Synapsensalat

05.12.2006 um 19:15 Uhr

Hey Jude...

von: Kiddolu

Zu heute gibt's gar nichts Interessantes, daher tue ich nun das, wofür ich eine große Passion habe: Kritisieren!
Heute steht der Film "Unterwegs nach Cold Mountain" auf dem Schafott. Jenen sah ich am Sonntag. Was ich grundsätzlich an Filmen jeglicher Art hasse, ist, wenn die Handlung erst nach langer Zeit beginnt bzw. wenn es zu Beginn ein dermaßen langes Geplänkel gibt, dass sich nicht zum eigentlichen Thema bewegt. 20.15 Uhr begann der Film, gegen 21.10 Uhr ging erst die eigentliche Handlung los- da war ich schon fast bedient! Weitergeguckt habe ich nur, weil ich noch nicht müde genug für's Bett war- und was ich einmal begonnen habe, ziehe ich auch meistens durch. Das große Thema des Films, Sehnsucht nach der Liebe, die 1. nicht wirklich ausgelebt wurde, weil sie 2. in den Krieg musste, woraus sich die Sehnsucht ergibt, hat mir ja per se schon gestunken, weil ich Nicole Kidman gänzlich uninteressant fand und Jude Law zwar eine Augenweide ist, aber trotzdem komplett öde war, was seine Rolle betraf. Also, Soldat Jude Law desertiert und begibt sich auf die Flucht, um zurück nach Cold Mountain zu gelangen, wo seine Geliebte wartet, die natürlich derweil einen schlimmen Schicksalsschlag nach dem anderen zu verkraften hat, die Ärmste. Damit die Liebste daheim nicht völlig vor die Hunde geht, erhält sie Hilfe aus dem Nichts, gespielt von Rene Zellweeger. Anscheinend wurde der Rene eine extra-zusätzlich deformierende Gesichtsmaske verpasst, damit sie hässlicher wirkt, um eine Chance auf den Oscar zu haben (wenn Schauspieler sich in Filmen hässlich zeigen oder hässlich machen lassen, gewinnen sie schneller einen Oscar- ist erwiesen, s. Charlize Theron, Halle Berry, Nicole Kidman, etc. etc. Fröhlich). Rene Zellweeger hat ohnehin schon eine höchst seltsame Wangenform...aber nun gut. Was ich an ihrer Rolle im Film besonders schlimm fand- was nicht ihre Schuld ist- war ihre Synchronstimme. Jene war furchtbar penetrant und gänzlich unpassend. Obwohl ihre Rolle ruppig und dominant ist, hat diese komische Stimme nicht gepasst und somit alles noch schlimmer gemacht. Nachdem Nicole Kidman in dem Film Elronds Gabe der Voraussicht übernommen hatte, kehrt ihr Geliebter auch endlich zurück, es wird mit viel nackten Tatsachen korpuliert (warum soviel Nacktheit? Sowas wertet einen Film nicht immer auf!) und schließlich stirbt ihr Jude Law-Deserteur. Bei dessen Tod habe ich gelacht und ich dachte: Immerhin ist die Schnulze so geendet. Aber Pustekuchen! Das war nicht das Ende! Das Ende war ein "Friede, Freude, Eierkuchen"-Bild mit Kind (welches natürlich aus dem einen Mal Geschlechtsverkehr entstanden ist), Familie und blühender Landschaft. Also am Ende doch wieder alles für mich schrecklich. Fazit: Unbrauchbarer Film, der zu allem Überfluss noch schlechte Musik aufweist.

Wie man sieht, fehlen mir wohl die entscheidenen Gene einen solchen Schnulzen-Schmusiwusi-Herzschmerz-Film gut zu finden. Die einzigen Schnulzenfilme, die ich auch als solche bezeichnen würde und die ich gut finde, habe ich letzte Woche schon genannt. Immerhin ist mir klar geworden, dass ich mit Jude Law auch mal gerne....Kaffee trinken gehen möchte. Was für ein Erkenntnisgewinn!
Ich werde von nun an Unterwegs nach Warm Mountain sein, d.h. ich gehe wegen andauernder Übelkeit ins Bett. Dort warten weder Schnulzen noch sonstige...Sachen auf mich!


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