptops, den ich gerade benutze. Also, bye bye Rechner, ich habe dich zwar geliebt, aber nun ist Frau Sony dran.

Ungewöhnlich, das Schreiben mit einem Laptop...Naja, es wird schon klappen.
Das Wochenende war lang und vor allem verfressen. Mehr dazu Morgen, nun muss ich erstmal alleshier wieder anpassen etc. und vor allem mich über den Laptop freuen!

09.11.2006 um 15:47 Uhr

Wochen-Ende?

von: Kiddolu

Auf geht's in ein langes Wochenende. Lang und schon bis obenhin zugepackt mit Versicherung, Reifen, Krankengymnastik, zwei fiesen Texten, ein Drama, Geburtstag, Wilhelmen, Sechs-Wochenamt, Essen gehen.
Daher werde ich auch erst am Montag wieder hier eintrudeln, weil die blöde Messe natürlich erst Sonntagabend ist.

Ich könnte im März im Wohnheim wohnen. Das ist allemal besser als eine Jugendherberge. Nun ist die Frage: Warte ich noch auf ein privates Zimmer oder melde ich mich für einen Wohnheimplatz? Ich werde darüber wie immer in alter Yoda-Manier meditieren.

Ein tolles Wochenende!

P.S.: Für alle, die es noch nicht wissen: Seeed sind großartig! 

08.11.2006 um 21:52 Uhr

Römische Allergien

von: Kiddolu

Dass Goethe gerne mal den Geschlechtsakt oder allgemein Sexuelles in seinen Werken thematisiert, war mir nicht neu. Dass er es hingegen offen anspricht und das Miteinander Schlafen so dermaßen lobpreist (und noch viel mehr!), war mir in der Art, wie es in seinen "Römischen Elegien" der Fall ist, völlig neu- und etwas schockierend. Diesen Gedichtzyklus könnte man auch "Bumsen- Eine Anleitung, Durchführungsdarstellung und Bejubelung" nennen. Erstaunlich jedenfalls. Ob ich die Elegien gut finde oder nicht, kann ich ehrlich gesagt gerade noch nicht beurteilen. Positiv nur schon einmal, dass ich sie nicht direkt zum Übergeben finde.

Dann war ich heute beim besagten Professor, und der fand meinen Maria Stuart-Graf Lüstern Themenvorschlag gut. Ohnehin ist das ein lockerer Mensch, bei dem ich selbst auch sehr schnell sehr locker wurde. Es gibt auch Dozenten, bei denen habe ich vor der Sprechstunde Panikmomente durchlebt. Aber das war eher zu Studiumsbeginn; man wird einfach mit der Zeit gelassener. Dozenten sind ja schließlich auch nur Menschen, die allerdings große Macht über meine Zukunft haben, aber noch lange nicht soviel Macht wie ich selbst über meine Zukunft habe. Außerdem habe ich bisher noch keinen Dozenten erlebt, der in einer Sprechstunde wirklich unhöflich oder blöd mir gegenüber wurde.
Auf dem Germanistenflur, den ich schon länger nicht mehr betreten musste, traf ich prompt meine Prüferin, die mich über Stifter ausgequetscht hatte. Immer noch eine knuffige kleine Frau, die sich mittlerweile auch Doktor nennen darf. Sie könnte auch Professor sein, dennoch würde ich sie immer noch als die kleine knuffige Frau betrachten.

Achja, ich bekomme einen Laptop!!! Endlich, endlich wird dieser lang geträumte Traum wahr, und dazu wird er noch in Reinform wahr, denn ich bekomme einen schicken Sony Vajo! Vorhin ausgesucht, nächste Woche meiner! Ich sehe es schon kommen, dass mein Laptop mein neues Baby ist und damit meine Ballonblume vom Thron stößt. Hach, die Laptop-Sache macht mich wirklich selig, verrückt, oder?

Gerade habe ich über eine Stunde mit meinem ehemaligen besten Freund, der schon Papa ist, telefoniert. Ein langes Telefonat, was für meine Verhältnisse unüblich ist, denn ich bin eigentlich kein Freund der übermäßig langen Telefonate. Ausnahmesituationen sind, wenn man anders keinen Kontakt haben kann oder laaaaange keinerlei Kontakt mehr hatte. Jedenfalls war es ein angenehmes, lustiges Telefonat, in welchem wir alle Themen abgegrast haben: Freundeskreis, Politik, Rechtswissenschaften, Soziales, Persönliches, Kindererziehung, Medien. Nagut, Sexualität haben wir schön ausgelassen, denn ich will keinerlei Details über sein Sexualleben erfahren. Dennoch nett, vielleicht machen wir das nun öfter, dieses Telefonieren, so dass es beim nächsten Mal auch hoffentlich nicht mehr so lange dauert, höhö.
'Aber ich bin doch eine Frau- ich muss doch langes Telefonieren mögen, denn das ist ein wesentliches Merkmal meines Geschlechts'- Wenn zu solchen Klischees gegriffen wird, wie es ein gewisser spanischer Thronfolger grade tat, wünschte ich mir kurz, aber wirklich nur ganz ganz kurz, Alice Schwarzer zu sein und dementsprechend darauf zu reagieren. Selbstverständlich würde ich mir ansonsten niemals wünschen, auch nur in irgendwie wie Frau Schwarzer zu sein, denn meistens ist auch sie mir schon zu extrem, auch wenn ich respektiere, dass sie eventuell damals viel für die Frauenbewegungen erreicht hat. 

Nun ins Bett und vom Laptop träumen! 

07.11.2006 um 19:29 Uhr

Sebelnicht

von: Kiddolu

Stimmung: kaputt, aber völlig okay

"Die Nicht wird heute vom Sebel getrübt"- Dieser witzige Versprecher war das erste, was ich am heutigen Tage zu hören bekam, natürlich per Radio. Und es war tatsächlich so, wobei getrübt eine große Untertreibung ist. Die Suppe am Himmel wurde immer dickflüssiger.
Meine Weiterbildungsveranstaltung dienstags morgens ist offensichtlich das schwierigste, was ich dieses Semester belegt habe. Meine Dozentin reiht zwar mir bekannte Worte haufenweise aneinander, aber ich verstehe den Kontext nie. Heutiges Thema: Die soziologische Theorie der Institutionen- natütrlich alles hochgradig abstrakt und für mich nicht verständlich. Da sag nochmal jemand, dass Pädagogen nichts tun außer Selbstdrehen und Probleme besprechen. Okay, vielleicht drehen Pädagogen selbst und besprechen jedes kleinste Problem, aber dann haben sie den Studiumsschwerpunkt auf Sozialpädagogik gelegt. Bevor ich weiter in die Klischeekiste greife, möchte ich nochmal kurz meine Dozentin erwähnen. Die Dame hat mich wie schon einmal gesagt ja vor kurzem geprüft und ist mir eigentlich bekannt. Nun denn, sie sieht aus wie maximal Anfang 50, immer sehr schick und teuer gekleidet, äußerst gepflegt und hat einen modischen Haarschnitt. Meinetwegen könnte sie rein vom Optischen und vom Gesamtbenehmen auch Ende 40 sein. Jedoch ist sie 60! Ich kann das immer noch nicht glauben! Es gibt einfach Menschen, denen glaubt man ihren Herbst des Lebens einfach nicht. Christine Kaufmann, Iris Berben, Sophia Loren- alles Damen, die auch wesentlich jünger aussehen, wobei ich denen auch ein Lifting zuschreiben würde, allen Dementi zum Trotz. Die Hände eines Menschens verraten eigentlich immer das wahre Alter, aber die meiner Dozentin sehen auch aus wie die einer End-Vierzigerin. Verrückte Welt.
Im Seminar hat Etzel mir schließlich mitgeteilt, dass er seine Kriemhild nun gefunden hat. Fröhlich Seit gestern Abend ist er glücklich liiert- und war direkt unaufmerksam und schluderig, menschlich eben. Ach, das freut mich für ihn; vielleicht wird er jetzt etwas unbeschwerter und sieht das Studium nicht mehr als Non Plus Ultra seines Lebens an bzw. lacht einfach nochmal fröhlich. Tja, so schnell kann's gehen.

Alles in allem wird mich wohl der Uni-Dienstag das gesamte Semester schlauchen. Witzig auch, dass ich mir ja nun ein Hausarbeitsthema überlegt hatte mit grobem Konzept etc. ... da kommt heute mein fröhlicher Rheinlandprof an und gibt uns eine Liste mit möglichen Themen! Er ist wirklich zu nett. Traut er uns nichts eigenes zu? Wer weiß es? Jedenfalls schwanke ich nun doch wieder, ob ich nicht doch über den Wilhemen schreiben soll. Ich besuche meinen Prof Morgen einfach mal und höre mir an, was er Feines sagt. 

Achja, die Konzertkarten wurden auch soeben geordert, wooohoooooo...*In der Manege in dem Rampenlicht hört man mein glockenhelles Lachen* Fröhlich

So, jetzt gleich ist Sport angesagt. Später werde ich mir tatsächlich mal das Virginia Jetzt-Liedchen anhören. Ich bin ja mal gespannt...

06.11.2006 um 22:15 Uhr

Meine Träume...

von: Kiddolu

Stimmung: juut

Mal wieder ein toller, öder Wochenstart. Toll war gelogen, aber öde stimmt. Bohren ist anscheinend wieder in Mode hier im Haus, vornehmlich morgens um 8 Uhr ODER abends ab 19 Uhr. Dazwischen, zu humanen Zeiten, geht's anscheinend nicht.
Was war heute sonst noch? Mir fiel wieder auf, wieso ich "Maria Stuart" von Schiller so mag, denn das Tragische an der Geschichte finde ich saukomisch. Dieser Satz fällt wiederum in die Kategorie öde, genau wie das Bohren.

Nun kurz was in die Sparte toll stecken: Besagte Freundin, die in China war, will mit auf's MIA.Konzert, genauso wie ein anderer Freund aus der Heimat. Die Karten werden nun hoffentlich bald gekauft, wenn ich die Zusagen habe. 
Toll auch, dass ich schon wieder von Phillip Lahm geträumt habe und er schon wieder keine Notiz von mir genommen hat. Mein doofes Unterbewusstsein!!! Anscheinend habe ich es durch und durch begriffen, dass ich niemals einen Promi ehelichen werde, dennoch kann mein Unterbewusstsein mir doch meine Träume lassen? Jens Lehmann wollte mich ja letztens auch nicht, weil er verheiratet ist und drei Kinder hat, so teilte er mir im Traum mit...Man sieht, dass das ein ironisches "Toll" zu Satzbeginn war.

Ansonsten läuft seit geraumer Zeit ein doofes Lied im Radio von keine Ahnung wem, aber es beinhaltet eine Zeile, die mich sehr stört:
"Bitte bleib nicht, bitte bleib nicht, wenn du gehst"
Schließt das Verlassen, oder hier Gehen, nicht eigentlich das Bleiben an einem Ort aus? Vielleicht verstehe ich das Lied bzw. diese Zeile einfach nur nicht? Wenn andere Menschen diese Zeile allerdings auch als Nonsens einstufen, dann möchte ich umso dringlicher wissen, von wem dieser Schrott ist! Ohnehin klingt das Lied suboptimal...
Morgen folgt der Brechreiz-Dienstag, insofern gute Nacht!

05.11.2006 um 21:29 Uhr

Lieber Heinrich Breloer, ...

von: Kiddolu

Stimmung: gut

Die Suche eines Zimmers, das man nur sechs Wochen beziehen will/kann/muss, gestaltet sich doch schwieriger, als man dachte. Genauer gesagt, das wird meine neue Freizeitbeschäftigtung, also das Suchen eines vollmöblierten Zimmers (am Besten in einer WG) für meinen Praktikumszeitraum. Ach, das wird schon klappen; ich bin da recht zuversichtlich.

Zum Wochenende? Ja! Am Freitag habe ich eine alte Freundin getroffen, die nun etwas länger als ein Jahr in China lebte, zu Studiumszwecken natürlich, höhö. Der Abend war großartig! Wir haben über alles Mögliche geredet und es war keine Sekunde langweilig. Sie arbeitet zudem noch beim WDR, über den wir uns dann auch unterhalten haben. Der WDR- diese Bezeichnung halte ich für untertrieben; das Fernseh-Imperium trifft es schon eher. Spontan habe ich beschlossen irgendwie Fritz Pleitgen zu ehelichen, aber man wird sehen.
Jedenfalls hängen in den Besucherhallen des WDRs in Köln Plakate der Filme, auf deren Produktion der WDR (und all seine Tochtersendungen, also alle öffentlich-rechtlichen Sender ausgenommen das ZDF) besonders stolz ist. Eines der Aushängeschilder ist Dr. Heinrich Breloers Dreiteiler "Die Manns- Ein Jahrhundertroman". Natürlich kann der WDR stolz sein auf diese Filme, denn geehert wurde der Dreiteiler zu Hauf. Ich selbst besitze sogar die DVD-Box davon, weswegen ich mich auch nicht schäme. Dennoch sei an dieser Stelle einmal kritisiert, denn nicht alles in dem Film geht so einfach, wie Herr Breloer sich das dachte:
1. Hasse ich die Szene, in der der vermeintliche Thomas Mann weint, weil sein Bruder Heinrich gestorben ist! Jaja, das ist gut für die Tragik des Films etc., aber so ein Drecksstuss! Ich bin mir höchst unsicher, dass die beiden Mann-Brüder jemals nach ihrem Streit noch einmal richtig warm miteinander wurden.
2. War Thomas Mann kein Knuffelbär. Die Original-Interviews mit den Kindern hat das eigentlich deutlich gemacht, dennoch wird er im Film doch zu herzig dargestellt. Was er innerlich eventuell war, war er äußerlich noch lange nicht.
3. Sind es zuviele Anspielungen auf seine unterdrückte Homosexualität. Ohnehin finde ich es erbärmlich, wenn immer auf diesem einen Punkt zu stark rumgeritten wird, auch in Analysen. Klar sollte man diese wichtige Tatsache nicht außer Acht lassen, dennoch machen sie nicht den ganzen Thomas Mann aus.

4. (Und das ist der bedeutsamste Punkt, daher der Absatz und die nun folgende persönliche Anredeform):Lieber Heinrich Breloer,
Es ist bewundernswert, wieviel akribische Arbeit Sie seit Jahren in diesen Film gesteckt haben. Ihr Original-Interviewmaterial ist überdies auch erstaunlich. Wirklich gelogen haben Sie in dem Film auch nicht direkt, es sei denn, man sieht davon ab, dass Nelly Kröger irgendwie ziemlich unwahr dargestellt wurde, Thomas Mann kein Stück...etc. etc.- egal, so schweife ich ab. Jedenfalls möchte ich Ihnen sagen, dass ich es verabscheue, wenn Sie ihren Gesprächspartnern, sei es nun Golo oder Monika Mann gewesen, die Worte in den Mund gelegt haben. Bei Elisabeth war es natürlich noch extremer. Sie fragten nicht "Sie fühlten sich ungeliebt?", sondern sie zwangen Ihnen die Aussage "Sie fühlten sich ungeliebt!!!" auf. Sowas stinkt! Witzig auch, dass das bei Golo Mann anscheinend niemals so richtig funktioniert hat, denn dieser entgegnete Ihren sogenannten Feststellungen oft ein "Nein, Nein".
Wie auch immer, lassen Sie es gut sein und behelligen Sie die Zuschauer mit keinem Dreiteiler mehr. Ich erinnere Sie an "Speer & Er", bei welchem Sie genau nach demselben Prinzip vorgegangen sind: Halb-Doku, Halb Film(ische Fiktion). Dieser Dreiteiler wurde zwar auch mit Preisen überhäuft- nicht zuletzt wegen des wirklich großartigen Sebastian Kochs, der zudem auch schon den Klaus Mann hervorragend gespielt hat- schlug dennoch nicht so ein wie Die Manns. Und wieso nicht? Weil Sie, lieber Herr Breloer, in diesem Film noch nerviger waren als in den Manns, in denen man Sie eher hörte als sah. Im Speer-Film sahen Ihre Gesprächspartner überdies auch nicht so auskunftsbereit aus, was man als Zuschauer auch gemerkt hat. Letztlich ist Ihnen in diesem Film etwas gelungen, was Ihnen bei den Manns nicht gelungen ist: Der Hauptdarsteller Tobias Moretti als Adolf Hitler hat den Hitler-Tonfall ausgezeichnet wiedergegeben und dementsprechend glaubhaft wie er gesprochen. Dafür sah er einfach nicht aus wie Hitler. In den Manns war es beinahe umgekerht: Armin Müller-Stahl sprach kein bisschen wie Thomas Mann, sah aber dafür fast so aus wie er.
Um zum Schluss zu kommen: Mit Grausen habe ich gelesen, dass Sie, Dr. Breloer, die Buddenbrooks verfilmen möchten (oder etwa schon verfilmt haben?)! Bitte bitte, verhunzen Sie da nichts an der Geschichte! Außerdem: Warum verfilmen Sie das Buch nochmal??? Immerhin können Sie Zeitzeugen bei diesem Film keine Worte in den Mund legen...Sie haben genugg verdient, um sich nun zur Ruhe zu setzen, also bitte, Sie werden ja auch nicht jünger....

Mir fiel gerade während des Motzens schon auf, dass ich meinen Blogtitel langsam an diese ganzen Kritik-Orgien anpassen sollte.
Jedenfalls hat mich das nun so lange beschäftigt, dass ich für heute keine Lust mehr habe hier etwas Privates reinzuschreiben.

Feststellung des Tages: Menschen, die die Ausstiegstür im Zug nicht rechtzeitig geöffnet bekommen und schließlich gezwungen sind weiterzufahren, sind witzig, wenn sie panisch tretend und brüllend durch den Zug rennen um den Schaffner zu erschießen! 

01.11.2006 um 22:10 Uhr

Ein Schreckgespenst namens Zukunft

von: Kiddolu

Stimmung: jau!

Feiertage mitten in der Woche sind zwar gut, dennoch komisch. Ich hatte den ganzen Tag das Gefühl, als würde irgendwas nicht stimmen. Dennoch war der Tag bis auf Winzigkeiten so unspektakulär, dass mir an dieser Stelle nichts Gescheites einfällt.
Ich war tatsächlich fleißig und es ist nun Winter. Den Zusammenhang in diesem Satz sehe ich allerdings auch nicht.

Ah doch, eines gibt's: In meiner Generation oder genauer gesagt in meinem Bekanntenkreis geht seit einiger Zeit ein Schreckgespenst umher: die Zukunftsangst! Gewisse Herrschaften zieht dieses Gespenst in regelmäßigen Abständen in eine Art Depression gepaart mit Panik. Ansgt vor der Arbeitslosigkeit, Angst davor ewig abhängig zu sein von anderen, Angst davor die Heimat zu verlassen, im Zweifel auch Angst davor, dass man ganz allein für sich verantwortlich wäre.
Wenn ich über all diese möglichen Dinge täglich nachdenken würde, könnte ich mich auch gleich erschießen, denn dann macht man sich automatisch alles madig, was man gerade macht. Ich selbst bin mir durchaus bewusst, dass nach dem Studium eventuell zunächst der Gang auf's Arbeitsamt fällig wird- na und? Soll ich nun deswegen aus ökonomischen Gründen mein Studium beenden? Nein, weil es mir nämlich Spaß macht! Selbst wenn ich niemals in meinem studierten Bereich tätig sein werde, so habe ich doch immerhin die Jahre vorher etwas gemacht, dass mir Spaß gemacht hat bzw. das mich interessiert.
Tja, ich gehöre nunmal zu der Generation Praktikum, es sei denn, Herr Müntefering setzt seinen verqueren Plan mit der Praktikumsbegrenzung durch, wobei ich diesen Plan im Übrijen für nicht hilfreich erachte.
Achso, dass  u.a. ich zum Praktikum angenommen wurde, hat das Schreckgespenst bei jenen  Geistersehenden noch deutlicher visualisiert. Es fiel der Satz "Du hast dich zum ersten Mal beworben und schon wurdest du angenommen"- soll ich mich nun deswegen schlecht fühlen, nur weil ich zur Abwechslung auch mal eine Menge Glück hatte? Ich denke nicht. Davon mal abgesehen würde ich mich deswegen auch niemals schlecht fühlen; dafür überwiegt die Freude zu sehr. Aber was soll ich dazu sagen außer: Bewirb dich weiter und bei mehreren Stellen? Es ist nicht mein Problem, wenn andere mit ihren Studiengängen unzufrieden sind. Dann sollen sie was ändern. Das war das Wort zum Feiertag!

"Stillstand ist der Tod- Geh voran
Bleibt alles anders!"