Anleitung zum Entlieben

11.08.2005 um 22:04 Uhr

Titell

von: Lapared

Liebe Gemeinde, ich bin sternhabelvoll. Aber ich darf mit Stolz verlünden, I DID NOT REACT. And i will not, neber.

11.08.2005 um 13:30 Uhr

You´ve got Mail

von: Lapared

Gestern hab ich eine Mail von ihm bekommen:

„Deine Frau A. ist SUPER. Danke für den Tipp.“

Was bisher geschah. 119 ist ja auch nicht der Zufriedenste in seinem Job. Letztes Jahr ist er dann mal zu einem „Personal Trainer“ gegangen. Der saß auf seiner beigen italienischen Couch, nickte im Wesentlichen empathisch, stellte zwei dämliche aber mit Bedeutsamkeit vorgetragene Fragen und kassierte nach 58 Minuten 320 Euro. 119 war begeistert. „Das machen wir auch!“

Ich wusste, dass das nichts für mich war. Ich wusste, dass das Ganze nicht so einfach war, wie es aussah. Ich wusste, dass mit wissend-gütigem Richard Gere-Lächeln, überschlagenen Beinen und teueren Schuhen den Problemen erfolgreicher Menschen zu lauschen, die gerne noch erfolgreicher wären, auch für 119 nicht die Erfüllung sein würde. Aber, hat es jemand bemerkt? Er hatte „wir“ gesagt.

Ich sah es schon vor mir: WIR gemeinsam auf der Couch, mit überschlagenen Beinen, teueren Schuhen und wissend-gütigem Richard-Gere-Lächeln, alle beide. WIR in einer gemeinsamen Praxis Schrägstrich Wohnung. UNSERE Namen in geschwungenen Lettern auf einem gemeinsamem Messingschild an der Tür:

Frau Lapared & Herr 119 – Supergeile, schweineteuere Personal Trainer

Jedenfalls, es war ihm ernst. Also legte ich los. Aber hallo. Eine meiner rührenden kleinen Verhaltens-Paradoxien: So wenig ich in meinen eigenen Angelegenheiten den Arsch hoch kriege, so sehr reiße ich ihn mir auf für meine Liebsten. In den nächsten Wochen bestand meine neue Lebensaufgabe darin herauszufinden, wie man auf schnellstem Wege für Nicken und zweimal Nachfragen 320 Euro bekommt. Ich checkte sämtliche nationalen und internationalen Ausbildungsangebote für Personal-Trainer, reiste zu Informationsveranstaltungen, buchte probehalber Ersttermine, um geeigneten Kandidaten auf den Zahn zu fühlen. Ich saß da mit überschlagenen Beinen, teuren Schuhen, wissend-gütigem Richard-Gere-Lächeln und hörte mir an, was die diversen Anbieter auf dem heiß umkämpften Ausbildungsmarkt mir, nein UNS, zu bieten hatten. Schließlich fand ich Frau A..

Frau A.. Ihre Hose war zu kurz. Ihr Jackett war zu eng. Ihre Schuhe waren abgetreten. Aber wenn sie den Mund aufmachte, war das alles vergessen. Wenn sie sprach, achtete kein Mensch aufs Hochwasser, selbst Frauen nicht. Außerdem war sie hübsch, mit einer wilden, rot gelockten Mähne, und ihre Hose war nur deshalb zu kurz, weil ihre Beine so lang waren, ihr Jackett nur darum zu eng, weil Größe 34 bei 1,76 m ruhig mal knapp werden darf, und ihre Schuhe nur abgelatscht weil... weil sie einfach eine temperamentvolle, zupackende Frau ist, die die Dinge entschieden angeht und sich dabei nicht groß um ihre Schuhe sorgt.

Ich habe mich damals schon gefragt, ob sie vielleicht der Typ Frau sein würde, in den 119 sich verlieben könnte. Ich habe sie beobachtet, ihr lautes Lachen, ihre ausladenden Gesten... und schon das Messingschild vor mir gesehen:

Frau A. & Herr 119 – schweineteuere Personal Trainer und superglückliches Paar

Ein Segen hatte 119 zwischenzeitlich das Interesse an einer Ausbildung zum Personal Trainer verloren.

Jetzt hat er es offensichtlich wieder gefunden. „Deine Frau A. ist SUPER...“ Allerdings. Ich hoffe nur, sie ziehen nicht in meine Nachbarschaft.

10.08.2005 um 12:50 Uhr

Als Mitglied eines Fitnesscenters steht man gleich ganz anders auf

von: Lapared

Bevor der final curtain fällt, präsentiert uns das Unterbewusstsein noch mal mit letzter Kraft ein Best of. Heißt es jedenfalls. Als hätte es ein Leben lang auf diesen Moment gewartet. Als hätte es - während wir, abgelenkt vom Existieren, das Beste vergessen – schon die ganze Zeit emsig im Schneideraum gewirkt und Tapes mit den schönsten Erinnerungen geschnitten. Zwischen im besten Falle Hunderten von Schnipseln bei so genannten glücklichen Menschen und gerade mal einer Handvoll bei den Unglücklichen verbringt es im Dunkel seines Schneideraum die Tage und aktualisiert bei Bedarf unverzüglich die Montage. Weil es immer vorbereitet sein muss, weil Vorhänge jederzeit fallen und nicht erst am Ende (wie das Ende sieht es immer erst danach aus), und da muss so ein Unterbewusstsein ganz schön auf Zack sein und dann rechtzeitig das Knöpfchen drücken. PLAY.

Ja, so verhält sich das. Und ich glaube, wenn eine Beziehung stirbt, verhält es sich ähnlich. Da führt unser Beziehungsunterbewusstsein uns dann auch noch mal den Film der großen Augenblicke vor, die in Wirklichkeit vielleicht ganz klein waren und aus unseren bewussten Erinnerungen längst gelöscht.
Mir hat es heute morgen eine Szene vorgespielt, die etwa vor einem halben Jahr stattgefunden haben muss. Heute morgen, als ich wieder mal nicht aus dem Bett kam.

Ich hatte mir den Wecker auf sieben Uhr gestellt und mir für hier auch schon den ersten Satz zurecht gelegt. „Als Mitglied eines Fitnesscenters steht man gleich ganz anders auf...“ Das sollte der Satz sein. Um zehn erwachte ich mit meinem völlig verausgabten Wecker im Arm, fügte im Geiste hinzu „...eine Stunde später um die Muskeln für das bevorstehende Training auszuruhen“ und drehte mich noch mal auf die Seite. In dieser Zeit passierte es, der Film zog vorbei, und sie war dabei, diese Erinnerung:

Ich (zu spät zum Kino und, wie zu sehen, stets mit denselben Problemen befasst): „Entschuldige. Ich... Entschuldige.“
Er: „Was passiert?“
Ich: „Nein, ich... (plötzlich in Tränen ausbrechend)... ich bin... der ganze Tag nur Hetze... ich… immer bin ich zu allem zu spät... (schluchz) nur weil ich morgens nicht aus dem Bett komme!“
Er: „Na komm...“
Ich: „Ich bin... (schluchz) eine riesengroße… Scheißlusche!“
Er (lächelnd): „Echt, eine riesengroße?“
Ich: „Eine galaktische (schluchz).“
Er: „Huh! Eine galaktische! Jetzt gib mal nicht so an. Wann bist Du aufgestanden?“
Ich: „Halbzehn.“
Er: „Galaktische Scheißluschen stehen erst um zehn auf. Und was hast Du dann gemacht?“
Ich: „Ins Auto gesetzt und (schnief)… zur Steuerberaterin gefahren (schnief).“
Er: „Siehste. Galaktische Scheißluschen setzen sich aufs Sofa und gucken Barabara Salesch.“
Ich: „(schnief)... Und trinken ein Bierchen dazu!“
Er: „Genau, und trinken ein Bierchen dazu.“
Ich (ins Tempo trompetend): „Diese Hänger!“
Er: „Diese galaktischen Scheißhänger.“
Er (nimmt mich in den Arm): „Ach, Mäuschen... (ich glaube, so hat er mich nie wieder genannt)... Und? Ich konnt´s nicht zuende sehn... hat sie den Scheißpäderastenarsch verknackt?“
...

09.08.2005 um 21:20 Uhr

Ein kleiner Schritt für die Menschheit

von: Lapared

Ich war beim Probetraining und bin jetzt Mitglied im Fitnesscenter.

Ja. Die Welt den Atem an.

Aber ich hatte mir schießlich vorgenommen, die „guten Punkte“ zu Flatschen auszurollen. Also noch mal in ausgeschmückter Form:

Ich war 15 Minuten zu spät beim Probetraining und bin jetzt dickstes Mitglied in einem arschteueren Fitnesscenter.

Schon besser, was? Im Ernst, es ist einer dieser Fitnesscenter - pardon -Clubs! - in dem nur drahtige braune Menschen mit blendend weißen Zähnen verkehren. Und ich mittendrin, hihi. Tja, sagen wir es, wie es ist: Ich hab´s geschafft!

Und wie´s manchmal so geht. Prompt scheint auch Curd seine alte Lieblingsbeschäftigung der Selbstbespiegelung hinter sich zu lassen (hier Bilder aus vergangenen Tagen, als ich noch bemitleidenswerter Besitzer lediglich einer Polaroidkamera war)...



... und sich der Welt wieder zuzuwenden (hier beim Blick aus dem Fenster auf ein Kran- und ein Betonmischfahrzeug, welche – das darf man annehmen – die Curds Alter und Geschlecht gemäßen Äquivalente zu männlichen Fitnessclubmitgliedern sind.)



So gesehen ruhig noch einmal:

ICH WAR BEIM PROBETRAINING UND BIN JETZT MITGLIED IM FITNESSCENTER.

09.08.2005 um 11:13 Uhr

Take or get took

von: Lapared

Das Problem ist natürlich auch, dass der Tag mit Aufstehen beginnt. Und damit in meinem Falle zwangsläufig mit einer Erfahrung des Scheiterns. Ich meine, was soll dann noch groß kommen? Der Versager stolpert irgendwann in die Küche, schreibt die To Do Liste von gestern ab, raucht dabei erstmal eine...
Würde der Tag hingegen mit, na sagen wir, mit einem großen Film- und Fernsehquiz beginnen, in Film und TV bin ich super, und ein Moderator würde fragen, Frau Lapared, Thema Sex and the City, was schenkt Samantha ihrer Ex-Freundin Laney auf ihrer Babyparty, A eine Brustpumpe, B ein Diaphragma, C eine Flasche Scotch oder D eine Babyleine, und ich würde mir lässig eine Fluse vom Schlafanzug zupfen und dabei gelangweilt lächelnd brillieren: C eine Flasche Scotch... das wäre doch gleich ein ganz anderer morgentlicher Einstieg. Oder. Hoch verehrte Frau Lapared, was sagt Fran Kubelik über Mr. Sheldrake, den gemeinen Hund, der sie abserviert hat, sagt sie A He´s a shaker, B He´s a baker... und ich verdrehe unterfordert die Augen und sage, sie sagt: He´s a taker. Some people take, some people get took – and they know they´re getting took – and there´s nothing they can do about it. Stimmt´s, was für ein fulminanter, motivierender Auftakt in den Tag das wäre...

08.08.2005 um 13:59 Uhr

Thomapyrin - Die Story

von: Lapared

Viele wundern sich vielleicht, mit welcher behänder Leichtigkeit ich mich aus dieser Beziehung löse. Ich sagte es ja bereits, ich bin ein alter Entzugshase. Abhängigkeiten streife ich ab wie nix , haha! Und wechsel sie mit routinierter Nonchalance wie ein Manager die Ralph Lauren-Hemden. Heute die, morgen ´ne andere. Ein Don Juan, ein Casanova der Abhängigkeiten bin ich. Doch halt... erst mal das passende Foto, das klassisch-getragene „Geständnisse einer anonymen Dingsbumssüchtigen“-Foto...


(Süß, gell? Dieser Blick ins Leere und gleichzeitig doch ins Licht... Hammer.)

Ja. Also von all meinen verschiedenen Abhängigkeiten ist mir eine auch nach Jahren unvergesslich geblieben. Ihr Name war Thomapyrin. Nee, Novalgin. Äh, Duclofenac? Aktren Spezial? Ibuprofen Al 600? Ach egal, Namen, sie hatte viele Namen. Und überhaupt sollte ich anders anfangen.
Es fing alles an mit... Kopfschmerzen. „Die haste von Oppa!“, sagte meine Mutter immer. Nur hatte Opa im Krieg einen Kopfschuss gehabt. Na, jedenfalls hatte ich das schon als Kind. In der Schule schleppte ich es so mit, beim Studieren muss man nicht denken, da ging´s ganz gut, aber dann in der Werbung, Stichwort Schädelpresse, kam der Gau. Nein eigentlich kein normaler Gau, es kam eigentlich eher schleichend, ein Gauchen erst, robbte sich lautlos ran wie Winnetou, um sich dann eines Nachts plötzlich aufzurichten, die Axt zu schwingen und zack, alle tot.
Der gemeine Mensch zieht sich bei Kopfschmerzen leidend zurück. Legt sich aufs Ohr. Und das ist MITSCHREIBEN! auch richtig. Doch nicht so der Werber. Was soll man machen... wer eine wichtige Aufgabe hat, eine Deadline, eine Mission. Streichkäse-Funkspots, Kleinwagen-Headlines, Jetzt für 2 Cent weniger im Moonshine-Tarif telefonieren-Copies. Mit so einer Mission legt man sich nicht mal eben aufs Ohr. Da bewegt der Werber seinen Hintern dynamisch in die nächstgelegene Apotheke (oder besser, schickt dynamisch einen Kurier) und besorgt sich was dagegen. Kopfschmerzen? Wer eine Deadline hat, kennt keinen Schmerz. Schon gut, ich komm wieder runter (diese Eselei von mir regt mich im Nachhinein immer höllisch auf). Na, und um es kurz zu machen, die Kopfschmerzen werden natürlich nicht weniger, du frisst immer mehr von den Pillen, brauchst immer stärkere Mittel, die gibt´s dann nicht mehr in der Apotheke, die sind verschreibungspflichtig, also gehst du zum Arzt, und wenn der dir nicht genug davon verschreibt, gehste eben zu noch einem, der verschreibt dir was Ähnliches noch mal, weiß ja keiner, und dann zu noch einem, und noch einem, und dann, eines Tages, ruft die Krankenkasse an, macht nix, dann reichst du das Rezept eben nicht mehr ein, Mission, schließlich hat man eine Mission, und die muss immer bis 17 Uhr fertig werden, denn danach will der Kunde nach Hause, natürlich nicht ohne Rebriefing, damit die Agentur sich über Nacht nicht langweilt, und die Agentur bin ich, jawoll ich, also hau rein das Zeug, und wieder und wieder... und dann eines Tages BUMS. Schmerzmittelentzug 1 (vier Wochen hämmernde Migräne und keine Schmerzmittel). Und wieder BUMS. Schmerzmittelentzug 2 (fünf Wochen hämmernde Migräne und keine Schmerzmittel). Und… RAUS. Also Kinder, Hände weg vom Thomapyrin. Immer schön aufs Öhrchen hauen. Und wenn überhaupt Aspirin. Nur ein Wirkstoff. Aber immer nur eine. Und nicht mehr als zehn Stück im Monat. Sind wir uns einig?

So, nach diesem leidenschaftlichen Plädoyer gegen die Schmerzmittelindustrie, das Mitmachen und die horrende eigene Dämlichkeit drängt Curd zu einer Ausfahrt ans Meer (ich nehme es jedenfalls an, so entschlossen wie er vor „Rocher“ von Guido Mieth (2003) posiert.)

08.08.2005 um 10:39 Uhr

Hopp sa sa ist morgen

von: Lapared

Schlecht gemacht (wie gesagt... einsam dümpelnde Verhaltensweise ohne Hafen, ohne Familie): Probetraining verpennt. Gutes Zeichen (wie gesagt... bedeutungsschwangerer Vorbote besserer Zeiten): Umgehend neuen Termin gemacht. Gleich für morgen. Wow.

08.08.2005 um 00:20 Uhr

Brain´s World

von: Lapared

Jeder kennt diese Erlebnisse, da steht man da und denkt, das glaubt mir doch keine Sau. Zufälle, so unglaublich, dass jeder drittklassige Drehbuchautor dafür seinen Job verlieren würde. Da tappt die Heldin verkatert zur 24-Stunden-Tanke zum Zigaretten holen, läuft just ihrem Ex mit seiner Neuen in die Arme, einer von einem Hauch Sonnenbräune überzogenen A-Klasse-Fahrerin in Riemchensandalen, die gerade mit ihm von einer Spritztour an die Küste kommt, und... die restalkoholisierte, restenthemmte Heldin tillt, tritt der Alten ans Rad und bricht sich den mittleren Zeh. Mir passiert so was nie. Jedenfalls nicht der zweite Teil ab "Zigaretten holen". Insofern war es eigentlich im Großen und Ganzen und bis auf das "Zigaretten holen" eben ein gar nicht so unerfolgreicher Sonntag. Das, Freunde, Mitleidende, nenn´ ich mal positives Denken.

Ach ja. Und die Fleischwurst ist weg und Curd geht´s auch wieder besser...

07.08.2005 um 12:28 Uhr

Ich schreib mir die Welt wi di wi di wie sie mir gefällt

von: Lapared

Gute Zeichen
+ Tavor und Schlafmittel ins Klo geschmissen, und die Zigaretten, alles, bin schließlich ein alter Entzugshase, ich schaff das, aber davon später, kein Punkt für eine Liste, schreibe schließlich gerade eine Liste, andererseits, warum die guten Punkte nicht ein bisschen ausbreiten, zu guten Flatschen, wie Pizzazeig mit einer Teigrolle, also um den guten Punkt auszuwalzen, ich… schaff das. Besser doch ein andern Mal.
+ "Schlechte Zeichen" gibt´s nicht mehr. Umbenannt. Jawoll. Schlechte Zeichen impliziert, hu-huuh, da kommt noch mehr, eine große Welle Scheiße, zack, und da ist das Zeichen!, die Fleischwurst ist noch da, das Meer zieht sich zurück, die Welle rollt auf mich zu... Ja. Also Zeichen sind Vorboten wollte ich nur sagen. Und ich möchte die Fleischwurst nicht länger als Vorbote sehen sondern einfach als Nachwehe quasi. Deshalb nenne ich die "schlechten Zeichen" jetzt "schlechtes Restverhalten", nein besser, einfach "schlecht gemacht", erst gar keine Kategorie (gleich "Sammel!-bezeichnung, hier wird nicht gesammelt!) eröffnen, es sind einfach einzelne kleine Scheiß-Dinge, die passieren, jedes für sich, allein, schwach, vereinzelte Phänome im großen Meer des Verhaltens, ohne Verwandte, ohne Freunde, ohne schützendes Sammelbecken, einsame Fleischwurst ohne Hafen ohne Kategorie. (...Meine Fresse, und Trinken sollte ich auch nicht mehr!)

Gut, dann... ich leg mich wohl besser noch mal hin.

Aber im Prinzip hab ich Recht, stimmt´s!? Im Prinzip ist es so! Alles eine Sache der Benennung. Und nach Jahren als wackerer kleiner Werbetexter wird es mir doch mal erlaubt sein, meine private Fleischwurst schönzureden. Tra la li tra la la tra la hopp sa sa.

06.08.2005 um 23:15 Uhr

Gute Zeichen, schlechte Zeichen

von: Lapared

Gute Zeichen
+ „seine“ Fleischwurst nach Ablauf des Verfallsdatums nicht neu gekauft
+ Beine nicht rasiert
+ Termin für ein Probetraining im Fitnesscenter gemacht
+ Telefon beim Duschen nicht daneben gelegt
+ sein Bett nicht frisch bezogen (obwohl er frische Bettwäsche liebt)
+ keinen Rosinenstuten im Haus
+ keine Salzheringe im Haus
+ beim Friseur gewesen (neue Frisur, neuer Anfang, so ist das doch. Gelten Strähnchen als neue Frisur?)

Schlechte Zeichen
+ „seine“ Fleischwurst nach Ablauf des Verfallsdatums nicht weggeschmissen
+ Beine gewachst
+ Termin für Probetraining auf den Namen meiner alten Mathelehrerin gemacht
+ meine Mutter am Telefon „Kuh“ genannt, weil sie nur sie war (auf Band)
+ mein Bett nicht frisch bezogen (wozu, ich schlafe in seinem)
+ Gurken im Haus
+ Bier im Haus
+ beim Friseur gewesen (ich habe noch mal über das Thema nachgedacht. Selbst wenn ich Strähnchen gelten lassen würde – worüber ich allerdings noch nicht zu Ende nachgedacht habe – ist eine neue Frisur keineswegs immer ein gutes Zeichen. Ich sage nur Fran Kubelick. The Apartment (einer der besten Filme aller Zeiten). Fran, alias Shirley MacLaine, hat sich nach der Affäre mit Sheldrake bereits die Haare abschneiden lassen („Big mistake, huh?“) – und doch steht ihr das Schlimmste erst bevor: das falsche Eheversprechen, die 100-Dollar-Note nach dem Geschlechtsverkehr, eine Überdosis am Weihnachtsabend, ein Leben mit einem Versicherungsfachmann... Oder Audrey Hepburn in „Roman Holiday“, lässt sich von dem italienischen Gigolo-Putz diese kriminelle Pony-Haube verpassen und - es wird nix mit Gregory Peck...)

Überhaupt, Filme. Habe ich neulich auf Daniel Brühl geschimpft? Heute steh ich auf meinem Stepper und guck´ „Die fetten Jahre sind vorbei“. Trotz Daniel Brühl. Und was soll ich sagen: Der Daniel wird unterschätzt. Im Bonusmaterial der DVD, bei den nicht verwendeten Szenen (die nicht umsonst „Funny scenes“ betitelt sind, die Komik würde sonst nicht auffallen) zeigt Daniel Brühl einen zweiten Gesichtsausdruck. Ja! Ernsthaft, im Bonusmaterial ist er toll...

06.08.2005 um 19:00 Uhr

Ordnungsgemäß belichtet

von: Lapared

Curd geht´s heute nicht so gut (das ist er übrigens von hinten)...



Deshalb lieber ein Foto von mir (von innen).



Übrigens nicht überbelichtet. Entsprechend meinem heiteren, unbeschwerten Gemüt pflege ich einen hellen Einrichtungsstil.

05.08.2005 um 21:23 Uhr

Endlich Fotos!

von: Lapared

Was soll ich sagen. Ich bin ein gottverdammtes Genie. Schluss mit dem mädchenhaften Geziere. Ich bin... mir fehlen die Worte. Heute. Startzeit 17.03 Uhr. Ankunftszeit Saturn 17.24 Uhr. Auswahl einer Digitalcamera 17.27 Uhr. Auswahl einer Speicherkarte 17.29 Uhr. Auswahl eines Cameratäschchens 18.01 Uhr. Aufladezeit bis 21.02 (ein Skandal!). Erste Fotos 21.06 Uhr. Übertragung auf Rechner 21.09 Uhr. Auswahl und Bearbeitung 21.16 Uhr. Et voilá, that´s...


Curd Rock, the Original (zur Wahrung seiner Anonymität überbelichtet) & ...


that´s me (zur Wahrung meiner Anonymität halbiert und ebenfalls überbelichtet).

Einer von 19,3 Millionen begnadeten Anwendern der Digitalfotografie.

04.08.2005 um 21:33 Uhr

Nachtrag zum Kaffee

von: Lapared

Als ich mit 119 vergangenen Sonntag „einfach mal´n Kaffee Trinken“ war, habe ich damit keine besonderen Erwartungen verbunden. Wenn überhaupt, war das Einzige, was mir vorschwebte, dass er mich sieht, sich vor die Stirn schlägt und sagt: „Scheiße, wie voll war ich, als ich diese Göttin abserviert habe?“ Und in der Tat gab es Anzeichen der Reue, als er sich nach Wochen der Trennung der besten Version, die ich so kurzfristig von mir auftreiben konnte, gegenüber sah.

Er: "Du siehst gut aus. Geht´s Dir auch gut?"
Ich: "Das wäre zumindest meine Antwort gewesen, wenn Du nicht gefragt hättest. Verbunden mit einem kleinen, geheimnisvollen Lächeln."
Er: "Tut mir leid, ich wollte Dir nicht den Text klauen."
Ich: "Schon okay."
Er: "Du siehst gut aus." (Das war schon nett.)
Ich (mit einem kleinen geheimnisvollen Lächeln): "Mir geht´s auch scheiße."
Er (mit Tränen der Erleichterung): "Das ist schön."


Wir haben dann noch eine Weile hin- und herüberlegt, ob die Tatsache, dass er glücklich ist, dass ich unglücklich bin, nicht eine tragfähige Basis für einen weiteren Beziehungsversuch darstellt, haben dann aber mit einvernehmlichen Bedauern abschlägig entschieden.
Mehrere Wochen Trennung haben aus ihm noch immer keinen Astronauten gemacht.

P.S. Ach so, der Arzt, Herr Dr. Gellerhaupt. „Haben Sie schon wieder abgenommen?!“, war das Erste, was er sagte. Guter Mann.

04.08.2005 um 14:54 Uhr

Rekordverdacht

von: Lapared

Guiness-Buch oder Dr. Gellerhaupt, wo soll ich mich anmelden? Dr. Gellerhaupt ist Internist, das Guiness-Buch ist das Guiness-Buch, und ich habe eben 42 mal genossen. Irgendeine Scheiße blüht da draußen. Und was blüht, verblüht auch, sage ich mir immer. Deshalb ignoriere ich das alles ja auch seit Wochen, den kratzenden Hals, die laufende Nase, die juckenden Ohren (ja! tief innendrin, sehr unangenehm), die tränenden Augen (Pollenallergie, eine Tarnung, wie selbst "Q" sie nicht genialer hätte erfinden können). Aber da ich jetzt mittlerweile auch keine Luft mehr bekomme... melde ich mich am besten nicht bei Gellerhäuptchen an.

Sondern fahr mal ganz flink zu ihm hin!

04.08.2005 um 10:38 Uhr

Wer braucht Melonenskulpturen

von: Lapared

Das Schöne an mir ist außerdem, dass ich andere Meinungen akzeptiere. Besonders meine eigenen. Was die Digitalcamera angeht z.B. bin ich nämlich inzwischen wieder anderer Meinung. Ich kaufe mir doch eine. Dürfen etwa nur Menschen mit drolligen Kleinkindern Digitalcameras haben? Oder Menschen mit neu erworbenen Mittelklassewagen vor Leichtbaugaragen? Oder mit hummerroten Urlaubsbekanntschaften vor Melonenskulpturen auf Nachspeise-Büffetts von karibischen All-Inclusive-Anlagen? Meine Plattfüße sind sehr schön. Meine Plattfüße sind ein Motiv. Ich werde jeden Tag ein Bild meiner Füße machen. Auf der Fensterbank. Meine Füße im Wechsel der Jahreszeiten. Jeden Tag, um die gleiche Uhrzeit. Wie Harvey Keitel in Wayne Wangs wunderbarem "Blue in the Face", Quatsch "Smoke", "Smoke"!!!… großartig, als er dem anbettungswürdigem (ups, gibt´s auch Freud´sche Verschreiber?), zum Niederknien schönen, traurigen William Hurt, der Schriftsteller ist und seit dem Tod seiner Frau nichts mehr schreiben kann, seine Fotoalben zeigt - mit immer den selben Fotos, von immer der selben Kreuzung in Brooklyn, um immer die selbe Uhrzeit, Tag für Tag, Jahr für Jahr. Brauchte Harvey Keitel Urlauber vor Melonenskulpturen? Also.

03.08.2005 um 22:21 Uhr

Ändern, was man ändern kann

von: Lapared

Das Schöne an mir ist ja, ich bin so ein Kämpfer. Zumindest wenn meine Gegner mikroskopische Staturen haben. Wie z.B. die Fettzellen, die seit dem Nutellaanfall zur Attacke auf meinen Arsch geblasen haben. Nein, ganz im Ernst, sitzen bleiben, ihnen das Feld überlassen, ansetzen? Nicht mit mir. Noch so eine goldene Maxime der Anonymen Alkoholikern: Gott (Platzhalter, den jeder nach Fasson füllen darf, zumindest bei den Anonymen Alkoholikern) gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden. An Letzterem hapert es klassischer Weise, weshalb der Satz leider besser klingt, als praktisch nützt (je nach Potenz und Laune des Platzhalters vielleicht auch). Und selbst wenn der Fall mal eindeutig liegt und nicht viel Weisheit erfordert (wie im Falle von 119): Die Gelassenheit, mit der mein Platzhalter mich bedenkt, hört meist auf den Namen "Tavor" und ist der dicke Bruder von Depression. Und Mut hält in meinem Falle heimlich immer Händchen mit Verzweiflung.
Nur nicht, was die Fettzellen angeht. Fettzellen, zumindest die, die sich an meinem persönlichen Gesäß formieren, gehören eindeutig zu den Dingen, die ich ändern kann - und denen ich stets aufs Neue mutig und siegessicher entgegentrete. Auf meinem Stepper. Heute habe ich dabei „Staatsanwälte küsst man nicht“ geguckt (ein Verlegenheitskauf gestern im Drogeriemarkt, wo ich plötzlich tränenüberströmt dastand, als „Am Tag als Conny Kramer starb“ im Lautsprecher erklang) und eintausendzweihundertsiebzehn von den kleinen Biesterchen - bzw. ihrer Vorhut genannt „Kalorien“ - verbrannt. Na bitte. Und ein Blick an den Himmel: Die Sonne lacht auch nicht mehr über mich.

03.08.2005 um 17:30 Uhr

Regional Sonne

von: Lapared

Gerade habe ich mir das so ziemlich Gemeinste angetan, was ich mir antun kann. Eigentlich war gar nichts Schlimmes passiert. Ich sitze mit Curd auf der Couch, schluchze gemütlich vor mich hin, schimpfe auf die Sonne, die mal wieder scheint, als wäre nichts passiert, aber vorhin, als ich meinen Arsch therapeutisch ins Freibad bewegt habe, da hat sie sich nicht blicken lassen die blöde Kuh, anstatt mich mal ein bisschen zu bestärken, wenn ich, wie sagt man, „unter Leute“ gehe, aber nein, guckt hinter ihrer Wolkendecke zu, wie ich mir die Möpse abfriere, und inzwischen sitze ich also wieder auf der Couch, Wimperntusche am Kinn, Augen wie Lurchi, einen Kolben wie Rudolph the rednosed Rentier nach zwei Flaschen Bourbon am Pool seiner hawaiianischen Sommerresidenz, da kommt ´se raus, lacht vom Himmel, lacht über mich, nur für´s Protokoll, die Sonne gerade da oben, die verdankt Deutschland mir (falls sie regional scheint, Schuldigung, ich kann nicht überall sein), das Scheißstück amüsiert sich nämlich über mich, königlich, also, und was tue ich, um noch eins drauf zu setzen: fresse ein Glas Nutella. Gibt´s was Erbärmlicheres? Die Salzlake kullert, der Schnödder seilt sich ab und ich hau mir das billige braune Kackzeug in die Birne. Und jetzt bin ich nicht nur verlassen und gedemütigt - sondern auch noch FETT. Ha! Das habe ich mal wieder prächtig hingekriegt.

02.08.2005 um 22:22 Uhr

Finstere Berechnungen

von: Lapared

Thema Digitalcamera. Recherchen haben ergeben, dass mich das Modell meiner Begierde incl. Zubehör genau 0,541 Tage Schädelpresse in einem der sogenannten Werbehotshops kosten würde. Da stellt sich die Frage, wozu brauche ich eine Digitalcamera? Um meine Füße zu fotografieren (sicher, sie sind außergewöhnlich, außergewöhnlich platt) oder Curd (ein Stück beige-graues, gefülltes Flies, mit einer gesichtsähnlichen Stickerei) oder meine Yuccapalme, mit der ich in 12 Jahren nicht ein Wort gewechselt habe, wer bitte bin ich denn?

Irgendwo habe ich mal einen Satz gehört: Für Geld tun wir Dinge, die wir nicht wollen, um Sachen zu kaufen, die wir nicht brauchen, um Menschen zu imponieren, die wir nicht mögen. So oder so ähnlich. Ich nicht. Nicht mehr. Schluss damit. Ich brauch das alles nicht. Außerdem kann ein Besuch im Mediamarkt auch den ehernsten Konsumvorsatz ins Wanken bringen. Die Scheinchen quollen mir schon aus der Nase, aber kein Verkäufer weit und breit, der auch nur gewillt gewesen wäre, meine investitionslüsterne Existenz zu registrieren. Und dann diese informierte Verbraucherin vor mir, mit zwei handgeschriebenen Ringbuchseiten letzter Testergebnisse zur Hand und dem ehrfürchtig lauschenden Idiotenschwarm um sich herum. Und die Verbrüderungstendenzen der Überforderten, die einen davon sogar veranlassten, mir aufmunternd das Gesäß zu tätscheln... Nein, sollte ich je wieder etwas kaufen wollen, dann nur online. Von zuhause.

Nach dieser kleinen Expedition in die Konsumentenwelt habe ich den Rest des Tages gemütlich schluchzend auf meiner Couch verbracht. Ist auch mal schön. Und wesentlich günstiger. Mag sein, von außen gesehen ist mein Leben nur eine Aneinanderreihung von Tagen, deren Highlight in einem Stück Käsetorte besteht. Aber was soll´s. Es ist mein Leben. Und es ist eine verdammt gute Käsetorte. Es gibt viele Menschen, denen es wesentlich schlechter geht. Die müssen sich den Käsekuchen sogar selber backen...

02.08.2005 um 11:18 Uhr

To Do

von: Lapared

Jeden Morgen nach dem Aufstehen setze ich mich als Erstes in die Küche, trinke einen Kaffee und schreibe eine Liste mit der Überschrift TO DO. Das tut gut. Meistens ist es die selbe Liste wie am Vortag, "Päckchen abholen", sowas fällt schon mal weg, "Video wegbringen", sowas kommt schon mal hinzu, aber ich schreibe die TO DO-Liste immer wieder neu, auch die Klassiker wie "München-Flug buchen" (um meine beste Freundin und ihr Neugeborenes zu besuchen, das in Winter drei wird) und die Neoklassiker wie "im Sportclub anmelden" (wir erinneren uns: um einzutreten, brauchte ich erst mal einen angemessen "Dress", schließlich geht es nicht um den Sport - "Gegen 119 hilft nur eins: ein anderer!", Zitat meine Schwester - und die Sportbekleidung, die ich im Internet geordert habe, war zwar eine Wucht, leider haben die Hosen mittlerweile, nach dem ersten Waschen, aber Hochwasser, ich brauche also, um mich im Sportclub anzumelden - "Doch, doch! Ein Sportclub ist genau richtig! Wer noch gegen seinen Fettarsch kämpft, ist zumindest mental noch nicht vom Markt", Zitat meine Schwester - also ich arbeite in diesen Punkt immer noch an einem "Dress"). Aber damit kein falscher Eindruck entsteht, es gibt auch Punkte auf meiner Liste, da ist kaum die Tinte trocken, da hab ich sie schon abgearbeitet, und damit meine ich nicht nur Punkte wie "Torte holen". Heute zum Beispiel werde ich "Digitalkamera kaufen" darauf setzten, und ich würde mich nicht wundern, na, ich will nicht zu viel versprechen, aber ich könnte mir vorstellen, dass ich den Punkt heute Abend schon streichen kann. Apropos. Streichen auf der TO DO Liste, das Lustvollste überhaupt. Manchmal setze ich Dinge, die längst passiert sind - z.B. neues "Monopol" kaufen, Telefonieren mit der Krankenkasse (ich wurde angerufen), Lüften - postum auf die Liste, nur weil das Streichen so schön ist.
"Blog-Eintrag über TO DO-Liste"... kommt auch gleich auf die Liste.

01.08.2005 um 21:38 Uhr

Lebensmittel oder Alk?

von: Lapared

Der Vorteil beim Alkoholismus ist ja: Man muss nicht saufen. Andere Suchtkranke haben es da erheblich schwerer. Fresssucht und Magersucht, das sind die Königsklassen, das ist nur was für die Champs. Eine Alkoholsucht leisten die sich meist noch nebenbei, als Häuschen im Blauen quasi. Nein, die Essgestörten nehmen jeden Tag den härtesten Weg. Die können das Problem nämlich nicht vermeiden und sagen: „Nur für heute“ wird gar nicht gegessen. Das wäre einfach. Im Ernst, Fasten, 0-Diät, Totalverzicht? Ein Spaziergang für die Champs! Nur führt Nichtessen leider mittelfristig zu einem Problem. Saufen ist verzichtbar, gegessen werden muss.

Was fasel ich hier eigentlich für einen Scheiß. Was ich nur sagen will. Es gibt auch Süchte, da ist totaler Verzicht keine Option, die müssen wir lernen zu kontrollieren, weil wir bei totalem Verzicht sterben würden. Die Frage ist nur, kann ein Mensch für einen anderen eine solche Sucht sein? Ist 119 für mich wirklich in bestimmtem Maße überlebenswichtig oder ist er ganz profaner Alk?

Ich weiß es nicht, aber mein Verstand sagt mir: Alk. (Meine Schwester, da bin ich sicher, würde sogar hinzufügen: billigster Fusel.) Also halte ich es weiter mit den wackeren Alkoholikern, praktiziere schön brav „nur für heute“ und Totalverzicht.