Synapsensalat

29.10.2007 um 20:45 Uhr

Evelyn Hamann

von: Kiddolu

Die Nachricht des Todes der erst 65Jährigen grandiosen Schauspielerin Evelyn Hamann erschütterte mich heute Morgen insofern, als ich dass ich gestern Abend mit meiner Lieblingselbe permanent über Loriot-Sketche lachte und wir indes auch Frau Hamann rühmten. Wie sagte Elbe, ihr Tod sei mit diesem unseren Hintergrund beinahe aberwitzig. Natürlich ist nichts daran witzig!
Schade, dass sie tot ist, denn sie war, wie ich finde, ein außerordentliches Talent, das mir noch heute Lachanfälle beschert.

Evelyn Hamann

 

27.10.2007 um 19:35 Uhr

Schmidt & Pocher - Die erste Sendung

von: Kiddolu

Mein kurzes Fazit direkt nach der ersten Sendung der beiden war:
Anfangs etwas holprig, ab der Mitte wurde es wesentlich besser. Harald Schmidt versucht den Pocher zum Besseren zu erziehen. Das könnte gut werden!


Gestern las ich mir dann online ein paar Kritiken durch und ich muss feststellen, dass der Spiegel und ich völlig konform sind.
Dennoch, mir fehlt Manuel Andrack! Und dass Helmut Zerlett wieder da ist, stört mich nur, weil er ein Mirkrofon hat (und ich fand seine Kommentare schon immer unterbelichtet).
Oliver Pocher war sehr nervös, und das fand ich doch recht sympathisch. Er hat sich viel Mühe gegeben, nicht flach zu wirken und das war er auch nicht.
Harald Schmidt war wie immer, meiner Ansicht nach. Großartig eben!
Wirklich gestört hat mich Günter Jauch, der zum Glück zu kurz kam. Ich finde, dass seine Persönlichkeit medial komplett überbewertet wird. Er ist der Liebling der Kritiker, warum auch immer, und sein dümmlicher Kommentar von wegen "Zwei neue Sendungen der ARD sind gut, an der dritten muss noch gearbeitet werden" (damit war Schmidt & Pocher gemeint) war überflüssig mit Hinblick auf die Tatsache, dass das die erste gemeinsame Sendung war und ich mir überdies sicher bin, dass die beiden Herren (sowie die gesamte Presse) ebenfalls weiß.

Fazit: Das wird gut!! Und die erste Sendung war witzig, flott und sympathisch, trotz aller Startschwierigkeiten. Fröhlich

25.10.2007 um 18:38 Uhr

Schmidt & Pocher- Hart, aber fair(e Einschätzung)

von: Kiddolu

Nur Weniges wurde im Vorfeld so schlecht geredet bzw. skeptisch betrachtet wie die Fusion von Harald Schmidt und Oliver Pocher! Ich selbst stehe dem ganzen Late Night-Unterfangen ebenfalls kritisch gegenüber, was allein daran liegt, dass ich Herrn Pochers Auffassung von Humor fragwürdig finde. Um es mal weniger diplomatisch auszudrücken: Ich mag ihn nicht. Dennoch bin ich gespannt auf die beinahe neue Show! Wie der aufmerksame Leser weiß, gehört Harald Schmidt zu meinen (Fernseh- und Unterhaltungs)Helden und von daher habe ich die Hoffnung, dass Schmidt und Pocher sich in der Mitte ihres jeweiligen eigentümlichen Humors treffen, dass Pocher von Schmidt Niveau erlernt und dass das Resultat gut wird. Und ganz ehrlich? Ich habe die Ahnung, dass die Sendung tatsächlich gut wird, allen Zweiflern zum Trotz.
Ich und schätzungsweise halb Deutschland wird's später sehen und ich bin sehr gespannt.
Nur eine Frage, die mich seitdem ich von der gemeinsamen Show hörte, bleibt: Was passiert mit meinem eigentlichen Liebling, Manuel Andrack? Wird er weiterhin den Sidekick geben oder hat er zumindest vor der Kamera ausgedient? Alles wird später beantwortet...

 

An dieser Stelle kann ich es offiziell machen, dass ich seit kurzem in einen ARD-Aufsteiger restlos verliebt bin: Frank Plasberg, deine Ehe ist laut Bild gescheitert, seit gestern ist mir klar, dass ich dich...was genau weiß ich noch nicht...jedenfalls, bevor ich dir übereilt einen Antrag mache: Ich finde dich super! Und "Hart aber fair" ist absolut mein Sendungsformat, denn es ist Streiten mit Stil auf hohem Niveau! Dass ich sowas toll finde, weiß ich seit dem "Literarischen Quartett". Und seit gestern hast du es, lieber Frank Plasberg, geschafft, mich zum Stammzuschauer zu gewinnen (vorher habe ich es nur sporadisch geschaut), denn du und deine Redaktion haben Gregor Gysi so wunderbar lächerlich gemacht und ihn das gefragt, was ich ihn auch schon immer fragen wollte. Wunderschön!

22.10.2007 um 18:47 Uhr

Für (den) Zeitgeist!

von: Kiddolu

Lieber Herr Zeitgeist, ich hoffe, dass du das hier in den nächsten Tagen lesen wirst und dann wenigstens ein klein bisschen neidisch bist:
Heute war die erste Sitzung meines Quentin Tarantino- Seminars, und wie in jeder ersten Sitzung wird Organisatorisches gemacht. Unter anderem wurden Referate vergeben. Zur Auswahl standen eher filmtheoretische Themen und inhaltliche Referate resp. Referate über die fünf Autorenfilme Tarantinos. Tjo, und nun kannst du dir beinahe denken, welchen Film ich 'ergattert' habe, wenn ich schon schrieb, dass du hoffentlich neidisch wirst. Fröhlich Genau, unser beider spezieller Lieblingsfilm "Pulp Fiction". Womöglich wirst du nun behaupten, dass das nicht dein Tarantino-Liebling sei, aber wenn du tief in dich gehst und dich an etliche Diskussionen zwischen uns erinnerst, musst du zugeben, dass es doch dein des Meisters Lieblingsfilm ist. Und meiner mit Sicherheit auch, schon aus nostaligen Gründen (s. etliche abendfüllende Diskussionen).
Vermutet hatte ich, dass sich von 43 Teilnehmer ca. 40 auf das Referatsthema "Pulp Fiction" stürzen. Tatsächlich war es nur meine kleine Referatsgruppe. Im Nachhinein hätte ich auch "Kill Bill" wählen können, aber schließlich war ich schon eingeteilt. Schade, ich hätte wirklich zu gern zur Pai Mei-Sequenz anderen Leuten meine Ansichten aufgezwungen. Aber, man will ja nicht meckern, und jetzt habe ich die freie Wahl, worüber ich referieren möchte. Favoriten sind 'Die Bonnie- Situation' und natürlich Mias und Vinces Date mit anschließender Überdosis. Mein lieber Zeitgeist, nun bist du gefordert: Gib mir Tipps, worüber ich deiner Ansicht nach referieren sollte! Nur zur Info: Alles um Butch ist schon vergeben (und die Frage nach dem Kofferinhalt ist totgeredet, also das auch nicht), wobei ich eventuell noch die Goldwatch erringen könnte. Achja, ich kann inhaltlich machen, was ich will!
Und, bist du etwas neidisch? Fröhlich

12.10.2007 um 15:10 Uhr

Ein unbequemer Klimapast! Oder: You can call me Al

von: Kiddolu

Al Gore hat vorhin den Friedensnobelpreis erhalten!! Wahnsinn, ich habe nicht mal mitbekommen, dass bereits gemunkelt wurde, dass 'uns Al' den Preis bekommen soll. Umso erstaunter war ich, als ich die Nachricht mittags im Radio hörte!
Seit "Live Earth" ist Al Gore in meinen alltäglichen, aktiven Sprachgebrauch übergegangen. Beispielsweise "wäre Al stolz auf mich, weil ich drei Monate mit dem Zug gefahren bin" oder "Al wäre böse, wenn er wüsste, dass ich eine 150 Watt Glühbirne in meiner Stehlampe, die beinahe permanent leuchtet, habe". So wurde Al ein seltsamer Teil meines zumindest linguistischen Lebens. Dennoch beäuge ich ihn kritisch, denn Vieles, was er macht, ist zu populistisch und zu sehr aufs Drama ausgelegt. Er ist mir zu poppig. Zudem nervt mich sein ewiger Witz, dass er einmal der nächste Präsident der Vereinigten Staaten war, den er zu Beginn eines jeden Auftritts bringt.
Trotzdem macht er natürlich viel Gutes und es ist wichtig, was er macht. Da kommt ihm wiederum seine Popularität zugute. Außerdem hat er zum Glück noch nicht den Status eines anklagenden, jammernden Bono Vox' erreicht, was in meinen Augen natürlich ein Pluspunkt ist (wie der treue Leser sich denken kann).
Also, lieber Al, du hast dich noch einmal selbst getoppt! Der Oscar für deine nicht enden wollende Powerpoint Präsentation "Eine unbequeme Wahrheit" war ja schon...mehr, als ich dir gegeben hätte. Nun die Spitze des schmelzenden Eisbergs, der Friedensnobelpreis! Glückwunsch!

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,511056,00.html

Da Al damit globales Neuland betreten hat, möchte ich noch Paul Simons Song "You can call me Al" in ökologisch grüner Farbe zitieren (welches eventuell nicht so sehr passt, aber mir fehlen die lyrischen Worte für Al):

A man walks down the street
It's a street in a strange world
Maybe it's the Third World
Maybe it's his first time around
He doesn't speak the language
He holds no currency
He is a foreign man
He is surrounded by the sound
The sound
Cattle in the marketplace
Scatterlings and orphanages
He looks around, around
He sees angels in the architecture
Spinning in infinity
He says Amen! and Hallelujah!

 

11.10.2007 um 16:58 Uhr

"Defibrilliert sie!!"

von: Kiddolu

Danke an Cristina Yang für einen großartigen Serienmoment! Nur dank ihr (bzw. dank Sandra Oh) schaue ich diese mir teilweise zu schnulzige Dramaserie noch an. Und die junge Dame hat mich gestern wirklich gerührt mit ihrem Imperativ "Defibrilliert sie!" Wer der gestrige Episode Grey's Anatomy(s) gesehen hat, weiß sicherlich, was ich meine...

Einen Defibrillator hätte ich auch manchmal gerne, aber nicht um Menschen zum Leben zu erwecken. Gestern fuhr ich mal wieder Bus in meiner (Lieblings)Buslinie, über die ich übrigens irgendwann einmal ein Buch gedenke zu verfassen. Wegen meines sperrigen Koffers entschied ich mich für den Stehplatz. Und obwohl im Bus noch die Hälfte aller Sitzplätze frei waren, entschieden sich eine Menge anderer Menschen auch pro Stehplatz, warum auch immer. Jedenfalls stand vor mir ein Klischee-Geisteswissenschaftsstudent (ich würde auf Philosophie tippen), der mit Plastiktüten vollgepackt und vor Fett triefenden langen, zotteligen Haaren vor sich bzw. mich hinmüffelte. Gut, da war mir schon übel. Dann stieg noch Oma Besoffski ein, die sich mitsamt ihrer Alkhoholfahne direkt vor mich stelle, so dass sie ihren alten, stinkenden Körper an meinen rieb. Körper aneinander reiben hat oftmals eine sexuelle Konnotation, aber in diesem Fall erregte das bei mir höchstens eine starke Aversion! Eine Aversion gegen fremde Menschen, die mich berühren! Mir ist das sowas von unangenehm, aber ich mich in diesem Fall so schlecht wehren. Leider konnte ich der Oma ihren Stehplatz nicht verbieten. Meine Abneigung steigert sich dann immer in eine kleine Wut, und in solchen Momenten wünsche ich mir den "Fass mich nicht an"-Defibrillator!

06.10.2007 um 21:02 Uhr

Lieber Günter Grass,

von: Kiddolu

am 16.10. ist es soweit: Du wirst 80! Aus diesem festlichen Anlass gratuliere ich Dir jetzt schon einmal. Du hast bereits ein langes, erlebnis- und erfolgreiches Leben hinter Dir und so, wie Du gestern in der Arte-Hommage aussahst, wird Dein Leben auch so schnell noch nicht enden. Ich habe schon oft über Dich gebloggt - meistens habe ich mich kritisch zu Dir geäußert, aber nicht so heute! Heute wünsche ich Dir in der Tat nur das Beste zum Ehrentag! Lass Dich feiern.

P.S.: Im Voraus gratulieren bringt Unglück! Fröhlich

 

02.10.2007 um 23:55 Uhr

Warum Emos so lächerlich sind...

von: Kiddolu

...wird mit diesem Artikel aus der Popcorn bewiesen!

 

 

Da fragt man sich doch, was lächerlicher ist: Der modische Dünnpfiff der 80er Jahre oder das hier?