Anleitung zum Entlieben

11.11.2005 um 00:17 Uhr

L-chem!!!

von: Lapared

Ich verztehe nicht, wo sie bleibt. Ich stehe die gmaze Zeit in Schaufemster vom Annette Rufeger und warte. Wo bleibt sie nur, Curd Rock will jetzt nach hause.. .

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Hm, vielleicht zieh ich eimfach shcm man meim Mäntelchen an. Kamm ja nicht mehr lang dauern, eigmetlich.

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So was... Ob sie mich vergessem hat?.. Bestimmt wegem diesme Dick...Lässt mich armen klitzekleimen Curd Rock (kaum zu erkemmen untem links im Fenster) gamz allein...

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Lchem! L-chem! Huhu, hier bim ich...! L-chem!!!

10.11.2005 um 16:24 Uhr

Ein bisschen Werbung für die Sparkasse

von: Lapared

Mein Denken kreist ja doch ganz schön um dieses leidige Thema. Geld. Dicks übrigens auch, wie ich an manchen seiner Fragen merke. Er hat - wie gesagt - keins, und ich... ach, das hab ich ja noch gar nicht erzählt, oder? Mein Sparkassen-Erlebnis neulich? Das war nicht sehr angenehm...

In dem guten Gefühl, durch den letzten Job ausreichend Geld verdient zu haben für Curds und meine Garderobe, hatte ich wohl ein bisschen zu großzügig gewirtschaftet in letzter Zeit. Am Montag wollte ich dann für Dick und mich ein Pfund Kaffee, Milch und zwei Zimtbrötchen holen, zum Frühstück, und vielleicht noch ein frisches Nussbrot und Käse für später. Ich also zum Geldautomaten... „HEUTE KEINE AUSZAHLUNG MEHR MÖGLICH“. Hmpf. Also rein in die Bank. „Der Automat gibt mir kein Geld“, sagt ich zum Schaltermann, „deshalb muss ich Sie bemühen.“ – „Ich geb Ihnen auch keins“, sagt er nach einem Blick auf meine Konto, „Sie sind mit 750 Euro im Soll!“ – „Und ich würde gern auf 850 erhöhen!“ sag ich, „aber freuen Sie sich nicht zu früh über die Zinsen, das Geld von meinem letzten Job muss jeden Tag kommen!“ - „Ich kann Ihnen kein Geld geben.“ – „Wie bitte?“ – „Sie haben keinen Überziehungskredit.“ – „Und ob! Ohne den hätte ich bei Ihnen kein Konto eröffnet!“ – „Sie haben aber keinen!“ – „Der Mann damals hat aber gesagt, ich bekäme einen!“ – „Wahrscheinlich hat er gesagt, Sie könnten einen bekommen, das stimmt auch. Sie KÖNNEN, aber Sie HABEN keinen!“

Ich war sprachlos. Ich erfuhr, dass ich als Freiberufler erst die Jahresabschlüsse vorlegen muss, bevor man mir einen Dispo-Kredit gewährt. „Gut, sage ich, das mache ich dann demnächst, aber ich brauche jetzt Geld, JETZT, oben in meinem Bett liegt ein wunderbarer Mann, der wartet auf einen Kaffee, und den hat er sich redlich verdient... also bitte, 50 Euro können Sie doch noch mal rausrücken, dann sind wir bei 800, dann ist es wenigstens rund!“ – „Nein!“- „Zwanzig?“ – „Nein!“ – „Zehn? Kommen Sie, ich bin seit zwei Jahren Kunde bei dieser Bank, ich war nie in den Miesen, das können Sie doch sehen, wenn Sie in Ihren Computer gucken, sonst hätte ich das mit dem nicht vorhandenen Dispo doch schon viel eher bemerkt!“ – „Tut mir leid. NEIN!“ – „Bitte! Ich brauche Kaffee!“ – „Nein!“ – „Darf ich Ihnen dann etwas sagen?“ – „Nein! Äh... ja!“ – „SIE SIND EINE SCHEISS-BANK!“

Die alte Dame hinter mir in der Schlange hat mir dann einen Euro geschenkt. „Dafür holen Sie drüben beim Bäcker zwei Kaffee zum Mitnehmen“, hat sie mit wehmütigem Zwinkern gesagt, „und einem schönen Gruß an den wunderbaren Mann“. Ich weiß, ich weiß... aber so was gibt´s wirklich. Ich konnte es auch erst nicht glauben, aber genau so ist es passiert. (Allerdings hat ein Euro dann nur für einenKaffee gereicht...)

Aber was ich eigentlich sagen wollte... früher wäre mir das alles ziemlich egal gewesen. Mein Universum begann bei mir und endete bei Curd. Und dafür hätte es immer irgendwie gereicht. Aber jetzt beginne ich über Zukunft nachzudenken, über Zusammenleben, und naja, vielleicht sogar über Familie (bekloppt, was?) – und in dem Zusammenhang denke ich halt auch an Geld. Nicht sehr romantisch, ich weiß... aber dafür bin ich wahrscheinlich zu alt.

09.11.2005 um 19:48 Uhr

Heidi vs Dick

von: Lapared

Heute finde ich dann einen Brief im Briefkasten. Von Heidi.

Hatte ich schon mal von Heidi geschrieben? Rosi ist wirklich nett. Nur: Heidi wohnt unter mir und hört daher jeden meiner Schritte (so ist das leider in diesem Haus). Davon wird Heidi wütend (ganz wütend, so als hieße sie Johanna oder Katharina) und würde am liebsten raufkommen und mir vors Schienbein treten. Aber Heidi ist eine Gefange ihres Namens, seiner Niedlichkeit. Seelisch und körperlich wirkt sie in ihren Namen förmlich eingefercht (ihr kleiner Körper wirkt, als hätte irgendwas – der Name! – ihr Wachstum unangemessen früh gestoppt.) Und so sitzt Heidi da unten in ihrer Wohnung, leidet, lauscht auf jeden Laut aus meiner Wohnung, und ihre Wut, die sie als Heidi nie zeigt, wirkt wie ein Corbra 4 Subwoofer Superverstärker, sodass sie schließlich sogar Dinge hört, die sie gar nicht hören kann (neulich stand sie vor meiner Tür, gequält lächelnd, mit einem Ölfläschchen in der Hand, um meine Türen zu ölen – die gar nicht quietschten).

Und heute also ein Brief. In feinster Heidi-Sonntags-Schrift. Und ich wette, sie hat ihn in drei Versionen vor- und danach erst ins Reine abgeschrieben.


Hallo!
Hier schreibt Dir Heidi. Die letzte Nacht war für mich wieder ein richtiger Alptraum (Ich schätze, sie meint die vorletzte, die letzte war ein Alptraum für MICH). Wir müssen da eine Lösung finden, ganz unabhängig von meinen Prüfungen. Mich nervt es total, so aktiv an Deinem Leben mit dran teilnehmen zu müssen. Ich habe tief geschlafen und war auch sehr müde, als ich ins Bett ging. Erst weckten mich schwere Schritte mehrmals, dann regelmäßiges Poltern, letztendlich war ich wach bis ihr dann nacheinander fertig ward. (Ich denke, mit dem etwas bissigen „nacheinander“ hat sie lange gerungen, wahrscheinlich gab es eine Schönschrift-Version mit und eine ohne „nacheinander“.) Bitte nehmt Rücksicht. Ich höre, wie gesagt, sogar Deinen Lichtschalter. Nur in der Schlafenszeit! (Und dann, das ist süß, noch in einer anderen Farbe im Nachhinein daneben geschrieben:) Und nur über meinem Schlafzimmer.

Sorry, liebe Grüße (LIEBE Grüße!!!)
Heidi

(Ich wette, sie musste sich zwingen, nicht vor lauter schlechtem Gewissen in alle vier Ecken Herzchen zu malen.)

Vorhin war ich unten, mit zwei Stückchen Käsetorte und einer Thermoskanne Kaffee, aber sie macht mir nicht auf. Wahrscheinlich ist ihr alles inzwischen äußerst peinlich und sie hat Angst mir über den Weg zu laufen.
Also blieb mir nichts anderes übrig, als ihr auch einen Brief zu schreiben...


Hallo Heidi,
ich wohne 18 Stufen über Dir. Wenn es irgendwann wieder ein Mal zu laut sein sollte, komm einfach rauf und boller kräftig an die Tür. Das ist besser, als wenn Du im Bett liegst, wütender und wütender wirst... und immer hellhöriger - übrigens bin ich ein bisschen neidisch, dass Du hören kannst, wenn D. „fertig ist“, bei mir macht er nie einen Laut :-)
Ich persönlich schlafe übrigens - seit ich vor 5 Jahren hier eingezogen bin - mit Ohrstöpseln. Weil auch die beiden Menschen, die über mir wohnen Beine haben. Und Stimmen. Und eine Toilettenspülung. Und gelegentlich Geschlechtsverkehr.
Bei www.sonicshop.de findest Du 20 verschiedene Ohrstöpsel-Arten. Ich persönlich empfehle die „MultiPlux“ von Ohropax. Sie haben eine mittlere Schalldämmung von 30 Dezibel, sind super bei hohen Frequenzen (z.B. dem Quietschen der Müllcontainer-Klappen im Hof) und wieder verwendbar. Die „Sleepsoft“ sind auch nicht schlecht, nicht so dämmend aber bequemer. Da hast Du nicht dieses „Völlegefühl“ im Ohr.
Aber das nur als Notlösung. Denn natürlich werde ich versuchen, in Zukunft leiser zu sein.

Liebe Grüße
L.

P.S. Glück für Dich, Pech für mich: D. ist Holländer und kommt nur alle paar Wochen.


Ich hoffe, der Brief ist in Ordnung so. Ich wollte auf keine Fall so einen herablassenden Du-bist-ja-nur-neidisch-weil-ich-Sex-habe-und-Du-Prüfungen-Tonfall anschlagen.

09.11.2005 um 15:03 Uhr

Jutta vs Dick

von: Lapared

Jutta ist ein fettes Ding, heißt eigentlich Zyste, ist aber trotzdem absolut harmlos - halleluja.

(Wow, EIN GANZER Satz zu einer Sache, die gestern noch alles, alles, worüber ich mich hier täglich in epischer Ausführlichkeit ausbreite, schlagartig ins Land der Puppensorgen katapulitiert hat! Na, aber ich brauche wohl nichts darüber sagen...)

Jetzt muss ich erst mal ein bisschen von dem Schlaf nachholen, den Jutta mir geraubt hat. Und – da war doch noch was – in der Nacht davor Dick.

Ich muss sagen, Dick war deutlich besser. Höm.

(Apropos höm. Curd Höm Rock ist noch bei Annette. Er flirtet mit allen Frauen im Atelier, spielt Supermodel und hat gar keine Lust wieder auf die langweilige L. und die langweilige Couch. Ich lass ihn noch ein bisschen - und hoffe, dass Supermodel-Sein auch irgendwann langweilig wird.)

08.11.2005 um 19:21 Uhr

Jutta

von: Lapared

Ich bin eigentlich sehr freizügig erzogen. Ich meine, niemand hat mir erzählt, dass man vom Sex in der Hölle landet... oder Hautausschlag bekommt... oder eine Alessi-Obstschale oder so. Erziehungsbedingte Schuldkomplexe wegen der ganzen Vögelei die letzten Tage sind also vermutlich nicht der Grund. Und eine unterbewusste Überzeugung, Glück nicht zu verdienen, habe ich, soweit ich mein Unterbewusstes überschaue, auch nicht. Ich fürchte daher, Jutta ist nicht eingebildet. Ich fürchte Jutta ist scheißreal.

Jutta. Vorhin stehe ich so unter der Dusche. Dick war gerade gefahren, das warme Wasser prasselt auf meinen Nacken und ich denke, Teufel, zum ersten Mal in meinem Leben geht´s mir so richtig gut. Ich habe einen angenehmen Job... Größe 36... einen tollen (tollen!!!) Mann... fließend warm Wasser...

Da fühle ich plötzlich rechts unterm Arm dieses... Ding. Knoten, denke ich. In meinem Kopf heulen die Sirenen. Knoten, Knoten, Knoten. Knoten sind nichts Gutes. Papas Sekretärin hatte einen Knoten, und Mamas beste Freundin, und Ollis Schwester. Ich rufe die Ärztin an. Bis morgen muss ich mich gedulden. Wer sagt, dass es ein Knoten ist, denke ich. Und beschließe das Ding vorerst anders zu nennen. Irgendwie harmloser. Zum Beispiel... Jutta.

Jutta, sage ich. Du warst doch dabei. Du hast doch mitgekriegt, dass sich das Leben zur Zeit ganz angenehm entwickelt. Du hast gehört, dass Dick nach 3 Litern Vodka sogar schon „drei kleine, zottelige Kinderchen und einen großen, blondgelockten Hund“ mit mir will, Du wirst mir doch nicht ausgerechnet jetzt den Spaß versauen?

Daumen drücken, dass Jutta gutmütig ist (bzw. -artig, gutartig sagt man wohl)...

07.11.2005 um 23:37 Uhr

Gastfreundschaft geht vor

von: Lapared

Der kürzeste Eintrag seit Bestehen diese Blogs... Guess why :))))))))) (Sorry, er bleibt schließlich nicht lange!)

06.11.2005 um 23:54 Uhr

Jägerlatein

von: Lapared

Ich sage ja nicht, dass es alles nur rosa ist.

Als Dick vorhin ankam, hatte er sich auf der Fahrt offensichtlich überlegt, mal ein bisschen den Unnahbaren zu geben – zur Kompensation der Tatsache, dass er gerade eine Entfernung von mehreren Hundert Kilometern für mich zurückgelegt hatte, nehme ich an. Ich fand das völlig okay. Ich habe mitgespielt und ein bisschen gebettelt und gebuhlt, sechs Stunden Autofahrt sind ja wirklich lang.

Aber je netter ich war, desto abweisender wurde er. Als ich ihm schließlich als letztes Register eine mehrere Sätze umfassende, mühsam aus holländischen Untertiteln von „Sex and the City“ zusammengebastelte, fast ungestützt vorgetragene Art (wir wollen ja nicht übertreiben) Liebeserklärung machte, sagte er nur: „Warum lernst Du Holländisch, hat Dir Amsterdam so gut gefallen?“. Also doch, dachte ich... Und beschloss den Stier bei den Hörnern zu packen.

Ich: Weidmanns Heil! Du bist also ein Jäger. Dich interessiert das Jagen mehr als die Beute, hmh?
Dick: Ich verstehe nicht. (Oh, er versteht sehr gut!)
Ich: Schätzchen... Du rennst mir nach wie ein Irrer, wenn ich vor Dir weggelaufe. Aber sobald ich stehen bleibe und auf Dich zukomme, ergreifst DU die Flucht. Ist das ein Spiel?
Dick: Ich verstehe nicht. (Ahhhrrrrrrrr!)
Ich: Bin ich jetzt dran mit Hinterherlaufen? Und Du rennst vor mir weg? Du willst wieder mehr Abstand?
(Er grinst. Ich sag doch, er versteht sehr gut. Ich möchte ihm meine berühmt berüchtigte Linke verpassen. Doch er... nimmt sie, meine Linke, und tätschelt sie. Leise, aber immer noch grinsend:)
Dick: Ich will nicht mehr Abstand. Ich will mehr Nähe. Ich hab nur gemerkt, dass Du schneller läufst als ich. Deshalb werd ich´s mit Dir-Nachlaufen nicht schaffen. Und mein neuer Plan ist, dass DU MIR hinterher läufst... ich verstecke mich... brate Dir dann unvermittelt eins drüber und schmeiße mich auf Dich drauf! Dann hab ich Dich. Ganz nah.
Ich: Wow. Das ist ein verflucht cleverer Plan.
Dick: Siehste.

Das ist das Schöne mit Dick. Und der Grund, warum es dann am Ende des Tages eben doch alles ziemlich rosa ist. Wir können reden.

06.11.2005 um 13:16 Uhr

Überraschung! (Ich hasse Überraschungen)

von: Lapared

Oh... nu kommt er heute schon... genauer gesagt gleich. Eben ein Anruf, er sei unterwegs... Das ist ja... also... was soll ich sagen... das ist... HURRA.

Ehrlich hurra.

05.11.2005 um 22:25 Uhr

Big

von: Lapared

Ach, noch was von Curd. Ich soll „his special friend G.“ einen special Gruß bestellen. Weil es heute genau einen Monat her ist, dass sie/er sich einmal mehr von ihren/seinen drei verbotenen Zahlen getrennt hat.

Ohne G. zu kennen, würde ich gerne auch etwas zur ihr/ihm sagen. Und zu allen anderen da draußen, die sich mit der verschissenenenEntlieberei rumschlagen (sorry, ich hab einen ganz Klitzekleinen im Krönchen, dann werde ich immer etwas sentimental).

Ich hätte nie, nie, nie! gedacht, dass es plötzlich so schnell gehen kann. Jahrelang zieht und zerrt man, es tut so scheiß verflucht weh, und man kommt und kommt und kommt nicht los... und dann dauert es plötzlich nur ein paar Tage und man schmeißt sein T-Shirt weg. Und es tut fast nicht weh, man weint dabei eigentlich nur aus guter, alter Gewohnheit. Nur aus Gewohnheit.

Ich denke, meine kluge, große Schwester hatte eben doch Recht. Das Einzige, was hilft, ist ein anderer Mann. Deshalb: Ich wünsche jedem, jedem von Euch hoffnungslos, verzweifelt, bekloppt Liebenden einen Dick (obwohl ich fürchte, dass das nicht geht, weil dieser Mann so wunderbar, unglaublich, einzigartig, einmalig ist!). Ich liebe ihn von ganzem, wahrem Herzen – und komme mir dabei so schrecklich lächerlich vor. Denn noch vor einem Monat habe ich dasselbe über einen Anderen gesagt.

Aber dieser Dick... mein Dick... er hat es verdient. Er hat es so verdient. Und nein, auch wenn manche das sicher denken mögen... es ist kein Aidan. Er ist BIG. Er wird mein Happy End, da bin ich ganz 100-prozentig, „abso-fucking-lutely“ sicher. Selbst wenn vielleicht noch das eine oder andere „Gedonder“ vor uns liegt...

05.11.2005 um 11:57 Uhr

Besuch bei Curd

von: Lapared

Nach Curds herzzerreißender Mail (s.u.), in der er schreibt, wie entsetzlich er mich vermisst (zwischen den Zeilen, ganz versteckt, und nur für die zu lesen, die es unbedingt lesen wollen, seufz) hab ich ihn natürlich umgehend in Annettes Atelier besucht...

Hier ein paar Fotos, von Curd Rock höchst eigen kommentiert.

Hallo, heir schriebt Curd Rock. Bestimmt mahcen sich viele Leute große Sorgem, wei es dem kleimen Curd Rock geht. Mir geht es ghut. Ich bim jetzt eim Tob-Model umd sehe noch besser aus als fürhe.r.

Annette hat gamz vieledicke Bücher studiert, bevor sie meim Autfit – so mennt man das im der Fachsprahce - emtworfen hat.

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(Sehem Sie den Umterschied!?...)

Auf dem 1 Bild obem sieht man mich nehbem zwei drittklassigem Models für die allerneustemn Tremdfarben und Tremdstoffe der nächstme Saison. Man sihet acuh sofort, was mcih vom ihnen unterscheidet: Schömheit.

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(Tob-Model Curd Rock im Händen vom Annette)

Hier bim ich bie der Anprobe. Dabei muss man sehr vorsichtog seim, damit mam sich nicht an eimer Stecknadel stiecht. Aber ich mahce meime Sache gut. (Ich lieeeebe dem Fellkragem, das Kanimchen habe ich selbst geschossem, ja! natürlich hatte es keim echtes fell, ich trage keim echtes fell, das ist gemeim,. ich habe eim Kaninchem mit falschem fell erschossem!)

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(Klos ab - auch eim FachBefriff - von Supermodel Curd Rock)

Ich denke, ich habe eim Hutgesicht. Ich mag die Mütze sehr am mir. Meime Empfängerchen kochem darumter, aber Schömheit geht vor.

Das wars für heute von Curd Rock. Mehr, wemm meim Dress (FB!) fertig ist...

Schömes Wochmeene wünscht
Curd Rock

P.S. . .Wer auch eim feimes Mäntelchen will... www.annetterufeger.de
(Mamm kann sogar mit Curd Rock im Parnterlook gehem! Höm.)

05.11.2005 um 09:25 Uhr

Eine E-Mail von Curd Rock (hier das Original)

von: Lapared

Hallo L.

nette Annette (höm, vom mir!!!) hat mirch mal am ihrme Techner gelassem, damit ich Dir eime E-Mail shcriebem kann.

Pass auf. Du MSST mri besuchem!
. Ich bim noch nihct fertig, abern alle hier sagem, cih sehe schom gamz
famntastisch aus. Das stimmt. Ich bim eim Modell!
Komm sofort schmell her umd fotografier mcih.

. . Umd brimg mir meime Couch mit, sie fehtl mir eim bisschem.

C.R.

--
Annette Rufeger . Mode & Design
http://www.annetterufeger.de Ganz neu!
mail@annetterufeger.de

04.11.2005 um 19:56 Uhr

Der kleine Unterschied

von: Lapared

Turbulenzen? Nein, „Turbulenzen“ war das falsche Wort. Aber irgendwie habe ich es schon wieder hingekriegt, mit jemandem zusammen und trotzdem alleine zu sein. Im Vergleich zu dem unüberbrückbaren Abgrund eines „Ich liebe Dich nicht“ sind es diesmal zum Glück nur ein paar Hundert Kilometer flaches, verkehrstechnisch hoch erschlossenen Land, die mich vom Mann meines Herzens trennen. Dachte ich jedenfalls. Aber falsch gedacht.

Dick hat wieder angefangen zu arbeiten. Ich meine, er hat wieder damit angefangen, was seine eigentliche Arbeit ist. Und seine Leidenschaft, die ihn schon einmal sehr krank gemacht hat. Nach 3 Jahren macht er jetzt wieder Kunst.

Ich denke, das hat auch mit mir zu tun. Nicht so eine Musenscheiße, das meine ich nicht. Ich inspiriere ihn nicht. Er will nur einfach wieder Erfolg und Geld, um das Leben mit mir genießen zu können. Schöne Kleidung, schöne Orte, schöne Dinge... das liebt er genauso wie ich. Das ist das eine.

Und das andere: Er traut sich jetzt wieder ran. Weil er jetzt mich hat, eine Gegenkraft zu dem Sog, den seine Arbeit für ihn darstellt, etwas, das ihn in zurückhält. Er sagt auch, dass er das zum Arbeiten braucht, das Gefühl, dass ich da bin. Allerdings... nicht physisch. Diesbezüglich meinte er, dass er nicht arbeiten könne, wenn noch jemand anders im Haus sei. Und dass wir uns in den nächsten drei Wochen wahrscheinlich nicht sehen können (aber wir könnten ja simsen!).

Na, wie hab ich das wieder hingekriegt? Vom unterkühlten Einmal-die-Woche-ich-liebe-Dich-nicht-Mann zum strahlenden Ich-liebe-Dich-über-alles-wir-sehen-uns-in-drei-Wochen-Prinz! Super.

Allerdings... und das unterscheidet eben Männer und Prinzen: Während ich an der Einmal-die-Woche-Sache nichts ändern konnte und es dem Ich-liebe-Dich-nicht-Mann naturgemäß vergleichsweise wurscht war, ob ich glücklich bin oder nicht, ist es dem Wir-sehen-uns-in-drei Wochen-Prinz eben ganz und gar nicht gleichgültig, wie es mir geht.

Nachdem ich gestern Abend gesagt habe, dass ich es schon schöner fände, wenn er Kunst und Leben zumindest ansatzweise vereinbaren könnte, dass ich es mit metaphysischen Gesimse nicht so wirklich habe, und dass ich für den Rest meines Lebens eigentlich genug habe von Männern, die mir ständig fehlen, hat Dick heute angerufen und gesagt, dass er nächste Woche kommt. Süß, gell? So kitschig es klingen mag: Love makes the difference.

03.11.2005 um 23:57 Uhr

En wat nou?

von: Lapared

Mein Leben lang habe ich mich danach gesehnt, den einen Menschen zu finden, der mich liebt und den ich liebe. Selbst dann, wenn ich Beziehungen hatte, waren sie in der Regel so, dass sich diese Sache alles andere als erledigt hatte. Im Gegenteil, die Angelegenheit schien eher dringlicher als sonst, ich nehme an aus einem ähnlichen Mechanismus heraus, aus dem sich kurz vorm Lokus der Harndrang verstärkt. Und jetzt ist es also vielleicht möglicherweise eventuell so weit, ich bin... (ich wünschte, ich hätte ein anderes Bild bemüht)... ich bin nun ja, da. Und was nun? Was jetzt? Beginnt jetzt das sanfte-grüne-Hügel-Land des „happily ever after“? Schön wärs. Im Moment habe ich das Gefühl, jetzt gehen die Turbulenzen erst richtig los. Na, das erzähl ich morgen mal...

03.11.2005 um 11:02 Uhr

Post von Curd Rock

von: Lapared

Ganz kurz, weil ich etwas eilig bin...

EINE POSTKARTE VON CURD!!! Aus dem Atelier von Annette!

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Er fehlt mir so, der kleine Arsch. Aber es scheint ihm bei Annette sehr gut zu gehen. In ihrem Atelier kann er zwischen den Stoffballen toben, Schneiderpuppen ärgern, sich in kuscheligem Kunstfell wälzen – Curds wahr gewordener Traum. Hoffentlich latscht er mit „seime kleime Füßchen“ nicht in eine Stecknadel ... oh Gott, oder fällt in ein Nadelkissen (andererseits, L. ist ja auch gerade auf dem Weg zur Akupunktur, und spät dran!)

Ob er je wieder zu mir zurück will...

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02.11.2005 um 22:36 Uhr

Heerlijk

von: Lapared

Es gibt ja diesen alten Amsterdam-Witz...

Sitzt ein Tourist am Kanal und will Wasser daraus trinken. Kommt ein Holländer vorbei, winkt aufgeregt und ruft: „Niet drinken, niet drinken!“ (Nicht trinken, nicht trinken!). – Der Touri ruft zurück: Wie bitte? – Und der Holländer: „Mit beiden Händen trinken, mit beiden Händen trinken!“

... und das eigentlich Komische an dem Witz ist, dass Frau L.s Gedanken schon wieder mal so weit gehen, dass sie darüber nur gequält lächeln kann. Denn Frau L. - L. wie: Lanung List Lalles… wie: Lan Luss Lalles Lin Luhe Lurchdenken... wie: Lo Loll Las Lum Limmels Lillen Lur Linführen... - Frau L. wie Lotal Lescheuert denkt mal wieder schon Lichtjahre weiter. Und fragt sich, wie das wäre, als Deutsche in Holland zu leben. Wie beschissen.

Ich meine, die hassen „uns“ doch! Und ICH in meiner aufgeschlossenen, herzerfrischend offenen Art bin einfach nicht dafür gebaut, durch entwaffnende Liebenswürdigkeit die Erblast eines Schreckenregimes um mich herum aus dem Weg zu fegen.

Nun könnte man glauben, dass mir - als Halbautist - doch egal sein sollte, ob man mich mag oder nicht. Aber nee, so ist das nicht. Ich will durchaus, dass man mich mag. Dass man mich mag und voll der Sympathie in Ruhe lässt. So hab ich´s gern. Aber das würde in Holland nie gehen. Sympathisanten würden ihre Sympathie – eben weil sie an sich unwahrscheinlich ist - irgendwie zum Ausdruck bringen und mich damit belästigen. Und das In-Ruhe-Lassen der anderen 98 Prozent wäre eben kein einfaches in-Ruhe-Lassen sondern gefühlte Feindseligkeit. Zumindest bestünde der Feindseligkeitsverdacht. Kann man mir folgen? Ja, so wäre das nämlich, wenn ich in Holland wohnen würde. Nur mal so voraus gedacht.

Nur mal so voraus gedacht, habe ich heute beim „auf dem Stepper Sex and the City Gucken“ die holländischen Untertitel eingestellt. Der einfachste Weg, als Deutscher keine Feindseligkeit auf sich zu ziehen, ist schließlich der, als Deutscher nicht erkannt zu werden. Und sich ein paar beliebte und gängige Wendungen der holländischen Sprache anzueignen, mir denen man sich mühelos durch jeden small-talk hangeln kann:

Ik heb wat lasagne opgewarmd. – Ich hab Lasagne aufgewärmt.

Ik begrijp niet waarom mannen remsporen achterlaten. – Ich begreife nicht, warum Männer Bremsspuren hinterlassen.

Als het te makkelijk gaat, zijn we achterdochtig. – Wenn uns etwas einfach zufliegt, werden wir misstrauisch.

Ik heb lang negdacht en besloten dat ik dit jaar ga trouwen – Nach reiflicher Überlegung habe ich den Entschluss gefasst, dieses Jahr zu heiraten.

Oh, nee. Wat vreselijk! - Oh nee, wie grauenvoll!

Ik zocht naar verborgen ijsbergen. – Ich suche nach verborgenen Eisbergen.

Alles verloopt gladjes. – Alles läuft super.

Geen vuiltje aan de lucht. – Kein Wölkchen in Sicht.

Het voelt zo raar. – Das fühlt sich scheiß komisch an.

Ongelooflijk! We vallen mannen aan omdat ze te beschikbaar zijn. – Unglaublich! Wir lasten Männern an, wenn sie zu haben sind.

Ik schiet er als een raket van door je zonnestelsel. – Ich schieße wie eine Rakete durch dein Sonnensystem.

Misschien is het te snel. – Vielleicht ist es zu früh.

Misschien geloof je er niet in als iemand niet af standelijk doet. – Vielleicht kannst du es nicht glauben, wenn jemand mal NICHT unerreichbar tut.

Je weet dat ik af en toe krengerig doe. – Du weißt, dass ich ab und zu ein Arsch bin.

Hoe vaak doen jullie het? – Wie oft habt Ihr Sex?

Ik vind het heerlijk. – Ich finde es herrlich.

Ich finde es wirklich herrlich. Und ich kann es nicht glauben. Wenn ich bedenke, dass ich ihn zweimal fast „abgeschossen“ hätte... Aber wie sollte ich auch wissen, dass Liebe manchmal leise kommt, langsam. Bisher hatte sie mich immer innerhalb von Sekundenbruchteilen überrannt. Ik vind het heerlijk.

01.11.2005 um 23:07 Uhr

Seife

von: Lapared

Heute war ich beim Friseur. Ich bin jetzt blond und ungestuft. Geht doch. Die Friseuse wusste sofort, was ich meine: „Stufen kann man irgendwie nicht mehr sehen, was?“ meinte sie nur und lächelte. Wie schön, in einer Stadt zu wohnen, in der die Friseure nicht nur offen haben sondern auch offen sind.

Und was Dick angeht. Ich nehme die Seife mit ins Bett, nach der er riecht („Costes“, eine Seife gemacht für das Hotel Costes in Saint Honore aus Lavendel, Koriandersamen, weissem Pfeffer, Rose, verschiedenen Hölzer und Moschus) So fucking lecker!

Vielleicht liebe ich auch gar nicht ihn, vielleicht liebe ich einfach diesen Geruch! Ich fürchte nur, dass das Seifenstück mir nicht – wie er es getan hat – eine dampfende Schale Kaffee nebens Bett stellen wird. Sich nicht in den Sessel daneben setzen und mir beim Morgenmuckeln zusehen wird. Und (ganz wichtig!) mir - wenn ich dann endlich aufwache – trotzdem nicht mit der Bemerkung kommt: Du siehst süss aus, wenn Du schläfst... (kotz!). Sondern einfach nur lächelt und die Schnauze hält. Ganz ehrlich, welches Seifenstück hat diese Feinheiten schon drauf?

01.11.2005 um 21:37 Uhr

Curd goes to annette

von: Lapared

Lchem kamm gar nicht schreibem... ist noch gamz erschrockem darüber dass... aber davom darf ich nichts erzählem. Egal.

Sprejcme wir vpm wichtigerem Dimgen. Meime Wintergarderobb.-Ich bim mit der schöemen Frau gegamgen, die sie für mir näht. Sie nimmt mich mit in ihr Atelier. Hömhömhöm!

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(Curd Rock geht im atelier vom www.annetterufeger.de )