Kleine Erdnuss

29.12.2008 um 13:58 Uhr

Der Cliffhanger...


So. Jetzt wirds spannend:

 

 

28.12.2008 um 20:35 Uhr

Eis, Freiheit und die siebte Seite.

Kalt, arschkalt wars heute draußen, isses noch, aber jetzt sitzen wir ja im muckelig Warmen und trinken einen Gute-Nacht-Kakao. Den Rest der Zeit haben wir mit dem Rest der Weltbevölkerung in der Sonne verbracht. 'Vom Eise befreit', hätte man ob der Massen mit lächelnden Gesichtern und blinzelnden Äuglein denken können, aber nix da, überall glitzerte und glänzte es kalt und glatt, und die Kinder schrien immer wieder: EIS!!! EIS!!! SCHON WIEDER EIS!!!

Das war sehr schön und beschaulich und ich ließ mein Jahr so ein bisschen Revue passieren, dachte daran, was die nächsten Wochen all so unangenehmes auf mich zukommen würde, und stoppte mich in dem Moment, als die Erdnuss mit wackelnder zipfelmütze auf mich zugestürmt kam: "Heute," gab sie Kund, "heute hat sogar die Arbeit selber frei." Und schließlich beginnt Freiheit im Kopf, wo sonst.

Also drauf geschissen, dass nun der kurze Urlaub wieder zu Ende ist, ich werd mich trotzdem noch die letzten Stunden nicht von der Entspannung abhalten lassen.

Und hier auch noch die siebente Seite:

27.12.2008 um 09:05 Uhr

Und noch eine Seite, die fünfte...

Die Erdnuss ist nicht mehr vom Schiff weg zu bekommen. Absolutes Highlight: Das kleine Affenbaby aus Gummi: Es ist fingernagelgroß und kann sich an Stangen etc. festklammern. Wenn ich es mir recht überlege, hätte dieses Affenbaby völlig ausgereicht, um ihr eine Riesenfreude zu machen. Sie legt es nicht mehr aus der Hand, hat eigens dafür eine Sprache erfunden, deren Vokal- und Konsonantenphoneme ich noch nach und nach ergründen werde. "Wir müssen Raubzüge machen!" schreit der Kapitän grade, "guckt Euch doch unser Schiff mal an. Ein Frack! Ein großes Frack! So geht es nicht weiter!" "Anker los!" schreit die Piratenfrau am Steuer. (Die ERdnuss ist nicht davon abzubringen, dass es eine Frau ist, auch wenn die BRüste fehlen, immerhin hat sie einen Zopf) "Mirpliiieegng! Mirpliiieeggnng nuu so dahiiiiiin!" schreit das Äffchen.  Ach, schön, Fantasie....

Und hier die fünfte, ach was solls, und die sechste Seite:

 

 

 

26.12.2008 um 11:34 Uhr

Vierte Seite Zauberpups

 

Heut verstecken wir das Piratenschiff unterm Baum. Wir werden erst in der Sonne spazieren gehen und ich werde einen mysteriösen Anruf erhalten. Vom? Vom Weih - nachts - mann!!!! Ich werde entrüstet behaupten, dass uns da jemand ver-hoh - ne - pie - peln wollte, da der Weihnachtsmann schließlich nirgendwo anruft. Aber ich werde erzählen, dass am Telefon behauptet wurde, dass noch ein Geschenk verspätet abgegeben worden war. (Oh Mann, ich sollte vielleicht mein Handy nochmal aufladen...)

Und dann gehen wir heim und dort liegt es: das Riesengeschenk vom Schwager. Wäre die Erdnuss noch vier Jahre alt, wäre es größer als sie...

Ich bin gespannt.

Und hier zur Überbrückung:

25.12.2008 um 11:29 Uhr

Zauperpups, die dritte

Guten Morgen. Familie Erdnuss hat heut lang geschlafen. Alle erst nach Mitternacht ins Bett, ein schöneres Fest hatten wir noch nie...

Und hier, the peanut proudly presents, der dritte Teil, äh die dritte Seite:

 

  

 

24.12.2008 um 19:57 Uhr

Bescherungsabkürzung und der zweite Streich

Es hilft nix, wir kommen nicht über 45 sekunden, dann sind alle Geschenke aufgerissen. Wie gut, dass wir das Piratenschiff noch im Keller haben. Das liegt dann morgen früh unterm Weihnachtsbaum, da kommt sie NIE drauf!!!!

Und weil alles so schnell ging, gibts jetzt den zweiten Teil der unvergesslichen Zauberpupsgeschichte:

 

 

 

24.12.2008 um 10:45 Uhr

Zauberpups, der erste Streich

23.12.2008 um 21:18 Uhr

Weihnachtsgeschichte

von: sunnysightup   Kategorie: Zauberpups

Irgendwann im August diesen Jahres eröffnete mir die Erdnuss, dass sie eine Geschichte schreiben will. Nun, das hat mich natürlich sehr gefreut, weil es etwas ist, was auch ich seit Jahren machen möchte. Dass der Papa einige Tage später Geburtstag hatte, traf sich gut. Also beschlossen wir, dem Papa eine Geschichte zu schenken. Nicht nur die Geschichte. Nein. Auch die Bilder dazu. Mit einer unglaublichen Ausdauer hat sich die Erdnuss in die Arbeit gestürzt. Gemalt, erzählt, gegrübelt. Vielleicht auch in umgekehrter Reihenfolge. Jedenfalls habe ich geklebt, kopiert, fieberhaft mitgeschrieben (das ganz sicher in umgekehrter Reihenfolge) und dabei rausgekommen ist ein Buch, auf dem vorne drauf

 

 

 

 

steht. Dass ein Zauberpups recht wenig mit Weihnachten zu tun hat, kann man sich vielleicht vorstellen. Eine Zeit lang habe ich überlegt, ob ich die Geschichte überarbeiten und an Erwachsenensprach anpassen soll. Ich habe es gelassen. Und weil eben Weihnachten ist, schenke ich sie jetzt mit dem Einverständnis der Erdnuss dem verehrten Leser.

Viel Spaß die nächsten 9 Tage...

Und frohe Weihnachten an alle!!!

 

23.12.2008 um 14:12 Uhr

Outing: So sieht sie aus, die Erdnussmama

22.12.2008 um 00:44 Uhr

Wie schön, dass du geboren bist...

Große Erdnuss, sehr große Erdnuss, 6 Jahre alt, in Worten sechs, Großbuchstaben SECHS JAHRE alt. In grüngoldener Farbe prangte diese Zahl auf der regenbogenfarbenen Krone, die abzusetzen sie auch draußen mit Mütze nicht bereit war.

Es ist eine idiotische Zeit, um Geburtstag zu feiern. Luftballons schweben auf Tannennadeln herab, zerplatzen sanft mit leisem Plöpp, weil ihnen in der Wärme drinnen längst schon die Luft ausgegangen ist, und Luftschlangen kokeln in der Adventskranzkerze vor sich hin...

Geschenke häufen sich im Kinderzimmer, dabei haben wir uns wirklich SEHR zurückgehalten, aber die Familie, Familie-Popilie, da werden Kartons voller Zeugs angeschleppt, Kontonummern erbeten, Umschläge verteilt und hektisch Fotos vom Öffnen derselben gemacht. 

Im Keller stapeln sich nochmal doppelt so viel Geschenke, man will ja, wie der Schwager so schön sagt, Weihnachten noch "einen draufsetzen". Wir hatten drei Päckchen. Nun sind es drei Päckchen und vier Pakete, Pakete, die sich noch Pakete schimpfen dürfen...

In einem davon befindet sich das PIRATENSCHIFF von 'spielbeweglich', halleluja, ich denke wir verteilen die Bescherung bis Neujahr, jeden Tag ein Päckchen oder Paket, je nach Gusto und guter Laune.

Und apropos gute Laune: Wir hatten heut welche, und haben sie uns trotz teil- (wirklich teil-) -weise, sagen wir mal schwieriger Umstände nicht kaputtmachen lassen. Das gute bei Sunny-Mama: Bei guter Laune sagt sie allen die Meinung, ähm, ich frag mich grade, wie gut das ist, jedenfalls war es gut bei Jessi und Tochter Lisa, Lisa, die entzückende Lisa, die mal eben vier stunden mit der Erdnuss im Zimmer verschwand und Tiere malte, Jessi, Seelenschwester, mit der zusammen ich alle widrigen Umstände nicht nur in Kauf nehmen, sonder sogar ignorieren, ach, was red ich amüsiert zur Kenntnis nehmen kann. 

Der Erdnuss Augen haben geleuchtet... Sie hat jetzt einen Schreibtisch. In Großbuchstaben? Einen SCHREIBTISCH! Und daran saß sie mit Lisa und sie malten und malten. Und gepuzzlet ham wir. Ganz viel. Und natürlich gab es eine kleine Schatzsuche. Und mal wieder war sie misstrauisch, als ich ihr von den Geburtstagswichteln erzählte, die die Hot Wheels in den Bäumen verstecken. Aber immerhin misstrauisch, nicht genervt. Und als dann alle weg waren, da hat die Erdnuss das Telefonieren entdeckt. Sie wählte mit meiner Hilfe und meinem Handy unsere Festnetznummer. Als der Papa ran ging, da kam es von ganz tief aus ihrem Bauch, das vergnügte Glucksen: "Hihihihihi, Pap, ich bins die Erdnuss" 

"Ja, wo bist du denn?" höre ich ihn im Nebenzimmer fragen.

"In Aaaaaaaaaaaafrika!" HIHIHIIHIIHIHIHIHIHI; sprotz, glucks.

"Aber eben warst du doch noch in deinem Kinderzimmer?"

"Ja-ha!"

"Wie kann das kommen?"

"Wie das kommen kann? Ich sag dir, wie das kommen kann, Papa, eine große Welle kam, und die hat mein Kinderzimmer nach Afrika geschwappt." Die Erdnuss krümmt sich vor lachen, sie kugelt sich, und in dem Moment, als der Papa sein gespielt verblüfftes Gesicht ins Kinderzimmer streckt, kreischt sie in den Hörer: "Und wenn du mich sehen solltest: DAS IST NICHT DIE ECHTE ERDNUSS!"

Ja. Spass! Spass mit Doppel-S! Spass hats gemacht. Nicht alles. Aber das Meiste!

 

Wie schön, dass du geboren bist, 

wir hätten dich sonst sehr vermisst.

 

 

13.12.2008 um 23:42 Uhr

Vertrauen

Immer, nachdem wir Zähne geputzt haben, will die Erdnuss, dass ich die Augen schließe. "Und jetzt machst du die Augen zu, nä?" ertönt es die letzten Wochen in schöner Regelmäßigkeit. Familien brauchen Rituale, nä?

Und dann kreischt sie los: "RECHTS, MAMA!" Bumm. Autsch.  "Äh, nee, ich mein LINKS." Ich trippel nach links. "STOPP!!!! Jetzt nach VORNE!" Vorne, vorne, vorne, vorne, ich trippel kleine Schrittchen weiter. "STOPP!!! Jetzt wieder links, äh, wo war nochmal links? NEIN! Nicht die Augen aufmachen!" Ich trippel hin, ich trippel her. Und irgendwann steh ich in ihrem Zimmer und sie kreischt vor Vergnügen. "Augen auf jetzt bitte. Na? Da staunst du aber Mama, nä? Hättest du DAS gedacht?"

Immer das gleiche. Immer wieder schön.

Doch heute fühl ich eine kleine weiche Hand um meinen Zeigefinger:

"Mama, heute darfst du große Schritte machen. Vertrau mir einfach."

So einfach wars dann nicht. Gekreischt und gebummst wurde dann doch noch. Gekichert auch.

Aber der Satz hängt mir nach...

Große Schritte...

Puh.

 

04.12.2008 um 15:23 Uhr

Judo, die zweite

"Muss ich wieder zum Judo gehen?" Drucksend und Beine verknotend steht die Erdnuss vor mir.

Tja. Muss sie? Ich kenne Eltern, die sagen so Sachen wie: "Das wird jetzt durchgezogen." "Man kann nicht immer nachgeben." Oder: "Man kann die Kinder nicht alle Entscheidungen selber treffen lassen."

Joah. Find ich auch irgendwie gar nicht schlecht so eine konsequente Haltung.

Ich frage nach: "Willst du nicht mehr hingehen?"

"Irgendwie nicht."

"Und warum nicht?"

"Weiß nicht."

"Fandst du es doof?"

"Ja. Vieles."

"Aber nicht alles?"

"Nee. Alles nicht."

"Ok. Wir sammeln: Was fandst du denn doof?"

"Weiß nicht."

"Darf ich raten?"

"Ja-ha." Ein Lächeln. Juchhuh, ein Lächeln.

"Mh, lass mal überlegen: Das Ankommen war bestimmt doof, ganz am Anfang."

"Ja genau."

"Weißt du was? Sowas ist einfach doof. Ich finde sowas auch doof. Lauter fremde Mamis und ein fremder Trainer und fremde Umgebung. Das ist fast immer doof. Aber beim zweiten Mal isses schon nicht mehr so doof."

"Ehrlich?"

"Ehrlich!"

"Weiterraten!"

Ich folge auf dem Fuß: "Also: Blinde Kuh spielen fandst du doof. Das hab ich gemerkt."

"Ja!" Die Erdnuss nickt bekräftigend mit dem Kopf.

"Und warum?"

"Weil ich nicht Fänger war."

"Dann frag doch einfach mal das nächste Mal, ob du Fänger sein darfst."

Sie schaut mich zweifelnd an.

"Weißt du, was ich glaube?" frag ich grinsend.

"Mh?"

"Ich glaube, wir sind alle beide sehr schüchtern."

"Ja-ha." Die Erdnuss nickt wieder. Diesmal nachdenklich.

"Aber weißt du, was ich noch glaube?"

"Mh?"

"Das sind wir nur am Anfang."

"Trotzdem will ich da nicht mehr hin."

Oje. Na gut. Ich komme von der anderen Seite herein:

"Was fandst du denn gut?"

Die Erdnuss grinst: "Rat doch mal."

"Das Schildkrötenspiel?"

"JAA!"

"Die Übung auf allen Vieren?"

"JAAA!"

"Jetzt musst du mir aber helfen. Wen fandst du denn nett?"

"Den Trainer."

"Und von den Kindern?"

"Den Leo."

"Gut. wie wär's, wenn wir nochmal hingehen und gucken, ob noch mehr Sachen gut und Kinder nett sind?"

"Na gut, aber nur noch EINMAL."

"ok, einmal nur, aber ausprobieren sollten wir es."

Zweifelndes Nicken.

Gestern waren wir wieder da. Abgemacht war abgemacht. Diesmal wurde die Tür verschlossen. Fies. Nicht nur, dass ich nicht wusste, was drinnen so passierte, ich war auch noch der Mutti-Atmosphäre hilflos ausgeliefert. Eine saß in der Ecke mit ihrem Kleinkind und lächelte mich an. Das war schön. Die anderen unterhielten sich über Einschulung und Schulsysteme. Weinende Kinder wurden konsequent wieder in die Halle geschoben. Andere probierten alle Lichtschalter aus. Wieder andere testeten die Klospülung auf Wiederholbarkeit. Die Erdnuss ließ sich nicht blicken. Ab und zu erhaschte ich einen Blick auf ihren wehenden Blondschopf. Immer in Bewegung. Langsam entspanne ich mich.

TRINKPAUSE! Endlich. Die Erdnuss nimmt einen Schluck aus der Flasche und japst mit Blubberaugen: "Genug! Ich will wieder rein!!" Sie hebt Zeige- und Mittelfinger zum Siegeszeichen, grinst mich an und rennt wieder in die Halle.

Eine halbe Stunde später sitzen wir in der Bahn nach Hause. "Heute waren noch mehr Sachen gut!" "Aha. Und war auch was doofes dabei?" "Ja. Die Karina hat geweint, weil der Marcel ihr einen Ball an den Kopf geworfen hat." "Mit Absicht?" "Mh-mh!" Die Erdnuss nickt anklagend.

Bis Weihnachten schnuppern wir noch. Und wenn dann die Augen leuchten, dann werden wir Vereinsmitglied.

Amen.