Stimmung: gestresst, müde, ein wenig gelangweilt
Musik: Basket Case
Da mein Psychoklempner mir verordnet hat, eine Art Tagebuch im Internet zu führen, befolge ich hiermit seinen Rat ... ^^
Eigentlich dachte ich, ich würde es heute garnicht schaffen, aber blöderweise ist das Volleyballtraining ausgefallen udn ich habe etwas Zeit gewonnen.
Doch worüber kann man schreiben? Ich habe mir auf der Fahrt einige Sachen überlegt, doch halte ich es für das beste, wenn ich meine Premiere im I-Diarying (Neologismus :P ) mit einer Art Brainstorming eröffne. Eine Kolumne mit bestimmten Themen wird es später immernoch geben können, doch der Einstieg sollte schon etwas sbesonderes sein, meint ihr nicht auch ;-) ?
Was geht mir also gerade durch den Kopf? Meine Termine habe ich ständig vor Augen, überlege hin und her, ob ich nicht etwas wichtiges vergesse... Bei solchen Sachen bin ich wirklich sorgfälltig, auch wenn ich ansonsten immer versuche den Weg des geringsten Widerstands zu gehen. Morgen zum Beispiel plane ich in der 3. und 4. Schulstunde + Pausen, d.h. ca. 2 Stunden, mit einem Kumpel zu uns nach Hause zu kommen und eine Runde Go zu spielen (sh. "jap. Brettspiel für 300"). Zurück in der Schule folgt ersteinmal das Training mit dem Schulvolleyball-Team und dann Nachhilfe im Fach Geschichte...
Dazu gilt es zu sagen, dass ich eigentlich keinen Nachhilfeunterricht bekomme, sondern eigentlich welchen gebe und auch eine recht große Klientelle habe, doch im Fach Geschichte bin ich aufgrund mangelnder Motivation (=Desinteresse) einfach nicht so gut, wie ich gerne wäre. Der Kumpel, der mir ab und zu dabei Hilft ist einer meiner besten Kumpel, doch hinterfrage ich traurigerweise diese Freundchaft immer wieder und mache mir sehr viele Gedanken zu diesen Themen.
Ich ertappe mich immer häufiger dabei, dass ich meine wenigen Freundschaften hinterfrage. Es gilt auch zu betonen, dass der Ausdruck Freund nicht für irgendjemanden steht. Er korrespondiert in meiner Weltanschauung mit einer Person, der man alles anvertrauen kann. Jemanden, der nicht nur Vorbield ist, sonder dich selbst auch an sich ranzieht und so den Weg vereinfacht. Jemand, den ich bis zum Rest meines Lebens als Freund behalten möchte...
Zu meinen Freunden zählen Jan, ein Freund, den ich seit der 3. Klasse kenne (wir haben und dannach kurz aus den Augen verloren, doch er hat den Kontakt zu mir gesucht, was mir sonst noch nie passiert ist ^^! --> guter Freund).
Dann Johannes, den ich seit der 7. Klasse kennen und schätzen gelernt habe und ihn auch teilweise als ein Vorbild sehe. Er ist trotz seines sehr gebildeten Wesens immer für einen guten Witz zu haben und versteht sich im Prinzip mit allen Leuten. Er arbeitet ehrenamtlich in einer Stadtbibliothek und hat dort schon nahezu alle halbwegs interessanten Bücher gelesen. Ich denke er könnte ohne Probleme in jedem Fach eine 1+ haben. Es ist nicht so, dass er so strebsam wäre, nein, er kann einfach durch seine Ausstrahlung und seine Redegewandtheit jede Situation zu seinem Vorteil entscheiden und sammelt so auch Punkte bei den Lehrern, die ihn auf jeden Fall als sehr intelligenten und reifen jungen Mann sehen. Er ist nicht nur in den Naturwissenschaften sehr gut, wobei ich in diesen Fächern noch ein wenig besser bin als er, sondernr ist ein begnadeter Fremdsprachler und durch seine Redekunst sind Fächer wie Religion *hämischeslachen* auch kein großes Problem. Doch ihn scheinen diese Sachen einfach nicht zu interessieren und er zieht sein Ding durch. Er macht dann etwas, wenn er es für sinnvoll hält und wenn nicht, dann macht er es einfach nicht. Anstelle lernt er dann einfach mal zum Spaß eine Fremdsprache wie z.B. Japanisch, welche er sich in der 9. Klasse über den Zeitraum von ca. einem halben Jahr selbst beigebracht hat (das ist sauschwer ^^). Das einzige Manko an ihm ist seine Menthalität, die sich in letzter Zeit entwickelt zu haben scheint. Ich interpretiere sein Verhalten so, als dass er sich mit allen, die er kennt gleichermaßen gut Stellen will und so auch des Öfteren vorschnell Unternehmungen mit den Leuten vorschlägt. Mit hat er auch bereits eine Reise nach Japan vorgeschlagen (bereits vor 2 Jahren) doch im Laufe der Zeit wollte er einfach nicht mehr. Das hat mich schon sehr entäuscht... Aber naja, so ist halt das Leben, Manschen ändern sich...
Als nächstes kam dann Niki. Ihn kenne ich ebenfalls seit der 7. Klasse, doch ist er (sh. Geschichtsnachhilfe) derjenige, bei dem ich wirklich am wenigsten absehen kann, inwiefern er mein Freund ist oder nicht. Er hat einfach ganz andere Hobbies und Talente als ich, was ja nichts schlechtes ist, doch besitzt er z.B. in meiner Anwesenheit so einen Blick, als würde er jeden Moment einschlafen, oder in Gedanken versinken. Es scheint mir immer so, als würde ich ihn langweilen. Ich möchte nicht den Eindruck erwecken, er wäre ein Denkertyp, das bestimmt auch, doch in der Öffentlichkeit gibt er sich immer als der Verrückte, Wahnsinnige, PC-Geschädigt, Kicher- und Kreischtype, die nacher im Haus mit den weichen Wänden und den Jacken mit den langen Ärmeln landet ;-). Eben deshalb stört es mich, dass er in meiner Anwesenheit anders ist. Andererseits ist es auch nicht so, dass ich ihm nicht trauen würde. Ich habe im Moment 2 "Traumfrauen". Ich weiß noch nicht, ob man in meinem Alter, bzw. meiner geistigen Reife ( XD ) von Liebe sprechen kann, doch das was ich empfinde, scheint diesem Begriff sehr nahe zu kommen. Jedenfalls habe ich nur ihm von der einen von beiden erzählt und er berät mich auch sehr und hilft mir sehr in der Hinsicht (z.B. organisiert er Treffen vor den ominösen Partys unseres Jahrgangs und wenn sie kommt sagt er mir bescheid o.ä.) (Johannes ist die andere Person, der ich etwas wie starke Zuneigung gegenüber einer Frau zugestanden habe.)
Um auf Niki zurückzukommen, gab es auch schon des Öfteren sehr merkwürdige Szenen. Zum einen wenn er angetrunken ist und er mir erzählt, dass ich mich nicht nicht unterbuttern lassen solle, dass ich viele Freunde hätte und ohnehin eine sehr interessante Persönlichkeit wäre. (Ihr habt bestimmt die häufige Verwendung des Konjunktivs bemerkt...) Eine andere Szenerie war der Keller von Simon, einem Kumpel von uns beiden. Simon ist ein Kumpel von jederman und in seinem Keller war jeder unseres Jahrgangs schon das ein oder andere Mal... Jedenfalls hat Niki mir von einem Treffen mit Simon erzählt, in dem sie über Probleme reden und sich gegenseitig Probleme anvertrauen. Da es helfen soll, über Probleme zu reden, bin ich natürlich hingegangen, doch schien es als wollten sie nicht über ihre Probleme reden. Bei Simon kann ich es verstehen, seine Eltern sind u.a. geschieden und er scheint wirklich nicht jedem seine Lebensgeschichte verkaufen zu wollen, doch bei Niklas hat es mich schon sehr verweundert. Ich habe sie gebeten auch etwas zu erzählen, damit es mir leichter falle, doch nach einem Schweigen von mehr als 5 Minuten sind beide zu dem Schluss gekommen, dass es eher eine seelische Belastung für mich wäre ihr Probleme zu erfahren. Ob sie sich wirklich sorgen um mein schon etwas sfürsorgliches Gemüt gemacht haben, oder mir einfach nicht soweit trauen, werde ich wohl nie wirklich erfahren...
Doch ich schweife wieder zu weit ab :P! Der nächste meiner Freunde, ist Philliph. Ihn habe ich in der 9. Klasse kennen gelernt, da man an unserer Schule in der 8. Klasse immer eine Reise nach Frankreich oder Italien unternimmt, abhängig von der Sprache, die man gewählt hat. Jedenfalls waren es in diesem Jahr zu wenig Schüler und wir aus der damaligen 9. Klasse wurden noch hinzugerufen. Er hatte in der 9. Klasse sein erstes Jahr Französischunterricht und war daher das erste Mal mit mir auf einer Klassenfahrt. Wir verstehen uns bis heute sehr gut und haben auch einen sehr ähnlichen Humor. Das einzige, was mir an ihm nicht gefällt, sind seine Freunde, die er seit der 7. Klasse oder so aus der Schule kennt. Auch heute noch hat er diesen Tick, dass er sich vor ihnen ein wenig aufspielt. Was ich dagegen tun kann? Nichts, es sind seine Freunde und er muss wissen, mit wem er sich abgeben will und mit wem nicht.
Als letzter RL-Freund wäre da Fabian. Ihn habe ich erst in der Oberstufe (Klasse 12) wirklich kennengelernt. Er ist ebenso gebildet wie der Kollege Johannes, doch ist ihm der Erfolg im Leben sehr wichtig. Er ist im Gegensatz zu meinen anderen Freunden sehr zielorientiert und reif. Er ist ebenfalls musisch sehr begabt und ist auch sehr fürsorglich. Diese zielorientiere Handlungsweise ist manchmal ein wenig zu wichtig, d.h. er ist notengeil ^^ und kann manchmal Anschauungen nicht verstehen/ teilen/ akzeptieren. Ansonsten hat er mir aber wirklich schon einige Male aus der Patsche geholfen (und jedes Mal dannach eine Standpauke gehalten :D )!
Last but not least kommt mein neuster Freund, der gerade diese Stelle ließt, um mir ein weiteres Mal einen guten Rat zu geben. Stefan hat mir schon so oft durch einfachsten Zuspruch Mut gemacht und das Gefühl gegeben, dass ich verstanden werde. Nicht nur, dass das bei mir nicht so schnell zu schaffen ist, sondern das erstaunlichste ist die Tatsache, dass ich ihn erst einmal im Richtigen Leben getroffen habe. Seit diesem Tag habe ich nicht nur sehr großen Respekt vor ihm, sondern lege auch großen Wert auf seine Meinung zu vielen Dingen. Das traurige ist, dass ich ihm nie helfen kann, wenn es ihm einmal nicht so gut geht. Mir fehlen meist die richtigen Worte und es ist eh schwer zu helfen, wenn man nicht von Angesicht zu Angesicht vor der Person steht... Nichts desdo trotz denke ich, das er für mich schon eine Art Menthor geworden ist und es mir sehr viel schlechter gehen würde,wenn es ihn so nicht gegeben hätte.
Alles in allem denke ich, dass ich meine Freunde sehr gut und aus allen Bereichen des Lebens gewählt habe. Das wichtigste für mich, ist dass ich sie alle sehr stark respektiere (naja, Philipp evtl. nicht :P ) und schätze. Ich sehe in jedem von ihnen irgendwo ein Vorbild, ein Segment der Seele, dass für mich fast perfekt aussieht und denen ich mich annähern will. Ich bin der festen Überzeugung, dass allein der Versuch, ein wenig so zu sein wie meine Freunde, mich bereits zu einem besseren Menschen macht.
Deshalb ist es widerum absolut unangebracht und auch schlimm von mir diese Freundschaften zu hinterfragen, aber ich kann einfach nicht anders...
Da meine Finger langsam zu bluten beginnen und mein Vater schon das szweite Mal gegen meine Zimmertür trommel, ich solle doch endlich schlafen gehen, möchte ich den restlichen geplanten Tag abkürzen (back to topic ^^).
Nachdem ich mir die Geschichte habe näher bringen lassen folgt noch ein Stopp bei meinem Bruder (Mathe NH) und dann ein heißes Bad, ein Schnitzel und eine große Spezi ;) (Wobei ich wegen meiner Diät eh nur auf Stullen mit Mineralwasser zurückgreifen werde, aber der ERfolg ist nicht zu hinterfragen ^^! Ich wiege momentan ca. 18 Kilo weniger als zu Beginn meiner Diät in den Sommerferien diesen Jahres. Und durch diesen Gewichtsverlust sind mir seit neustem auch scheinbar unüberwindliche Hürden, wie Liegestütz oder die Kunst, seine Muskeln zu zerreißen, um sich bei durchgestreckten Beinen an die Zehenspitzen fassen zu können plötzlich lösbar.
In diesem Sinne habe ich heute einen großen Sieg gegen mein Mangeldes Selbstbewusstsein davongetragen ^^!
In diesem Sinne: Macht was aus aus eurem Leben, gebt euer bestes, dann könnt ihr nacher nichts bereuen.
Es würde mich freuen, wenn ihr meine nächsten Einträge wieder mitverfolgt (und wenn ihc welche schreiben würde ^^).
Bis dahin habt eine schöne Zeit.
Euer Laba_Lava