Neulich am Ku'damm
Ich befand mich neulich in der wabernde Shopping-Masse ohne klar definiertes Ziel, außer vielleicht gemütlich über den Ku'damm zu flanieren, wie der Rest der namen- und gesichtslosen Menschenschar. Plötzlich sah ich vor mir an einen der alle zehn Meter auf dem Gehweg stehenden Bäume (, die womöglich den Kurfürstendamm wie eine Allee aussehen lassen sollen) angelehnten Mann, der offensichtlich in einen Hundescheißhaufen getrampelt ist. Baum und Tretminenopfer befanden sich parallel zu irgendeinem Designer-High Fashion-total überteuert-Geschäft und das sich ergebende Gesamtbild könnte nicht metaphorischer für Berlin sein! Reich ist direkt neben arm angesiedelt, oder bildlicher: Wohlhabend und Würstchen vereint.
Was die Grenze zwischen Arm und Reich betrifft finde ich, dass Berlin eine Stadt der Extreme ist. Hier bekommt Hartz IV mannigfaltige Gesichter, genauso wie die oberen Zehntausend. Aber, so ist das nunmal in Großstädten. Meine Heimat ist eher geprägt durch eine gesunde Mittelschicht, die ich hier beispielsweise noch nicht direkt ausmachen konnte. Gut, das mag daran liegen, dass ich jetzt jeden Morgen Richtung Neukölln fahre und dort schließlich umsteige. Meine Güte, dort am Bahnhof sehen die Menschen übrigens aus wie aus dem Prime-Time-Programm von RTL II! Um mich nicht falsch zu verstehen: Ich habe keine Neukölln-Aversion, aber mein Mitleid für diese sozialschwachen Menschen hält sich auch in Grenzen, allerdings in weit gezogenen.
Ich hoffe nur, dass ich niemals in die Tretmine der 'sozialen Schwäche trete!
Was die Grenze zwischen Arm und Reich betrifft finde ich, dass Berlin eine Stadt der Extreme ist. Hier bekommt Hartz IV mannigfaltige Gesichter, genauso wie die oberen Zehntausend. Aber, so ist das nunmal in Großstädten. Meine Heimat ist eher geprägt durch eine gesunde Mittelschicht, die ich hier beispielsweise noch nicht direkt ausmachen konnte. Gut, das mag daran liegen, dass ich jetzt jeden Morgen Richtung Neukölln fahre und dort schließlich umsteige. Meine Güte, dort am Bahnhof sehen die Menschen übrigens aus wie aus dem Prime-Time-Programm von RTL II! Um mich nicht falsch zu verstehen: Ich habe keine Neukölln-Aversion, aber mein Mitleid für diese sozialschwachen Menschen hält sich auch in Grenzen, allerdings in weit gezogenen.
Ich hoffe nur, dass ich niemals in die Tretmine der 'sozialen Schwäche trete!

Natürlich ist mit Neukölln in meinem Eintrag nur das gemeint, was ich täglich zweimal davon sehe, daher bleibt eine Verallgemeinerung nicht aus. ;-) Ich befürchte, dass du dir auf den Schlips getreten fühlst?
Womöglich hat Neukölln wunderschöne Ecken, das bestreitet niemand. Leider ist Neukölln seit Rütli aber auch sowas wie das Paradebeispiel für Integrationsprobleme und soziale Schwachheit geworden. Und wenn man besagte U7 fährt, dann sieht man das auch.
Wie gesagt, Verallgemeinerungen bleiben nicht aus.
Insgesamt fällt es einem Nicht-Berliner, der vom Ländlichen kommt, sowieso extremer auf, was den Unterschied zwischen Arm und Reich betrifft. So krasse Gegensätze wie hier habe ich so noch nicht gesehen, auch nicht in anderen Großstädten. Natürlich gibt's die überall, aber hier fällt es nunmal extremer auf. ;-)
Das Verhalten kann ich wirklich kaum kommentieren, wobei das speziell am U- und S-Bahnhof von extremem Betteln über Anbrüllen bis hin zur im Sprint nahender Polizei zur Prügelschlichtung reicht. Aber, das gibt's ja nicht nur in Neukölln, das gibt's womöglich genauso in Köln-Kalk und was weiß ich wo.
Also nochmal, mein Beitrag bezog sich primär auf das nach Außen sichtbare Finanzielle der Bewohner. Ob und inwieweit so etwas überhaupt nach außen sichtbar ist, ist natürlich eine andere Frage. ;-)