Anleitung zum Entlieben

11.11.2005 um 23:51 Uhr

Heimkehrer

von: Lapared

Na so was. Eben höre ich so ein Bollern an der Tür. Ich denke schon, es ist wieder Rosi, die – heute sogar in transzendentaler Überwindung von Raum UND Zeit – Dick, der gerade in Toulouse bei seinem Freund Carl Lammkeule isst, kommen hört (obwohl... wenn die Lammkeule sehr gut ist)...

Aber es war Curd. Curd Rock ist wieder da! Curdchen...ups

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Und so chic...

11.11.2005 um 21:29 Uhr

Wenn nicht jetzt, wann dann

von: Lapared

Meine Schwester war jahrelang mit einem Mann zusammen, und es lief eigentlich sehr gut, aber irgendwie kamen die beiden nicht so richtig in die Pötte, wie man so sagt. Obwohl sie fast immer zusammen waren und kaum eine Nacht ohne einander verbrachten, taten sie sich schwer, den Schritt zu tun, von dem eigentlich beide – von windigen Woody-Allen/Mia Farrow-Modellen westfälisch unbeeindruckt – dachten, dass er zu einer „richtigen“ Partnerschaft gehört: Zusammenziehen. Vielleicht, weil es auch so ganz gut ging, sie wohnten schließlich nur zwei Straßen auseinander, vielleicht, weil beide immer so schrecklich viel Arbeit hatten und eigentlich keine Zeit fürs Umziehen. Vielleicht. Meine These ist allerdings, dass sie einfach den kurzen, aber einzig möglichen Zeitraum für einen solchen Schritt verpasst hatten.

Für Menschen einer gewissen Behäbigkeit (oder wie der Psychologe sagt: „Lageorientierung“ - im Gegensatz zu „Handlungsorientierung“), zu denen neben mir wohl eben auch meine genetisch ähnlich ausgerüstete Schwester gehört, bedarf es dramatischer emotionaler Ausnahmesituationen, um sie aus der Bequemlichkeit ihrer Gewohnheiten zu reißen. Eigentlich vermag nur ein so starkes Gefühl wie akute Verliebtheit die unendlichen Energien aufzurufen, die es uns kostet, unsere Kaffeebecher in Umzugskartons zu verstauen. Und wenn wir diese Phase verstreichen lassen ohne sie zu nutzen, wird es nix mehr. Dann kriegen wir den Arsch nie mehr hoch. So ist das nämlich.

Und insofern sehe ich es auch durchaus nicht nur mit fassungslosem Kopfschütteln, dass ich gestern auf Dicks Frage, ob ich mir vorstellen könne, in Amsterdam zu leben, rundheraus mit „Ja“ geantwortet habe. Einerseits ist es natürlich der allergrößte Irrsinn, so etwas nach so kurzer Zeit einfach zu sagen, völlig bekloppt! Anderseits... Menschen wie wir - meine Schwester, ich und vielleicht ja auch noch ein paar andere - haben für derart fundamentale, Mark und Bein erschütternde Unbequemlichkeiten eben nur ein sehr begrenztes, im Grunde winziges Zeitfenster zur Verfügung. Und da gilt: Wenn nicht jetzt, wann dann?!

Außerdem. Letztlich habe ich ja nur gesagt, dass ich es mir vorstellen könnte. Und meine Vorstellungskraft... meine Vorstellungskraft ist geradezu legendär.

11.11.2005 um 19:42 Uhr

Krirmisbömmel

von: Lapared

Ich bim weggelaufem. Zu viel Arbeit im so eimen Atelier. Ich will nahchause zu meime Couch. Aber vorher mache ich noch eimen kleimen Abstecher auf die Krirmis, hömhömhöm. Umd zeige meime chice neue Sachen...

Guck, die Frauem schauem mir hinterehr ... . jetzt NOCH mehr...

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Ich glaube, ich sehe wirklich sehr gur aus. Am jeder Ecke zeigt man mir Herzchem. Hach, höm... ich liebe mich auch.

11.11.2005 um 15:34 Uhr

Time to say Guddbei

von: Lapared

Der eigemtliche Skamdal ist ja, dass ich hier imzwishcem arbeitem muss. Ich biim Curd Rock, ich bim nicht geschaffem um zu arbietenm.

Aber ich mahe gute Miene zum bösem Spiel. Ich bügelm...

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Ich mähe...

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Diese gamze große Jacke hab ich shcom genähct, für L., damit sie annähmernd (wemm man ihrem Kofp mit dem verrutschtem Empfängerm nicht anschaut) annähmernd so gut aussieth wie ich... Das war vielleicht eim Arbeit, sag ichdir...

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Annette sagt, siie weiß gar nicht mehr, wie sie ohme mich zurecht kommen soll. Tja, weiß auch ncht. Sie hat mir amgebotem, dass sie ihr Label vom Annette Rufeger im Annette Rock umbenennnt. Aber ich habe gesagt, dass ich lieber im Hintergrumd bleibe. Fürs krelle Ranpemlicht bim ich zu bescheidem...

Jedmefalls wird es Zeit, dass ich vershcwimde.... Ich habe eimen Plam,, wemm es dunkel wird, werde ich...hö-hö- höm...

11.11.2005 um 00:17 Uhr

L-chem!!!

von: Lapared

Ich verztehe nicht, wo sie bleibt. Ich stehe die gmaze Zeit in Schaufemster vom Annette Rufeger und warte. Wo bleibt sie nur, Curd Rock will jetzt nach hause.. .

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Hm, vielleicht zieh ich eimfach shcm man meim Mäntelchen an. Kamm ja nicht mehr lang dauern, eigmetlich.

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So was... Ob sie mich vergessem hat?.. Bestimmt wegem diesme Dick...Lässt mich armen klitzekleimen Curd Rock (kaum zu erkemmen untem links im Fenster) gamz allein...

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Lchem! L-chem! Huhu, hier bim ich...! L-chem!!!