Synapsensalat

22.04.2008 um 23:38 Uhr

Bandits: Catch me

von: Kiddolu

Erinnert sich noch jemand an das Titellied "Catch me" des Films Bandits? Falls nicht: Baby, don't forget to catch me, don't forget to catch me, don't forget to catch me...Jetzt klingelt's sicher.
Dieter Nuhr sagte neulich in irgendeiner der zwei Millionen Chart Shows, dass er das Lied grauenhaft findet und dass er überzeugt sei, dass nur Emanzen das Lied (und den Film) toll finden und dazu fröhlich am Strand um das Lagerfeuer ihres männerfreien Selbsterfahrungstrips im Kreis tanzen. Sinngemäß sagte mein Lieblingshumorist das so.
Nun frage ich mich mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht: Ist das so? Lebhaft vorstellen kann ich mir das durchaus, aber finde ich selbst das Liedchen nicht auch hin und wieder gut? So im Abstand von ca. drei Jahren kann ich das auch einmal hören, finde es dann auch irgendwie okay, aber dann reicht's auch wieder. Den Film Bandits finde ich übrigens klischeebeladen, dumm, storymäßig hirnrissig - oder provokanter formuliert: scheiße! Das amerikanische quasi-Äquivalent (nur ohne Musik-Thematik) Set it off mit ähnlichem (keineswegs gleichem, bevor Missverständnisse aufkommen) Inhalt und ähnlicher Figurenkonstellation halte ich allerdings für sehens- und empfehlenswert, denn in dem Film werden wirklich starke Frauen gezeichnet.

Also, ist "Catch me" wirklich ein abartiges Lied? Abgesehen davon, dass das Geschmackssache ist und man bekanntlich über Meinungen nicht diskutieren sollte, interessiert mich in diesem Fall die Ansicht meiner ohrwurmresistenten LeserInnen. Fröhlich

In diesem Sinne:

Hold on princess don't you think that it's time
On this platform with the drizzle in my eye

16.04.2008 um 20:04 Uhr

Matthias Reich-Ranickihöfer

von: Kiddolu

Ein Hoch auf...ja, auf wen denn? Wichtig ist nur: HURRA! Mein deutscher Lieblingsschauspieler Matthias Schweighöfer spielt meinen Literaturkritikerliebling Marcel Reich-Ranicki in dem Film "Mein Leben", der Biographie des zischenden S-Mannes. Diese freudige Kunde las ich soeben auf Spiegel.de und mir fällt nicht mehr dazu ein als WOOHOOO!
Man kann nur hoffen, dass Reich-Ranicki irgendwie am Drehbuch beteiligt ist oder sonst seinen drohenden Finger bei der Produktion einsetzt. Nicht, dass der Kinofilm schmonzettenartig und verfälscht endet wie Schweighöfers aktueller Film "Der rote Baron", wofür der schöne Schauspieler natürlich nichts kann. Biographien und das Verkörpern literarischer Figuren liegen ihm doch sonst, siehe "Schiller", "Das wilde Leben" und "Baal". Aber der begabteste Schauspieler rettet eben keine verkorkste Story.
Großartige Nachricht - wann läuft der Film an?


 

08.04.2008 um 18:17 Uhr

Juniorprofessor Nippel

von: Kiddolu

Juniorprofessor - ich finde, dass diese Bezeichung bereits Einiges über den Charakter des Titelträgers aussagt. Und so erscheint er dann auch, mein neuer Dozent in dem Fach, dass ich bis aufs (hoffentlich) letzte Lehrveranstaltungssemester rausgeschoben habe: arrogant und selbstverliebt. Das Fach heißt übrigens "Allgemeine Erziehungswissenschaft", das jeder Pädagogikstudent belegen muss; jeder, das bedeutet auch Sozialpädagogen. Und dass Sozialpädagogen und ich ungefähr so kompatibel sind wie Ringo Starr und Yoko Ono, weiß ich nicht erst seit gestern. Ich weiß nur nicht, ob ich Ringo oder Yoko bin. Fröhlich Jedenfalls 'dürfen' Sozialpädagogen im Seminar mit dem Titel "Pädagogik in der literarischen Fiktion - Bildungsromane" mitdiskutieren, was sicherlich fürchterlich genug wird (Hallo Vorurteile!). Ebenfalls grausig, dass wir während des Semesters etliche Werke, u.a. Romane (!), lesen müssen, so dass es sicherlich der Fall sein wird, dass alles mal oberflächlich betatscht wird. Betatschen ist ein passendes Verb, denn was anderes traue ich den Erziehungswissenschaftlern nicht zu.
Fakt ist, dass ich mit-tatschen muss, da ich dringend diesen letzten Schein benötige. Den Seminarverlauf präsentierte Herr Juniorprof dann auch arrogant, d.h. er zeigte, was wir lesen müssen. Wir schauen sogar Filmchen. Nachdem er alles an die Wand geklatscht hatte, fragte ich dann doch mal, wie denn überhaupt die übergeordnete Fragestellung des Seminars sei bzw. mit Hinblick auf welche Aspekte wir das alles machen. Antwort: "Nuja, die verschiedenen Erziehungs- und Entwicklungsprozesse, die deutlich werden". Aha. Ähä. Buuh. Ich lese also demnächst "Das Buch Hiob" und gucke, welcher Erziehungsprozess zum Tragen kommt. Wirklich gänzlich unspannend und irgendwie...bescheuert? Davon mal abgesehen habe ich kaum Ahnung von Bildungstheorien, da ich, wie gesagt, das Fach immer gemieden habe. Ich kenne nur (Wilhelm von) Humboldts klassische Bildungstheorie und ich wette, dass sie für dieses Seminar völlig ausreicht, denn ich habe den Eindruck, dass die Veranstaltung wie sein Juniorprofessor ist: Kommt umfangreich und aufgebauscht daher, aber ist in Wahrheit nicht mehr als heiße, dünne Luft!

Ein Merkmal des Juniorprofessors sprang mir unwillkürlich und direkt ins Auge: Obwohl er keinen Pullover trug, der enganliegend war, zeichneten sich seine überdimensionalen steifen bzw. harten Nippel permanent ab! Das war wirklich ablenkend und vor allem...nicht schön, um es mal freundlich zu formulieren. Hinterher fragte mich ein Kommilitone, ob mir seine Nippel aufgefallen seien und dass diese vor allem im Sommer regelrecht von ihm präsentiert werden, weil er mit Vorliebe enge T-Shirts trägt, um mit seiner sog. Schwimmerfigur anzugeben. An dieser Stelle frage ich mich: Wieso stellt Blogigo keinen kotzenden Smiley zur Verfügung?