Geschichten die das Leben schreibt.... 8-)

19.06.2007 um 00:22 Uhr

Kaffe und andere schwere Drogen

von: triniti

 

 

Da lässt man sich nach 34 Lebensjahren völlig ahnungslos davon überzeugen für ein Kind nun alt genug und auch bald zu alt zu sein (und das vom eigenen Mann) und stürzt sich damit in das größte Abenteuer seit Jurassic Park.

Ähnlich wie in bereits genantem Hollywood Drama beginnt das ganze noch recht beschaulich, berauscht vom eigenen Mut wirft Frau die restlichen Pillenpackungen und liebevoll gehegten Pillendöschen theatralisch in den Abfall um nun einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen.

Spätestens mit entsorgen der hormonellen Sicherheit wappnet Frau sich mit einer Einkaufstasche und den besten Vorsätzen sämtliche Biogemüseregale leer zu kaufen.

Nach einigen kurzen Tagen oder bei besonders hartnäckigen Fällen Wochen wird ein Großteil der teuer erstandenen Biogunst auf dem grünen Wege entsorgt, immerhin nimmt man ja die Folsäure regelmäßig!

Ähnlich geht es Frau mit den so genannten weichen Drogen und hier muss kurz klar gestellt werden das die Umwelt sich erdreistet bereits einer Vorschwangeren die Definition der weichen Drogen neu zu bestimmen.

Nicht etwas ausschließlich der Konsum der bekannten weichen Drogen, übermäßigem Alkoholkonsum oder die Feierabendzigarette wird Frau für diesen Zeitraum denaturiert, sondern ebenfalls solch lieb gewordenen Dinge wie: ein Weinchen zum essen oder gar die Kanne Kaffe....

Letzteres stellt sich zumindest für meine Person als echte Herausforderung dar. Zu beginn der neuen Lebensphase habe ich fröhlich über die überall zu findenden Hinweise nicht zuviel Koffein zu sich zu nehmen hinweg gelesen, ich bin eben ein echter Kaffejunkie.

Nach endlosen zwei Übungszyklen (*gulp*) und einem notorisch nervenden Mann (der schon immer der Überzeugung war mein Koffeinverbrauch grenze an Selbstverstümmelung) habe ich just für ÜZ drei meinen Kaffeentzug vorgesehen. Nach einer anfänglich hochmotivierten Phase mit in etwas 0,6 Liter Kaffe (3 ärmliche, kleine Tassen) statt schätzungsweise zuvor getrunkenen 2 Litern bin ich heute am ZT 11 mitten im schlimmsten, körperlichen Entzug... mein Hirn verlangt nach seinen Botenstoffen für: denken, handeln, sprechen, schreiben und arbeiten und mein Körper gehorcht mir nur noch in einfach zu bewältigenden Dingen, wie Zähneputzen und essen. Jede weitere komplexere Tätigkeit verlangt ein Höchstmass an Konzentration und Durchsetzungskraft. Hinzu kommt die ständige Angst einer meiner Kollegen findet mich mit nach hinten auf die Kopfstütze meines Stuhl oder auf die Tastatur gefallenem Kopf im Büro vor.... (welch Schmach)

Um dieses Peinlichkeit zu umgehen befinde ich mich heute an Tag 11 bei 3 Tassen Kaffe um 11:30 und frage mich: wie soll ich den Rest des Tages überstehen ohne meine eigene Grenzmarke zu überschreiten?

Peinlich berührt denke ich über meine anfänglich Allabendlichen Statements: „heute habe ich nur 3 Tassen Kaffe getrunken“ nach und fange an darüber nachzudenken ob es wohl auffällt wenn ich nichts mehr sage und damit zumindest den Fauxpas der Notlüge umgehe...

 

 

  

29.03.2007 um 21:17 Uhr

was man so alles anstellt um schwanger zu werden...

von: triniti

Der Apothekenblues....

  

Neulich, ja neulich hab ich mal wieder all meinen Mut zusammengenommen und bin in die Apotheke....

 

Aber von vorne: vor einigen Tagen hatte mich die rote Tante 3 Tage vor dem erwarteten Termin überrascht und dabei war mir doch schon wieder so wunderbar schlecht Morgens, die Brüste haben gaaaanz anders gezogen wie vor der Mens und außerdem hatten wir ja im ÜZ 2 nach der Todsicheren Methode „ich spüre wann der ES ist... naja zumindest so ungefähr“ uns ordentlich ins Zeug gelegt ;-)

Also MUSSTE da doch was funktioniert haben (mein Hirn weigert sich bis heute zu begreifen warum bei ordentlich Matratzensport nicht sofort alles „klar“ ist und der gewünschte Untermieter sich einstellt...) schließlich haben wir in den letzten Jahren auch einiges von unserem hart verdienten Geld in Verhütung investiert und... mal ehrlich: soll das etwa alles umsonst gewesen sein....? eine leicht deprimierende Stimmung möchte sich das meinerseits breit machen, so hätte ich mir ja vielleicht doch die gewünschten 100qm Grundstück mehr leisten können, oder okay... jedes Jahr wäre ein weiterer Urlaub drin gewesen... nun gut genug der trüben Gedanken und weiter im Text:

Ich starrte also völlig denunziert in meinen Slip und griff mechanisch in die Schublade mit den Binden... der Frust saß tief, viel tiefer als ich mir einzugestehen bereit war, also war ich die Fröhlichkeit in Person und gegen Nachmittag dann soweit mir die gute Laune auch zu glauben. Angestichelt von solch positivem Gedankengut wagte ich Abends auf dem Weg nach Hause den Gang zur Apotheke... hierzu muss ich betonen, dass zumindest mir der Gedanke das ich tatsächlich Schwanger werden MÖCHTE trotz aller hibbelei noch völlig fremd und abwegig erscheint. Auch aus diesem Grund musste Männe beim 1.ÜZ nach ausbleiben der Mens den Weg in die Apotheke antreten um einen Ss Test zu kaufen... sonst wüsste ich vermutlich heute noch nicht wie so ein Ss Test funktioniert J

Als ich mit dem Auto vor der Apotheke stand kam meine Fähigkeit realistisch zu denken und nicht nur von Gefühlen geleitet zu agieren mit einem Schlag zurück !

„Was machst Du hier“ fragte ich mich... ja genau was mach ich eigentlich hier... okay spul mal zurück... worüber hast Du den ganzen Tag in jeder freien Minute nachgedacht und was hast Du gemacht wann immer es die Zeit zuließ...? Im Internet recherchiert was eine schwache Mens bedeutet und wie lange es nach ziehen der Hormonspirale so dauert bis Frau sich wieder auf einen funktionierenden Zyklus verlassen kann, bzw. wann Frau so „im allgemeinen“ schwanger wird... Mit den empirischen Werten aus dem WWW hatte ich mich im Laufe des Tages im Unterbewusstsein wohl entschlossen der guten alten Mutter Natur auf die Sprünge zu helfen... wer hat schon Lust und Zeit und die Geduld sich seinem Körper ein ganzes Jahr von der hormonisierten Vergangenheit erholen zu lassen?

Okay zweimal tiiiiief durchatmen und aus dem Auto aussteigen, einen Fuß vor den anderen setzen (dabei unauffällig nach links und rechts schauen, nicht das gerade jemand auf die Apotheke zusteuert der/die mich kennt...) und dann an der Apo-Tür angekommen entschlossen die Tür öffnen und ein total unauffälliges, fröhliches Hallo herauspressen.

Zu meiner großen Beruhigung befindet sich ausschließlich eine ältere Frau in der Apotheke, die das a) vielleicht selbst schon hinter sich hat und b) im Zweifel schon so schlecht hört, dass sie meine vorgetragenen Frage nicht hört.

Nachdem ich mein eigentliches Anliegen großartig verpackt und unauffällig zwischen vielen anderen dringenden Fragen zu anderen Gesundheitsthemen herausgebracht habe, kaufe ich zu den etlichen Erkältungsvorbeugenden, Hautverbessernden und Herpesverhindernden Mitteln unter anderem auch:

-         Himbeerblättertee

-         Frauenmanteltee

-         Ovaria Comp.

-         Ein weiteres Präparat Fohlsäure mit höhere Dosierung als mein Folio

-         Bry (ach Mist weiß nicht mehr wie es heißt...:-)

  

Abschließend wäre zu sagen: ich fühle mich gut, da ich aktiv etwas tue (und mich in die Apo getraut habe – den nächsten Ss Test hole ich selbst habe ich mir vorgenommenJ) und eine neue Freundin habe ich auch (die Apothekerin ;-)), außerdem habe ich für diesen Monat mind. Einen Arbeitsplatz gesichert und fühle mich demnach auch noch Wohltätig. Heißt es nicht: jeden Tag eine gute Tat vollbringen... mal überlegen was ich heute so anstelle....

26.02.2007 um 20:45 Uhr

Ss Wahnsinn oder Brief an (m)eine Gebärmutter

von: triniti

 

Liebe Gebärmutter....

 

Seit genau 9 Wochen und 3 Tagen sind wir (zumindest hormonell) nicht mehr fremdgesteuert... 19 Jahre lang habe wir mit fremden, künstlichen Hormonen gelebt und geliebt...mir ging es dabei immer phantastisch, damals mit 15 (jawohl 15 und kein Arzt hat auch nur die geringsten Zweifel gehabt das richtige zu tun...) habe ich mich ja so erwachsen gefühlt und frei... frei wie ein Hippie in den 60ern, getragen von dem Gedanken an Woodstock im Geiste teilgenommen zu  haben, das Palästinensertuch locker um den Hals gewickelt und mit dem von der großen Schwester „geliehenen“ Parka cool durch den Schulhof stolzierend... mit verächtlichem Blick für „das junge Gemüse“...  okay ich hatte einen festen Freund der so eifersüchtig war, das er mir sämtliche Diskobesuche und andere „coole“ Sachen vergällt hat... (bis ich mich getrennt habe ;-))

Nun liebe Gebärmutter... nach 12 Jahren Pille schluckens ohne Pause und ohne Zwischenfälle habe ich Dir einen Untermieter besorgt...allerdings nicht in der Art wie Du Ihn Dir vielleicht nach 12 Jahren nur „so tun als ob“ vorgestellt hast, sondern eher einen Dauermieter und zwar aus Plastik und wieder gab es kleine, feine Hormonmengen... (deutlich reduziert aber immerhin...)

Auch hier hast Du 7 Jahre lang keine Beschwerde abgegeben, ich fühlte mich sehr wohl und auch wohltätig, hatte ich Dir doch sogar sozusagen nach 12 Jahren harter Arbeit 7 Sabbatjahre geschenkt (immerhin hattest Du nichts mehr zu tun nicht mal GS aufbauen...)

Nun bin ich alt, das Palästinensertuch hängt im Schrank und ich habe mich tatsächlich auf meine alten Tage entschlossen doch noch einen verrückten Ableger von meinem durchgetreten Mann und mir zu produzieren.

Eigentlich habe ich immer angst gehabt das klappt dann nicht wenn ich es mir irgendwann mal vornehme... aber irgendwie habe ich natürlich direkt im ersten Zyklus erwartet das Du nach solch langer Arbeitspause Deine Arbeit wieder mit Freuden aufnimmst und vorbildlich das kleine Zellwunder in Deine mütterlichen Arme nimmst und festhältst.

Nun gut Du hast es nicht getan wir haben uns darüber unterhalten und Du hast mir deutlich zu verstehen gegeben das Du ob solcher Behandlung meinerseits nicht gewillt bist dieses Spiel mitzumachen. Daraufhin habe ich mich brav entschuldigt und auf Deine Arbeitswiederaufnahme für den zweiten Zyklus gewartet. Die Blutung dazwischen war von Ihrer Menge so gering das man tatsächlich von Arbeitsverweigerung sprechen könnte....

Zusätzlich habe ich in Zyklus zwei angefangen meinen armen Mann mit Zink, Folsäure und Vitamin C zu füttern.... was er abschätzend lächelnd zur Kenntnis genommen hat und meinte: es wäre ja auch gegen Erkältung gut L

Auch in diesem zweiten Zyklus hast Du Dich entschlossen nicht zur Arbeit zurück zu kommen, wie ein verbohrter Grubenarbeiter zu besten Arbeiteraufstandszeiten.

Nun habe ich aufgerüstet und möchte Dir mitteilen dies ist keine Kriegserklärung, sondern sanfte Starthilfe für Deine eingefrorene Arbeitsmoral... J

Einerseits von mir selbst erschrocken über soviel Wille die lange vor mir her geschobenen Mutterrolle nun so schnell als möglich antreten zu können, aber im Wissen das ich nun mal ein ungeduldiger Mensch bin möchte ich Dich zur kollektiven Behebung meiner Fruchtbarkeitspanik bitten und bedanke mich im voraus...

02.02.2007 um 17:22 Uhr

Zahnarztbesuch

von: triniti   Stichwörter: Kurzgeschichte

Ich sitze in einem engen, schwarzen, kalten Kunstlederstuhl und starre gebannt auf ein blendendes Lächeln eines überdimensional großen Mundes mit zwei makellosen Zahnreihen.

Ich sitze im Wartezimmer meines Zahnarztes, dem wohl grässlichsten, unerträglichsten Ort in meiner Vorstellungskraft.

Seit Tagen plagen mich krampfartige Schmerzen im Unterbauch und übelste Schwindelanfälle, begonnen hat das ganze mit dem Aufschlagen des neuen Kalendermonats unseres Küchenterminkalenders. In großen, roten Lettern sprang es mir furcht erregend entgegen: 07.11. -> 17:30 Zahnarzt!

Jetzt möchte ich gleich zu Beginn klar stellen, dass ich weder zimperlich, noch ein Weichei oder gar ein Hypochonder bin. Mein Leiden in Bezug auf die Vorstellung eine Zahnarztpraxis betreten zu müssen rührt aus frühester Kindheit und ich kann nachweislich meine Eltern für diesen Zustand verantwortlich machen.

Von wem sonst hat man bitteschön die offenbar für das 21. Jahrhundert untauglichen Kauleisten geerbt?

Bereits auf dem Weg zum Ort der Grausamkeit möchte mein Körper nicht so recht den laut vor mich hin gesprochenen Anweisungen folge leisten. Nachdem ich nach längerem Kampf mit einem zuckenden Bein erfolgreich den Autositz erreicht hatte weigerten sich meine Hände die verkrampfte Haltung am Lenkrad aufzugeben. Nur nach langem, gutem Zureden bewerkstelligt mein Körper die nahezu unmögliche Herausforderung den Schlüssel zu drehen, Gänge zu schalten und tatsächlich in die nähere Umgebung der Zahnarztpraxis zu fahren. Natürlich sind alle Parklücken zu klein und ich fahre die Strassen um die Praxis herum etliche Male ab, in der stillen Hoffnung aufgrund einer Verspätung der Praxis verwiesen zu werden (...)

Oder es passiert etwas so großartiges wie damals vor vier Jahren...als ich bereits im Flur das laute stöhnen eines am Stuhl gefesselten Patienten hörte und bereits spontan den Rückzug antreten wollte.

Dank meiner mental auf diesen Termin vorbereiteten Nerven entschloss ich mich dennoch tapfer die Praxis zu betreten und mich dem Unausweichlichen entgegen zu stellen. Das Wunder geschah, jener von schmerzen gebeutelte Mensch war ein Geschenk des Himmels und ein nicht angemeldeter Notfall obendrein. Zerknirscht fragt mich die Sprechstundenhilfe ob es mir etwas ausmachen würde wenn wir einen neuen Termin vereinbaren würden, der Notfall würde noch einiges an Zeit beanspruchen.

ETWAS AUSMACHEN ????? jajaaaaa!!!! schrieen meine bis zum zerbersten gespannten Nerven in heller Aufregung ein Aufschub, ein Aufschub!

Mit einem Gesichtsausdruck zwischen Verärgerung und Verständnis blicke ich der Dame in die Augen und sage: „naja jetzt habe ich mich zwar gerade früher vom Bürostuhl befreit, aber da können Sie ja jetzt auch nix für... dann machen wir wohl mal einen neuen Termin aus“

Wieder auf der Strasse blickten mir einige Passanten ängstlich hinterher und tuscheln über meinen choreographisch nicht ganz ausgefeilten Freudentanz.

Leider passieren solche Wunder normalerweise nur im Film oder eben ein einziges, lächerliches Mal im Leben, aber die Hoffnung auf eine Wiederholung ist der beste Lockvogel für den Weg zum Zahnarzt.

Leider bietet die Strasse etliche Parkplätze und selbst meine von Panik vernebelten Augen können die großen Lücken am Straßenrand nicht weiter ignorieren.

Jetzt sitze ich also hier, in der Höhle des Löwen Jammern und Selbstmitleid sind zwecklos, selbst der Hinweis meinerseits ich habe heute Mittag in der Kantine fasriges Gyrosfleisch mit einer großen Portion Tzatziki gegessen und leider meine Zahnbürste nicht mit auf der Arbeit gehabt ringt der Sprechstundenhilfe nur ein wissendes Lächeln ab. Mit einer Geste der Schadenfreude reicht Sie mir eine verpackte Einmalzahnbürste und weißt auf die Toilettentür: „Zahnpasta finden sie dort drüben am Waschbecken“

Ich hasse diesen Laden und ich fürchte ich muss mir einen neuen Zahnarzt suchen, die Mitarbeiter hier kennen mich bereits zu gut.

Dieser Zahnarzt hat allerdings einen entscheidenden Vorteil, das Wartezimmer ist nie voll und die Wartezeiten gehen gegen null, wäre das nicht der Fall wäre meine letzte Zahnarztsitzung sicher Jahre her, der Faktor: „Flüchte solange Du noch kannst“ hätte sicher immer zugeschlagen. Leider komme ich hier nicht zum flüchten, meist werden meine Fluchtgedanken mit einer schneidenden Stimme durchschnitten: „Frau X Sie können schon mal mit mir mitkommen, der Herr Doktor kommt dann gleich“

Mit weichen Knien trotte ich befohlen hinter der Arzthelferin in den Behandlungsraum, meist erreiche ich mit letzter Kraft den Behandlungsstuhl und bin zunächst froh darüber sitzen zu können. Spätestens mit dem schmucken Sabberlätzchen kommen meine Gehirntätigkeiten wieder langsam in Gang und ich starte einen letzten, verzweifelten Fluchtversuch. Die Zahnarzthelferin scheint ein mir unergründliches Wissen bezüglich meines Ausredenrepertoires zu besitzen und drückt mich mit bestimmter Geste zurück in den Behandlungsstuhl.

Gedanken durchblitzen meinen Körper und ich beginne mit dem Leben abzuschließen.

Meine Hände sind nicht einfach nur feucht, sondern gut bewässert. Der Zahnarzt wird wieder seine helle Freude haben, mir die Pfötchen zu drücken. Meine diesbezüglich anfänglich peinliche Berührtheit ist einer offenkundig gehässigen Einstellung gewichen, wenn er mir schon weh tun muss, dann soll er wenigstens auch ein wenig leiden.

Meine fiesen Gedanken werden durch ein Geräusch durchbrochen, welches ich zunächst nicht einordnen kann. Bruchteile von Sekunden später wird mir klar dies sind die Schuhe meines Zahnarztes auf dem Linoleumboden vor dem Behandlungsraum...

Mit einem breiten Grinsen streckt er mit seine Gummibehandschuhte Hand zur Begrüßung entgegen...

  

Hatte ich bereits erwähnt das ich diesen Laden hasse und mich ernsthaft nach einem neuen Zahnarzt umschaue....?