Anleitung zum Entlieben

31.10.2005 um 23:32 Uhr

Silent Paris

von: Lapared

Scheiße, ausgerechnet heute hat Dick offenbar seinen SMS-freien Tag. Ein klitzekleines je t´aime aus Paris wäre sehr wohltuend gewesen. Na, geschieht mir recht... (mal isses ihr zu viel, mal zu wenig, scheiß Prinzessin...)

31.10.2005 um 20:35 Uhr

Curd Luccky Luck Rock

von: Lapared

Lchem ist heute irtgemdwie komisch (ebem hat sich mcih gehaum, nicht feste, aber ich hab trotzdem geweimt, weil ich psychipsch verletzt bim, jawohl, umd daran werde ich sie auch erimmern, wenn wir morgen frü Curd Rock eimkaufem gehenm, hömhöm).

Ich für meimTeil war mal wieder in meim Freibad umd hab nach dem altem Wasser gesehm. Es ist jetzt sooo dumkel, das Curd nicht mehr durchsehen kann. Ich hab doll aufgepasst, dasss ich nicht reimfalle. Im das Wasser möchte ich wirklich nicht merh reim.

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(Curd Rock will nicht mehr im das alte Wasser..)

Irgemdwie sieht meim Bad vom Mal zu Mal so amders aus. Die Bäumchem umd die Wiesem rumd um meim Pool habem neue Farbem. Hübshc. Aber die Somme sieht viel wärmer aus als sie ist, scheiß Angeberim.

L. sagt, es wird Wimter. L. sagt, wemm man etwas hat, das eimen schöm warm hält, kam der Winter sehr nett sein (...ich demke am eim nettes, weimrotes Mäntelchem.)

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(Czrd Rock reitet im dem Sommeruntergang... Irgemdwer kömmte im mein Bad mal Laub hakem!)

31.10.2005 um 19:06 Uhr

Vorbei

von: Lapared

Im Laufe der Jahre entwickelt man so seine Strategien. Ich jedenfalls weiß die Spitzen des Lebens mittlerweile abzufedern. Wenn irgend etwas Schlimmes passiert, irgend etwas, das mir zu nahe geht, dann esse ich einfach. Für eine Ex-Anorektikerin relativiert die akute Bedrohung einer Gewichtszunahme nahezu alles andere. Ob der Liebste Dich betrügt, die Kohle alle ist oder Mutti wieder Windeln braucht, für ein paar Stunden sind solche Sorgen nichts, gar nichts angesichts der 212 Gramm Körperfett, die Du in Folge des Gelages vielleicht am nächsten Tag mehr auf den Hüften hast. Super Technik, was? Leider greift sie bei den positiven Ausschlägen meiner hochneurotischen Existenz oft genauso wie bei den negativen, weshalb ich auch gerne mal eine kleine Orgie abhalte, wenn – wie unlängst geschehen – das Schicksal mich unvorbereitet in ungewohnte Höhen der Glückseligkeit katapultiert (ich kann nichts dagegen machen, ich werde schwindelig da oben, es macht mir Angst...).

Insofern traf es mich nicht so eiskalt. Insofern war ich fressbedingt schon halbwegs wieder auf dem Teppich, als die Mail von 119 gestern Nacht kam...

Ich hatte ja selber schon das Gefühl, dass das, was ich in „Ponymomente II“ geschrieben habe, nicht in Ordnung war (siehe Kommentare)... nein, gar nicht in Ordnung. Und deshalb noch mal: Was ich dort geschrieben habe, war gemein, billig, unter der Gürtellinie – so etwas darf in meimen Kopf stattfinden, wenn es denn unbedingt sein muss, aber es gehört nicht hier her (auserdem ist es gar mich wahr! 119 sieht gamz doll hübshc aus, vom vorne umd vom hintem, damals war er nur eim bisschem kramk umd bei se way... der Popo wird meimer Meimung nach gamz emorn überbewertet, höm).

Jedenfalls weiß ich jetzt, was ich bisher manchmal geahnt, aber nie wirklich geglaubt habe: 119 liest das hier alles. Er liest es schon lange. Er hat - bis gestern - nie etwas dazu gesagt, weil er wusste, wie viel Spaß mir das Schreiben macht. Er wusste, wenn er was sagen würde, ginge das nicht mehr, ich wäre zu befangen. Also hat er nichts gesagt. Er hat meine Einseitigkeit stehen lassen und der Versuchung widerstanden, mir als irgendein Kommentator Kontra zu geben. Er hat selbst dann noch still gehalten, als ich anfing, seine Mails einzustellen. Er hat es ausgehalten und nichts gemacht. Das war wirklich groß von ihm (Danke, mein Schatz), und noch vor ein paar Tagen hätte ich ihn – wenn das möglich gewesen wäre – noch ein bisschen mehr dafür geliebt.

Aber das ist vorbei. Es ist vorbei. Es ist vorbei. Ich liebe jetzt einen anderen. Es ist vorbei.

Deshalb – ding, ding, ding! – here´s an announcement: Dies war der letzte Eintrag, in dem es um 119 ging. Ich kann das jetzt nicht mehr, no way. Die Zahl 119 wird in diesem Blog – außer irgendwann als schicksalhafte Zahllast, Sexstellung oder Buslinie vielleicht - nicht mehr vorkommen. Ich werde nie wieder über ihn schreiben (ihc aber,, ihc aber... au, au, aua.... sie hat mihc gehaum, ich weime!) Ab morgen geht es hier nur noch um Dick, deutsch-holländisches Liebesglück und im Übrigen wird das Blog umbenannt in Anleitung für Turteltauben oder so. Im Ernst: Kein Wort mehr über... wie war die Zahl?! Es ist vorbei.

P.S. Eine Bitte: Heute keine Kommentare. So sehr ich mich sonst darüber freue. Heute nicht. Nicht nötig. Es ist vorbei.

30.10.2005 um 21:51 Uhr

Willkonnem zu Curd Rocks Diaabemd

von: Lapared

Eim paar Worte vorab...

Als Freumd des Wassers hat mir Amsterdma natrülich gefallem. Es war eime sehr nette Abwecchsulung. Weil Ls Hamddtasche für mich zu kleim war, hat der Tulpemmann mich die meiste Zeit getragen. So simd wir ums ein bisschen näher gekommen umd hatten das eime oder ander Gespräch vom Mann zu Mann. Eimal hat er mich gefragt...

TM: Curd, Du magst mich nicht besonders?!
Ich: Neim.
TM: Und warum nicht?
Ich; Keime Lust.
TM: Aber ich mag Dich.
Ich: Ich mag mich auch.
TM: Dann haben wir ja was gemeinsam, Curd.

Hm. Wo er Rehct hat, hat er Rehctt.

Imzwischem fimde ich ihm eigentlich gamz im Ordnumg, aber das verrate ich ihm nict, damm stremgt er sich betsimmt nicht mehr an und fährt mich nicht mehr ams Meer umd solche Sachen. Ich weiß doch wie Mämmer sind...

Aber jetzt... Fotsos aus Ansterdam!

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Das war aan Dommerstag Morgen. Curd Rock schuat aus dem Femster auf dem Kanal. Das Haus ist eims von diese niedlichem kleime alte Häuschen. Es gehört eimen gaaamz tollem Künstlern, umd der ist eim Fruemd vom Dick umd hat es ihm eim paar Tage gelassem , damit Lchem und Curd Rock es schöm habem im Ansterdam.

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Da bim ich auf dem Dach vom eimen hohemHaus und gucke über Amsterdam. Dahimten das kleime ist übrigems da Haus vom der Königin. Umd da vorme das Schiff ist eim Hotel. Umd das da ist eim Kran, der baut was...

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Curd Rock auf eimer Brücke. Im Vordergrumd sthet meim Hollandrad umd im Himtergrumd simd Schiffchem. Da warem wir gerade aug dme Weg zu eimen Museum für schöme Bilderm.

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Am Abemd warem wir auf der Eisbahm. Gerade habe ich das Eis getestet umd jetzt bim ich auf dem Weg umd ziehe wie die amdere Leute eimen blauem Rennanzug umd Scglittshcuhe am (die Fotos davom simd leider umterbelichtet).

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Freitag. Am Meer! Das war schöm. Das Meer hat mich sofort wieder erkammt. „Hallo Curd Rock“, hat es gesagt, „habem wir ums nicht neumlich im Barcelona gesehem?!“ – „Hallo Meer,“ hab ich gesagt „ich hab Dich auch nicht vergessem! Ich fimde Dich so hübsch, am liebstem wrüde ich Dich immer sehen!“ – „Ich Dich auch“, hat das Meeer gesagt. Ich schwöre.

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Wieder zurück im die Stadt. Ich fimde, ich sehe sehr gut aus vor Amsterdam. Die Farbem passem alle so schöm zu mir. Vielleicht lasse ich mich öfter im Amsterdam blickem.

So, das wars. Eimen schömen Sonntagabemd noch wümscht Curd Rock.

29.10.2005 um 23:55 Uhr

POnymomente II

von: Lapared

Mit 119 gab es auch Ponymomente.

Ich weiß noch, als ich einmal im Foyer des Schwimmbades auf ihn gewartet habe. Es war abends, wir wollten in die Sauna, wir waren um acht verabredet gewesen, und inzwischen war es viertel vor neun. Ich wartete also seit über einer dreiviertel Stunde auf ihn.

Als er endlich circa 50 Meter entfernt um die Ecke bog und auf den Eingang zuging, blickte er starr auf den Boden. Er sah nicht auf, um nach mir Ausschau zu halten, er wusste, ich war noch da. Er wusste, dass ich irgendwo da drin hinter den großen Glasscheiben saß und darauf wartete, mein zärtliches „Du hast mich 45 Minuten warten lassen, aber sieh, wie fantastisch ich bin: kein bisschen vorwurfssvoll!“-Lächeln auf ihm abzuladen. Ja, ich fürchte, so hat er es empfunden, als Last.Viel lieber wäre ihm gewesen, ich wäre nicht mehr da gewesen, und er hätte dahin gehen können, wo er nach seinem schweren Tag als Arbeitnehmer viel, viel lieber wollte, nach Hause. Oder ich hätte wenigstens den Fehler gemacht, so was zu sagen wie: „Auch schon da?“, damit er hätte sagen können: „Ich hatte genug Stress, wenn Du mir jetzt auch welchen machst, Do svidanja, blöde Kuh...“, gibt es was Entspannenderes nach einem harten Arbeitnehmer-Tag? Aber stattdessen saß ich da mit meinem penetrant milden Lächeln, meinen geschmierten Schnittchen (er kam doch direkt aus aus dem Büro), den weichgespülten Bademänteln... und bot dem armen, vor angestauten Agressionen kalkweißen 119 gemeinerweise keine Angriffsfläche.

Aber das wollte ich ja eigentlich gar nicht erzählen. Eigentlich ging es ja um meine Ponymomente, nicht um seine Pony... (momente kann ja nicht sagen) seine Ponygefühle zu mir.

Ich sah ihn also auf mich zukommen, wusste genau, wie es in ihm aussieht und dachte... wie klein Du bist, 119. Warum hast Du nicht Deinen Chef gefaltet, der Dich genervt hat, oder wenigstens eine Kontakterin, oder wenn die auch noch zu groß ist, irgendeine kleine Teamassistentin, die sich nicht wehren kann. Aber nein, zu all denen warst Du den ganzen Tag über freundlich und bewahrst Deine schlechte Laune auf. Für die Schwächste, Wehrloseste, die Du finden kannst, noch ungefährlicher als die Assistentin der Assistentin der kleinen Teamassistentin, wenn es die gäbe: für mich. Die arme Sau, die dich liebt. - Nur.. warum eigentlich? Sieh Dich doch an! In der Anorektikerinnenabteilung der Psychiatrie würde man Dir vielleicht nachpfeifen, aber sonst? „Drahtig“ kann man das nicht mehr nennen, eher „ausgemergelt wie ein KZ-Jude“, gleich in der Sauna werden einige wieder betreten wegschauen und zu ihren Kindern (wenn sie welche hätten) werden sie sagen: „Schaut den Mann nicht so an, der hat bestimmt eine ganz schlimme Krankheit!“. Und dazu Dein finsterer, gequälter, anklagender Blick...

Das war also so ein Ponymoment mit 119, und es gab noch einige mehr davon. Zum Beispiel, wenn er an den Beifahrersitz meines Minis geklammert auf die Straße starrte wie ein Hässchen in den Revolverlauf, sobald die Tachonadel die 80 km/h Marke überschritt. Oder wenn er in dieser schwarze Breitcordbundfaltenhose auf ein Konzert ging, während sein Hintern zuhause "Wetten dass?" guckte – so sah es jedenfalls aus... als hätte sein Arsch frei. Oder wenn er morgens mit langen Zähnen auf einem halben Marmeladen-Toast rum kaute wie eine verzogene blondgelockte Fünfjährige.

Bei 119 hatten diese Momente nie wirklich Konsequenzen. Ich hab ihn trotzdem geliebt. Obwohl ich sie teilweise, als ich anfing, ihn nicht mehr lieben zu wollen, quasi gerahmt und in mir aufgehangen habe. Um sie immer und immer wieder vor mir zu sehen.

Und bei Dick? Haben sie erst recht keine. Weil er – ganz im Gegensatz zu 119 – garantiert und innerhalb von nur wenigen Minuten so viele Dinge tut oder sagt, die mich einfach nur umhauen...

Fürs Protokoll: Ich bin wieder zuhause, Dick hat einen Anruf bekommen und musste noch heute nach Paris. So ist das, das ist seine Arbeit, bei mir ist es ja im Prinzip nicht viel anders.

Aber ich bin glücklich. Ich glaube sogar, heute Nacht zähle ich zu den Top-100 der seligsten Personen dieses Planeten. Ich glaube, ich habe meine nächste Liebe gefunden. Und im Gegensatz zu der einen oder anderen davor, denke ich, diesmal wird sie vielleicht erwidert.

28.10.2005 um 19:55 Uhr

Ponymomente

von: Lapared

Ein bisschen fehlt mir hier die Ruhe zu schreiben. Dick wartet, auch wenn er genau das sagt, was das  Lehrbuch "Der richtige Umgang mit L."    vorsieht (Nimm Dir  soviel Zeit wie Du brauchst, ich hab sowieso zu tun, kein Problem...), ich weiss, er wartet. Und waer ja auch komisch, wenn nicht.  Schliesslich bin ich nur ein paar Tage da, und dann erst mal eine Weile nicht.

Aber das ist nicht alles.  Das ist nicht der eigentliche Grund, warum ich mich so kurz halte... Da sind immer wieder so Momente, ich sage mal "Ponymomente" - jetzt doch.  So ein ploetzliches Befremden verbunden mit dem Aufblitzen dieses Satzes...  dieses dummen, sarkastischen,  grinsenden kleinen Gedankens:  Also DER soll es nun sein.

Und dann, manchmal nur Sekunden spaeter, sind auch wieder Momente... da koennte ich fast platzen vor Zaertlichkeit... und ich denke, Danke, Danke, Danke wem the fuck auch immer, dafuer, dass Du mir diesen Menschen ueber den Weg hast laufen lassen.

Er ist oben und kocht Suppe fuer mich. Ich glaube, ich gehe jetzt hin, setze mich an den grossen Kuechentisch und schaue ihm dabei zu...

P.S. Ich war an Meeer,   am der Nordssee! U  nd   ich bim  der Einzige hier mit so bloedem Schuhem! Schoeme Gruesse.

 

27.10.2005 um 19:04 Uhr

1000 x hoem

von: Lapared

Amsterdam! Kein WLAN, aber wozu gibt es Internetcafes. Was bisher geschah...

(Gestern im Zug, noch fuenf... - keine ue-Puenktchen in Holland- noch fuenfeinhalb Stunden bis Amsterdam)

Endlich. Ich dachte schon, es kommt nie mehr. Ich dachte schon, ich koennte mir den kleinen Ausflug ins Tulpenland im Grunde sparen. Ich dachte schon, das wird sowieso nichts mit Dick (mal unter uns, welche wirklich verliebte Frau trifft sich, bevor sie zum Auserwaehlten faehrt, schon mal mit Moeglichkeit B, bzw.  - im konkreten Falle - Moeglichkeit P fuer Paul!?) Aber jetzt, wo ich im Zug sitze, ist es ploetzlich da: Ich bin aufgeregt, ungeduldig, ich freue mich auf Dick. Ich kann es kaum erwarten, den kleinen Tulpenmann wiederzusehen. Na endlich!

Und was Paul angeht... Ich weiss auch nicht, warum ich ihn unbedingt gestern noch treffen musste, unbedingt noch vor Amsterdam. War es wirklich so, wie ich geschrieben habe, wollte ich einfach den Druck aus der Dicksache nehmen? Oder weigere ich mich einfach, schon wieder alle Eier in einen Korb zu legen? Will ich lieber noch Ersatzeierkoerbchen zu Hause stehen haben und nur mit halber Ladung zu Dick fahren? Die Vorteile muss man nicht erklaeren, so Eierchen sind ja sehr zerbrechlich. Aber... kann man sich mit halb gefuelltem Koerbchen verlieben? Oder anders gefragt: Kann man mit halbem Einsatz den Jackpot knacken? Die Wahrscheinlichkeit ist nicht sehr hoch.

Aber wie auch immer... Gerade kommt es mir so vor, als haette ich schnell noch umgepackt. Gerade scheint es mir als haette ich alle Eierchen vollzaehlig im Korb.

 

(Gestern im Zug, noch 97 Minuten bis Amsterdam)

Ein nicht angenommener Anruf (guess who), eine SMS von Paul. Meine Eierchen bleiben geschlossen im Holland-Korb.

 

(Gestern im Zug, noch 12 Minuten bis Amsterdam)

Hoffentlich sieht er gut aus. Ich gebe es ungern zu, aber manchmal koennen Kleinigkeiten wie z.B. ein Rueckenwindbedingter Mirielle Mathieu Pony... oder eine mit einem enggezogenen Guertel auf Taille getragene Worker-Jeans... oder Frottee-Socken, die aus Bommel-Schuhen quellen (sie muessen nicht mal weiss sein) in mir selbst halbwegs vertrauten Menschen gegenueber einen Moment des Befremdens hervorrufen, von dem ich mich danach nie wieder vollstaendig erhole. Selbst wenn ich diesen Moment ueberwinde, bleibt er doch stets abrufbar in meinen Archiven gespeichert und wird, wenn die Sache neu zur Verhandlung kommt, wieder ans Licht gezehrt. Es ist abscheulich, ich weiss, und ich will das gar nicht. Aber ich kann nichts dagegen tun.

Hoffentlich hat er keinen Rueckenwind.

 

(Heute, jetzt) 

Er hatte keinen Rueckenwind. Im Gegenteil, er lief ueber alle Ohren strahlende neben dem einfahrende Zug her, und er hatte sowas von Gegenwind. Sowas von keinen Pony. Ich sah ihn und ich dachte - sorry, das ist jetzt nicht sehr originell - vielleicht ist es das, vielleicht bin ich jetzt wirklich angekommen, vielleicht wird alles gut.

Seit dem sind fast 24 Stunden vergangen. Und eine Menge hat sich geaendert. Mindestens 1,5 bis 2 der obigen 3 "vielleichts" wuerde ich tendentiell gefuehlmaessig streichen. Oder um es etwas klassischer zu formulieren: Ich bin verliebt (lautes, dreifaches Tae-tae!)

Und wie unter diesen Umstaenden fast unvermeidlich: Es war ein "wunderbarer Tag" (dass ich diese Wendung noch mal benutze!). Wir sind - auf Hollandraedern!!! - durch Amsterdam gekurvt, waren Einkaufen, in Ausstellungen und Coffee-Shops (hoem)... und ich blicke optimistisch voraus auf einen Abend in der Eishalle - und eine "wunderbare Nacht" (dass ich vor allem diese Wendung noch mal benutze!) Nee, das Leben kann so schoen sein... 1000 x hoem.

(Uebrigens Curd: Er gruesst. Er hat auch schon jede Menge erlebt. Wenn wir zurueck sind, laedt er zum Dia-Abend...)

26.10.2005 um 19:49 Uhr

Wie ich mich mal umbringen wollte

von: Lapared

aus "Mir passiert echt nur Scheiße" von der gerade verreisten Lapared (einmgestellt im Voraus vom gerade ebemfalls verreistmen Curd Rock mit seime kleime Füßchen, weil er natürlcih wiese vorhergesehm hat, das Lchen das mit dme WLAN nicgh gleich heute auf die Riehe kriegt . Wemm sie mich nicht hätte...)

Im Alter von 22 Jahren wollte ich mich das erste Mal so richtig ernsthaft umbringen. Der Grund: unglückliche Liebe. Weder originell noch intelligent, aber mit einem Selbstmord will man schließlich keinen Pub… Pub oder Pu? Egal, mit einem Selbstmord will man weder einen Pub- noch eine Pulitzer-Preis gewinnen.

Nachts, auf der Dachterasse eines zwölfstöckigen Studentenwohnheims, war ich zu der Einsicht gelangt, dass der elegantere Weg abzutreten, Schlaftabletten wären. 22 Jahre hatte ich für knackige Formen gekämpft, Nutella entsagt, weil mein Po davon Dellen bekam, und Fahrstühle gemieden - sogar zum planmäßigen Ort des Suizids war ich zwecks Trainings meines gluteus maximus* schnittig via Treppe gelangt! Warum also sollte der letzte Anblick, den ich nach meinem athletischen, nussnougatcremelosen Leben bot, der von zermatschtem Fallobst sein?

Ich beschloss, im Bett zu sterben. In einem seidenen Schlafanzug mit schlankmachenden Längsstreifen. Ein Nachthemd mit etwas Dekollete hätte ich zwar dramatischer gefunden (Attraktiver Notarzt, leise: „Zu spät. Tragisch, so eine junge, bildschöne Frau.“), aber das einzige dekolletierte Nachthemd in meiner Größe war weiß, was blass macht, zusätzlich (Sie verstehen?), außerdem konnte man es nur mit der Hand waschen. Also Schlafanzug. Und machen wir uns nichts vor, die meisten Notärzte sehen sowieso nicht toll aus.

Mehr Sorgen machte ich mir wegen der Schlaftabletten, genauer gesagt, wegen ihrer Beschaffung. Ich fürchtete, die Apotheker könnten meine Absicht durchschauen - junges Mädchen, blasse Wangen, dunkle Augenringe, Schlaftabletten... SCHLAFTABLETTEN? - und mir, sofern nicht Geschäftsinhaber der Apotheke, keine verkaufen. Im Gartencenter erwarb ich deshalb eine Yuccapalme. Niemand kauft sich eine Yuccapalme, wenn er beabsichtigt, sich umzubringen.

Mit dem Gewächs unterm Arm marschierte ich also in die Apoheke. Und jetzt pass auf: „Eine Vorrats(!)-Packung Tampons, Kondome (!), so… dreißig(!), und was zum Einschlafen", sagte ich, charmant durch die Palmenblätter lächelnd. Super was?

Drei Stunden und 17 Apotheken später war ich endlich daheim. Mit meinem neuen schlank-machenden Schlafanzug, der Yuccapalme, 850 Tampons, 510 Kondomen, 9 Schlaftees, 5 Beruhigungsbädern, 1 Telefonnummer mit dem Namen „Norbert“ daneben… und 340 Baldriankapseln. Noch mal: BALDRIANKAPSELN. Rein pflanzlich und vor allem: REZEPTFREI. (Seit dem bin ich übrigens der Meinung, dass Apotheker ziemliche Vorschriftenreiter sind. Norbert ausgenommen, der war einfach nur eine geile Sau, die sich angeblich „ganz speziell auf Einschlafhilfen“ verstand.)

Erwähnen möchte ich, dass ich nach Baldrian im Wert von rund 100 DM (damals noch) nicht mal gut schlief. Stattdessen musste ich mich sechs Mal übergeben. Erwähnen möchte ich außerdem, dass ich acht Jahre später noch auf 502 der ursprünglich 510 Kondome saß. Dank Nutella, das einer verlassenen Frau zusteht, mit einem Hintern, bei dem man einen gluteus maximus vor Fettzellen** nicht mal mehr tasten konnte. DAS, liebe Mitsuizidale, ist ein Grund sich umzubringen! Und noch ein Hinweis für Schnäppchenjäger: Passend zum Fest der Liebe (und wegen des Verfallsdatums 3/2006) können Sie die Kondome ab Dezember diesen Jahres bei Ebay günstig ersteigern.

*großer Gesäßmuskel (wie Karl, Alexander, Napoleon u.v.a. die „groß“ im Namen führen, ist er in Wirklichkeit oft sehr klein).
** Energiedepots, die beweisen, dass die Evolution eine sehr lange Leitung hat und nicht kapiert, dass ich einen Supermarkt auf der Ecke hab und am Hintern keinen brauche.

25.10.2005 um 23:21 Uhr

Paul

von: Lapared

Letzte Meldung vor Amsterdam (Curds Zuversicht zum Trotz gehe ich mal davon aus, dass ich das mit dem WLAN hinkriege).

Dieser Journalist war… ist… also, ganz im Ernst… ich kannte ihn ja bis jetzt nur in Badehose, aber ohne... ich meine, angezogen... da ist er noch viel schöner. Puh. Besser gesagt... Paul. Paul heißt er.

Aber Aussehen ist ja nicht Alles. Und morgen Mittag, gleich nach dem Zahnarzt, geht´s erst mal zum Tulpenmann (ups, so wollte ich ihn doch nicht mehr nennen!)...geht´s zu Dick. Der ja wirklich ein Schatz ist. Und heute fast gar nicht gesimst hat. Na...

25.10.2005 um 22:54 Uhr

Wie die Schuhje so das Lamd

von: Lapared

Ich weiß gar mich, was ich tum soll. Den gamzen Tag schom hatte ich auf die Frage gewartet. Umd vorhin war es damm so weit...

L.: Na, Curdchen, wie sieht´s aus, kommst Du mit nach Amsterdam?
C.R.: Zum dem Dicken?
L.: Dick, Curd, er heißt Dick.
C.R.: Neim.
L.: Och. Aber warum denn nicht?
C.R.: Ich halte mich am das berühnte Spichwort: Fahre nei im eim Landt, in dendie Schühchem scheiße simd. ...

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(... umd solche Schühchem simd scheiße!)

L.: Das Sprichwort kenne ich gar nicht.
C.R.: Ist vom mir.
L.: Ah.
C.R.: Außermdem muss jenamd heir bleibem umd den Computer schreibem.
L.: Curdhase, wir haben jetzt WLAN, wir nehmen den Computer mit.
C.R.: Aber du hast das moch nie aufprobiert, das fumktioneirt bestimmt nicht, bei dir fumkitoniert nie was.
L.: Ach komm doch mit.
C.R. Mnal sehn...
L.: Bitte.

Ich hassem diemsn Psychodruck. Und gmaz im Ernst: Habe ich je bekloppter aussgesehem?

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25.10.2005 um 13:10 Uhr

Reisevorbereitung Spezial

von: Lapared

Ich bin völlig eingenommen von meinen Reisevorbereitungen. Die in meinem Falle so aussehen, dass ich mich gleich mit den Schwimmbecken-Journalisten auf einen Kaffee treffe. Was soll ich sagen... Das ist eben meine Art, ein bisschen den Druck aus der Sache zu nehmen!!!

Ich meine... Ich kann Dick in Amsterdam auf dem Bahnsteig stehen sehen und denken: Das ist also der Mann, der es jetzt sein muss, insbesondere nachdem ich diesen wirklich gut aussehenden Wirtschafts-Journalisten NICHT kennengelernt habe, der vielleicht der Mann fürs Leben gewesen wäre, und der mich nun stattdessen bis ins Sterbebett verfolgen wird, in Gedanken.

Oder ich kann Dick anschauen und mir sagen: Das ist also der Mann, den ich versuche, in den nächsten Tagen besser kennen zu lernen. Wäre schön, wenn es mit uns klappt, aber falls nicht... es gibt noch Andere. Und niemand kann mir verbieten, mit ihnen Kaffee trinken zu gehen.

Mit welchem Gedanken in meinem Kopf sieht Dick auf dem Bahnsteig wohl besser aus, hmh?

Außerdem kann ich einfach keine Minute länger warten, meine schönen neuen Sachen auszuführen, höm (um mit Curd zu sprechen), die sind wirklich eine Wucht... höm höm.

24.10.2005 um 22:37 Uhr

Ticket nach Amsterdam

von: Lapared

Es soll ja Menschen geben, die sich nicht trauen, auf einen Anrufbeantworter zu sprechen. Die Vorstellung, dass sie nicht mit einem Menschen, sondern einer Maschine sprechen, macht sie offenbar befangen.

Mir geht es gerade umgekehrt. Mich machen Menschen am anderen Ende nervös, diese kleinen geduldigen Maschinchen, die weder unterbrechen noch widersprechen, lassen mich hingegen zu sprühender Eloquenz und rhetorischer Höchstform auflaufen. So sehr, dass ich sie auch gerne ein zweites und drittes Mal anrufe, wenn ihr vorprogrammiertes, maximal zwei- bis dreiminütiges Interesse an meinen fesselnden Ausführungen mit einem bedauernden Piep! verfrüht erloschen ist.

So geschehen gestern mit dem Maschinchen von Dick. In drei freundlich entspannten AB-Nachrichten hab ich ihm ganz ruhig auseinander gesetzt, warum es unbedingt erforderlich ist, dass sein SMS-Dauerbeschuss aufhört („One more and I´ll die!!!“) und er sich mit seinen emotionalen Offenbarungen zurückhält („I hate, hate, hate it!!!!!!!“). Ich glaube, er hat es verstanden (er konnte es sich ja auch beliebig oft anhören, noch ein Plus dieser genialen Maschinchen), jedenfalls kam heute nur eine einzige SMS. Ich war auf FUCK YOU! gefasst. Aber stattdessen: I APOLOGIZE. Und ich - mit meinem Butterherz - gleich zum Bahnhof getrabt und ein Ticket nach Amsterdam gekauft. Na dann.

Ach ja, und eine Mail von 119! Was ich nächstes Wochenende mache?! Aber dieses Mal ist es kein siebter Sinn, diesmal ist einfach art cologne und Mr. Lazy vermisst seinen Chauffeur. Nein, das ist nicht richtig, er vermisst sicher mehr. Letztes Jahr waren wir auch dort und später hat er gesagt, das wäre für ihn ein „perfekter Tag“ gewesen. Einer der besten, die wir gemeinsam hatten. Und das war er in der Tat. Wir hatten wenig Respekt vor der Kunst... und sooo viel Spaß. An manchen Ständen hat man uns sogar aufgefordert weiter zu gehen. Wir konnten uns nicht halten vor Lachen...

Ich nehme an, jetzt hat 119 sich daran erinnert - und er ist einfach ein bisschen sentimental... einfach nur sentimental.

24.10.2005 um 18:45 Uhr

Shoppimg!

von: Lapared

Wir waren Shoppem. L. hat neue, wunderschöme Kleider. Natürlcih hab ICH sie für sie ausgesucht! (ohne meime Beratung ist sie ja völlig hilfllos!) Trotz Käsekuchem auf demPo sieht sie darin nicht übel aus.

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Eime Frau hat die Kleider genäht. L. hat sie gefragt, ob sie mir auch was näht. Ich hab auf Teufel komm raus mit ihr geflirtet, höm höm. Prompt hat sie meime Maße genommen: 40 – 40 – 40. „Traummaße!“, hat sie gesagt. Tja, eim Curd Rock achtet ebme auf seime Figur.

23.10.2005 um 23:28 Uhr

Gänse, Vögeln und Attrappen

von: Lapared

Als ein Mann beim Geschlechtsverkehr auf Charlotte einschläft, wirft das für die vier Mädels aus „Sex and the City“ die Frage auf: Wie gut bin ich im Bett? Und wie immer in dieser Serie ist die Herangehensweise an solche Fragen nicht nur theoretisch sondern auch experimentell. Charlotte, für die sich die Frage ja gewissermaßen schon beantwortet hat, bucht einen Tantra-Kurs, Miranda kauft neue Bettwäsche, Sex-Macht Samantha erlebt eine Schlappe mit einem Schwulenpaar und Carrie... Carrie gerät an einen Alkoholiker, der seine Sucht nach Alk durch seine Sucht nach ihr ersetzt, sie zur ultimativen Rakete zwischen den Laken und binnen Minuten zur Liebe seines Lebens erklärt. Wirft für mich persönlich die Frage auf...

Ist Dick vielleicht Alkoholiker? Das kann doch alles nicht wahr sein, ständig diese SMS... I love you… I love you truly (aber madly, deeply schenken wir uns, gell?!)... I love you madly (neeeiiiin!)... I love you so, I can´t find words for it (Schätzchen, warum versuchst Du es dann ständig wieder?) - SEHT IHR!!! Das meine ich... ich werde der totale Arsch!

Jedenfalls. Da stimmt was nicht. Dick und ich haben uns schließlich erst drei Mal gesehen. Und obwohl ich gerne an Liebe auf den ersten Blick glauben würde, glaube ich eher, es handelt sich um eine Art Lorenz´sche Prägung einer deprivierten Suchtpersönlichkeit. Wir alle kennen die Geschichte von Konrad Lorenz und den kleinen Gänschen. Er fand heraus, dass die Gänschen allem hinterher laufen, was sie als erstes in ihrer „sensiblen Phase“ erblicken, egal ob Gans, Mensch oder völlig artfremde Attrappe. Und ich denke, dass bestimmte obsessive Charaktere, wenn ihnen nach langer Zeit endlich mal wieder was vors Visier kommt, das in etwa dem Reizmuster ihres traurigen Herzchens entspricht, da hinterher sind wie kleine geprägte Gänse. Ich denke, Dick hat einfach zu lange keine Frau mehr gehabt. Ich denke, Dick meint gar nicht mich. Ich denke, es hätte sich genauso gut in Konrad Lorenz oder eine Attrappe verliebt, wenn der bzw. die ihn in seiner sensiblen, vereinsamten Phase gevögelt hätte.

Ich kenne das ja alles von mir selbst. Ich habe ja selber eine stattliche Suchtpersönlichkeit. Und schon oft habe ich gedacht, dass mein geliebter 119 auch genauso jeder andere hätte sein können, der in etwa meinem Reizmuster entsprochen und mir zum damaligen Zeitpunkt untergekommen wäre. Will sagen, ich betrachte Obsession und Exzessives wirklich mit allergrößter Nachsicht... Aber in meiner ungewohnten, neuen Rolle als Objekt der Obsession kann ich nur sagen: Muss Dick mich unbedingt damit behelligen? Kann er nicht ganz normal und schön für sich allein den Kühlschrank leer fressen, sich betrinken oder sonstwie wegknallen wie wir anderen auch?

Ich denke, ich muss dringend mit ihm reden.

23.10.2005 um 18:12 Uhr

Der Sonmtag von Curd Rock

von: Lapared

Es geth doch nochts über eimen Sommtag im Bett. Eimfach mal leigen belibem und ddurchs Fenmster scgaumen, wie das Laub vom die Bäume fällt. Herrrrrlich.

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(Curd Rock eimfach mal faul)

L kam heute mrogen erst um vier Uhr vom der Arbeit. „Habem wir jetzt genug Geld für meitne Winterskleider?“ hab ich gefragt. „Ja!“ hat sie geagt, „dafür müsste es wohl reihcem!“

Mittags hab ich siedamm ins Gym geshcikt. „Icvh bim wieder schöm“, hab iuch gesagt, „umd ich habe auch sehrrrr fdafür gelittem. Jetzt bist Du dram...“. Ehrlich gesagt ist sie mir eim bisschem peimlich mit ihrer Käsetorte auf ihrem Popo, zun Glück sieht mamn ums ja nicht so oft zumsammen. Ich hasse es, wemm man sich gehem lässt. Ich bim ebem ein Ästeht.

Was mich woieder zu derFragge meines Winteroutfits brimgt. L hat gesagt, es wird schwierrig für mich was Schömes zu fimden, wegem meinem Figur. „Was ist mit meimer Figur?“ hab ich gefragt und L. hat gesagt, ich sei umgewöhnlicm gut gebaut, kaum jemand habe so eime perfekte Figut, deshalb gäbe es für mich nichts in normalme Gesgcäftem. Aber sie will mal den Mann fragen, der auch ihre Kleider genäht hat. Die simd fein. Vielleicht, sagt L., macht er ja auch was für mich. Ich will was Blaues, ich bim shcließlich eim Junge, oder Türkisblau, aber Rosée würde mir sicher auch stehem, dazu eim weimrotes Schal-Mütze-Handshcühchen Ensemble.. Höm. Aber was trag ich dazu nur am meime kleime Füße...

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(Curd Rock plamt seime Wintergarderpbe)

23.10.2005 um 00:17 Uhr

1 oder 2

von: Lapared

Mein Gott, ich Esel... natürlich Version 2.

22.10.2005 um 23:19 Uhr

Curd Phoenix Rock

von: Lapared

Na bittte! Der neuem alte Curd Rock. Schömer, strahlemder als je zuvor!

Umd ich war so tapfer. Ich hab geshcrieben wie am Spieß, aber ich habe nicht geweimt. L. ist sher stolz auf mcih. Sie sagt, sie wümschte, sie wäre auch so tapger.. Und sie meimt, dass ihre Fleckem nie wieder rausgehm. (feige Ausrede, wemm Sie mich fragen!)

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22.10.2005 um 22:39 Uhr

Ich Arsch - er Jesus

von: Lapared

Dieser Dick weckt neue Seiten an mir. Ich, bisher stets die Gute und Arsch nur in Gedanken, ich bin jetzt an allem schuld! Ich bin ja so gemein. Ganz echt, ganz faktisch ein riesen Arsch! Er hingegen... Jesus! Die Rollen sind verteilt.

Gestern Nacht. Dick schreibt schmachtende SMS (was ist der Plural von SMS, SMSes?), egal, also schmachtende SMS im Plural. Dermaßen im Plural, wie nur irgendwas im Plural sein kann. Ich schätze 20, aber gefühlte 1000, und alle mit demselben Zweck, nämlich, seiner geschätzten, unendlichen, nie zuvor von irgendeinem anderen menschlichen Geschöpf in vergleichbarer Intensität empfundenen, historisch einzigartigen Sehnsucht Ausdruck zu verleihen. Fick Dich! Ich will da jetzt kein Frauen – Männer Ding draus machen, aber doch, verdammt, es ist einfach so:
Genauso wie Männer (lesende ausgenommen) keine Erkältung bekommen, sondern immer gleich eine besonders gefährliche, eigens für sie entwickelte, lebensbedrohlich schwere Form der Influenza, genauso ist auch der Liebeskummer von Männern immer einzigartig und in Schwere und Unerträglichkeit noch nie dagewesen. Dick jedenfalls litt, weil ich nicht bei ihm war, so dermaßen ungeheuerlich, dass er sich offensichtlich im Recht fühlte, mich minütlich über den Stand seines epochemachenden Leidens auf dem Laufenden zu halten. Und ich, anstatt zu schreiben, was ich denke (...hör auf, es nervt!) schreibe, was ich denke, was ich als möglicherweise angehende Freundin schreiben sollte (...wenn ich nicht arbeiten muss, besuche ich Dich vielleicht nächste Woche). Und heute Abend schreibt er, es sei alles arrangiert, er habe das schönste Haus in Amsterdam für uns reserviert, und: „... diesmal darfst Du mich auf keinen Fall wieder ( wieder!) versetzen“. HALLO? Und schon weiß ich wieder nicht... soll ich schreiben, was ich denke (... ich darf und ich werde - wenn Du noch einmal schreibst, dass ich nicht darf!) oder besser, was ich denke, was ich schreiben sollte (... so cute, darling. I´ll try to make it).
Ich glaube, diesmal ist Version 2 wirklich die besserer, hmh?

Na, vielleicht sollte ich auch erstmal richtig ausschlafen.

22.10.2005 um 15:19 Uhr

Schömheit wöll leidem

von: Lapared

Ich war im der Kneipe. Hikcs. Praeoperatiwe alkohoholischme Narkotiseirung. Hicks, Wemm L. heimkommt, fimdet sie mich stermhagelvoll auf dem Bügelbertt! Hicks. Zu allenm bereitz!!!

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Schom bald hicks werde cih wieder so schöm sein wie einst...

22.10.2005 um 01:48 Uhr

Strähnchen

von: Lapared

Kaum hatte ich ausgeschlafen, bin ich zum Friseur. Gegen die Falten kann ich nichts machen dachte ich, den Käsekuchenarsch strampel ich mir wieder ab (allerdings dürfte das zwei, drei Tage dauern), aber die grauen Haare... keine Minute länger teilen sie und ich uns ein und denselben Kopf.

Ich also los. Es war gerade mal sieben, ich war schon wieder topfit (sieben Uhr abends, sollte ich vielleicht hinzufügen) und noch auf dem Weg dachte ich... wie gut, dass ich in einer Stadt mit mehr als 12 Einwohnern wohne, wo es fortschrittliche, dienstleistungsfreudige, perfekt auf die Bedürfnisse und Lebensumstände ihrer Kunden eingestellte Friseure gibt, die bis 23 Uhr geöffnet haben.

Ich also zu genau so einem Friseur. Toll. Einfach toll. Ich war schon öfter da. Angesagte Magazine, angesagte Musik. Und... in dem ganzen Laden arbeiten nur Elfen, zart und durchscheinend, mit Jeans, die tief unterhalb der schmalen Beckenknochen schweben, ein paar von ihnen Mädchen - in ersten Linie aber Jungs. Sie sind bezaubernd. Man erklärt ihnen, was man möchte, und dabei ziehen sie sich einen Stuhl nah heran und hören ganz ernst und aufmerksam zu, als ob Du der Messias wärest, der zu ihnen sprechen würde. Danach legen sie los, als hättest Du ihnen gestanden, dass Du nur mit der richtigen Frisur der Menschheit ewigen Frieden bringen könnest. Ganz konzentriert, ganz verantwortungsbewußt widmen sie sich Deinem heiligen Haar. Nur ab und zu lächeln sie Dir im Spiegel schüchtern zu, halten aber ansonsten den Mund - wofür ich ihnen jedes Mal unendlich dankbar bin.

Aber heute lief es irgendwie alles nicht so. Ich erklärte meiner Elfe Shimon (als Elfe kann man nicht stinknormal Simon heißen), was ich wollte:

Ich: Strähnchen, bitte, über jedes graue Haar eine. Und Spitzen schneiden, 5 Zentimeter.
Elfe: Okaaay. Ich stufe es ein bisschen durch, ja?!
Ich: Nein, keine Stufen, gerade ab.
Elfe: Ich würde aber echt Stufen machen, das macht Dein Haar total voller.
Ich: An mir ist alles total voll genug. Einfach gerade ab.
Elfe (bedauernd): Keine Stufen machen wir nicht!
Ich: Ach was?!
Elfe (traurig): Das gefällt uns nicht!

Ich lächelte und bat um ein Wort mit dem Meister, einem im Vergleich zu seinen Angestellten tragisch grobknochigen, dafür aber sehr edel gekleideten älteren Herrn.

Meister: Du, dem Shimon kannst Du absolut vertrauen, Stufen sind wirklich besser für Dich.
Ich: Ich hätte es trotzdem lieber gerade. BITTE!
Meister: Ich fürchte, das geht nicht. SORRY!
Ich (verzweifelt): Es ist mein Kopf!
Meister: Ja, Herzchen, aber mein Ruf!
Ich (resigniert): Verstehe. Dann eben nur die Strähnchen.
Meister: Ich muss Shimon mal fragen, ob das für ihn in Ordnung ist.
Ich: ???

Der Meister verschwindet kurz hinter einem Vorhang. Als er wieder kommt schüttelt er bereits im Anmarsch bedauernd den Kopf.

Meister: Tut mir leid... Der Shimon möchte das lieber nicht machen. Er hat den Eindruck, dass Du ihm nicht vertraust.
Ich: Verzeihn Sie. Ich habe gerade eine schwierige Trennung hinter mir. Mein Hintern hängt - und als wäre das nicht genug - in meinem Scheitel stehen graue Haare wie Fernsehantennen und signalisieren aller Welt, dass ich nicht die Jüngste bin. Also... es ist mir scheiß-e-gal, wer das macht... aber ich will diese verdammten Strähchnen, und zwar heute noch!
Meister: Ich fürchte, daraus wird nichts. Du suchst Dir besser einen anderen Friseur.
Ich: Ach ja?! Ich bin sowieso nur hier, weil Ihr so lange auf habt. Jeder weiß, dass Ihr nicht besonders gut seid.
Meister: Verehrteste... da ist die Tür!
Ich (kameradschaftlich auf die Ex-Käsetorte klopfend): Verehrtester... da ist Dein Ruf!
(Nein, das hab ich natürlich nicht gesagt, das ist mir nicht eingefallen, und wenn, hätte ich mich wahrscheinlich nicht getraut...)

Ich ging also wieder. Ohne Strähnchen und wahrscheinlich sogar mit ein paar grauen Haaren mehr. Wo sind nur die guten alten Friseurläden geblieben? In denen die Angestellten noch geschmacklose Kittel tragen, Illustrierte mit Prinzessinnen vorne drauf gereicht werden... und die spätestens um 18.30 Uhr pünktlich schließen.


P.S. Hat jemand Curd gesehen? Er ist nicht zuhause...

P.P.S. Morgen muss ich schon wieder arbeiten.