Anleitung zum Entlieben

22.10.2005 um 23:19 Uhr

Curd Phoenix Rock

von: Lapared

Na bittte! Der neuem alte Curd Rock. Schömer, strahlemder als je zuvor!

Umd ich war so tapfer. Ich hab geshcrieben wie am Spieß, aber ich habe nicht geweimt. L. ist sher stolz auf mcih. Sie sagt, sie wümschte, sie wäre auch so tapger.. Und sie meimt, dass ihre Fleckem nie wieder rausgehm. (feige Ausrede, wemm Sie mich fragen!)

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22.10.2005 um 22:39 Uhr

Ich Arsch - er Jesus

von: Lapared

Dieser Dick weckt neue Seiten an mir. Ich, bisher stets die Gute und Arsch nur in Gedanken, ich bin jetzt an allem schuld! Ich bin ja so gemein. Ganz echt, ganz faktisch ein riesen Arsch! Er hingegen... Jesus! Die Rollen sind verteilt.

Gestern Nacht. Dick schreibt schmachtende SMS (was ist der Plural von SMS, SMSes?), egal, also schmachtende SMS im Plural. Dermaßen im Plural, wie nur irgendwas im Plural sein kann. Ich schätze 20, aber gefühlte 1000, und alle mit demselben Zweck, nämlich, seiner geschätzten, unendlichen, nie zuvor von irgendeinem anderen menschlichen Geschöpf in vergleichbarer Intensität empfundenen, historisch einzigartigen Sehnsucht Ausdruck zu verleihen. Fick Dich! Ich will da jetzt kein Frauen – Männer Ding draus machen, aber doch, verdammt, es ist einfach so:
Genauso wie Männer (lesende ausgenommen) keine Erkältung bekommen, sondern immer gleich eine besonders gefährliche, eigens für sie entwickelte, lebensbedrohlich schwere Form der Influenza, genauso ist auch der Liebeskummer von Männern immer einzigartig und in Schwere und Unerträglichkeit noch nie dagewesen. Dick jedenfalls litt, weil ich nicht bei ihm war, so dermaßen ungeheuerlich, dass er sich offensichtlich im Recht fühlte, mich minütlich über den Stand seines epochemachenden Leidens auf dem Laufenden zu halten. Und ich, anstatt zu schreiben, was ich denke (...hör auf, es nervt!) schreibe, was ich denke, was ich als möglicherweise angehende Freundin schreiben sollte (...wenn ich nicht arbeiten muss, besuche ich Dich vielleicht nächste Woche). Und heute Abend schreibt er, es sei alles arrangiert, er habe das schönste Haus in Amsterdam für uns reserviert, und: „... diesmal darfst Du mich auf keinen Fall wieder ( wieder!) versetzen“. HALLO? Und schon weiß ich wieder nicht... soll ich schreiben, was ich denke (... ich darf und ich werde - wenn Du noch einmal schreibst, dass ich nicht darf!) oder besser, was ich denke, was ich schreiben sollte (... so cute, darling. I´ll try to make it).
Ich glaube, diesmal ist Version 2 wirklich die besserer, hmh?

Na, vielleicht sollte ich auch erstmal richtig ausschlafen.

22.10.2005 um 15:19 Uhr

Schömheit wöll leidem

von: Lapared

Ich war im der Kneipe. Hikcs. Praeoperatiwe alkohoholischme Narkotiseirung. Hicks, Wemm L. heimkommt, fimdet sie mich stermhagelvoll auf dem Bügelbertt! Hicks. Zu allenm bereitz!!!

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Schom bald hicks werde cih wieder so schöm sein wie einst...

22.10.2005 um 01:48 Uhr

Strähnchen

von: Lapared

Kaum hatte ich ausgeschlafen, bin ich zum Friseur. Gegen die Falten kann ich nichts machen dachte ich, den Käsekuchenarsch strampel ich mir wieder ab (allerdings dürfte das zwei, drei Tage dauern), aber die grauen Haare... keine Minute länger teilen sie und ich uns ein und denselben Kopf.

Ich also los. Es war gerade mal sieben, ich war schon wieder topfit (sieben Uhr abends, sollte ich vielleicht hinzufügen) und noch auf dem Weg dachte ich... wie gut, dass ich in einer Stadt mit mehr als 12 Einwohnern wohne, wo es fortschrittliche, dienstleistungsfreudige, perfekt auf die Bedürfnisse und Lebensumstände ihrer Kunden eingestellte Friseure gibt, die bis 23 Uhr geöffnet haben.

Ich also zu genau so einem Friseur. Toll. Einfach toll. Ich war schon öfter da. Angesagte Magazine, angesagte Musik. Und... in dem ganzen Laden arbeiten nur Elfen, zart und durchscheinend, mit Jeans, die tief unterhalb der schmalen Beckenknochen schweben, ein paar von ihnen Mädchen - in ersten Linie aber Jungs. Sie sind bezaubernd. Man erklärt ihnen, was man möchte, und dabei ziehen sie sich einen Stuhl nah heran und hören ganz ernst und aufmerksam zu, als ob Du der Messias wärest, der zu ihnen sprechen würde. Danach legen sie los, als hättest Du ihnen gestanden, dass Du nur mit der richtigen Frisur der Menschheit ewigen Frieden bringen könnest. Ganz konzentriert, ganz verantwortungsbewußt widmen sie sich Deinem heiligen Haar. Nur ab und zu lächeln sie Dir im Spiegel schüchtern zu, halten aber ansonsten den Mund - wofür ich ihnen jedes Mal unendlich dankbar bin.

Aber heute lief es irgendwie alles nicht so. Ich erklärte meiner Elfe Shimon (als Elfe kann man nicht stinknormal Simon heißen), was ich wollte:

Ich: Strähnchen, bitte, über jedes graue Haar eine. Und Spitzen schneiden, 5 Zentimeter.
Elfe: Okaaay. Ich stufe es ein bisschen durch, ja?!
Ich: Nein, keine Stufen, gerade ab.
Elfe: Ich würde aber echt Stufen machen, das macht Dein Haar total voller.
Ich: An mir ist alles total voll genug. Einfach gerade ab.
Elfe (bedauernd): Keine Stufen machen wir nicht!
Ich: Ach was?!
Elfe (traurig): Das gefällt uns nicht!

Ich lächelte und bat um ein Wort mit dem Meister, einem im Vergleich zu seinen Angestellten tragisch grobknochigen, dafür aber sehr edel gekleideten älteren Herrn.

Meister: Du, dem Shimon kannst Du absolut vertrauen, Stufen sind wirklich besser für Dich.
Ich: Ich hätte es trotzdem lieber gerade. BITTE!
Meister: Ich fürchte, das geht nicht. SORRY!
Ich (verzweifelt): Es ist mein Kopf!
Meister: Ja, Herzchen, aber mein Ruf!
Ich (resigniert): Verstehe. Dann eben nur die Strähnchen.
Meister: Ich muss Shimon mal fragen, ob das für ihn in Ordnung ist.
Ich: ???

Der Meister verschwindet kurz hinter einem Vorhang. Als er wieder kommt schüttelt er bereits im Anmarsch bedauernd den Kopf.

Meister: Tut mir leid... Der Shimon möchte das lieber nicht machen. Er hat den Eindruck, dass Du ihm nicht vertraust.
Ich: Verzeihn Sie. Ich habe gerade eine schwierige Trennung hinter mir. Mein Hintern hängt - und als wäre das nicht genug - in meinem Scheitel stehen graue Haare wie Fernsehantennen und signalisieren aller Welt, dass ich nicht die Jüngste bin. Also... es ist mir scheiß-e-gal, wer das macht... aber ich will diese verdammten Strähchnen, und zwar heute noch!
Meister: Ich fürchte, daraus wird nichts. Du suchst Dir besser einen anderen Friseur.
Ich: Ach ja?! Ich bin sowieso nur hier, weil Ihr so lange auf habt. Jeder weiß, dass Ihr nicht besonders gut seid.
Meister: Verehrteste... da ist die Tür!
Ich (kameradschaftlich auf die Ex-Käsetorte klopfend): Verehrtester... da ist Dein Ruf!
(Nein, das hab ich natürlich nicht gesagt, das ist mir nicht eingefallen, und wenn, hätte ich mich wahrscheinlich nicht getraut...)

Ich ging also wieder. Ohne Strähnchen und wahrscheinlich sogar mit ein paar grauen Haaren mehr. Wo sind nur die guten alten Friseurläden geblieben? In denen die Angestellten noch geschmacklose Kittel tragen, Illustrierte mit Prinzessinnen vorne drauf gereicht werden... und die spätestens um 18.30 Uhr pünktlich schließen.


P.S. Hat jemand Curd gesehen? Er ist nicht zuhause...

P.P.S. Morgen muss ich schon wieder arbeiten.