Synapsensalat

31.12.2006 um 15:04 Uhr

Leser!

von: Kiddolu

Alles geht irgendwann zuende. Auch ein Jahr ist vor dem Ende nicht sicher. In wenigen Stunden heißt es "Hallo, 2007", das ich wohl in einem suspekten Kreis begrüßen werde. Suspekt deshalb, weil ursprünglich eine kleine Feier im Kreis der heimatlichen Freunde geplant war, doch nun eine halbe Fußballmannschaft mit Freundinnen dank eines Freundes auch dabei sind. Wir werden sehen, ich will hier schließlich dieses Jahr nicht mehr motzen.

Ich will schließlich hier nur noch loben und da ich noch einen Lobestag übrig habe, gilt die heutige Hymne meinen Lesern! Das mag zwar nun sehr schleimig klingen, aber ich danke euch trotzdem dafür, dass ihr meine wirren Gedankengänge seit Mai ertragt und verfolgt. Euch allen einen tollen, gesunden und fröhlichen Rutsch ins Jahr 2007!

30.12.2006 um 19:37 Uhr

The first rule of Fight Club is- you do not talk about Fight Club!

von: Kiddolu

Wen lobe ich heute? Die deutschen Biathleten? Den McDonalds Cheeseburger? Mitnichten, obwohl die eine jeweilige Hymne auch verdient hätten.
Heute beweihräuchere ich meinen absoluten Lieblingsfilm. Wenn ich recht überlege, habe ich derer zwei, die sich seit vielen Jahren die Spitze teilen, weil ich mich einfach nicht zwischen ihnen entscheiden kann. Nun denn, heute nur der eine namens Fight Club. Meine Liebe begann in der 12. Klasse, als ich mich entschied meine Facharbeit in Englisch über Buch/Film zu schreiben. Buch natürlich schon der Knaller, aber die filmische Umsetzung hat das Ganze noch einmal getoppt, vor allem dank Edward Norton (und Brad Pitt). Was ich an dem Film besonders erstaunlich finde, ist, dass es tatsächlich Zuschauer gab, die das Ende nicht verstanden haben (als Beispiel: Meine Schwester) bzw. die Auflösung des ganzen Chaos'- das Ende mit dem Kopfschuss ist ja eine Sache für sich. Soll ich jetzt zuerst zum Kopfschuss kommen oder doch eher, wie ich überhaupt zu dieser spontanen Lobesschrift komme?
Also, ich komme dazu, weil ich gestern nach längerer Zeit nochmal Fight Club gesehen habe. Wieso? Genau, mir war aufgrund von Langeweile danach. Danach habe ich mich- so abstrus es bei diesem Film klingt- wesentlich entspannter und glücklicher gefühlt, vielleicht, da ich den Film einfach für so großartig halte?!
Zum Kopfschuss (schicke Überleitungen sind heute Mangelware): Darüber habe ich zu Schulzeiten schon mit zwei sehr guten Freunden und ebenfalls Fight Club-Liebhabern diskutiert, denn wir wurden/werden uns nicht einig, was er bedeutet und vor allem dass er schwachsinnig ist, weil Edward Norton davon nicht stirbt. Erst vergangenen Donnerstag, beim Wiedersehen einer dieser Freunde, wurde das Thema nochmals zwsichen uns behandelt. Mittlerweile konnten wir uns trotz völliger Absurdität des Schusses ohne anschließenden Tod auf die Deutung eines symbolischen Schusses zur Erkenntnis, Akzeptanz und schließlich zur Loslösung von Tyler Durden (=Brad Pitt) einigen. Wir finden, dass er sich nicht wirklich trotz Wunde in den Kopf schießt. Dennoch bleibt bei mir etwas im Unklaren: Mit jenem Schuss verschwindet Tyler; wieso verschwindet er nicht schon, wenn Edward Norton registriert und dann ablehnt, dass Tyler 'nur' sein zweites Ich ist? Er hat es schließlich in der Hand, ob Tyler lebt oder stirbt?! Hm, vielleicht will er mit dem Kopfschuss auch ein sichtbares Zeichen für die Loslösung von Tyler setzen und ebenfalls zeigen, dass er alleine zum "Ground Zero" gelangt ist?! Ich weiß es nicht, dafür müsste ich mal eine Unterhaltung mit Herrn Chuck Palahniuk, dem Autor des Buchs, führen. Oder ich sollte einfach aufhören mir über so etwas Gedanken zu machen? Okay, beides ist unmöglich, denn Herrn Palahniuk treffe ich wohl kaum und über solche 'unnützen' Dinge denke ich einfach zu gerne nach.
Dieser Kopfschuss wird musikalisch untermalt (bzw. danach, am Ende also) von den Pixies mit ihrem grandiosen Song "Where is my mind". Das Lied ist auch ohne Film liebenswert. Es an den Schluss zu setzen macht das Gesamtkunstwerk Fight Club wirklich perfekt!
Was möchte ich sonst noch zu meinem Liebling sagen? Natürlich merkt der gewiefte Erstzuschauer recht schnell, dass Tyler nicht existiert, was immer anhand von tollen Kommentaren etc. verdeutlicht wird.
Achja! Was mich schon immer aufregt, ist die Tatsache, dass Fernsehzeitungen oder Laien der Rolle des Edward Norton immer einen Namen unterjubeln wollen. Er ist im Buch wie im Film der namenlose Erzähler und hey, darum geht es ja!!! Der Mann heute keine eigene Ich-Identität, sonst würde er sich wohl kein Alter Ego erschaffen, wenn er mit seiner Identität (die er ja nicht hat) zufrieden wäre. Er ist der fremdgesteuerte Sklave seiner Umwelt und seines Umfelds. Wie Tyler Durden sagen würde: "Der singende tanzende Abschaum".Fröhlich Und nur, weil der Erzähler öfter sowas sagt wie "Ich bin Jacks gebrochenes Herz" heißt er nicht automatisch Jack- er hat diesen Erzählstil aus diesem Zeitungsartikel, den er gelesen hat, übernommen. So, Klugscheißerei vorbei, komme ich nun langsam zum Ende.
Im Film werden natürlich massenhaft tolle Zitate geliefert. Zu Anfang bereits sehr komisch: "Das ist Bob. Bob hatte Weibertitten." Bob bzw. Meat Loaf fand ich ebenfalls toll besetzt. Nun noch zu meinem absoluten Fight Club-Lieblingszitat: "Selbstverbesserung ist Masturbation". Damit schließe ich das Lobeslied.
Beinahe! Den an dieser Stelle sei wenigstens noch mein zweiter erster Lieblingsfilm benannt: Quentin Tarantinos Geniestreich Pulp Fiction. Der Film verdient mindestens auch einen eigenen Eintrag, aber nicht mehr heute, nicht mehr dieses Jahr.

                       With your feet in the air and your head on the ground
                                     Try this trick and spin it, yeah
                                         Your head will collapse
                                         But there's nothing in it
                                          And you'll ask yourself

                                            Where is my mind?

29.12.2006 um 21:30 Uhr

Deutscher Film!

von: Kiddolu

Zum Jahresende wird hier nur noch gelobt! Ich weiß, dass das sehr untypisch für mich ist, aber da ich seit einer Woche in der Heimat sitze und hier bekanntlich nicht wirklich etwas passiert, lobe ich einfach mal über den Klee. Heute im Angebot: Deutsche Filme.
Ja, ich bekenne mich dazu, ich liebe deutsche Filme! Natürlich kann ich diese pauschalisierte Aussage nicht so stehen lassen, denn nicht alle Filme werden von mir geliebt, nur, weil sie aus Deutschland stammen. Fröhlich Also schränke ich es so ein, dass ich sage, dass ich viele deutsche Filme grandios finde, die oftmals einen gewissen Anspruch in sich tragen. "Jenseits der Stille" würde ich zum Beispiel in meine persönlichen Top 100 der besten Filme aller Zeiten irgendwo in den Top 15 einordnen, sowie "Nirgendwo in Afrika".
Einer meiner absoluten Lieblingsfilme ist "Nach 5 im Urwald"! Franka Potentes Erstling, wobei Axel Milberg der eigentliche Star des Films ist. Nun gut, dieser Film ist nicht wirklich anspruchsvoll, aber witzig. Witzig finde ich auch den "Schuh des Manitu" und "Schule". "Schule" hat wirklich den Zeitgeist meiner Abiturgeneration getroffen und ich muss sagen, dass es bei unserer Stufe tatsächlich genauso war: Ein letztes Mal Grillen und Besäufnis, danach ist's zum Glück vorbei.
Jetzt mal zu der schweren Kost: "Schande"! Dieser Film hat mich schockiert, berührt und einfach sprachlos gemacht. Das Thema 'Sexueller Missbrauch an Kindern' wird niveauvoll und dennoch erstaunlich real abgehandelt. Unzählige Male habe ich den Film nun gesehen und er schafft es mich jedes Mal auf's Neue komplett zu schockieren, zu ekeln, zum Weinen zu bringen! Unfassbar spielt das Opfer, also das Kind! Dieses Schauspielermädchen agiert wie eine Erwachsene und als hätte sie zeitlebens nichts anderes gemacht als professionell zu schauspielern. Ich glaube vor drei Jahren habe ich "Schande" zum ersten Mal gesehen.
"Gegen die Wand" hingegen habe ich dieses Jahr zum ersten (und direkt zum zweiten) Mal gesehen und war völlig baff! Mir war bekannt, dass der Film etliche Preise gewonnen hatte, aber gesehen hatte ich ihn zuvor dennoch nicht. Nun habe ich ihn gesehen und muss sagen, dass der Film wohl einer der großartigsten deutschen Filme überhaupt ist und ich mir noch überlege, ob er "Jenseits der Stille" verdrängt! Der wird übrigens Anfang des Jahres 2007 nochmal im TV ausgestrahlt und daher meine wärmste 'Unbedingt gucken!'-Empfehlung. Zur Handlung sage ich nichts, genauso wie zu den Darstellern. Das Prädikat 'außerordentlich super' muss reichen.
Unbedingt sehen will ich "Das Leben der Anderen"! Der kann nur gut sein!
Nun noch eine völlig wahllose Liste mir spontan noch einfallenden tollen deutschen Filmen: "Sophiiiiiiiie", "Schiller", "Bang Boom Bang", "Baal", "Anatomie", "Kalter Frühling", "Nichts bereuen".
Wen oder was habe ich vergessen?

28.12.2006 um 13:49 Uhr

Helge!

von: Kiddolu

Heute wird mal nicht geheiratet, heute wird zur Abwechslung mal gelobt! Und zwar möchte ich an dieser Stelle erstmals meine Verehrung für eine komische, noch nicht im Blog thematisierte Person aussprechen: Helge Schneider, ich liebe dich! Meine Liebe zu dir war über Jahre hinweg sehr sanft und etwas schwach, doch seit einigen Monat ist sie gewachsen und mittlerweile so groß wie meine Liebe zur Badewanne. Du bist genial- musikalisch, literarisch- grandios! Zwei deiner Bücher sind soeben bei mir eingetroffen: "Eiersalat. Eine Frau geht seinen Weg" und "Die Memoiren des Rodriguez Faszanatas. Bekenntnisse eine Heiratsschwindlers". Wahrscheinlich sind beide großartig, so, wie ich das in der ersten Leseprobe bereits feststellen durfte.  Höchst angetan bin ich natürlich auch von deinen musikalischen Geniestreichen wie z.B. "Es gibt Reis, lecker lecker" oder die Hommage an das "Käsebrot". Du triffst mein Komikzentrum und dafür danke ich dir.
Ich schüttel mein Haar für dich!

27.12.2006 um 20:24 Uhr

Heirats-Quark

von: Kiddolu

Der eigenen Mutter Nachhilfe in PC Angelegenheiten zu geben ist kein leichtes Unterfangen. Ich schätze, dass es bis zum Doppelklick noch Monate dauern wird. Die Maus stellt sowieso das größte Problem dar, besonders der Cursor. Zitat:"Du bist der alleinige Herr der Maus. Die Maus bewegt sich nicht ohne dein Zutun!" Geduld ist in diesem Falle wieder diejenige der Tugenden, die hilfreich wäre und die ich absolut nicht vorzuweisen habe. Ich lasse mir hübsche Übungsaufgaben für Mutti und die fiese Maus einfallen. Fröhlich

Jetzt was Anderes: Mein Vetter wird seine Lebensabschnittsgefährten und Mutter seines einmonatigen Kindes definitiv ehelichen, nun ist es offiziell. Offiziell wurde es durch seine Eltern, die das gestern beim traditionellen Familienessen verkündet haben. Anscheinend wussten sie selbst es auch nicht bis gestern. Seinen Freunden hat er es immer noch nicht gesagt, nichtmal seinem besten Freund, den ich als Trauzeugen vermutet habe. Angst? Feigheit? Wahrscheinlich! Jedenfalls sagen die beiden herzigen Liebenden am 5.1.2007 "JA" zueinander- wenn das nicht ein romantischer Jahresstart ist. Nun denn...mal sehen, wann er es uns sagt, obwohl er nun wissen dürfte, dass wir Bescheid wissen.

Achja, wie mit Mutter geplant, ziehe ich mit ihr zusammen bis nächste Woche die von einer Ernährungsberaterin vorgeschlagene Quark-Diät durch! Das bedeutet im Klartext, dass die Hauptnahrung des Tages aus 250 Gramm Quark besteht und insgesamt 260 Gramm Obst/Gemüse. Natürlich darf nach 18 Uhr nichts mehr gegessen werden.
Das ist meine allererste Diät, die für mich eine Art Selbsttest darstellt, vor allem hier Zuhause, denn hier ist die Möglichkeit zum Nonstop-Fressen gegeben. Mal sehen, wie lange ich das durchhalte. Mein Ziel ist es ja durchzuhalten, um meine Disziplin zu testen. Dass ich davon ernsthaft abnehme, glaube ich nicht und ist auch egal, denn gesund ist der Kram auf jeden Fall nach den ganzen Weihnachtskalorienbomben. So wird der Körper mal ordentlich durchgespült und entschlackt. Ich bin gespannt, ab wann ich Quark als das widerlichste Nahrungsetwas schlechthin deklariere und ab wann der Gedanke ans Essen Überhand nimmt. Ich tippe auf Freitag. Fröhlich Bisher geht alles, obwohl ich ein leichtes Hungergefühl nicht leugnen kann. Hart wird's sicher ab 22 Uhr...da ich meistens bis 1 Uhr fern sehe. Oh, achja! Es wird sogar so akribisch richtig gemacht, dass selbst unsere Getränke derzeit alle zuckerfrei sind (was in der Tat recht doof ist, denn Coke schmeckt mir nur mit Zucker. Gewöhnungssache!). Nun denn, ob das meine erste und letzte Diät wird, wird sich zeigen. Einen Versuch ist's allemal wert!

26.12.2006 um 16:18 Uhr

Schicksalsjahre eines Weihnachtsfestes

von: Kiddolu

Geschafft! Ich bin wieder für ein Jahr durch damit! Und was folgt traditionell zum Weihnachtsausklang? Genau, Sissi 3- Schicksalsjahre einer Kaiserin ("Ich könnt' hier stundenlang so stehn..."). Zum Festabschluss habe ich vorhin nochmal so ordentlich viel gegessen, dass das für die nächsten vier Tage reichen muss.
Und heute Abend? Hm...schaue ich mir zum fünften Mal Die Wutprobe an? I feel pretty, oh so pretty...Fröhlich

25.12.2006 um 22:43 Uhr

Navidad- Das "Feliz" schenke ich mir!

von: Kiddolu

Endlich! Noch einen Tag lang fressen wie die Blöden und dabei permanent lächeln und sich freuen, dann ist's wieder einmal geschafft. Die Schnauze voll hatte ich bereits heute Mittag, als mein Vater rumgemotzt hat, weil er soviel kochen müsse (und das tut er wie jedes Jahr freiwillig!). Schrecklich an dem Fest des Kindes (frei nach Loriot Fröhlich) finde ich auch die permanente Beschallung durch schlechter Musik; an Platz 1 der widerlichsten Weihnachtssongs steht natürlich Last Christmas von Wham!, das erstaunlicherweise jedes verdammte Jahr wieder in den Top 20 der Single Charts platziert ist, und das schon seit 22 Jahren. Müsste da nicht statistisch gesehen jeder Haushalt zwei Exemplare davon bereits besitzen? Egal, jedenfalls: Unerträglich. Achja, man könnte das Radio auch einfach ausschalten, denken sich einige Leser sicher nun. Nein! Bei mir Zuhause geht das nicht! Wenn es nach dem alleinigen Willen meines Vaters ginge, liefe das Radio 24 Stunden.
Wie man hieran schnell und unmerklich erkennen dürfte, bin ich ein sog. Weihnachtsmuffel. Mir ist das einfach zuviel auf einmal! Zurückziehen kann ich mich nur abends, denn meine Familie legt viel Wert auf ständige Präsenz, und da ich keinen Streit provozieren möchte, der sich nicht um's stressige Kochen dreht...
Und da nun Abend ist, ziehe ich mich vor meinen Freund, den Fernseher, zurück, der mir ein spezielles Weihnachtsgeschenk beschert: Einen Jahresrückblick von und mit Harald Schmidt. Also, noch einen Tag lang Last driving home for feed the world Christmas- übersteht es gut und angenehm- so, wie ich hoffentlich auch!

23.12.2006 um 17:07 Uhr

Von knatschigen Rittern...

von: Kiddolu

Ich tue es nun wieder! Endlich, nach längerer Abstinenz kann ich nun wieder zu meinem alten Laster zurückkehren: Dem Motzen über Bono Vox, das immer einhergeht mit Gemotze über die ehemalige Boomtown Rat Bob Geldof. Okay, so lange war diese Abstinenz nicht, aber für mich doch erheblich. Diesmal habe ich sogar einen Grund zum Lästern, und zwar diesen hier: Bono wird endlich mit dem Schwert geschlagen!
Großartig in diesem Artikel finde ich die Informationen im letzten Absatz, die wie eine Legitimation für den Ritterschlag klingen. Wir wissen doch schließlich alle, dass Bono die perfekte Verkörperung des neumodischen Gutmenschens ist. Auch sehr schön, dass er nicht wörtlich zum "Sir" wird, denn dafür ist er leider zu irisch. Nun, was hat das alles mit Bob Geldof zu tun? Einfach alles! Die beiden sind dicke Weltretter-Kumpels; beide haben sich früher mal hauptberuflich Musiker genannt und nennen sich heute die Leiter der "Feed the world, Inc."; beide sind Weltmeister im traurig Gucken; beide sind von der Queen zum Ritter geschlagen worden (bzw. bei Herrn Vox steht das nun an). Ich vermute, dass beide eine jeweils gutmütige Alibifrau geehelicht haben, damit ihre homosexuelle Beziehung miteinander besser versteckt wird. Immerhin verbringen BonoBob mehr Zeit gemeinsam in Afrika, um Staub in Wasser zu verwandeln, in guter alter Jesus Tradition, als bei ihren Frauen. Wenn sie nicht gerade den Helfer par excellence vor Ort spielen, werben sie auf Medienveranstaltungen neue Helfer an.
Was ich mit alledem sagen will, ist, dass nun hochoffiziell kein Unterschied mehr zwischen den beiden Herren besteht und beide auch keinen Wert darauf legen, dass einer besteht. Eine Steigerung für BonoBob im gesellschaftlichen Ansehen gibt es auch nicht mehr, meine Ablehnung mal ausgenommen. Also, wieso gehen beide jetzt eigentlich nicht endlich für immer in die Krisenregionen, leisten dort still Gutes- wir alle wissen, dass zwei engagierte, reiche, mittelmäßige Ex-Musiker da rumturnen und die Welt verbessern, geben ihnen wahlweise noch mehr Geld, aber sehen sie als Ausgleich nie wieder, lesen nie wieder etwas von ihnen und vor allem hören nichts mehr von BonoBob? Liebes Chriskindchen, mach doch diesen kleinen Wunsch von mir wahr, bitte bitte! Und wenn nicht, dann feed the world wirklich, dann sind die beiden Knatschtanten ohnehin arbeitslos.

22.12.2006 um 20:04 Uhr

Feiern und die Konsequenzen

von: Kiddolu

Natürlich war ich gestern wieder einmal viel zu lange weg für meine alternden Verhältnisse. Und wie geht es mir deswegen heute? Nun, mittlerweile fühle ich mich wieder wie ein normaler Mensch, der einfach nur müde ist, aber heute Mittag, als ich losfahren wollte, oh oh! Aber nach einem Brötchen, einer Dusche und zwei Litern Wasser ging es und ich bin brav gen Heimat gefahren.

Morgen Abend steht wieder eine Feier an, zu der ich mich freiwillig als Fahrer gemeldet habe, weil die nächsten drei Tage wieder die "Nie wieder Alkohol"-Parole bei mir angesagt ist. Fröhlich
Jetzt gucke ich noch einen Film, danach dann endlich schlafen und Morgen früh geht's zum Friseur, yeah!

21.12.2006 um 18:49 Uhr

Was tun,...

von: Kiddolu

...wenn einem langweilig ist? Richtig, bloggen! Allerdings fällt mir aufgrund der Langeweile kein interessantes Thema ein. Tja, da muss ich wohl das thematisieren, was immer für Gesprächsstoff sorgt: Sexualität. Da halte ich mich heute mal ganz unpersönlich an Fakten:
97% aller Männer haben in einer wissenschaftlichen Umfrage angegeben, dass sie onanieren, so Süddeutsche TV vom letzten Freitag. Nun, die einen werden sagen: Mit dem Prozentsatz habe ich gerechnet. Zu dieser Gruppe gehöre ich auch. Die Menschen, die weiterhin glauben, dass die Erde eine Scheibe ist, werden dazu sagen: Oh mein Gott, SO VIELE? Dazu sage ich: Willkommen in der Realität! Wiederum andere werden angesichts der 97% die Frage stellen, warum nicht 99,9%? Das 0,1% gilt den krankheitsbedingt zur Selbstbefriedigung Unfähigen. Dieser Gruppe würde ich sagen, dass viele der fehlenden 3% der Männer einfach gelogen haben, weil sie Onanieren noch als Sünde ansehen. Der Rest kann nunmal nicht.
Warum gebe ich euch Lesern diese Zahl anhand? Die Antwort gebe ich, wenn mir eine eingefallen ist. Ohnehin finde ich diese Information höchst unspektakulär! Viel interessanter wäre eine Antwort auf die Frage: "Wie oft onanieren Männer im Durchschnitt?". Übrigens denke ich, dass solch eine Frage bzw. die Antwort darauf nur eine Frau interessiert. Vielleicht interessiert es auch niemanden außer mir?
Wer weiß...
Sexualität hat mich nur kurzweilig von meiner Langeweile abgelenkt, bemerke ich gerade. Also wird etwas noch Produktiveres als das jetzt angestrebt: Saufen! Schönen Abend

20.12.2006 um 22:57 Uhr

Reiz-Darm

von: Kiddolu

Jeder Mensch empfängt täglich Tausende, wenn nicht gar Millionen von Reizen, bewusst wie unterbewusst. Ebenso versendet, provoziert, verursacht er Reize, natürlich auch bewusst wie unterbewusst. Demzufolge löst ein handelsüblicher Reiz beim Empfänger auch immer eine Reaktion aus, oder auch schlichtweg eine Emotion. Oder beides. Ich nenne mal ein Beispiel: Sieht ein Mensch eine Cobra, wird der Reiz vom Hirn in die Beine geschickt, wegzulaufen, noch bevor der Mensch bewusst sagen kann, dass es eine Cobra ist, die er vor sich sieht. Dieser Reiz/Impuls (jaja, dass das nicht dasselbe ist, weiß ich, aber ich bin schließlich kein MedizinerFröhlich) löst spontan auch das Furchtgefühl aus. Also, Reiz-->Emotion-->Aktion/Reaktion. Soweit so klar, oder? Sender-Beispiel: Eine Frau mit Heidi Klum-Maßen und keiner totalen Gesichtskirmes stellt sich in Unterwäsche vor den Mann ihrer Träume. Sie sendet bewusst ihre Reize, um beim Mann den intendierten Impuls hervorzurufen, dass er mit ihr schläft. Wenn sie Glück hat und es funktioniert, wird der empfangene Reiz beim Mann schnell zum Wunsch und es kommt zum Geschlechtsverkehr.
Hm, ob das beim Brechreiz andersrum funktioniert? Man isst etwas, das Hirn sagt "Ekelhaft" und schickt den Auftrag los sich zu übergeben oder zumindest das Gefühl des sich Übergeben Müssens los? Oder wird hier der Reiz komplett anders definiert? Wahrscheinlich ist meine eigene kleine Reiz-Definition von weiter oben einfach nur komplett falsch, was mich nicht wundern würde. Aber, mir ist nunmal grade nach wilden Theorien aufstellen.
Der Brechreiz geht zudem ja nicht nur auf's Essen zurück. Ekelhafte Anblicke, schlechte Musik etc., die ganze individuelle Palette kommt auch noch hinzu.
Damit hake ich das Thema Reize ab. Beinahe zumindest, denn schließlich muss ich noch eine Verbindung zum anderen Substantiv in meiner Überschrift herstellen. Dass Menschen (und nicht nur Menschen natürlich) einen Darm besitzen, dürfte hinreichend bekannt sein, genauso wie dessen Funktionen. Da Gedärme nicht zu meinen Lieblingsthemen gehören, gehe ich auf diesen Aspekt auch nicht weiter ein. Was aber tun, wenn man unter einem so genannten Reizdarm leidet? Was ist das? Sendet der Darm Reize aus? Welche Reize sind das? Sendet der Reiz Därme aus? Wie kann man sich das vorstellen? Welche Funktion hat der Darm in Bezug auf den ausgesendeten Reiz? Fragen über (Nonsens)Fragen, wovon ich nur eine laienhaft beantworten kann. Leidet ein Mensch unter einem Reizdarm, so bedeutet dies, dass er bei scharfem Essen, Stress oder sonstigen mentalen oder physischen Belastungsproben zur Diarrhoe neigt. Ich glaube ja, dass ein Reizdarm eher eine Kopfsache ist, die in den Griff zu bekommen ist. Man muss eben lernen, mit seinem Stress, seinen Ängsten etc. umzugehen; sowas kann man auch lernen. Nun war es gestern so, dass wir zu fünft ein Referatsgruppentreffen hatten, in welchem noch ein Referent bestimmt werden sollte. Da niemand freiwillig wollte, wurde schließlich gelost und ich hatte das zweifelhafte Glück. Eine Referatsgruppenzugehörige, die mir und den anderen völlig unbekannt war, erklärte sich uns vor dem Losverfahren: Sie könne das nicht so gut, sie leide unter Platzangst und außerdem habe sie einen Reizdarm, was natürlich besonders schlimm bei Referaten sei. Aaaaahja, oooookay, das mit dem Reizdarm hat sie völlig Fremden wie uns erzählt. Und wieso? Damit wir sie bemitleiden und vom Losverfahren ausschließen; im Klartext: Sie hat Schiss vorm Vortragen! Ich kenne niemanden, der gerne Referate hält, aber um sich davor zu drücken, habe ich bisher auch niemanden gekannt, der mir daher von seinem Reizdarm erzählt. Meinetwegen ist dieser Reizdarm auch nur erfunden; es war jedenfalls lächerlich. Vor allem mit Hinblick auf ihre Zukunft im Arbeitsleben ist das auch verrückt: Sollte sie Lehrerin werden, muss sie täglich sechs Stunden mindestens vor böse, gemeinen Kindern sprechen und sich dem Stress aussetzen. Wenn die Kinder dann nerven, kommt der Spruch "Stillarbeit ab jetzt- das verträgt mein Darm sonst nicht"? Kurios.
Die Ernsthaftigkeit einer Reizdarmerkrankung will ich mit meinen ganzen Mutmaßungen über Ursachen etc. gar nicht runterspielen, wenn eine solche Ernsthaftigkeit tatsächlich gegeben ist. Gestern klang es eben nur wie ein fadenscheiniger Grund nicht vortragen zu müssen, und nicht nach einer ernsthaften Krankheit. Ja, vielleicht hat das Mädel auch eine ernsthafte Krankheit, aber, ist mir das egal in ihrem Fall? Ja, denn ich trage nicht das Leid meiner Mitmenschen auf meinen Schultern, wenn ich sie nicht kenne. Sorry, aber für sowas bin ich zu emotions- und lustlos.

Mein eigenes Leid, das übrigens keins ist, wird nun durch Helge Schneider gemildert, ohne Reize und Därme. In diesem Sinne: Feed, heal and save the world oder welche Parole gerade wieder im Trend liegt! 

18.12.2006 um 21:29 Uhr

Kritischer Ausflug in die Fiktion

von: Kiddolu

Soeben habe ich das Telefonat mit meinem Vetter beendet. Rumgekommen ist dabei nicht viel, obwohl wie lange gesabbelt haben. Zwischendurch ließ ich auch einmal in einem höchst zynischen Ton die Frage:"Wann seh ich denn nun mal das fabelhafte Wunderwesen?" fallen. Nun ja, das Baby werde ich eventuell dieses Jahr noch sehen, wobei ich daran nicht mehr wirklich glaube.
Wegen der angeblich geplanten Heirat habe ich ihn auch nicht befragt- ein Telefonat ist nicht der richtige Rahmen für so ein heikles Thema. Fröhlich

Hm, was war sonst noch heute? Ich habe einen Ausflug in meine Disney-Kindheit gewagt und habe mir zum zweiten Mal in meinem Leben "Pocahontas" angeschaut. Disney Filme rühren mich immer so schrecklich, wobei mir heute aufgefallen ist, dass das eher die älteren Filme wie Dumbo, das Dschungelbuch und (der beste Disney aller Zeiten) Cap&Capper schaffen. Die Schöne und das Biest stellt die Ausnahme bei den neuen Filmen dar. Also, Pocahontas vorhin hat so seine seltenen Momente; nein, eigentlich nur den einen Moment, indem Pocahontas "Colours of the wind" singt. Das Lied fand ich schon immer toll, aber ausschließlich auf englisch. Dennoch hat mich der Film weniger gerührt, sondern mehr genervt, weil ZU VIEL gesungen wurde!
Trotzdem ist mir aufgefallen, dass die Disney Bösewichte immer ähnlich aussehen, d.h. sie haben immer etwas negativ konnotiertes im äußeren Erscheinungsbild wie Augenringe, Übergewicht und eine Hakennase. Man merke: Disney ist politisch nicht korrekt, wobei im Film Pocahontas immerhin daran gearbeitet wird, indem Pocahontas ihrem blonden, starken Geliebten erklärt, wie scheiße es ist, dass er sie ein Volk von "Wilden" nennt. Disney macht sich stark für ethnische Völker, die anders aussehen, hurra! Fröhlich Trotzdem rockt Pocahontas mein Kinderherz nicht. Zumal ich finde, dass sie selbst übertrieben große Brüste hat im Vergleich zu den anderen Frauen dort- wieso? Nee nee, ich lasse das an dieser Stelle- wird schließlich als Kinderfilm verkauft.
Es gibt auch eine Realverfilmung, in welcher das sexuelle Thema absolut im Vordergrund steht, höhö. Dennoch ist auch dieser Film mies.

Just in diesem Moment läuft ein ganz anderer Film, auf Arte: Buddenbrooks! Dieser Zweiteiler aus den 50er Jahren, schwarz-weiß. Bisher bin ich tatsächlich positiv überrascht. Es ist ja immer seltsam, wenn Phantasiefiguren plötzlich ein Gesicht bekommen, das man sich nicht selbst ausgemalt hat. Irgendwie nicht ganz gut getroffen ist Bendix Grünlich; dafür ist Christian Buddenbrook im Film sympathischer als im Buch. Insgesamt wird sich bisher absolut an die Romanvorlage gehalten, was auch sehr schön ist. Selbst die Dialoge sind beinahe unverändert, soweit ich das in Erinnerung habe. Also, ich gucke das gleich mal gespannt zuende.
Was mich immer wieder erstaunt. ist die Tatsache, dass der kleine Hanno Buddenbrook bei den Lesern so ein Sympathiebolzen ist?! Ich fand das Kind einfach nur banane und habe es gehasst, dass seine Rolle so aufgebauscht wurde, auch wenn es für die Gesamtgeschichte bedeutsam war. Gut, auch das beende ich hier.
Mal sehen, wie mein hier schon oft erwähnter, spezieller Freund Dr. Breloer das ganze aufbauschen wird.
So denn gestalte ich meinen Abend mit einer fiktiven Familie, deren Verfall ich nun kritisch beäugen werde.

17.12.2006 um 19:19 Uhr

"Die Geschichte vom weinenden Kamel"

von: Kiddolu

So, wie die Überschrift, lautet der Dokumentarfilm, den meine Eltern und ich gestern Abend gemeinsam angeschaut haben. Es ging um eine mongolische Nomadenfamilie, die in der Wüste Gobi lebt und ihren Lebensunterhalt mit Viehhandel sichert. Daher leben auf ihrer Farm Ziegen, Schafe und natürlich Kamele, wobei letztere auch die Mobilität der Generationenfamilie sichern.
Im Frühjahr bekommen die Kamele anscheinend dort Junge, so auch eines der zentralen Kamele des Films, Mama Kamel. Wir als Zuschauer wurden also mit der Geburt des Kamelfohlens konfrontiert. Währenddessen führte ich ein schweigsames Zwiegespräch mit meinem Magen, dem ich nach langer Diskussionen erfolgreich befahl, seinen Inhalt zu behalten. Das bedeutet, dass der Anblick der Geburt mehr als ekelhaft war. Selbst mein sonst so schweigsamer Vater musste dazu einen dialektalen Kommentar ablassen:"Do witt et eenem joa jammelisch". 'Jammelisch', also übel, wurde es mir schon, als gezeigt wurde, was die Nomaden essen- die Suppe, wenn es denn eine war, sah aus wie Kamelkacke mit Blutegeln drinne- leeecker!
Nun denn, Mama Kamel hatte zwei harte Tage zum gebären benötigt, bis schließlich ein überaus niedliches, weißes Kamelbaby da war. Was machte Mama dann? Es verstieß ihr Junges! Das hat mir beinahe das Herz gebrochen. Nun hatten die Mongolen alles versucht, dass Mama das Baby trinken ließ, aber nein, stattdessen zog Mama es vor ihr Junges zu treten. Baby lag also alleine dort in der Wüste rum und plötzlich sah man seinen Kopf in Großaufnahme, wobei man sehen konnte, wie das Kamelbaby geweint hat! Es liefen ihm tatsächlich dicke Tränen aus den Augen! Herrjeh, war ich gerührt.
Dennoch keine Verbesserung, auch nach Tagen (oder gar Wochen? Die Zeitspanne wurde nicht genannt) nicht, so dass die Nomaden hin- und herrätselten, was zu tun sei, denn dass Fohlen musste überleben, weil es sonst ein schwerer Verlust für die Familie gewesen sei. Die Lösung war, einen alten Brauch durchzuführen: Aus der Stadt wurde ein sog. Kamelgeiger angeheuert, der dann auch kam und auf einer Art Geige fidelte, während Nomadenfrau Mama Kamel untermalt von Gesang streichelte und Baby langsam zu Mama geführt wurde. Das Gefidele und Gesinge dauerte dann etwas, aber plötzlich ließ Mama das niedliche Kamelfohlen trinken! Mama akzeptierte es von diesem Prozedere an, wobei- und das war das Kurioseste am Film- Mama während des Geigens ebenfalls dicke Tränen weinte!!! Nun denn, ein glückliches Ende und meine Kamelwelt war wieder in Ordnung.
Anschließend musste mir allerdings der Kommentar rausrutschen, dass wir total bescheuert seien, 90 Minuten einem Kamelbaby auf seinem steinigen Weg zu Akzeptanz zuzugucken.
Anscheinend waren aber noch eine Menge anderer Menschen damals von dem Film angetan, weil ich dann las, dass der wohl mal für einen Oscar nominiert war. Fein, es gibt also noch mehr Bescheuerte auf der Welt, wobei ich mich frage, ob die auch alle so gerührt waren, als beide Kamele geweint haben?

Jetzt aktuell frage ich mich, ob das Weinen rein wissenschaftlich betrachtet nicht einfach eine Reaktion auf die Wüstenluft ist- wie beim Menschen auch? Wahrscheinlich ja. Auch wenn das die einfache Erklärung ist: Für die 'Dramatik' des Dokumentarfilms waren diese Kamelstränen sehr wirkunsgvoll! 

15.12.2006 um 22:22 Uhr

Und es wurde Licht- öhm, Internet!

von: Kiddolu

Unglaublich, aber wahr: Ich habe nun Zuhause bei meinen Eltern Internet! Es war eine sehr schwere Geburt, aber schließlich kam das Kind namens DSL 6000 auf die Welt. Ungewöhnlich ist es noch, aber gut soweit. Muttern soll ich nun das Internet Surfen beibringen; mal sehen, wer von uns beiden schneller das Handtuch hinwirft: Ich, die keine Geduld hat oder sie, die meinen herrischen Ton nicht länger erträgt?!
Ich werde es berichten in den Weihnachtsferien, denn dann soll's losgehen.

Dann noch ein Nachtrag zu gestern bzw. eine genauere Erweiterung: Heute war ich bei der Krankengymnastik. Dort teilte mir meine Therapeutin mit, dass wohl mein ISG oder sowas (da in der Beckengegend) rechtsseitig blockiert ist, daher die Schmerzen. Und woher kommt's? Natürlich vom Sport, genauer gesagt vom ganzen Gehüpfe! Sport ist also doch Mord, zumindest Muskel- und Gelenkmord. Fröhlich
Naja, am kommenden Dienstag gibt die Vertretungs-Aerobic-Sau nochmal Drilltraining, und ich solle mir überlegen, ob ich mir das nochmal antun soll, so meine Therapeutin. Und achja, der Muskelkater wird voraussichtlich erst in zwei bis drei Tagen abklingen. Geil, dann hatte ich beinahe eine ganze Woche Muskelkater! Sowas freut den Skoliosemenschen doch.

Vielleicht ist es auch einfach so, wie Blinder Io sagte: Ich werde nunmal nicht jünger, und vom Körpergefühl komme ich in den letzten zwei Tagen meiner Oma gleich, denn wir motzen derzeit über dasselbe. Schönen Abend noch! 

14.12.2006 um 15:54 Uhr

Bücken macht glücklich ;-)

von: Kiddolu

Buuh! Am Dienstag hatte ich mit einer Vertretungslehrerin Fight Aerobic und die hat uns 60 Minuten nur hüpfen lassen. Sowas finde ich per se schonmal doof. Gestern hatte ich dann einen scheinbaren Muskelkater, besonders im rechten Oberschenkel- und Gesäßbereich. Haha, es war aber gar kein Muskelkater! Es war/ist mein verkrümmter Lendenwirbel, der sich wohl so verschoben hat, dass er mir die rechte untere Seite blockiert, wenn ich mich bücken, setzen oder wenn ich aufstehen will. Ein großartiges Gefühl! Was macht man da? Wärme drauf und hoffen, dass es besser wird. Und zum Glück Morgen zur Krankengymnastik gehen.
Da fällt einem erstmal auf, wie oft man sich am Tag bückt. Fröhlich

Nun denn, am Wochenende droht die Mission "Internet daheim installieren", wääh! Mal sehen, ab wann ich das Modem ausm Fenster schleudere.  

13.12.2006 um 17:48 Uhr

Bastelstunde

von: Kiddolu

Vorhin im Lessing-Seminar hat die Dame neben mir erst Weihnachtspostkarten geschrieben und anschließend hat sie gebastelt! Es gibt sie also doch noch in unserem Alter, die vom Aussterben bedrohte Art der Selbstbastler.
Da ich selbst keine künstlerisch-praktische Begabung vorweisen kann (ich kann nichtmal einen Baum malen), was mich als weibliches Kind im Kunstunterricht immer in eine Außenseiterposition drängte (wieso können die meisten Mädchen schön malen und zeichnen?), fand ich meine bastelnde Kommilitonin heute zweifach kurios: 1. Seminare sind zwar langweilig (oftmals), aber so langweilig, dass man währenddessen wirklich basteln muss? und 2. sie bastelt noch selbst? Fröhlich Basteln- der erste Schritt zurück zum Traditionellen, wieder weg vom technischen Schnick-Schnack-Fortschritt?
Übrigens sah es aus wie ein Teelichthalter mit Farbfenster, was sie bastelte, woraufhin ich mich fragte, welcher meiner Freunde sich darüber freuen würde, wenn ich ihm/ihr sowas schenken würde? Eventuell würde es Mutter noch freuen, aber eher so ein "Ich muss mich darüber freuen, weil es von meinem Kind kommt"-Freuen. 

Vielleicht sollte ich auch noch einmal basteln, um danach wieder festzustellen, dass es irgendwie scheiße und verschnitten aussieht- so, wie früher immer. Vielleicht sollte ich stattdessen doch lieber wieder der Frage nachgehen, wie bescheuert die Illuminaten aus dem 18. Jahrhundert wirklich waren? Ja, das wäre erfolgreicher für mich als das Basteln.  

12.12.2006 um 19:27 Uhr

Jahresrückblick

von: Kiddolu

Alle blicken derzeit zurück, obwohl man ja immer nach vorne schauen soll. Ich blicke nun auch einmal zurück: Hinter mich, auf das Jahr 2006, ganz subjektiv, wie immer.
Vorab zur Erklärung: In manchen Kategorien ließen sich Mehrfachnennungen einfach nicht vermeiden, entschuldigt. Die mit * gekennzeichneten Kategorien bedeuten, dass das Thematisierte nicht aus dem Jahr 2006 an sich stammt, aber erst in diesem von mir bewusst wahr genommen wurde. Dann mal los!

Bester Song 2006: Seeed- Ding; Lieblingssong 2006*: Dave Matthews Band- Two Step; Schlechtester Song 2006: [hier könnten so viele stehen, aber ich beschränke mich für den Moment mal] Silbermond- Das Beste; Bester OST*: Nirgendwo in Afrika; Bester Kinofilm 2006: Walk the line; Schlechtester Kinofilm: Fluch der Karibik 2; Bester Fernsehfilm*: Gegen die Wand; Schlechtester Fernsehfilm: Die Sturmflut; Beste Serie 2006: Dr. House; Bester fiktiver Seriencharakter: Brian Kinney und Dr. House; Nervigste prominente deutsche Person: Lukas Podolski, Franz Beckenbauer, Edmund Stoiber; Nervigste internationale, prominente Person: Paris Hilton, Suri Cruise; Seltsamster Prominenter: Karl Lagerfeld [der stammt nicht von diesem Planeten]; Gag-Kanonen 2006: Bono Vox und Bob Geldof, die sich gemeinsam die Lachmuskeln zum Wohle Afrikas entfernt haben und dafür jeweils ca. 200 Preise dieses Jahr bekommen haben; Wirklich lustigster Mensch 2006: Harald Schmidt, denn niemand sonst hat mich dieses Jahr so oft zum Lachen gebracht wie er; Mensch, der zwar von Beruf her Comedian ist, dabei aber kein Stück lustig ist: Johann König; Beste Publicity-Idee 2006: Günter Grass mit seinem SS-Geständnis; Bestes Buch 2006*: "Mulatten in gelben Sesseln"- Harald Schmidt; Erotischster Sportler 2006: Jens Lehmann; Sportlerin 2006: [sorry, ich kann keine der Drei weglassen] Uschi Disl (komm zurück!!), Kati Wilhelm (danke für's Gold!), Martina Glagow (ich will dich adoptieren); Sportevent 2006: Winterolympiade und WM; Unwichtigste Information 2006: "Es gab einmal einen Linguisten. Der stelle eine Sprachtheorie auf, die völlig falsch war. Er konnte wunderbar Trompete spielen. Er hat sich aber umgebracht. Da fragt man sich: Woher kommt sowas?" Dr. Rand; Bester Oasis-Tribute-Moment: Die große Koalition die vor nicht allzu langer Zeit sagte, dass nun ein Gesetz zum Nichtraucherschutz verabschiedet wird; Comeback des Jahres: Gammelfleisch; Schlimmstes modisches Comeback: Leggins; Schocker des Jahres: Mein Vetter und seine 'tolle' Freundin bekommen ein Baby; Persönlichstes (traurigstes) Ereignis 2006: Opas Tod; Unwort des Jahres: Gesundheitsreform; Möbelstück 2006: das Bett!!!

Sollte ich nun eine Kategorie vergessen haben, werde ich diese nachliefern sowie Änderungen ebenfalls später verzeichnen.

P.S.: Danke an Sarah Kuttner für die Inspiration und die titeltechnisch tollste Kategorie des Oasis-Tribute-Moments!  

11.12.2006 um 21:49 Uhr

Meine Macke, Teil 47

von: Kiddolu

Wie ich vor ein paar Wochen bereits erwähnte, haben wir, also die Uni, einen neuen Literaturwissenschaftsprof, bei welchem ich das Weimarer Klassik Seminar besuche. Diesen neuen Menschen kann ich immer noch nicht richtig einschätzen. Bisher habe ich viele Facetten an ihm registriert: latente Überheblichkeit (selten), Clown-artige Agilität (immer!), Unpersönlichkeit, einen Hang zur Antike und Kunst, Jugendlichkeit (wirkt manchmal etwas befremdend, obwohl er wirklich nicht alt ist), Hilfsbereitschaft (hey, was Positives fällt mir auch ein), umfangreiches Wissen über den gesamten Klassizismus.
Nun denn, bei ihm muss ich mit vier anderen Personen ein Referat halten. Literatur dazu gelesen, mit Kommilitonin für absolut langweilig befunden--> Mist! Also haben wir uns schnell was überlegt, was wir mit dem guten Mann absprechen müssen, wofür wir am Mittwoch in dessen Sprechstunde gehen werden. Hoffentlich wird sich dann zeigen, dass er auch flexibel in seiner Themenangabe ist. Jedenfalls standen die Kommilitonin und ich heute vor seinem Büro, um zu gucken, ob man sich in eine Besucherliste eintragen muss, und schwupps, kam der Herr Professor aus seinem Büro. Nett war er, und er wartet am Mittwoch auf uns, höhö. Und dann war es wieder soweit: Genau in diesem Moment fand ich ihn gutaussehend, weil seine Klamotten und sein Auftreten plötzlich so toll waren. Da frag ich mich: Woher kommt sowas? Wenn ich ihn im Seminar rumtänzeln sehe, finde ich ihn eher...öhm...lächerlich bis hin zu schlichtweg jeck, also definitiv nicht attraktiv. Aber eben....da sah er aus...knackige Jeans, schöner Pulli, noch schönere Jacke und ein sympathisches Auftreten, dazu das Wissen meinerseits, dass er ein intelligenter (so scheint es zumindest) Professor ist- irgendwie attraktiv eben!
Dass ich ältere Menschen mit einem höheren Bildungstitel attraktiv finde, scheint eine echte Macke meinerseits zu sein! Würde es sich darauf beschränken, wäre es ja gut, aber nein, ich finde schließlich auch charismatische, vom Alter her mein Väter sein könnende Schauspieler (Berühmtheiten) anziehend. Ich glaube, dass sowas weniger am Optischen liegt als vielmehr an dessen Auftreten. Jedenfalls gebe ich mir, was das betrifft, selbst das Prädikat "banane"!

Die Anziehungskraft meines neuen Profs ist eben schon wieder versiegt, also brauche ich mir diesbezüglich keine Sorgen zu machen. Vielleicht stimme nur eben zufällig mal alles und wird nun nie wieder passieren.
Viel dümmer ist, dass ich "Wilhelm Meisters Lehrjahre" immer noch nicht beendet habe und das wird bis Morgen auch nicht mehr passieren. Tjo, dann wird eben improvisiert bzw. gar nichts gesagt.
Übrigens hat eine Freundin von mir laut eigener Angabe derzeit "unitechnisch eine Null-Bock-Phase", weswegen sie seit drei Wochen in keiner Veranstaltung mehr war. Wenn ich meine unitechnische Null-Bock-Phase immer ausleben würde, würde ich wahrscheinlich immer noch im Grundstudium rumknapsen und dieses auch so schnell nicht beenden. Disziplin und Durchbeißen sind die magischen Stichpunkte- das klappt immer und der Schweinehund hat trotzdem noch genügend Freiraum, wie ich sehr wohl bestätigen kann!

10.12.2006 um 19:34 Uhr

Almost married?

von: Kiddolu

Ach herrje, war das wieder ein langweiliges Wochenende! Freitags war ich mit Mutter einkaufen, wobei ich mir ein Weihnachtsgeschenk ausgesucht habe.
Gestern war ich drei Stunden beim Baby. Natürlich nicht beim neuen, sondern bei dem schon bekannten, nun fast halbjährigen Sohn meines ehemaligen besten Freundes. Das Kerlchen wird immer lustiger und knuffiger, nur kann man ihm nicht wie bei unseren Wellensittichen "Halt's Maul" entgegenbrüllen, wenn er quängelt und dadurch laut ist. Mein Freund sagte mir überdies gestern, dass mein Vetter und seine Freundin anscheinend im Januar heiraten werden. Ich wusste davon nichts und war/bin dementsprechend geschockt, denn nur, weil nun ein Kind da ist, muss ja nicht mehr geheiratet werden. In welchem Zeitalter leben wir denn? Außerdem finde ich es sehr seltsam, dass mein Vetter wohl meinem Freund davon erzählt hat und auch Formalitäten besprochen hat, aber niemand anderes aus unserem Freundeskreis davon weiß. Vielleicht wissen es auch alle, aber jeder hält die Klappe? Vielleicht wird es auch eine Geheimhochzeit und nur sehr wenige werden eingeweiht, damit niemand auf die Idee kommt ihnen ein weitsichtiges Gehirn zu schenken? Und dass er es gerade meinem Freund sagte, passt da ganz gut, weil der eh zu kaum noch jemandem aus meinem alten Freundeskreis regelmäßig Kontakt hat.
Sich lieben ist eine Sache. Heiraten, obwohl kein Geld da ist, man noch nicht mal zusammengelebt hat und sowieso noch so jung ist, ist eine andere. Nur, damit konservativ betrachtet alles seine Richtigkeit hat, wird geheiratet? Ohwei ohwei...Wie sagte gestern mein Freund: "Wenn man sonst nicht viel denken will, beruft man sich auf den alten Wertekonservatismus". Recht hat er!
Ich finde diese Heiratsidee nicht gut, aber ich kann schließlich nichts dazu sagen, weil ich es 1. nicht weiß und es 2. nichtmal absolut sicher ist, ob das wirklich geplant ist. Andererseits kann ich mir 2. sehr gut vorstellen.
Tja, es geht mich nicht direkt was an, aber wenn man seit Jahren sehr gut befreundet ist, darf man dem Freund gegenüber wohl ehrlich seine Meinung dazu mitteilen. Und meine Meinung dazu ist: NEEEEEEEEEIN, lasst diesen Mist und kümmert euch erstmal um euer Baby! Ihr habt ja Zeit...Außerdem, mein lieber Vetter: Du willst doch nicht mit dieser Frau ernsthaft alt werden? Und denkt dran: Eine Scheidung ist wesentlich fieser für das Kind als eine 'normale' Trennung! Ihr seid bescheuert!

Nun widme ich mich unverheiratet und trotzdem glücklich Goethe und den Weihnachtsplätzchen zu! Hoffentlich macht letzteres ersteres angenehmer. 

07.12.2006 um 16:05 Uhr

Top gepflegt!

von: Kiddolu

Ich bin immer noch fassungslos!
Soeben war ich beim Zahnarzt, zur Kontrolle. Eingestellt war ich auf erneuten Zahnzwischenraumkaries. Nun denn, ich komme ins Behandlungszimmer, mein Zahnarzt steht da, sieht mich und folgender kleiner Dialog fand statt:
Er [sarkastisch, grinsend]: Aaaaah, da sind Sie ja wieder!
Ich: Ja, aber diesmal werde ich nicht so lange bleiben wie sonst immer!
Er: Das werde ich Ihnen jetzt gleich sagen, wie lange Sie bleiben, hähä.

Das "hähä" hat er wirklich gemacht. Und ich finde ihn deswegen noch lustiger und toller. Ich glaube nicht, dass viele Menschen ihren Zahnarzt lustig und toll finden?! Jedenfalls hat er kontrolliert und plötzlich sagte er "top gepflegte Zähne"!!! Sowas habe ich noch nie von einem Zahnarzt zu hören bekommen, woohooooo! Will heißen: Ich habe zur Abwechslung mal rein gar nichts an den Zähnen. Nur an einem kleinen Pisszahn vorne bildet sich aus unerklärlichem Grund das Zahnfleisch rapide zurück. Dagegen kann ich nichts tun außer das, was ich bereits tue. Sollte die Wurzel irgendwann ganz frei liegen, so meinte mein Zahnarzt, dass man gesundes Zahnfleisch von oben dort unten einpflanzen könnte. Jaaa, öhm, nein danke! Chirugisches Geschnippel im Mund aus kosmetischen Gründen kommt nicht in Frage, solange nichts beeinträchtigt ist.

So, mit diesen guten Neuigkeiten fahre ich gen Heimat zu meiner gestressten und dadurch aggressiven Mutter, welch Freude! Wenn Mütter schlecht gelaunt sind, läuft in der ganzen Familie nix rund! Bis dann dann