Koneko Do – Kätzchen wird erwachsen

15.04.2010 um 00:45 Uhr

Die macht mich wuschig. ARGH.

von: koneko

Fein. Toll. Also weiß sie nicht, ob sie mich sehen will. Schön.

Meine Ex hat Streß. Nicht zu knapp. Projekte, Events, wichtige Pitches um viel Geld, Konferenzen. Die Steuer. Und ist krank.
Alarmstufe rot. Dementspechend.


Also: Ruft sie mich an.
Weil
a) Ich sie retten soll – oder wenigstens helfen Probleme zu bändigen

b) Sie eine Schulter zum ausheulen braucht – und sonstige körperliche patpat Zuwendungen

c) sie ihren Frust an jemandem auslassen muss – was mit mir total praktisch ist, da ich ja immer an allem schuld bin.


Und ich? Lass mich reinziehen. Wie immer. Obwohl ich ja finde, dass ich ein paar mehr Grenzen setze.
Und natürlich ein total schlechtes Gewissen habe. Wegen meines platonischen Fremgehens. Warum eigentlich? Wer hat denn nie sagen können, dass er mich liebt. Hmm? Na? Aber – halt! Daran bin ich ja auch schuld.

Boah. Die regt mich so auf.

14.04.2010 um 09:40 Uhr

Die Schönheit der Therapie

von: koneko

Also.

Die Verzweiflung von Freitag hat einige interessante Kurven genommen. Da ich aufgrund von Ostern meinen üblichen Therapietermin – nein, nicht nur wegen Beziehungschaos, auch wenn es genau das ist worum es die ganze Zeit geht; meine Therapeutin setzt sich bestimmt demnächst mit Popcorn vor mich – auf Freitag legen musste, der nächste aber dann wieder Montag war, dachte ich:

Na, das Wochenende muss sich lohnen.

Also habe ich

a) Sex mit Ex gehabt. Naja. Liebe gemacht & die Nacht & den Morgen verbracht, dann ging ihr Flieger, aber sonst … HACH – trifft es wohl eher.

b)endlich almost lover abgeschossen. For good. Endlich. Hat ja nur nen dreiviertel Jahr gedauert. Nein, tut mir leid, aber ich bin nicht in dich verliebt, verknallt oder irgendwas anderes, das mich dazu bewegen könnte, dich küssen oder schlimmeres zu wollen & das wird sich auch nie, nie, NIE ändern. Ist ja auch nicht grade die schönste Ansage. So wie: Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass sie im Lotto gewonnen haben. Nicht ganz. Ähem.

Montag war dementsprechend triumphal. Ganz großes Tennis. Endlich raus aus der U21 Liga. HA!

Meine Therapeutin hat mir nicht direkt einen Orden verliehen, aber dafür so im Vorbeigehen auch noch einen oberschlüssigen Grund für das Drama des letzten Jahres gefunden. Naja. Zwei.

1) Wir (Ex & ich) haben beide Angst vor Ablehnung. Deshalb benehmen wir uns wie die schlimmsten Teenager. Meistens ablehnend, nämlich.

2) Gefühle sind wie Fische. Festhalten und angucken ist nicht. Da flutschen sie weg. Gibt auch eine total wissenschaftliche Erklärung, die mit limbischem System & Frontalkortex zusammenhängt. Auf ersterem ist das Spotlight, wenn wir fühlen. Wenn wir die Gefühle anschauen wollen, um zum Beispiel rauszufinden, was zum Kuckuck das jetzt genau ist, also das Hobby von Ex, dann – BÄMM. Spotlight FK. Gefühl fühlt nicht mehr. So oder ähnlich. AHA. Sag ich da nur.


Dummrweise hilft mir das nichts. Denn Ex weiß weder von 1) noch 2) noch b).

Sondern spricht nicht mit mir. Oder schreibt. Oder chattet. Trotz meiner total erwachsenen klaren Kommunikation, inklusive "Vermiss dich" "Würde gerne mit dir schnacken", & Jahrestag. Ich werde ignoriert. ICH. Von IHR. Das ist doch andersrum. Normalerweise. Verdammt. Ich hoffe, meine Therapeutin hat dafür auch eine Erklärung. Nächsten Montag.

10.04.2010 um 00:52 Uhr

Liebe tut weh. Mist.

von: koneko

Warumwarumwarum.
Menno.
Es reicht. Wirklich. Es wird Zeit erwachsen zu werden. Echt jetzt.
Meine Ex – Schon-wieder-immer-noch-Ex, die bei Gelegenheit gerne mal sagt, dass sie nicht meine Ex sei – hat mir heute zum wiederholten Male gesagt, dass sie nicht in mich verliebt sei.
Naja. Genauer meinte sie, nein, sei sie nicht. Als Antwort. Auf meine Retorkutsche, sie sei ja nicht in mich verliebt, der vorausging, dass sie meinte, dass ich ja mit jemand anders zusammens sei
Ist da ein Unterschied? Zählt das nicht? Letztens meinte ich, wenn sie sagte, dass sie nicht in mich verliebt sei, könnten wir Freunde sein. Oder zumindest miteinander arbeiten. Klingt kompliziert. Ist es. Das Schlimmmste ist aber, dass ich hier sitze, unterhaltsame Serien gucke und zwischendurch heule. Weil ich sie so vermisse. So, so sehr. Und weil ich schrecklich Angst habe, dass sie mich vielleicht wirklich nicht liebt. Und dass sich das nie mehr ändert. Mist. Mistmistmist.

29.08.2009 um 11:06 Uhr

Ein Jahr mehr oder weniger

von: koneko

 

OH MY GOSH – 

 

Über ein Jahr ist es her, seit ich hiermit begonnen habe. Und seit fast genauso lange habe ich schon wieder aufgehört.

Beziehungstechnisch wäre das wohl maximal eine Affäre.

 

Speaking of which: Ein Jahr ist lang genug für a) eine neue, eigene Wohnung b) eine neue Frisur c) einen neuen Job d) ein neues Selbst e) eine neue Liebe. Groß, natürlich.

Das liest sich besser als es sich lebt. Abgesehen von der Frisur, die ist gar nicht schlecht.

Alles andere … Naja. Die Wohnung ist toll. Wenn auch sinnigerweise das Wohnzimmer (jaha, 2 Zimmer, ganz für mich!) mit dem Balkon zur Nordseite geht, während das Schlafzimmer südlich gelagert ist. Immerhin kann ich jetzt auf dem Bett bräunen, weil selbiges sowieso nur mit Mühe zusammen mit dem Schrank unterzubrigen war, so dass ich jetzt wortwörtlich unter dem Fenster schlafe. Als passionierte Mitoffenem-Fenster-Schlaferin ist das nur suboptimal. Andererseits ist 1,80 cm breit genug, um nicht mit den geöffneten Fensterflügeln (Altbau, haha!) zu kollidieren. Zumindest für mich allein. Und das jemand anders dieses Bett teilt. Haha. Bislang nicht. Absehbar wohl auch nicht. Traurig, aber wahr. Kätzchen ist in Liebesdingen ein weiteres Mal glorreich gescheitert. Oder profan. Je nach Betrachtung.

Aber zuvor anderes. Man ist ja schließlich erwachsen. Erwachsener. Und da zählen Hard Facts wie Job (Beruf. Warum habe ich eigentlich keinen Beruf???) manchmal vor Liebe. Total unromantisch. Aber die Wohnung will bezahlt werden und leider ist das Leben als Privatier noch weniger in Sicht als die Bestückung meines in die Ecke gequetschten Bettes.

Also: Mehr Geld. Gut. Längerer Arbeitsweg. Bäh. Aber vielleicht gut für die Figur, weil Fahrrad. Kollegen. Herrje. Aufgaben. O wei. Mein aktueller Ohrwurm: Vom Regen in die Traufe. Aber: Mehr Geld. Gut wegen Wohnung. Und so. Und falls ich nicht gleich wieder rausfliegen, aus dem Fenster springe oder kündige, ist das doch auch was. Erstmal. Oder positiv ausgedrückt: Es gibt da noch viel Entwicklungspotential. Auch bekannt als: Es kann nur besser werden. 

Liebe. Jetzt aber. Wobei: Wäre Selbst nicht wichtiger Sagt das nicht etwas darüber aus, wie schrecklich es immer noch um mich bestellt ist? Immer noch mehr beim „du“ als beim „ich“? Wie fürchterlich ist denn die Formulierung? Übrigens? Da will man doch lieber unreif, neurotisch und romantisch sein. Aber sei es drum. Selbst: Entwickelter. Definitiv mehr Ich-Substanz (bähähä, noch so ein Ausdruck). Kurz: Irgendwie angekommener. Marathontechnisch betrachtet vermutlich bei Kilometer 32. Oder so.

So. Nun zur Liebe. Name: GGL III. Oder vielleicht eher: EWGL? Für Schwächlinge in Akronymen: Einzig wahre große Liebe. Weil die anderen dagegen total abstinken. Entschuldigung für diese umgspr.. Sehr verkürzt heißt das nur, dass alles bisherige ja vielleicht wirklich etwas anderes war. Also Liebe schon, zumindest GGL I (GGL II war ein neurotisches Symptom, da bin ich mir nun ganz sicher), aber wohl nicht das, was die meisten Menschen, die Literatur und Hollywood unter dem Begriff der großen, romantischen Liebe subsumieren. 

Aber nun. Nun hat Kätzchen sie endlich gefunden: Die Liebe. Und ganz ehrlich: Die Menschheit, die Literatur und Hollywood hätte sie gerne für sich behalten können. Das ist ja schrecklich! Furchtbar! Ent-setz-lich! Hätte ich mich bloß an das Motto einer lieen Freundin gehalten: Ich weiß, das die Realität da draußen ist. Das heißt nicht, dass ich sie reinlasse.

Wenn Projektion eine Abwehrreaktion ist, wie ich es Freud und allen nach ihm immer unhinterfragt abgenommen habe, dann weiß ich jetzt wenigstens wovor. Und muss sagen: Hunderte von Burgabwehrwällen können nicht irren: Es gibt Dinge, die sollten abgewehrt werden, weil sie einen sonst überrennen, besetzen, unterwerfen, kolonialisieren und unterdrücken. Pfui bah. 

Ich geh jetzt laufen. Wegen der Figur. Und der Verdrängung.

 

 

29.08.2009 um 11:02 Uhr

Ein Jahr mehr oder weniger

von: koneko

 

OH MY GOSH – 

 

Über ein Jahr ist es her, seit ich hiermit begonnen habe. Und seit fast genauso lange habe ich schon wieder aufgehört.

Beziehungstechnisch wäre das wohl maximal eine Affäre.

 

Speaking of which: Ein Jahr ist lang genug für a) eine neue, eigene Wohnung b) eine neue Frisur c) einen neuen Job d) ein neues Selbst e) eine neue Liebe. Groß, natürlich.

Das liest sich besser als es sich lebt. Abgesehen von der Frisur, die ist gar nicht schlecht.

Alles andere … Naja. Die Wohnung ist toll. Wenn auch sinnigerweise das Wohnzimmer (jaha, 2 Zimmer, ganz für mich!) mit dem Balkon zur Nordseite geht, während das Schlafzimmer südlich gelagert ist. Immerhin kann ich jetzt auf dem Bett bräunen, weil selbiges sowieso nur mit Mühe zusammen mit dem Schrank unterzubrigen war, so dass ich jetzt wortwörtlich unter dem Fenster schlafe. Als passionierte Mitoffenem-Fenster-Schlaferin ist das nur suboptimal. Andererseits ist 1,80 cm breit genug, um nicht mit den geöffneten Fensterflügeln (Altbau, haha!) zu kollidieren. Zumindest für mich allein. Und das jemand anders dieses Bett teilt. Haha. Bislang nicht. Absehbar wohl auch nicht. Traurig, aber wahr. Kätzchen ist in Liebesdingen ein weiteres Mal glorreich gescheitert. Oder profan. Je nach Betrachtung.

Aber zuvor anderes. Man ist ja schließlich erwachsen. Erwachsener. Und da zählen Hard Facts wie Job (Beruf. Warum habe ich eigentlich keinen Beruf???) manchmal vor Liebe. Total unromantisch. Aber die Wohnung will bezahlt werden und leider ist das Leben als Privatier noch weniger in Sicht als die Bestückung meines in die Ecke gequetschten Bettes.

Also: Mehr Geld. Gut. Längerer Arbeitsweg. Bäh. Aber vielleicht gut für die Figur, weil Fahrrad. Kollegen. Herrje. Aufgaben. O wei. Mein aktueller Ohrwurm: Vom Regen in die Traufe. Aber: Mehr Geld. Gut wegen Wohnung. Und so. Und falls ich nicht gleich wieder rausfliegen, aus dem Fenster springe oder kündige, ist das doch auch was. Erstmal. Oder positiv ausgedrückt: Es gibt da noch viel Entwicklungspotential. Auch bekannt als: Es kann nur besser werden. 

Liebe. Jetzt aber. Wobei: Wäre Selbst nicht wichtiger Sagt das nicht etwas darüber aus, wie schrecklich es immer noch um mich bestellt ist? Immer noch mehr beim „du“ als beim „ich“? Wie fürchterlich ist denn die Formulierung? Übrigens? Da will man doch lieber unreif, neurotisch und romantisch sein. Aber sei es drum. Selbst: Entwickelter. Definitiv mehr Ich-Substanz (bähähä, noch so ein Ausdruck). Kurz: Irgendwie angekommener. Marathontechnisch betrachtet vermutlich bei Kilometer 32. Oder so.

So. Nun zur Liebe. Name: GGL III. Oder vielleicht eher: EWGL? Für Schwächlinge in Akronymen: Einzig wahre große Liebe. Weil die anderen dagegen total abstinken. Entschuldigung für diese umgspr.. Sehr verkürzt heißt das nur, dass alles bisherige ja vielleicht wirklich etwas anderes war. Also Liebe schon, zumindest GGL I (GGL II war ein neurotisches Symptom, da bin ich mir nun ganz sicher), aber wohl nicht das, was die meisten Menschen, die Literatur und Hollywood unter dem Begriff der großen, romantischen Liebe subsumieren. 

Aber nun. Nun hat Kätzchen sie endlich gefunden: Die Liebe. Und ganz ehrlich: Die Menschheit, die Literatur und Hollywood hätte sie gerne für sich behalten können. Das ist ja schrecklich! Furchtbar! Ent-setz-lich! Hätte ich mich bloß an das Motto einer lieen Freundin gehalten: Ich weiß, das die Realität da draußen ist. Das heißt nicht, dass ich sie reinlasse.

Wenn Projektion eine Abwehrreaktion ist, wie ich es Freud und allen nach ihm immer unhinterfragt abgenommen habe, dann weiß ich jetzt wenigstens wovor. Und muss sagen: Hunderte von Burgabwehrwällen können nicht irren: Es gibt Dinge, die sollten abgewehrt werden, weil sie einen sonst überrennen, besetzen, unterwerfen, kolonialisieren und unterdrücken. Pfui bah. 

Ich geh jetzt laufen. Wegen der Figur. Und der Verdrängung.