Synapsensalat

09.10.2008 um 17:29 Uhr

Berliner Eindrücke

von: Kiddolu

Tja, was soll ich zu der Stadt sagen, die jeder mindestens vom Hörensagen kennt und deren Sehenswürdigkeiten auch keine besondere Neuigkeit darstellen? Nicht viel.
Empfangen wurde ich letzte Woche von Regen und Sturm, der sich auch bis Donnerstag hielt. Dann ging das Sightseeing-Programm los. Bisher wurde alles mal begafft; die Museen fallen in die jeweiligen trüben, kalten Wochenenden.

Viel "spannender" ist sowieso meine neue Wohnung! Zwischengemietet von einem Paar, das sicherlich seit der zehnten Schulklasse zusammen ist. Meine Güte, hier steht bzw. stand überall Dekokram: kleine Schalen gefüllt mit Duftblättertrockenkitsch beispielsweise. Wirklich grandios finde ich allerdings die große Uhr, die auf der Toilette hängt. Man stelle sich eine große Wanduhr vor - so eine, die normalerweise in Küchen hängt -, wobei auf dieser ein Foto vom besagten Vermieterpärchen das Ziffernblatt ziert. Ich finde, dass das 'Scheißhaus' der absolut perfekte Ort für solch kreative, niedliche Uhren ist! Jedenfalls halte ich eine solche Eigenmotiv-Uhr mal als behinderte Geschenkidee im Kopf - nicht!

Die Waschmaschine! Die hiesige Waschmaschine quält mich ganz aktuell, weil sie sich weigert abzupumpen! Ein Modell anno dazumal, das schon undicht ist. Ich hoffe, dass das nervige Ding das halbe Jahr durchhält, ansonsten??? Immerhin habe ich den Vermiertern letzte Woche bereits mitgeteilt, dass die Waschmaschine undicht ist und darauf kam natürlich der zu erwartende, geschockte Ausspruch: "WAS? Das hat die ja bei uns noch nie getan, komisch..." Ja klar.
*Brandaktueller Zwischenstand: Sie rührt sich gar nicht mehr*

Und sonst? Am Montag geht's mit der Arbeit los. Heute war ich mal zum ersten Kennenlernen da und ich weiß noch nicht, ob das gut oder schlecht wird. Das kleine, sehr überschauliche Team scheint nett zu sein. Vier Frauen und - selbstverständlich - ein Chef. Der Chef, der optisch immer noch in seinen Mitzwanzigern hängt, hat auf mich auch direkt wie der typische Chef gewirkt: Hört sich selbst am liebsten reden und scheint trotzdem etwas verpeilt zu sein. Aber durchaus sympathisch. Ich bin gespannt! Es gibt wenigstens ein bisschen Geld, juhu.

So, jetzt muss ich mich noch mal um das Blödteil namens Quälmaschine kümmern.


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