Nachdem meine Stimme nicht besser wurde, hab ich mich im November entschlossen, meine HNO Ärztin zu fragen, was da los sein könne. Sie meinte, ich habe eine Entzündung des Kehlkopfes und der Stimmbänder und muss sofort zur Magenspiegelung.
Bei der Magenspiegelung wurde dann festgestellt, dass ich einen Reflux habe. Nichts Schlimmes. Gegen die Beschwerden bekam ich ein Magensäureveringerndes Medikament.
Anfang des Jahres bin ich 3 Wochen in Reha und dort wurde die Magengeschichte so schlimm, dass ich erneut zur Magenspiegelung musste. Nach der Spiegelung hab ich den Befund meiner behandelnten Ärztin vorgelegt udn die meinte nur, dass sie mir andere Tabletten geben wird. In der 3. Woche wurde ich zur Prof- Sprechstunde geladen. Ich hab mich gewundert, aber die anderen Patienten und auch die Pfleger meinten, das wäre nichts besonderes.
Ich da also rein und mich über das Gesicht des Profs gewundert, aber gut, vielleicht schaut der immer so...
Wir haben dann verschiedenes besprochen und er fragte mich, wann der nächste Termin zur Magenspiegelung sei. Ich meinte daraufhin, dass ich keinen hätte, weil doch alles ok sei. Da schaute er mich noch komischer an und meinte, dass die Polypen im meinem Magen nicht ok seien und sofort entfernt werden müssen, dass sie potentiell krebsverdächtig wären
ich hab meine Ärztin angeschaut und meinte nur noch zu ihr: "Ich denke, alles ist ok?". Sie hat mir nicht geantwortet.
Die Polypen seien im November schon da gewesen, ob mich denn keiner aufgeklärt hätte.
Nein, keiner hat mich aufgeklärt - scheiß Gesundheitssystem! Hat doch keiner Zeit mehr was zu erklären. genau so haben sie meinen anderen Krebs verschlampt.
Zudem müsse unbedingt Gewebe aus der Speiseröhre entnommen werden, diese wäre auffällig und er wunderte sich, dass bei beiden Spiegelungen dort nichts entnommen wurde.
Ich werde jetzt zu dem Internisten gehen, der mir damals gesagt hat, dass ich unbedingt zur OP muss. Dem vertraue ich wenigstens noch ein bisschen.
Klar, mein Leben geht weiter, aber wie? Ich will doch nur gesund werden, warum kommt immer wieder etwas Neues dazu?
Und dann sagen mir Menschen, die keine Ahnung haben wie es ist mit Krebs zu leben auch noch ständig: "Kopf hoch, das wird schon wieder!". Da könnt ich laut los schreien.
Oft werde ich dann (leider) unhöflich und frage, wie viele Krebserkrankungen sie schon hinter sich gebracht haben um so nen dummen Satz sagen zu können.
Natürlich versuche ich positv zu denken, aber es ist an manchen Tagen so schwer....