Anleitung zum Entlieben

10.10.2005 um 22:36 Uhr

Die Sex-Lüge

von: Lapared

Dieser Geschlechtsverkehr war ein Meilenstein.

Ja, das war er definitv. Gar nicht mal so, was die Qualität der praktischen Ausführung angeht (mein „so hallelujah“ beschreibt eher eine Tendenz und basiert nebenbei auf meinem Glauben an das Prinzip positiver Verstärkung) na, jedenfalls, das Meilensteinige daran ist... das hier! Dass das hier steht!

Vielleicht ist das jetzt ein Fehler. Vielleicht wird es mich auf ewig die Glaubwürdigkeit kosten und das Interesse. Aber... dingelingeling, I have a confession to make. Es war gar nicht das erste Mal, dass ich mit dem Tulpenmann Sex hatte. Es war „nur“ das erste Mal, dass ich mich getraut habe, es zu schreiben.

Oh nein, nicht, nicht weil ich die Welle moralischer Empörung gefürchtet hätte (die zweifellos gekommen wäre, mein Blog soll ja gerade im Vatikan ein Renner sein). Oder die Zerstörung der reinen tragischen Romantik meiner enttäuschten unsterblichen Liebe. Lass mal. Ich erwähnte schon, ich bin entschieden „männlich“, was das angeht: Ich kann Sex und Liebe problemlos trennen.

Der Grund, warum ich den Erst-Sex mit Dick um Nichts in der Welt zugeben wollte, war ein anderer. Irgendwann habe ich 119 mal gefragt, wie das für ihn wäre, wenn ich mit anderen Männern schlafen würde. Schließlich sei „überragende Qualität nicht immer eine befriedigende Entschädigung für fehlende Quantität“ - so habe ich es ausgedrückt, das weiß ich noch ganz genau, denn ich hatte viel Zeit gehabt, mir die Worte genau zu überlegen, weil 119 vorher wieder mal wochenlang „abgetaucht“ gewesen war. Naja, und da hat er geantwortet, wenn ich was mit einem anderen gehabt hätte, dann sei für ihn definitiv Schluss. Damit käme er nicht klar.

Deshalb habe ich den früheren Tulpensex so engagiert verleugnet: Ich hatte Schiss davor, was passieren würde, wenn 119 eines Tages durch irgendeinen blöden Zufall das Alles hier vielleicht zu lesen bekäme. Ich hatte Angst, dass dann definitiv Schluss wäre. Dann wirklich. Dass es dann keinen Weg zurück mehr geben würde. Aber als Dick am Sonntagabend wieder gefahren war, hatte ich davor plötzlich keine Angst mehr. Na, ist das ein Meilensteinchen?

Und noch zu meiner Glaubwürdigkeit: Die „Sex-Lüge“ (wie die BILD-Zeitung so was wohl nennen würde) ging mir wohl auch deshalb so elegant von der Hand, weil es vor Sonntag nur ein Mal passiert war, ganz am Anfang, und weil ich dabei so sternhagelvoll war, dass in meinem Kopf in der Tat keine Erinnerung daran existiert. Na egal, ich will´s nicht schön reden. Sorry.

Ach ja, und von Curd soll ich grüßen. Seine „kleime Füßchem“ müssen erst getrocknet sein, bevor er wieder damit tippen kann. Er hatte einen turbulenten Tag, heute Morgen lag er... na, das soll er selbst erzählen. Wenn er es erzählen möchte.

10.10.2005 um 02:22 Uhr

Gewidnet meimem Ex-Freumd

von: Lapared

Wemm ich mich nachts manchmal ein bisshcme depremiert fühle, gehe ich zu meimen Freumd, dem Kühlschramk. Dort finde ich Trost - auch eim Curd Rock kamm nicht immer mur stark sein.

Heute war wiedre so eime Nacht. Dieses gamze Vögelprorblem hat mich intekletuell und köprerlich an meime Grenzem gebracht. Ich krabbel also zu meimen Freund und hoffe auf eim Rest Käsekuhcem oder ein Scheibchen Aufschmitt. Aber. .. auch er hat mich verratem, der blödem Arsch. Was muss ich findem...

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Umfassbar. Frauem sind so kalt umd gefühllolos. Bim ich demm der Einzige mit eimen Herz im der Brust? Wie kamm L. die lecker Schimkemfleishcwurst nur so eimfach gegem altem hollämdischem Käse ersetzen...

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