Synapsensalat

24.04.2007 um 19:17 Uhr

Lieber Sergey Brin,...

von: Kiddolu

...heirate mich!!! Du bist jung, erfolgreich und siehst nicht ganz so übel aus wie der zweite Google-Erfinder (Larry bzw. Lawrence Page, nur zur Erinnerung)- ich will dich. Selbstverständlich des Geldes wegen!

Am vergangenen Freitag sah ich auf Arte die 2007er Doku "Wer hat Angst vor Google?", die ich ziemlich informativ und vor allem beeindruckend fand. Ich kann das gar nicht alles wiedergeben! Nur soviel: Page und Brin wussten/wissen, wie man es macht. Die kritische Perspektive gegenüber Google wurde natürlich auch beleuchtet und die sollte man durchaus nicht außer Acht lassen. Aber ich persönlich bin ein großer Google-Freund. Mir ist aufgefallen, dass ich täglich mindestens einmal googele. Wer googelt noch nicht? Ob es noch Menschen gibt, die nicht googeln oder gar die Microsoft-Suchmaschine für das einzig Wahre halten? Eine interessante Frage!
Jedenfalls hat Google es in vielerlei Hinsicht geschafft. Ein Beispiel ist die Tatsache, dass das Verb "googeln" endlich als hochfrequentes Verb im Duden verzeichnet ist, was für sich spricht. Das kann Bill Gates von seinem Microsoft nicht behaupten und das ist auch gut so, denn es klänge tatsächlich noch blöder zu sagen "Ich microsofte mal eben" als "Ich googel mal". 

Sergey, ich warte auf dich! Fröhlich

17.04.2007 um 20:07 Uhr

Knut-Phobie!

von: Kiddolu

Die Geschichte um das (mittlerweile) Eisbär-Jungtier nervt mich schon, seitdem vor Monaten darüber debattiert wurde, ob er per Hand groß gezogen werden soll oder nicht. Aber ich habe mich nirgendwo dazu geäußert.
Jetzt lasse ich mich auch nicht wirklich darüber aus, abgesehen vom Folgenden: Deutschland spinnt! Ein Malayenbärbaby ist ohnehin viel niedlicher als ein hoch gefährliches Raubtierbaby der Gattung Eisbär! Bei mir ist seit gestern der Punkt erreicht, dass ich weitere Berichte über Knut nicht mehr ertrage, weil sie mich hochgradig aggressiv machen; okay, eigentlich war der Punkt schon erreicht, als ich letzte Woche in den Nachrichten sah, wieviele Menschen den Bären an den Osterfeiertagen besuchten und wie der Zoo den Besucheransturm regelte. Die blanke Wut! Wie auch immer, gestern Nacht schaue ich auf ZDF "Heute Nacht", und dort musste der Moderator von Knuts scheinbarer Krankheit berichten, weswegen die Zoo-Besucher ihn an jenem Tag nur morgens kurz zu Gesicht bekamen. Diese Krankheit nennt sich "Zahnen", woraufhin der Moderator breit grinsend mit folgendem Spruch die Sendung schloss:

"Der erste bleibende Beißer für den kleinen Scheißer! Verzeihung!" 

Herrlich!!! 

13.04.2007 um 23:10 Uhr

Das Zitat des Tages...

von: Kiddolu

...stammt von Manuel Andrack und habe ich vor sehr kurzer Zeit in der "3 nach 9"-Talkshow auf dem NDR gehört.
Herr Andrack erzählte von seiner waschechten Punk-Vergangenheit und wurde daher vom Moderator gefragt, ob die Toten Hosen damals als Punk-Band gezählt haben, was Andrack bejahte. Allerdings äußerte er sich danach mit einigem Anlauf zu den Toten Hosen heute:

"Heute haben sich die Toten Hosen ja eher in die Pur-Richtung entwickelt." Fröhlich

Treffender kann man es nicht sagen! Jaja, wieder einmal wurde mir klar, wieso ich Harald Schmidts Chewbacca liebe... 

12.04.2007 um 13:27 Uhr

Wo kommt plötzlich der Sommer her?

von: Kiddolu

Vorhin im Radio meldeten die Sprecher für's Wochenende Temperaturen bis zu 27°. Öhm...das kommt nun doch etwas plötzlich. Die Klimakatastrophe lässt grüßen und wie finde ich das? Super! Denn ich bin ein Sommerkind, juhu! Dennoch habe ich keine Lust, dass es nun drei Tage warm wird und dann wieder schweinekalt. Entweder warm oder kalt. Also, liebes Wetter, entscheide dich (für warm).
Blöd, dass ich meine Sommerklamotten in der Uni-Heimat gelagert habe...

Das ändert alles nichts: Yeah, Sommer! Sommer! Sommer! Ich liebe dich! Fröhlich

10.04.2007 um 18:45 Uhr

Nachträge zu Beiträgen

von: Kiddolu

Zu den letzten beiden Beiträgen muss ich jeweils noch etwas hinzufügen.

Zum "Entzückten": Ein lieber Freund sagte mir, dass er das nicht kenne mit sog. Badezimmertänzchen. Es muss ja nicht zwingend im Badezimmer passieren. Allerdings dachte ich, dass ein gute Laune-Tänzchen ein allgemein bekanntes Phänomen sei, welches vor allem nicht nur ich aufführe?!

Zu "Reality bites": An dieser Stelle muss ich nochmals die Großartigkeit des Soundtracks bekräftigen! Gestern habe ich ihn mir nochmal zu Gemüte geführt und ich habe das gar grandioseste Lied vergessen, entsetzlich! Gemeint ist Lisa Loebs "Stay". Wer erinnert sich an dieses traurige, textlich großartige Liebeslied, das ebenfalls sowas von 90er ist? Als ich das Lied nochmal hörte, hatte ich sogar wieder das Musikvideo vor Augen! Verrückt, wie sehr manche Dinge haften bleiben...Jedenfalls vergöttere ich die letzten beiden Zeilen besonders, die da lauten:

And you say "Stay."
And you say I only hear what I want to.

Pathetisch und schön, dabei nicht zu kitschig- so kann ich mit Liebesliedern leben (obwohl das hier kein positives Liebeslied ist). 
Also, ehemalige Kinder der 90er: Reality bites OST kaufen!

 

Noch ein Nachtrag zu meiner Karre: Ich hasse dieses Gefährt! Ich hasse es mehr als ich in Worte fassen kann! Nun ist der Tank kaputt und wer hat kein Geld für einen neuen? Genau, ich! Wieviele Schrottplätze in der Gegend haben einen gebrauchten Tank, den sie abtreten können? Genau, keiner! Als der Mensch in der Werkstatt heute unter die Karre schaute und ich sah, wie sich seine Mundwinkel nach oben verzogen um zu lächeln, da war mir alles klar. Das war der Moment, in welchem ich meine Gesichtsfarbe verloren habe und seitdem verfluche ich mal wieder die Automobilwelt, besonders natürlich mein außerordentlich tolles Kind aus jener Welt. Aber was soll's? Ich kann da weder was für noch kann ich es ändern. Es wird sich eine Lösung finden lassen (müssen). Und jetzt werfe ich mich zusammen mit meinem heutigen besten Freund namens Welthass vor die Glotte und Morgen wird alles wieder gut. Alles wird super!!! 

09.04.2007 um 17:35 Uhr

Reality bites

von: Kiddolu

Kennt jemand noch diesen Film, "Reality bites", der in Deutschland noch den grausigen Subtitel "Voll das Leben" trägt? Wenn ich derart Subtitel lese, frage ich mich 1. immer WIESO und 2. wer denkt sich diese unpassenden Titel aus? Ein anderers Beispiel für wirklich schlimme Subtitel ist der Film "Face/Off". Der Titel macht genug her, vor allem optisch. Aber nein, in Deutschland musste ihm noch der Zusatz "Im Körper des Feindes" gegeben werden, was mich jedes Mal an die Körperfresser erinnert. Durch zusätzliche Titel können gedanklich völlig neue (Irr)Wege den Film betreffend beschritten werden.
Aber, Reality bites! Der 1994 veröffentlichte Film passt ausschließlich in das Jahrzehnt, dessen Neu-Erwachsene Protagonisten er darstellt: die 90er. Er ist so sehr 90er, dass sich Menschen, die in den 80ern jung waren (oder früher), nicht mit diesem Film identifizieren können. Der Nerv der Zeit wird in Reality bites mitten ins Schwarze getroffen; Klamotten, Umfeld und auch Musik sind mustergülitg für die anfangs-90er des 20. Jahrhunderts. Genauso wie die Stars: Winona Ryder passt ebenfalls ausschließlich in ein Jahrzehnt und Ethan Hawkes Halbwertszeit wurde auch mit dem Milleniumswechsel (und der Scheidung von Uma Thurman) überschritten. Oder hat irgendwer von beiden im 21. Jahrhundert in einem erfolgreichen Film mitgespielt? Wehe, nun sagt jemand "Before sunset"...Mit der süßen Winona ging's dank eines Kaufhausbesuches bergab, schade schade, denn ich finde sie wirklich niedlich! Sie erinnert mich an meine endende Kindheit und an meine aufsprießende Jugend, also erinnert sie mich an die 90er, womit ich mir meine These selbst bestätigt hätte. Fröhlich Einzig Ben Stiller ist der heute immer noch aktuelle und vor allem immer noch erfolgreiche Schauspieler, der eine Hauptrolle in Reality bites verzeichnen kann. Mir persönlich wäre es lieber, wenn er und Ethan Hawke tauschen würden, denn Hawke ist einfach interessanter als Stiller. - Hawke vs. Stiller = verträumt, interessant, verführerisch vs. solide, witzig, unspektakulär = ein Traumbeispiel für die oberflächlichen Präferenzen der Frauen. Frauen wollen immer den geheimnisvollen Gutaussehenden, obwohl sie genau wissen, dass sie mit dem soliden Witzekeks besser fahren würden. In den meisten Fällen ist es allerdings so, dass eine Frau am Ende doch mit der soliden treuen Seele alt wird. - So, das war mein tiefer Griff in die allseits beliebte, genderorientierte Klischeekiste, die ich keineswegs ernst meine (!!) und die zudem auch nicht allzu geöffnet werden sollte, was ich global betrachtet meine.
In Reality bites bekommt Frau Ryder am Ende den interessanten und verführerischen Ethan Hawke, aber nur, weil der damals noch sehr junge Ben Stiller einen Yuppie-Mistkerl spielt. Yuppie- auch ein typisches Wort der 90er. Den Soundtrack des Films finde ich großartig! U2, Crowded House und "My Sharona" von The Knack sind nur ein paar Beispiele für die zeitgenössische, tolle untermalende Musik [jaja, "My Sharona" ist wesentlich älter, meine lieben, musikversierten Leser]. Weniger großartig finde ich die 90er Mode, der ich natürlich auch zum Opfer fallen musste: irgendwas zwischen Schlabberlook und Jeans mit Löchern am Hintern. Alles muss ranzig wirken, wie gerade aufgestanden, aber bitte nicht zu sehr Grunge! So ungefähr:

 Dennoch ist die 90er Mode schon wesentlich besser als die Modeerscheinungen der fiesen 80er. 80er Klamotten durfte man ausschließlich in einem Zeitraum tragen: von 1980 bis 1989! Liebe Modeschöpfer, nicht alles verdient ein Comeback! Erst recht nicht die Leggings! Liebe Leggingsträgerinnen: Ihr könnt sie ja noch so schön und bequem finden, diese Beinkleider werden niemals schick, schön oder gar erotisch wirken! So, das musste ich unbedingt mal loswerden!
Übrigens gibt es auch einen 80er Jahre Film, der ausschließlich in ein Jahrzehnt passt und auch nur diese jahrzehnt-Zielgruppe anspricht: "Breakfast Club"! Ich mag diesen Film ebenso wie Reality bites- beide Filme rufen Nostalgiegefühle hervor. Bei dem Frühstücksclub trifft ungefähr alles zu, was ich bereits zu Reality bites gesagt habe: Tolle zeitgenössische Musik, Stars, die nur in diesem Jahrzehnt erfolgreich waren (Molly Ringwald IST das gesamte Jahrzehnt!) und die schon erwähnte fragwürdige Mode.
Wahrscheinlich gibt es für jedes vergangene (filmische) Jahrzehnt einen Zelluloidrepräsentant...?

Was hat das Ganze mit mir zu tun? Vorhin habe ich einfach nur eine Überschrift gesucht und da fiel mir ein, dass mich die Realität heute Morgen gebissen hat, indem ich an meinen Stundenplan erinnert wurde. Das war ein harter Biss, dessen Spuren noch mindestens eine Woche sichtbar sind. Aber wahrscheinlich war der Biss notwendig, denn man kann seine Augen nicht ewig vor der Realität des Alltags verschließen. Fröhlich

08.04.2007 um 19:13 Uhr

"Ich bin entzückt!"

von: Kiddolu

Die Überschrift ist mein neuer Lieblingssatz, obwohl er derzeit auf mich persönlich gar nicht zutrifft, denn ich bin schlichtweg nicht entzückt. Wieso nicht? Weil ich L. hinter mir lassen musste. Demnach bin ich wieder in den heimatlichen Gefilden angekommen, was ich noch nicht allzu toll finde. In L. war alles toll (die WG immer noch ausgenommen!): Arbeit, Stadt, Menschen. Und was ist hier? Keine interessante Arbeit, keine Stadt und die Menschen hier kenne ich schon mein Leben lang. Okay, das bedeutet natürlich nicht, dass die Menschen hier nicht toll sind, aber es ist schlichtweg anders hier. Anders wird mir auch, wenn ich an die Uni denke; das könnte ein ganz mieses Semester werden. Aber, was das betrifft, besteht noch Hoffnung. Ich bin ja eigentlich keine Miesmuschel, die sich im Vorhinein alles schlecht redet, doch aktuell bin ich noch etwas undefinierbar, was Ansichten und Gefühle betrifft. Der Abschied und die ganzen Neuerungen (ja, da gibt es ein paar...) haben mich etwas verwirrt. Aber es wird langsam, wie mein heutiges Badezimmertänzchen gezeigt hat. Das kennt doch jeder: Im Radio läuft urplötzlich ein tolles Lied, das man jahrelang nicht mehr gehört hat und man freut sich so sehr, dass man wie bescheuert anfängt für sich zu tanzen. Während des Tänzchens fühlt man sich einfach gut! Ein Tänzchen an sich hat schon die Angewohnheit für gute Laune zu sorgen und ich muss gestehen, dass mir in der letzten Zeit in L. öfter nach einem Tänzchen war. Hier allerdings erst heute wieder. Ich habe folglich daraus gelernt, dass ein Tänzchen aufführen mein persönlicher Indikator für gute Laune ist. Tanzen kann ebenfalls gute Laune hervorrufen, und daher zitiere ich an dieser Stelle mal eine meiner Lieblingsbands: "Ich tanz drauf!". Will heißen: Der miese Laune-Killer Nr. 1 ist tanzen! Außerdem macht tanzen nicht dick ganz im Gegenteil zum Schokolade Essen. Schokolade esse ich sowieso nur ganz selten...

Jetzt habe ich mich wieder so verwurschtelt beim Schreiben, dass ich total vergessen habe, was ich eigentlich schreiben wollte. Entzückend! Bevor mir nun gar nichts mehr einfällt (was Gescheites habe ich ohnehin in diesem Beitrag noch nicht von mir gegeben), sage ich allerdings noch, woher mein neuer Lieblingssatz stammt:
Thomas Mann: Buddenbrooks.
Die Fabelhaftigkeit des nobelpreisgekrönten Romans ist mir in den letzten Wochen erst so richtig bewusst geworden! Dennoch ist das nicht Thomas Manns bestes Werk...
Schöne Ostern!

P.S.: An dieser Stelle richte ich mal einen ganz lieben Gruß und vor allem ein großes 'Dankeschön' an picadilly! Das Lied "The Quiz" von Hello Saferide ist tatsächlich in den letzten Wochen zu meinem aktuellen Lieblingslied avanciert! Es war/ist so passend und einfach nur wunderschön...Danke! Fröhlich

02.04.2007 um 18:02 Uhr

Hymne auf meine Frau

von: Kiddolu

Meine große, einzig wahre Liebe, altert heute. Nicht, dass sie wirklich alt wird- sie hat schlichtweg Geburtstag. Ihr geistiges Alter zu bemessen ist sehr schwierig: Es schwankt zwischen einer abgeklärten 70-jährigen und einer verrückten 15-jährigen. Situationsbedingt nunmal. Und das ist auch gut so! Wir kennen und lieben uns nun schon drei Jahre und vier Monate, haben uns noch nie gestritten, aber uns auch noch nie angeödet. Wir sind eins. Wir kennen manchmal nur Extrema: Entweder wir lieben oder wir hassen; entweder lustig oder lächerlich; entweder supertoll oder knackwurstartig bekackt. Die Grauzone betreten wir nur selten- Grauzonen sind ohnehin völlig überwertet, sowie das kirchliche Heiraten oder Tom Bombadil.
Stundenlang können wir uns über Killefitz unterhalten und es wird nicht öde. Über manche Themen sagen wir alle drei Monate nochmal genau dasselbe wie bei der ersten Unterredung über das jeweilige Thema. Berühmte Beispiele sind die Sissi-Filme oder die Thomas D. Lieder. Wenn wir nunmal meinen, uns nochmal dasselbe sagen zu müssen, hat das auch seine Legitimation!
Nochmal vom "wir" zum "ich", auch wenn das bei "uns" eigentlich völlig wurscht ist: Du verstehst mich! Immer! Und ich verstehe dich! Immer! Ich muss dich nicht oft sehen um dennoch zu wissen, dass du da bist.

Um diesen rührseligen Kitsch auf die Spitze zu treiben: Ich liebe dich!