Wespentanz
"Achtung eine Wespe!!!!" Warnend schreit Zoe die Erdnuss an und weist eifrig auf das gelbschwarze Flugtier, was ebenso eifrig um die blonden Locken meiner Tochter seine Kreise zieht.
Die Erdnuss schließt kurz die Augen, öffnet sie wieder und lächelt vergnügt. "Was müssen wir machen?" fragt sie Zoe mit einem Glucksen in der Stimme. Und Zoe antwortet mit Begeisterung: "TANZEN!"
Und dann tun die beiden etwas so herzzerreißend niedliches und effektives, das mir der Atem vor Ehrfurcht stockt: Sie tanzen. Mit beiden Armen angewinkelt winden sie sich in geschmeidigen Bewegungen, die kleinen Popos wackeln hin und wackeln her, Mädchenkichern ertönt aus strahlenden Gesichtern, die Wespe - sie ward nicht mehr gesehen, sie wurde weggetanzt.
Die nächste ließ nicht lange warten. Sie tanzen wieder, drehen sich po-wackelnd und wild glucksend im kreis - weg isse.
Verblüffend.
An der nächsten Ecke hält eine auf meine Hand zu. Ich bin neugierig. Statt zu schlagen (Strategie 1) oder zu erstarren (Strategie 2) stelle ich mein Fahrrad ab und dreh mich mit angewinkelten Armen powackelnd im Kreis. Weil das albern ist und Spaß macht, beginne ich zu lachen. Aus den Augenwinkeln sehe ich die Wespe die Flucht ergreifen oder das Interesse verlieren. Eines von beidem, jedenfalls verschwindet sie und das war der Zweck der Angelegenheit. Oder eben genau nicht. Beim Tanzen vergaß ich glatt, um was es ging. Unzweckmäßiger Wespenwegfliegtanz. Er wirkt. Heute noch drei bis vier Mal ausprobiert. Immer ist die Wespe davongedudelt. Schwupps.
Und übrigens: Freitags sind Hausaufgaben "besonders scheiße".

Lieben Gruß, jedde
hat heute auch schon wieder geklappt. ich bin verblüfft. richtig außer mir...
schwierig, oder?