Anleitung zum Entlieben

10.12.2005 um 21:08 Uhr

Endlich eine von den vielen

von: Lapared

Siehste...

Kaum lässt man mich nämlich mal einen Tag allein einfach so rumpuschern... schon habe ich wieder eine Wahnsinnssehnsucht nach ihm und wünschte, wir wären zusammen. Geht doch.

Ich bin eben doch keine sechs mehr. Ich bin hervorragend sozialisiert und völlig normal. Ich bin - wie es neulich in einem Kommentar stand "eine von den vielen, die mit sich alleine nicht klar kommen"... na, das will ich doch hoffen.

Im Ernst. Es gefällt mir, dass D. mir so fehlt. Es ist irgendwie neu und sieht mir nicht ähnlich. Traditionell war ich in puncto persönlicher Anwesenheit von Partnern stets sehr genügsam, "vorbei kommen?" - ein ordentliches telefonisches "Ich liebe Dich" hätte es für mich oftmals genauso getan...

Aber es gefällt mir.

10.12.2005 um 13:51 Uhr

Torter! (Maskulinum von Torte)

von: Lapared

Warum stellt da Leben immer dann Torten ins Fenster, wenn man beschlossen hat, den geilen Scheiß sein zu lassen. Und sich stattdessen „lecker und gesund“ zu ernähren?

Für Langzeitleser: Der nette Mann aus dem Bad – der Nackenhaaraufrichter, nicht der Popolose – hat sich gemeldet.

Ja, ja... ich hör sie schon die Einwände. Es gibt niemanden, der Torten ins Fenster stellt, don´t try to blame others, Torten sind ein Wahrnehmungphänomen, DU stellst sie dahin, DU guckst Sie an, DU bist Deutschland (ach nee, das war das andere Thema, über das ich mich gelegentlich noch mal aufregen muss, gestern entdeck´ ich die Sülze auch noch auf meiner Brötchentüte!), also zurück zu den Torten, DU bist es, die sie wahrnimmt, (und jetzt kommt´s, die Verbalschleife, die ich besonders liebe...) wenn Du D. wirklich lieben würdest (herrlich!), wenn Du D. wirklich lieben würdest, würdest Du gar nicht hinsehen ins Fenster, Du würdest völlig in Gedanken, wo Du für D. noch frischen Broccoli herkriegst, einfach dran vorbei laufen. (Käse!) Und überhaupt… (Achtung, noch so eine naivpsychologische Rhetorikblüte) bei 119 wäre Dir das nicht passiert, bei ihm hättest Du die Torten mit dem Arsch nicht angeguckt, mit dem Arsch nicht...

Bedaure. DOCH. Und ob. Und wie ich das hätte. Denn bei ihm und dem Übermaß an Liebe und Aufmerksamkeit, mit dem er mich überschüttet hat, hätte ich vermutlich keinen Grund gesehen, mir was zu verbieten.

Das ist bei D. anders. Jetzt habe ich was zu verlieren. Und deshalb werde ich, anders als ich es früher getan hätte, weggucken und weitergehen. Ganz einfach. So leicht geht Tennis.

P.S. Und überhaupt sind an der ganzen Sache sowieso nur meine Eltern Schuld. DIE haben immer gesagt: Kind, vögel einen Arzt. Naja, nicht ganz so, eigentlich haben sie gesagt, heirate einen Arzt. Aber fest steht, die Wurzeln der erotischen Anziehung, die dieser nette Mann und – wir erinnern uns – tüchtige Chirurg aus dem Bad heute so unwiderstehlich auf mich ausübt, liegen eindeutig in meiner Kindheit. Und man weiß ja, wie schwer es ist, frühkindlichen Prägungen zu entkommen...

Eindeutig, SIE sind schuld. Fantastisch.