Anleitung zum Entlieben

08.12.2005 um 13:31 Uhr

Auf den Spuren meiner großen Erfolge

von: Lapared

Wieder verpennt. Fantastisch. Sieben Stunden Matratze... schon bin ich ganz der alte Sonnenschein. Und die Arbeit, hach, ein Spaziergang.

Überhaupt, die Agentur gerade ist ja eigentlich gar keine Agentur, sondern mein zweites Zuhause. Fast ein Jahrzehnt habe ich dort verbracht. Ich kenne noch jeden Sprung in den Lokusfliesen, höre am Mahlen der Kaffeemaschine, wann die Bohnen zuende gehen, und der Fleck von der super Präse damals, als ein Kunde sich vor Aufregung übergeben musste, ist auch noch da. Herrlich.

07.12.2005 um 22:53 Uhr

Dick,,, zun Dicktat!

von: Lapared

Ich hattem eime sehr schöme Einfall, um L. meim Zuneigumg zu zeigen. Ich hab ihr gamz viele Zettelchem geshcireben. Genau genommen habe ich sie nicht selbst geschriebem, ich habe sie Dick dicktiert (wemm er schom so heißt...). Aber es war meim Idee!

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Bim ich eim Schatz?

07.12.2005 um 22:18 Uhr

Meine Schwester sagt...

von: Lapared

Meine Schwester sagt, also, wenn es IHR Dick wäre, dann wüsste sie, woher die Wut käme.

Sie sagt, dass ihr die Erotik von Hausmännern irgendwie nicht zugänglich sei, und vertritt die Theorie, dass Ringelpulliträger, die ihre Kinder mit dem Fahrrad in selbstgezimmerten Bollerwagen durch die Stadt kutschieren, Gottes Erfindung zum Trost von Singles seien. Ein „Seht doch mal, was Euch erspart bleibt!“, quasi.

Mit Dick hat das Ganze insofern zu tun, als er da neulich so was gesagt hat, was schon ein kleines bisschen durchaus in diese Richtung ging. Er meinte, wenn wir zusammen blieben, wäre es eigentllich besser, wenn ich arbeiten ginge und er würde zuhause bleiben und Kinder kriegen, weil ich mit „viel weniger Aufwand“ viel mehr verdienen würde als er.

Nun bin ich ein sehr aufgeschlossener, modern denkender Mensch und sowieso finde ich es grundsätzlich prima, wenn andere das Gebären übernehmen. Trotzdem hat auch mir die Äußerung nicht sonderlich gefallen, denn das, was D. da leichterhand „viel weniger Aufwand“ nannte, hatte sich in den letzten Wochen durchaus anstrengend angefühlt. Genau genommen sitzt es mir noch jetzt in den Knochen wie eine Mehrlingsgeburt… pro Tag… drei Wochen lang.

Also, insofern stimmt das schon, insofern könnte meine Schwester Recht haben, dass es DAS war, was mich in Wallung gebracht hatte.

Aber eigentlich ist es auch egal. Denn zwischenzeitlich ist die Wut auf wundersame Weise verpufft, was vielleicht auch daran liegen mag, dass ich heute Morgen gnadenlos verpennt und auf diese Weise endlich mal wieder mehr als vier Stunden Schlaf in einer Nacht bekommen habe.

Meine Schwester sagt, vielleicht muss ich auch einfach nur früher ins Bett.

07.12.2005 um 00:22 Uhr

Welle

von: Lapared

Nochmal zu gestern... da war ich ein bisschen wütend. Heute sieht die Welt schon ganz anders aus. Heute habe ich eine Granatenwut.

Das ist das Gefährliche bei mir. Ich explodiere selten, wenn überhaupt, dann implodiere ich, das ist diskreter und die Verheerungen bleiben im eigenen Garten. Wenn es dann doch mal passiert, geschieht es in Tausenden Meter Tiefe, auf dem Grund eines Ozeans und niemand merkt es, nicht mal ich.

Aber es gibt eine Flutwelle. Die rauscht mitunter Tage übers offene Meer und nichts passiert. Manchmal verläuft sie sich auch ganz. Aber manchmal knallt sie auch auf eine Küste – und dann… wird´s schlimm.

Wenn ich nur wüsste, was der Auslöser war. Die Sauna und die scheiß hohen Hacken waren es nicht.

Vielleicht ist es auch nur, weil ich so alle bin, und nicht weiß, wie ich die Arbeit schaffen soll, und ihm die Schuld dafür gebe, weil es so anstrengend war am Wochenend. Vielleicht. Noch ist zum Glück nichts passiert. Noch rauscht die Welle nur glitzernd übers Meer.

05.12.2005 um 23:48 Uhr

Blöeder Abvemt

von: Lapared

imtererssiet sich eigmtlich noch irgmedjemand für mir? Seit eim ganze Woche sitze ich mit meim Popo in dem piksemdem Tammennadeln und gebe das Weihnahctsgesteck, aber niemland beachtet mich. Nicht mal eim wzeites Advemtskerzchem habe ich bekommne.

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Ich wöll raus!

05.12.2005 um 23:23 Uhr

Tortur

von: Lapared

Aber um das mal klar zu stellen: ein Heiliger ist Dick auch nicht! Ich erzähl mal, wie es überhaupt dazu kam mit der Jugendherberge.

Nachdem wir die ganze Freitag Nacht, den ganzen Samstag, die ganze Samstag Nacht und den halben Sonntag zusammen verbracht hatten – und mit zusammen verbracht, meine ich zusammen verbracht, wir haben nicht eine Minute ferngesehen oder so, wir waren die ganze Zeit mit uns selbst beschäftigt, der Erforschung unserer faszinierenden Seelenlandschaften, der Analyse unsere Gefühle und Befindlichkeiten, ein paar Augenblicke Ruhe hatte man wirklich nur beim Ficken…

Und nachdem ich, wie gesagt, in den drei Wochen davor kaum eine Minute allein war, was für mich in etwa so verzichtbar ist, wie für andere die Atemluft…

Und darüber hinaus wusste, dass es in den kommenden drei Wochen nicht viel anders sein würde…

Nach dieser, sagen wir es wie es ist, riesengroßen TORTUR, die man bisweilen auch Verliebtheit nennt, habe ich Dick am Sonntag gebeten, um fünf oder so zu fahren, damit ich Abends noch ein paar Stunden für mich hätte. Für die überfällige Steuererklärung, die schmutzige Wäsche, das Sortieren meiner sezierten Gefühle und zerfledderten Gedanken.

Aber anstatt zu sagen, ja, kein Problem, dann fahre ich um fünf, sagte er: "Ich habe mir vorgenommen, bis Montag hier in X. zu sein, und ich werde bis Montag in X. sein. Wenn nicht bei Dir, schlafe ich in einer Jugendherberge, aber ich bleibe bis Montag in X." So war das nämlich. Und erst als ich mich deshalb scheiße gefühlt hab und mich angemessen zerknirscht selbst bezichtigte: „Was bin ich für eine beschissene Freundin! Mein Freund kommt nach Wochen endlich zu Besuch, und muss dann in der Jugendherberge übernachten, ich blöde Sau...“ Erst danach kam nämlich sein hinreißendes: „Du bist bekloppt, aber ich liebe Dich!“

Ja, so liest sich das alles schon etwas anders, was?

Was mich aktuell so wütend macht? - Dasselbe wie immer. Egal, wieviel ich ihm gebe, er will genau das eine Bisschen, das er nicht bekommen hat. In diesem Falle war es ein gemeinsamer Saunabesuch, den er sich gewünscht, aber auf den ich keine Lust hatte. Und High Heels, die er an mir mag, aber ich nicht, weil ich nicht weiß, worüber ich mich mit seiner Kopfhaut unterhalten soll. Lapalien also. Im ersten Moment verzichtet er scheinbar mühelos darauf. Aber vertu´ Dich nicht... er hat es auf seiner Agenda! Und wie ein Vetreter für private Krankenversicherungen… er wird immer und immer und immer wieder anfragen. Fünf SMS habe ich seitdem zu diesem Thema, zum einen wie zum anderen. Und all meine Bitten, Verbote und Warnungen, endlich damit aufzuhören, nützen nichts.

Wir können wohl alle nicht aus unserer Haut.

05.12.2005 um 08:26 Uhr

Nähe

von: Lapared

Natürlich lag ich dann erst mal die halbe Nacht wach und hab gegrübelt. Ist es so, kann ich, wie man so sagt, "keine Nähe zulassen"? Hab ich vielleicht deshalb so hartnäckig an meiner Vorgängerversion gehangen, weil er mich damit freundlicherweise nicht behelligt hat?

D. hingegen ist hardcore. Nähemäßig jetzt. So ein Mensch, der permanent in dich eindringt. Und damit meine ich keinen Geschlechtsverkehr, das ginge ja noch, dabei bleibt man ja vergleichsweise ungehelligt. Nein, es sind diese Fragen, ständig Fragen. Und wenn nicht die, dann Blicke… Forscherblicke.

Keine Nähe zulassen… kann ich keine Nähe zulassen… keine Nähe zulass… keine Nähe…

Aber dann dachte ich: 2000 Meter… das ist doch verflucht noch Mal keine Entfernung!!! Und hab bestens gepennt.

04.12.2005 um 21:08 Uhr

Romeo und Julia in Bekloppt

von: Lapared

119 ist zurück! Ta-ta! Oder besser gesagt 1019! Die Turboversion von 119. Mit ihrem Vorgänger hat sie ungefähr soviel gemein wie das den Senioren unter uns vielleicht noch bekannte Telespiel „Tennis for Two“ mit „Resident Evil“. 1019, das bin ich.

Es war irgendwann im Sommer. Ich weiß noch... Ich, damals noch Lapared, hatte mit meiner Vorgängerversion zum ersten Mal nicht nur die Nacht sondern auch einen Teil des darauffolgenden Tages verbracht. Es war Nachmittag als er sagte, freundlich sagte, jetzt müsse er dringend allein sein. Memme.

Schauen wir ins Jahr 2005, sehen wir mal, was die Extended Version so drauf hat. Da kommt also dieser wunderbare Mann am Freitagabend aus Kopenhagen, um die abgewrackte Reklame-Else Pippi, alias Ex-Lapared, alias 1019 zwei Tage lang hingebungsvoll aufzupeppeln, bevor sie am Montagmorgen wieder an die Front und er heim ins Tulpenreich muss… und das Ende vom Lied: 1019 thront in der Nacht von Sonntag auf Montag breit und fett in ihrem Doppelbett. Und der wunderbare Mann übernachtet Luftlinie 2000 Meter entfernt in der versifften Etagenpritsche einer Jugendherberge. DAS, liebe 119-Fans, ist keine Weiterentwicklung, das ist ein Quantensprung. Verglichen mit 1019 war 119 Bambi.

Der Unterschied ist nur: Im Gegensatz zur Vorgängerversion 119, die stets betonte, dass sie nicht in mich, ehemals Lapared, verliebt sei, liebe ich, neuerdings 1019 Extended Super Asshole Version, den Mann 2000 Meter Luftlinie weiter. Fragt mich nicht, wie das geht, aber das tue ich. Und das sage ich ihm auch.

Er grinst dann nur, und sagt: Pip, Du bist total bekloppt. Aber ich liebe Dich auch.

03.12.2005 um 18:10 Uhr

Letzte Hoffnung Eierlikör

von: Lapared

Ich versuche es mit Eierlikör (DAS Comeback des Jahres!). Mich „geschmeidig“ machen, wie es neulich jemand im Kommentar formuliert hat. Das hat mir gefallen. Geschmeidig. Ich wäre gern geschmeidig. Hübsches Wort. Ich benutze es seitdem häufig. Und pflege es als eine Art Mantra: Mach Dich geschmeidig, Laparedchen, mach Dich geschmeidig...

Und... Es wirkt.

Ich bin zwar immer noch ein regides Riesenarschloch. Aber eins, das vorgibt geschmeidig zu sein. Zum Beispiel: Wenn Dick sich eine Stulle schmiert, sieht die Küche danach aus wie ein Feldlazarett. Aber ich: lächle – ganz geschmeidig. Er duscht, das Badezimmer duscht mit. Und ich: lächle – total geschmeidig. Ich bekomme die herrlichste Ölmassage, in meiner 30 Grad Bettwäsche – lächeln Laparedchen, immer fein geschmeidig. Verflucht, aber ich bin nun mal nicht geschmeidig! Ich bin... ich bin... ICH! Ich, die blöde Sau, die einen Mann anpisst, der mir sein Herz zu Füßen legt, weil er dabei den Boden vollkrümelt.

Ob ich das bei 110 plus 19 auch gemacht hätte? Gute Frage. Nächste Frage.

Ich weiß nur eins. Ich kann mich nicht abgrenzen. Deshalb bin ich so abhängig von räumlicher Trennung. Deshalb lasse ich normalerweise niemanden in meine Wohnung. Aber wer sie dann doch betritt, betritt mich. Und wer dabei nicht ganz, ganz vorsichtig ist... muss wieder gehen.

Ja, ja, ja… natürlich weiß ich, wie scheiße das ist.

02.12.2005 um 20:57 Uhr

Wunderabend

von: Lapared

Na, toll. Jetzt bin ich zuhause… und er ist gar nicht da. Nix vorgeheizte Puschen, nix fette Cohiba. Frechheit!

Oh, ein Zettel…

„Bin im Kino. So hast Du bisschen Zeit für Dich - und kannst uns was Schönes kochen ;-)“

Ich sag doch… ein Wunder! Hoffentlich kommt mein Wunder bald heim, höm.

02.12.2005 um 20:22 Uhr

Feierabend

von: Lapared

Das hab ich mal wieder ganz toll hingekriegt. Jetzt sitze ich hier in dieser versnobten Hotelbar, gebe die Business-Schlampe so mit Nüsschen und Cognac neben dem Laptop, und kann nicht nach Hause. Ich könnte zwar… aber ich kann nicht. Denn wenn ich zur Tür reinkomme, sitzt da wahrscheinlich Dick. Strahlend wie ein Christbaum. Und hat für die tapfere Heldin nach ihrer siegreichen Werbeschlacht die Pantoffel vorgewärmt. Und schon mal eine fette Chef-Cohiba geköpft. Hinreißend. Aber... wie soll ich es erklären...

Ich hatte in den letzten zwei Tagen NUR Stress. Mit der Adrenalinmenge in meinem Blut würde eine Menonitengemeinde sofort zum Ballermann mutieren. Ich hab einfach das Gefühl, ich brauche mal ein, zwei Stunden für mich. Ganz allein.

Allein bin ich hier in diesem Poserschuppen natürlich auch nicht. Aber ich hab meine Ruhe, keiner will was von mir und... Moment, der Barmann will kassieren… nein, ich hab´s nicht passend…was wollte ich sagen? Ach scheiße, das ist doch auch keine Lösung.

Also gehe ich jetzt wohl besser nach Hause und sage Dick, wie es ist: Dass es da eine ganz gediegene Hotelbar gleich um die Ecke gibt, interessante Bestuhlung, dezentes Publikum, geschmeidiger Service… und ob er sich da vielleicht Einen genehmigen und mir eine Stunde ganz für mich allein geben kann?

Mein Gott, was bin ich für ein Arschgesicht… aber nützt ja nix.

02.12.2005 um 13:13 Uhr

For those who´ve read...

von: Lapared

67,3 % aller Unfälle passieren, weil einer der Beteiligten übermüdet ist. Vielleicht auch nur 62,1 % oder 50,3 %, keine Ahnung, woher soll ich das wissen. Aber ich glaube bestimmt, es sind sehr viele. Und nicht nur auf der Straße. Ungeschehen machen kann man sie nie, aber einige, wie zum Beispiel den Eintrag, der vorher hier stand, kann man zum Glück schnell löschen.

02.12.2005 um 02:27 Uhr

So zerstörend ist Zerdenken

von: Lapared

Zerdenken. Ein kleines Dorf in der Nähe vom zärtlichen Suleyken in den polnischen Masuren, meint man. Aber in Wirklichkeit: eine ganz infame Taktik, die ich entwickelt habe, um den glücklichen Momenten meines Lebens so schnell wie möglich die Spitze zu nehmen. Wer "Voice-Over" gelesen hat, weiß was ich meine.

01.12.2005 um 22:11 Uhr

Voice-Over

von: Lapared

Ein bisschen kommt mir das vor, wie in diesem Film. Diese geile Weihnachtsschnulze, wo sie (schön) ihr wunderschönes, popolanges Haar abschneidet und dem Perückenmacher verkauft, um ihm zu Weihnachten neue Saiten für seine Geige schenken zu können. Und er (Geiger) seinen einzigen Besitz, nämlich seine Geige verkauft, um ihr Kämme für ihr langes Haar schenken zu können. Und am Ende sitzen sie da mit Geschenken, die zwar ohne praktischen Nutzen aber natürlich phantastische Liebesbeweise sind.Der Unterschied ist nur... Nee, ich muss anders anfangen.

Also, wie ich früher schon mal erzählt habe. Für Dick bin ich bereit, meine Heimat zu verlassen, meine Sprache - die ich liebe und von der ich im Übrigen lebe - gegen einen Halskatarrh zu tauschen, und in ein Land zu ziehen, in dem ich mit Glück einen Putzjob kriege und gehasst werde, sobald ich den Mund aufmache. Und das alles, um mich von einem Mann abhängig zu machen, den ich seit circa fünf Minuten kenne. Für ihn würde ich es tun: Ich ließe mir mein popolanges Haar abschneiden.

Und was macht Dick? Gestern kommt er plötzlich an und sagt, er will nach Hamburg ziehen. Für mich ist er bereit, seine Heimat zu verlassen, eine Muttersprache, die zwar ein Halskatarrh, aber sein Halskatarrh ist, gegen eine Fremdsprache zu tauschen, in ein Land zu gehen, in dem er weder Freunde, Beziehungen, noch Kunden hat, und wo jeder an Rudi Carell denkt, sobald er den Mund aufmacht. Und das alles, um bei einer Frau zu sein, die er seit ca. fünf Minuten kennt. Für mich würde er es tun: seinen einzigen Besitz, seine Geige verkaufen.

Ja, sind wir nicht süß?

Der Unterschied ist nur... (ich komme wieder auf den Film zurück)… vielleicht ist es in unserem Falle gar kein ganz so großes Opfer. Vielleicht bin ich die langen Zotteln ja schon lange leid und im Grunde super scharf auf einen Kurzhaarschnitt. Wahrscheinlich hätte ich es sowieso bald gemacht, alles abgeschnitten, aber wenn man es obendrein als große Liebesgeste verkaufen kann, warum nicht?

Und Dick... Vielleicht geht es ihm ja genauso. Vielleicht hat er die Nase schlichtweg voll vom Gefiedel. Vielleicht will auch er schon geraume Zeit „ganz von vorn anfangen“, und durch mich hat er endlich den plausibeln Grund, der bisher nicht vorlag und den seine Logikabteilung mehrfach angemahnt hat.

Tja, so gesehen... so gesehen sind wir vielleicht doch gar nicht so süß, was? So gesehen sind wir vielleicht eher ein bisschen verzweifelt. Aber egal. Stellen wir uns das Ganze einfach als Film vor, hübsch von außen und ohne mein bescheuertes Voice-Over, das die ganze Sache kaputt analysiert.

Als Film wären wir bezaubernd.

01.12.2005 um 10:40 Uhr

Dick statt Pfanni

von: Lapared

Als ich um drei Uhr nachts nach Hause kam, war D. noch da. Das war… eine Überraschung. Habe ich erwähnt, wie sehr ich Überraschungen liebe? Vielleicht in dem Kapitel über meine gelassene Art, leise pfeifend und stets offen für alles durchs Leben zu schlendern? (Gibt´s nicht? Dazu plane ich ein großes Sonderheft!) Jedenfalls... In meiner Freuzentrale war schon wieder mal alles dunkel. Morgens um drei ist da sowieso meist keiner. Aber was soll ich sagen... Irgendwie hat er es dann doch wieder geschafft, da noch jemanden rauszuklingeln.

Ein Wunder, ein echtes Wunder.

(Vor allem wenn man bedenkt, dass Plan A eigentlich der war, mich in meiner kleinen warmen Küche mit 12 Pfanniknödeln und zwei Kilo Röstzwiebeln an den Rand der Bewusstlosigkeit zu futtern, um schließlich im Morgengrauen vorm Shoppingkanal auf der Couch zu versumpfen...)

01.12.2005 um 01:15 Uhr

Noch eine

von: Lapared

Jeder kennt diese Geschichten von Menschen, die über Nacht ergrauen. Aber niemand glaubt sie. Dabei sind sie 100 %ig wahr. Die Menschen waren alle Mitarbeiter dieser Agentur.

Schon wieder Eins und noch kein Ende in Sicht. Nach dieser Nacht wird es eine Spontan-Ergrauungsgeschichte mehr geben. Und die könnt Ihr glauben, ganz bestimmt.

Die spinnen doch.