Gemeint sind natürlich die beiden französischen Geisteswissenschaftsgrößen Pierre Bourdieu und Michel Foucault, die jedem Sprach-, Sozial- und Geisteswissenschaftsstudenten während seines Studiums mindestens einmal begegnet. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich mit keinem der beiden Tausendsassa gute Erfahrungen gemacht habe.
Aktuell quält mich Monsieur "Ich BIN die Soziologie" Bourdieu im Rahmen einer Hausarbeit so sehr, dass ich vergessen habe, was ein reales Leben fernab vom Laptop ist. Nun, diese Hausarbeit ist auch irgendwann beendet, aber ich denke dennoch, dass ich damit das "Genie" Bourdieu noch nicht vergessen darf oder kann. Schließlich tauchen sowohl Bourdieu als auch Foucault immer wieder mal auf, meistens in einem sozialen Raum, in welchem sich aktuell ein Diskurs vollzieht. [Irgendein Leser, der die Wortwitze erkannt hat?] So ist das mit den hoch gelobten Standardwerken und Theoretikern; Platons Staatenlehre ist auch immer noch wichtig - was bedeutet das? Genau, es gibt Theorien, die immer wichtig sind und sein werden, egal, ob sie noch Anwendung finden oder ob sie jemals Anwendung gefunden haben.
Darum geht's mir eigentlich gar nicht! Ich weiß, dass Foucault schwul war. Und bis vorhin glaubte ich auch, dass Bourdieu schwul war. Schreiben meine Synapsen allen französischen Denkern automatisch homosexuelle Neigungen zu? In meinem Kopf können französische Soziologen ausschließlich schwul sein? Ist das mein persönliches französisches Soziologen-Stigma als ineffizienter Racheakt für all die geistigen Folterungen, die ich durch und wegen Bourdieu und Foucault erfahren habe?
Direkt gefragt: War Pierre Bourdieu auch schwul und seine Ehe mit Marie-Claire Brizard von 1962-1983 war damit nur eine Scheinehe? Oder war Pierre Bourdieu einfach eine popelige Hete mit zuviel Zeit, ADS und Forschungswahn?
Trotz aller Fragen lautet das Fazit: Bourdieu und Foucault stinken!