Anleitung zum Entlieben

28.02.2006 um 23:51 Uhr

Klare Ansage, klare Absage

von: Lapared

Seit gestern arbeite ich übrigens wieder mit meinem alten Partner Olli. Ja, ich weiß, eine Sensation. Genau das, was ich mir beruflich gewünscht habe. Aber gestern – noch ein bisschen erschöpft von den 15 Stunden auf See – habe ich ganz vergessen, davon zu berichten. Als freies Team sind wir noch den ganzen März gebucht. Und haben das Angebot für eine Festanstellung.

Hatten. Heute Nachmittag, nach genau einem Tag und neun Stunden in der Agentur hat Olli, ein Lamm von Mann, mein Rollenvorbild in Punkto Uneitelkeit, in sich ruhend wie ein Buddha, reizbar wie ein Toastbroat… heute Nachmittag hat Olli Babsi „Arschloch“ genannt. Leise, lächelnd, schlicht und ergreifend „Arschloch“. Herrlich. Und der Agenturleitung hat er eine Stunde später mitgeteilt, dass er an einem Angebot nicht interessiert ist.

Und ohne ihn ist es für mich auch nicht mehr interessant. Wäre das auch geklärt. Halleluja.

27.02.2006 um 23:41 Uhr

Curd Rock - dem keim Frau lamg böse seim kanm

von: Lapared

Ihc sag dohc,.. wemm man gedushct hat umd gut riecht ist es eim Kimderspriel…

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27.02.2006 um 23:13 Uhr

Reiseerinnerungen

von: Lapared

Dick sagt immer, eine Beziehung sei so, als ob man auf die Mitte eines großen, tiefen Sees hinausschwimmt und will damit wohl sagen, dass es nicht ganz ungefährlich ist und dass man unter Umständen dabei ertrinken kann. Er ist immer so positiv. Im Gegensatz zu mir. Ich sage immer, eine Beziehung ist, als ob man von der höchsten Brücke springt, womit ich wohl sagen will, dass man ertrinken wird. Wenn es einen nicht schon beim Aufschlag zerrissen hat.

Halten wir uns heute mal an D.s Definition. Angenommen eine Beziehung ist ein See… ist es dann ein Wunder, dass ich, als Fast-Nichtschwimmer, jedes Mal zwischen unseren Treffen panisch wieder an Land paddel? Und von da aus brauche ich immer eine kleine Weile, bis ich - wenn wir uns wiedersehen - wieder hinaus geschwommen bin zur Mitte des Sees…

Zur Illustration ein paar Reiseerinnerungen.

Samstag, 15.10 Uhr. „Am Montag war es ein halbes Jahr her!“, sagt Dick, bricht mir die Finger und blinzelt in die Sonne über dem Amsterdamer Hafen. „Was?“ frage ich vorsichtig, und habe schon so ein ungutes Gefühl. „Am Dienstag war der 20.2.!“ sagt Dick. „Dick, quetsch doch bitte meine Hand nicht so!“ – „Am Dienstag kannten wir uns ein halbes Jahr!“ – „Verstehe.“

Ich bin keine Jahrestagefrau. Schon in der Schule, als Beziehungen noch „Miteinandergehen“ hießen, gehörte ich nicht zu denen, die dem Pickelgesicht ihres Herzens einen Sandkuchen glasierte, wenn sich das Datum des Klassenfete, bei der das „Miteinandergehen“ in der Regel beim letzten Schwoofer fest gezurrt wurde, jährte oder - besser gesagt - monatete, denn beim „Miteinandergehen“ war es ja schon doll, wenn es die großen Ferien überstand. Ich vergaß damals die Monatstage und vergesse heute Jahrestage - ist es nicht schön, wenn man sich treu bleibt? Und Halbjahrestage vergesse ich erst Recht.

Dick spürte meine verhaltene Reaktion. „Ich hätte auch nicht dran gedacht“, sagt er, „aber ich habe nach einem Vorwand gesucht, damit Du Dich für mich ausziehen musst.“ – „Ach so“, sage ich erleichtert , „und Geschlechtsverkehr als Vorwand war Dir wahrscheinlich nicht originell genug?“ – „Erstens das, und zweitens sollst Du auch mal was davon haben!“ – „Entschuldige, dass ich Dir keine multiplen Orgasmen vorspiele, aber dafür ist der eine, für den ich fünf Stunden brauche…“ – „Der ist der Hammer, ich weiß“, fällt D. mir ins Wort, „…der ist gründlichst vorbereitet und durchdacht, wollte ich sagen!“ Dick grinst. „Los schwing Dich aufs Rad, wir fahren zu Marlies Dekkers, ich kauf Dir einen neuen Bikini!“. – „Was?“ – „Für den alten, den Du verloren hast. Aber vorher probierst Du mindestens zwanzig verschiedene für mich an!“ – „Verstehe.“

Samstag, 16.17 Uhr. Ich konnte ihm unmöglich sagen, dass ich schon einen neuen Bikini habe. Er hatte sich so darauf gefreut. Zusammen Kleidung kaufen führte, das hat er mir gestanden, in seinen Singlejahren lange die Top-Ten seiner Beziehungsfantasien an. Wir also los, einmal quer durch Amsterdam.
Es war einer dieser Läden, in dem die Umkleidekabinen größer sind als mein Wohnzimmer. Mit einem Sessel und gesalzenen Pistazien für den Herrn Gemahl Schrägstrich Herrn Kreditkarte und vom Haus bereitgestellten hochhackigen Puschen, in die die Damen hineinschlüpfen können (vorausgesetzt, sie haben Püschchengröße 36), bevor sie vor den Richtersessel treten Schrägstrich stöckeln. Alles ganz edel also, nur: eine Beleuchung wie bei H&M, Cellulitislicht. Trotzdem habe ich brav alle 20 Bikinis vorgeführt, die Dick mir nacheinander anschleppte – und hätte dabei schreien können. Ich bin das nicht gewohnt! Sowas mache ich, solange ich denken kann, allein. Außerdem: Wozu muss mein Freund wissen, dass ich diese schnittigen Panties trage, nicht weil sie schnittig sind, sondern weil ich im Tanga beschissen aussehe? Warum durch geschickte Problemzonenverkleidung die Illusion erzeugen wollen, dass ich eine makellose Figur habe, wenn die Hauptzielperson des Manövers Zeuge der stundenlange Suche war, derer es bedurfte, um ein Bikini-Modell zu finden, dass diesen Job macht. „Dick“, wollte ich gerade sagen, „Dick, sollte es jemals notwenig werden, dass ich gebäre, werde ich DAS nicht in Deiner Anwesenheit tun, ist das klar? Ich mache solche Dinge allein, Bikinis kaufen, Saunieren, gebären... so was mache ich alles lieber allein.“ Aber just in dem Moment sagt Dick aus tiefster Überzeugung: „Eigentlich ist es ganz egal, welchen Du nimmst, Du siehst in allen hüsch aus.“ - „Hm... tja…ich weiß nicht…“, sage ich. Und hab noch 40 weitere anprobiert. Wenn, dann richtig, höm.

Sonntag, 2.20 Uhr. Ich liege so da, in postkoitaler Seligkeit und denke, was ist es nur für ein Glück, einen Menschen gefunden zu haben, bei dem man sich sicher fühlt. Bei dem man so sein kann, wie man ist. Der einen auch dann liebt, wenn man mal scheiße ist. Und sogar dann, wenn man scheiße aussieht. Dem völlig egal ist, welchen Bikini man trägt, weil er dich in jedem schön findet. Hach, denke ich, rekle ich mich behaglich und säusel zu Dick: „Schatz, warum hast Du mich damals in Freibad…am 20.8.… warum hast Du mich da eigentlich angesprochen?“ Und Dick säuselt im Halbschlaf zurück: „Dein Bikini gefiel mir.“ – „Mein Bikini???“ – „Von weitem sah er aus wie ein Bikini von Marlies Dekkers, und da dachte ich, die Frau hat Geschmack.“ - „Aber es war kein Bikini von Marlies Dekkers. “ - „Das hab ich dann auch gesehen...“ – „Aber Du hast mich trotzdem angesprochen, hach...“ – „L., quetsch doch bitte meine Hand nicht so!“ – „Du hast mich trotzdem angesprochen...“ – „Ja, und ein halbes Jahr später trägst Du einen Bikini von Marlies Dekkers, siehste, ich krieg was ich will.“ – „Aber Du bezahlst dafür.“ – „OH, JA.“ – „Es war übrigens der 19.8....“ – „Tatsächlich?“ – „Worauf Du einen lassen kannst, ich merk mir so was!“

Blieben uns bis zur Heimfahrt immerhin noch 15 Stunden gemeinsam in der Mitte des Sees.

26.02.2006 um 22:27 Uhr

Curd Rocj .- voller Reue

von: Lapared

Sie ist immer noch mich wieder zurücl… bielleicht kmnnt sie ja nie zzu nir zurücl. Oweia...

Lchme, wemm du dies liest: das mit Mimie war doch nru eim dunne Afföre! Das hatte gar micht zu bedeutem! Kömm zu nir zrurück! Kömm zurück!. Bitte“! bitte! ... . .

Dalli!

26.02.2006 um 15:20 Uhr

Curd Rock – Gestämdmisse eimes Wonamizers, Voll. 2

von: Lapared

Milliomen Mämmer schreibem mir umd fragem: Curd Rcok, was ist das Geheinmis deimes legemdärem Erfolgs bei Frauem? Umd ich amtworte inmer dasselbe: Das ist gamz eimfach, es gibt da so eim spezielle Stellumg… gukc, ich fürhre sie mal vor:. -

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Dushcem, Ihr Imdioten! Ihr nüsst imnner firsch geduscht seim umd schöm feim dupften. Das ist der gamze Trick. Vor allem sollte eim Frau nie reichem kömmen, wo iht euer Glükc vorher versucht habt. Irh drüft nie nach Mimies riechen...

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Acuh vor Seife dürft irh in diesne Zusannemhamg nicht zurückschreckem. ...

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Um himterher grümdlich abspülem. Somst schäumt es imner so, wemm die Frauem mich mit Küsshcme übersäht ., höm..

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Ihc werdet sehm. Wemm ich gut reiche, wird Lchem mir sofort verzeiem. Sie wirdkeim bisschem böse seim, dass ich mit Mimie rumgenacht habe. Umd dass ich nnich mit ihr im Käselamd gefahrem bim. Siew wir d mich eimfach im Arm nehmen umd sagen, Curd Rock , meim kleim Duftwölkchem, Du hast nir schrecklich gefehlt. Gamz sicher … . bestimt. hoffmetlich.. .blosß

25.02.2006 um 21:17 Uhr

Curd Rock got teh Blues

von: Lapared

Ihc bim sooo alliem. .Was wollte ich eigemtlich vom diese blöde Humd? Ach, wäre ich dohc bloß mit meim Lchme gefahrem...

25.02.2006 um 16:39 Uhr

Curd Rock _ DAS DATE

von: Lapared

Sie IST eim Tier! Eim Töle! So eim Schieße.!! ! Aber die gmaze Geschichte vom Amfamg an...

Zum erstem Nal im meim gamzvollem Karreire als Wonamizer musste auch ich heute erfahrem, was es heißt, wemm eim Date so richtig im die Hose geht. Ich wusste sofort, als ich sie sah: das wird nichts mit ums beiden. Zuviele Beime, zu viele Haare am die Beime. umd diese dümmlich platte Nnase! Aber damm dachte ich, vielleicht hat sie ja immere Qualitätm, Umd ließ mnich auf die Sacge eim. Eim großer Fheler.,,

An Amfang war es noch gamz nett....

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Doch damm... . .

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Welch primnitive Freude es irh machte, mich voll zum sabberm! Mich, Curd rcok, Dichter, Poet, Kümstler, … durch die Gegemd zu schleuderm wie eim nassem Sack !Umd sls ich mich werhte, wurde sie nur noch wilder...

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Plötzlihc erimmerte ich mihc am eim Buch vom eimen Bäremjäger, dass ich als kimd nal gelesm hattee. Das war meim Rettumg! Bei der Begegmung mit der Bestie muss man sihc flach himlegem umd tot stellem. ...das wusste ich mohc

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Was ich nicht merh wusste :. ob auf Rückem oder Bauch. Ich hab damnn eimfach abwechslemd gemacht. .

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Auf jdem Fall aht es gewirkt, umd sie hat schmell das Imteresse am mir verlorem. Dunne Kuh.

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Umd so hat Curd Rcok ,Wonamizer umd Abemteurer,, damk siem famtastsche Imtelligemz auch diesme Treffem souveräm genmeistert.

25.02.2006 um 10:03 Uhr

Curd Rock . am Begimm eimer neuem Ära

von: Lapared

Hueote ist der große, Tag. Lchem ist weg, Lchem ist Vergamgenheit. Heute, liebe ;Milliomen Fruemde, begimmt eime neuem Ära im abemteurlichem Lebem umd Liebem des Wonamizers Curd Casamova Rock. Heute treffe ich sie: MIMIe.

Für eim erstes Date ist die Kleiderwahl übrigems gamz entscheidemd. Ich habe lamge nachgedacht umd beshclossem nackt zu gehm. Mit nichts als eim Hauch costesparfü,m vom Lchem und meim freche Mütze.Das Fellmämtelchem lasse ich lieber weg, mam weiß nie, vielleiht ist so eim Tierschützerim...

24.02.2006 um 23:12 Uhr

Tick tick tick

von: Lapared

Der sicherheitsorientierte Teil in mir sagt natürlich: heim ins Angestelltenreich. Wer weiß, wie lang sie dich noch nehmen. Welche Agentur, besser gesagt, welche deutsche Agentur, stellt schon noch einen 40jährigen Kreativen ein. In Deutschland müssen Kreative jung sein, Alter und Ideen schließen sich hierzulande aus. Alte, sprich 40-Jährige, sitzen in Agenturen wenn, dann bitte oben, da, wo sie Kreation nicht mehr selber machen, sondern nur noch beurteilen und an den Kunden weiter verschachern müssen. Die Ideen zwölfjährigen Juniortexter, die natürlich viel toller sind als die ausgelaugten Werbesäcke, weil sie gerade frisch vom August-Willi-Gymnasium in Geseke kommen, wo sie eine total verrückte Schülerzeitung gemacht haben - was sind dagegen die verstaubten Cannes-Löwen der grenzdementen Senioren. Im Ernst, die Werbung ist die einzige Branche, in der davon ausgegangen wird, dass Erfahrung nicht besser sondern schlechter macht. Zumindest hier in Deutschland.

Scheiße, ich hab das Gefühl, überall ticken Uhren, beruflich, biologisch, bikinioptisch, männertechnisch… Aber die haben bei mir keine Chance. Dagegen habe ich doch eine Geheimwaffe. Curd Rock, bitte kaputt pupsen!

P.S. Apropos: Curd ist die nächsten zwei Tage allein zuhaus, er will partout nicht mit nach Amsterdam. Vielleicht könnt Ihr ja ab und zu mal nach ihm sehen...

24.02.2006 um 13:03 Uhr

Crud Rock the house

von: Lapared

Ich shcau nich schommal anch eim Innobilie um… . für Curd & Mimie Rock (ich demke, ich werde ihr meim Namen schemken).

Ich kamm es kaum erwartem. sie kemmen zu lermen.

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(Czrd Rock - vor den zukümfigem Curd Rock-Haus)

23.02.2006 um 23:48 Uhr

Roots

von: Lapared

Irgendwie lässt mir die Sache mit meinem ungewöhnlichen Raumbedarf keine Ruhe. Dieses ausgeprägtes Territiorialverhalten in meiner Wohnung, diese mindestens ICE-Sessel-breite Distanzzone in öffentlichen Räumen. Ich frage mich, woher das bloß kommt.

Da ich - wie schon des Öfteren erwähnt – bereits sehr früh Verhaltenstendenzen in diese Richtung zeigte (ich erinnere an meinen ersten Auszugsbeschluss noch vor der Einschulung), liegt die Vermutung nahe, dass mein hoher Raumbedarf genetische Ursachen hat. Aber meine Eltern zeigen in dieser Hinsicht keinerlei Auffälligkeiten! Mein Opa war im Schützenverein und hat Schulter an Schulter mit anderen Männern Trompete geblasen, und meine Oma väterlicherseits hatte sogar eine Tanzschule, eine Institution also, die körperlicher Berührung einen fadenscheinigen, aber gesellschaftlich akzeptierten Vorwand lieferte, zu einer Zeit, in der man eigentlich – was das öffentliche Leben anging - noch einigermaßen sicher davor war. An der Erbmasse dürfte es also nicht liegen.

Ich dachte nach. Und plötzlich fiel es mir wieder ein. Plötzlich fügte sich ein Steinchen zum anderen. Plötzlich ergab alles einen Sinn...

Der Briefträger! Schlagartig erinnerte ich mich: In meiner Verwandtschaft hielt sich lange Zeit hartnäckig das Gerücht, dass ich nicht das Kind meines Vaters sondern das des Briefträgers sei. Sehr hartnäckig sogar. Es liegt also auf der Hand! Ich denke, ich kann davon ausgehen, dass ich mein ungewöhnliches Raumbedürfnis vom Briefträger habe! UND: dass der Briefträger in meinem westfälischen Heimatort entweder ein US-Schwarzer oder Japaner war! US-Schwarze und Japaner sind nämlich – das hat die interkulturelle Verhaltensforschung gezeigt - diejenigen, die in persönlichen Interaktionen den größten zwischenmenschlichen Abstand halten. Ich habe meine ungewöhnlich große Distanzzone also von unserem schwarzen Briefträger, mit dem meine Mutter - wie die Verwandtschaft immer schon wusste - eine Affäre hatte. Seit ich das weiß, geht es mir besser. Es ist immer wieder erstaunlich, wieviel leichter manche Dinge zu ertragen sind, wenn man erklären kann, woher man sie hat.

Das Einzige, was mir noch ein bisschen Kopfzerbrechen macht: Der Grund, warum mein Vater in meinem Falle als Erzeuger so hartnäckig in Frage gestellt wurde, war, dass ich – was es in unserer Familie seit Jahrhunderten nicht gegeben hatte – strohblond war. Hm. Ein blonder, US-schwarzer Briefträger? Das ist wohl eher… selten. Kein Wunder, dass meine Mutter auf ihn abgefahren ist.

(Sorry, das war jetzt wohl ein bisschen albern, was? Und eigentlich hätte ich auch über etwas ganz anderes schreiben müssen… darüber, dass ich heute dieses Gespräch mit dem Agenturhäuptling hatte… und dass es ein wirklich verlockendes Angebot ist, nicht finanziell aber… ich wäre wieder ein Team mit Olli, einige erinnern sich vielleicht noch, mein guter alter Olli… andererseits habe ich doch schon den Bikini… und wie soll ich das Curd erklären… und dem Goudakopp… und mir, wenn ich mich in zehn oder zwanzig Jahren im Spiegel ansehe und feststelle, dass ich alt bin… und mich frage, warum ich nicht mehr gelebt habe. Irgendwie muss ich das erstmal sacken lassen.)

23.02.2006 um 12:38 Uhr

Curd Rock – Gestämdmisse eimes Wonamizers, Voll. 1

von: Lapared

Milliomen Mämmer schreibem mir umd fragem: Curd Rcok, was ist das Geheinmis deimes legemdärem Erfolgs bei Frauem? Umd ich amtworte jedme dasselbe: Das ist gamz eimfach, meim lieber Freumd, mann muss sie nur eim bisschem zappelm lassem.

Zun Beispeil gesterm abemd auf Couch. „Curdchem,“ sagt Lchem, „am Wochememde fahrme wir nach Andsterdma.“ . .,

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Umd ich gamz leger „Ich kamm leider nicht . ich hab schom was amders vor!“ Umd damm bim ich aufgestamden umd hab so getam, als wollte ich mir eim Bier holem.

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Da hättet Irh sie mal erlbem sollem! Mit eim Schlag wurde sie gamz amhänglich. Sie ließ mich nich weggehem. „Curdchem, was hast Du demm vor!“, sagt sie.

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Um ich: „Sag ich nihc!“ (Umter ums: ich hb eimDate mit Mimie!)

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Um sie: “Ach bötte, lieber Curd Rock, verrat es nir doch!“

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Umd ich..:“Neim! Das isr privat!“

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Umd sie : „Bötte, bötte, bötte, allerleibstes Curd Röckchen, bötte konm doch mit mir nach Asterdma! Ome Dich macht gar keim Spaß...“

Siehste, so geht das mit Frauem,.nämlich.. .

22.02.2006 um 22:29 Uhr

Curd Rcoks Bedürfmisse

von: Lapared

Serh schöm. Wemm Lchem zun Goudaschädel fährt, rat nal ,wem ich damm an Wochememde besuche, hömhömhöm... , .

22.02.2006 um 22:25 Uhr

Interpersonelle Bedürfnisse

von: Lapared

Ich weiß, ich habe oft aufs Zugfahren geschimpft. Weil ich die Pünktlichkeit, die Voraussetzung ist, um daran teilzunehmen, als extrem widernatürlich empfinde. Wegen der Kegelvereine. Wegen der Eierbrote. Und weil es immer noch Menschen gibt, die tatsächlich glauben, nur weil zwei Sitze nebeneinander sind, wäre es auch akzeptabel, dass zwei Menschen darauf nebeneinander sitzen. Ich würde nie auf die Idee kommen, Doppelsitze wirklich als Sitzgelegenheit für zwei Personen zu missdeuten. Ich sehe darin grundsätzlich eine Sitzgelegenheit für eine Person mit Gepäck, der Wahlmöglichkeit zwischen Fenster und Gang und ihrem natürlichen interpersonellen Distanzbedürfnis (so nennen Psychologen den Mindestabstand, den eine Person von anderen gewahrt wissen möchte, weil sie sie sonst erdrosseln müsste), einem Distanzbedürfnis, das zwar individuell und kulturell verschieden sein mag, meiner Meinung nach aber immer, immer! mindestens einen Bundesbahnsitz beträgt. Ich sehe, das wollte ich damit eigentlich nur sagen, Zugfahren also grundsätzlich mit Skepsis.

Und doch werde ich am Wochenende 11 Stunden lang in der Bahn sitzen und von hier nach Amsterdam und 12 Stunden später wieder zurück fahren. Und das alles nur, weil ich so riesige Füße habe. Riesige 54 Quadratmeter groß, genau wie meine Wohnung. Und gleichzeitig auch ein mindestens ebenso riesiges Bedürfnis, den alten „Goudaschädel“ zu sehen. Ein interpersonelles Nähebedürfnis quasi. Ist es nicht schön...

22.02.2006 um 00:18 Uhr

Meine Wohnung, meine Füße

von: Lapared

Meine Schwester musste es sich wieder mal anhören. „Wir haben uns drei Wochen nicht gesehen“, heule ich, „und statt zu jubeln, und schon mal die guten Schlüpfer zu sortieren, hab ich Angst, dass ich wieder einen dieser Erstickungsanfälle bekomme, wenn er hier ist, scheiße, und das soll Liebe sein?!“ - Meine Schwester stets geduldig: „Ich gebe zu, das ist, na ja, außergewöhnlich. Andererseits… Statt, dass er Dich besucht, wärest Du gerne bereit, nach einer nicht gerade entspannten 70-Stunden Woche samstags um fünf Uhr aufzustehen und den ersten Flieger nach Amsterdam zu nehmen um das Wochendende dort mit ihm zu verbringen. Und dafür ganz nebenbei mal eben 300 Euro hinzublättern, was eine Menge Geld ist für eine Frau, die sich vier Tage lang dafür in den Arsch beißt, dass sie sich einen ERES-Bikini spendiert hat. Und das soll NICHT Liebe sein?“ – „Na ja, vielleicht reise ich einfach gern?!“ – „Du hasst Reisen, Du hast Flugangst!“ - „Aber das ist doch nicht normal, wenn man seinen Freund nicht in seiner Wohnung will!“ – „Hm. Wann geht das denn immer los mit dem Ersticken?“ – „Also, solange wir im Bett sind, ist es okay. Im Bett kommt mir eine gewisse räumliche Nähe noch einigermaßen normal vor, wie sollte das sonst gehen, nicht wahr, auch rein anatomisch, da müssten die Männer ja sonst meterlange…“ – „Schon gut, schon gut, das müssen wir uns jetzt nicht ausmalen!“ – „Und wo sollten sie nach dem Sex damit hin, aufrollen wie Feuerwehrschläuche und neben sich her rollen, das wäre…“ – „STOP! Ich hab´s begriffen, das männliche Glied ist nicht für Frauen, die räumliche Nähe scheuen, konzipiert, also wann kommen Deine Erstickungsanfälle?“ – „Eigentlich in dem Moment, wo wir das Bett verlassen, sobald wir uns von der Horizontalen in die Vertikale begeben, quasi!“ – „Dann müsst ihr entweder das ganze Wochenende im Bett bleiben oder auf dem Bauch durch die Wohnung robben!“ – „Hah.“ – „Oder Euch einfach woanders treffen.“ – „Aber das ist doch total bescheuert, was bin ich denn für eine Feundin, wenn ich …was ist denn da los, erstichst Du nebenbei einen Praktikanten, woher kommt der Lärm?“ – „Das bin ich! Ich schreie! Ich ertrage es nicht mehr, ich kann es nicht mehr hören!!! Du hast nicht gern jemanden in Deiner Wohnung, SO WHAT?! Es ist wirklich nicht die größte Wohnung! Dann trefft ihr Euch eben woanders! Wenn das alles ist… Andere müssen sich mit Schweißfüßen arrangieren oder damit, dass ihr Partner morgens BAP hört, also bitte!“ – „Sag das mal Dick!“ – „Das würde ich, aber das ist nicht mein Job, DU musst ihm das sagen!“ – „Hab ich doch! Vesucht zumindest…“ – „Und? Geht das in seinen Goudaschädel nicht rein oder was?“ – „Es ist schon ein ziemlich alter Gouda, und ein verdammt harter, weißt Du… da kriegt man so leicht nichts mehr rein, was nicht in seine Vorstellung passt, schon gar nicht in seine Vorstellung von einer glücklichen Beziehung.“ - „Dann soll er seine Vorstellung vögeln und nicht Dich! Dein Käse ist auch nicht mehr der jüngste, ich weiß noch… Du wolltest schon mit sechs zu Hause ausziehen und ein Haus für Dich allein! Weil Dir - bei aller Liebe - der tägliche Kontakt mit unseren Eltern und meiner Wenigkeit ein wenig übertrieben vorkam. Aus so einem alten Stinker kann man nicht von heute auf morgen einen Streichkäse machen!“ - „Stinker, verstehe. Es ist nicht okay, dass ich ihn nicht hier haben will. Also doch.“ – „Weißt Du was?! Nicht Dick hat das Problem damit, DU hast es. Solange DU dieses Wohnungsding nicht akzeptierst, wird er es auch nicht.“ – „Hm. Und nu?“ – „Stell Dir vor, die Wohnung… oder besser die Zimmer der Wohnung… die wären Deine Füße.“ – „Verstehe.“ – „Die Wohnung ist ein Teil von Dir! Sag Dick, er soll gefälligst von Deinen Füßen gehen, schaffst Du das?!“ - „Das krieg ich hin.“ – „Na also.“

Ich wünschte wirklich, meine Schwester würde mit Dick reden. Sie reden und streiten und verhandeln… und ich geh einfach nur mit ihm ins Bett, höm.

21.02.2006 um 10:36 Uhr

Crud Rock sagt nein zun Rock!

von: Lapared

Lchem, hab ihc gesgt , ich will eim Jeams, wemm ich keim Jeams kriege, verlasse ich Dich, damm zieh ich zu Mimmie (es lauft gut, gesterm ahabem wir telfomiert, sie hat nicht biel gesagt, nur gamz schwer geatmet, aber auf eim sehr sympathische Art.. ) Lchem hat versucht sich rauszuredem. Curd hat sie gesagt, so eim famtasstische Figur wie Deime, darf mam doch nicht im eim Jeams versteckem. - Ich verstehe gemau was Du sagem willst, hab ich geamtwortet, aber ich nöchte meim Reize nicht so offemsiv zur Schau stellem, ich bim eim Freumd subtiler Errotick. Hmmm, hat Lchem gesagt, wie wöre es mit iem Jeamsrock, eim Jeamsmimirock . das würde eim bisschem Deim weichem, weibliche Seitem betomen und außerdem sehr hübsch zu Deim Namen apssen. EIM JEAMS ROCK??? hab ich gesagt, willst Du das mich alle auslachem? Ich hab keim Beime für eim Rock, ich hab Fussballerbeime, das sieht dch jeder… .

Umter ums: das sagt sie nur, danit ich nicht mehr so attralktiv wirke . umd danit mich keim amdere Frau begehrt...

20.02.2006 um 23:57 Uhr

Radios

von: Lapared

In meinem Alter hat man in der Regel nicht mehr allzu oft den Wunsch, Mutti wäre dabei. Falls doch, ist man entweder männlich und ödipal oder einfach chronisch pleite. Beides trifft auf mich nicht zu. Und da bei mir die Zeit, in der ich meine Mutter in meiner Nähe wünschte, mit dem Tag endete, als ich in der Lage war, sprachliche Äußerungen zu entschlüsseln, also schon etwa mit drei, hätte ich es eigentlich für unmöglich gehalten, jemals in die Zeit vor diesem Punkt zurück zu fallen.

So geschehen gestern in der Sauna. Ich hatte mich seit Ewigkeiten darauf gefreut. Mein Körper lechzte geradezu nach ein paar Minuten der Wärme und der Stille, mein stressgepeinigter, überlasteter Organismus sehnte sich nach der Reduktion auf nichts als die primitive Funktion der Wasserausscheidung. Mit einem tiefen innerlichen Seufzer legte ich mich also auf meinem Handtuch zurück und schloss die Augen.

Als mit einem Ruck die Tür aufging… und vier gut gelaunte Damen einer ethnischen Minderheit sich der Saunagemeinschaft hinzugesellten, die offenbar beschlossen hatten, die Jahrhunderte ihrer kulturellen Unterdrückung und des in ihrer Heimat teilweise bis heute geltenden öffentlichen Redeverbots für Frauen während eines einzigen Saunagangs zu kompensieren. Ich dachte, es bläst mir die Ohren weg.

Aber man möchte ja tolerant sein. Und um Himmels Willen nicht unentspannt wirken, schon gar nicht in der Sauna. Oder deutsch, indem man die temperamentvollen Damen auf die fünfzehn ordnungsgemäß und eigentlich unübersehbar angebrachten Schilder mit „Bitte Ruhe!“ hinweist. Still lag ich da und litt tolerant, entspannt und weltmännisch vor mich hin. Und wünschte, meine Mama wäre da.

Mama hätte nicht lange gefackelt. Mama hätte sich keine drei Sekunden nach dem Erscheinen der vier Radios kurz zur Seite gewandt und gesagt: „Entschuldigen Sie, meine Damen, lassen Sie sich von all den alten, schrumpeligen Gurken hier nicht täuschen, dies ist eine Sauna, kein Gemüsebazar, könnten Sie sich bitte draußen unterhalten?“ und dann hätte sie sich wieder umgedreht und fortgefahren, Gynäkologen-Witze zu erzählen, das tut sie nämlich immer, wenn sie in Gesellschaft ist, egal ob beim Yoga-Kurs, in der Supermarktschlange oder auf einer Beerdigung.

Aber die Radios wären still gewesen.

20.02.2006 um 15:51 Uhr

Curd Rock- der ultinative jeamstyp

von: Lapared

Guck, Curd Rock würde famtastisch aussehm in eim Jeams. Ich weiß gemau, wie mam eim Jeams trägt.. ,… mit lässigen Blick umd im Schritt umbedimgt locker… Jeams dürfme nie zu emg seim. Ich fhür es mal vor.. ,

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Umd GAMZ WIHCTIG: dem Daunem inmer im die Gurtelshclaufe…

20.02.2006 um 08:52 Uhr

Gesternmorgen am Telefon...

von: Lapared

„Und, was machst Du heute?“ fragt Dick. „Ich müsste arbeiten… aber mir ist so kalt, die Füße, ich glaub, ich geh erst mal ein, zwei Stündchen in die Sauna.“ Schweigen. „Hallo?“ – „Na dann, viel Spaß!“ – „Danke!“ Schweigen. „Stimmt was nicht?“ – „Ich denke, Du gehst nicht gern in die Sauna. Mit mir wolltest Du jedenfalls nicht.“ Das kann ich auch: Schweigen. „Warum wolltest Du mit mir nicht in die Sauna?“ – „Dick, ich… ich hatte an dem Tag einfach keine Lust.“ – „Aber Du hast gesagt, Du gehst nicht gern, nie!“ Da ham wir den Salat, denke ich. Man soll nicht lügen, wenn man ein schwaches Gedächtnis hat - hab ich das wirklich gesagt? Die Wahrheit ist: Ab und zu gehe ich gern in die Sauna, aber dann gehe ich lieber allein, allein kann ich mich besser entspannen und dazu ist die doch da,und ich kann so lange drin bleiben, wie ich will, ich schwitze nämlich nicht wie normale Menschen schon nach 10 Minuten, ich brauche mindestens 25 und dazu drei Aufgüsse, ich bin eben langsam, in allem, dafür mache ich zwischen den einzelnen Gängen keine Pause, ich dusche kalt, flaniere einmal pfeifend durchs Freiluftgehege und dann gehe ich gleich wieder rein, abwechselnd in die Dampfsauna und in die Normale, und das ist natürlich ganz schrecklich ungesund, aber mir gefällt es so. So. Außerdem: Der einzige Ort, wo ich es einigermaßen unterhaltsam finde, meinen Freund schwitzen zu sehen, ist auf mir – aber nicht zwischen dicken, nackten Menschen eingepfercht auf einer Naturholzbank. Und da die Wahrheit bekanntlich immer das Beste ist, sage ich: „Dick, Schatz, es ist so… Heute ist Frauentag! Ich gehe nur nicht gern in die gemischte Sauna, aber das müssten wir wohl, wenn wir zusammen gehen, hm?!“ Bequemer und für alle Seiten angenehmer ist eben manchmal eine kleine Lüge. Prompt findet Dick seine gute Laune wieder: „Du meinst, ich würde auffliegen am Frauentag, Du willst sagen, mein Schwanz wäre selbst im gedämpften Licht der Sauna nicht zu übersehen? Das ist so lieb von Dir!“ – „Na siehste, ich bin eine nette Freundin!“ – „Nein, Du bist ein Arschloch, Sonntag ist kein Frauentag, Frauentage sind montags oder dienstags aber niemals sonntags, aber es ist okay, Du bist mein Arschloch.“ – „Seufz…“ – „Du bist doch mein Arschloch?“ – „Ja, Schatz, ich bin Dein Arschloch, wessen denn sonst…“

Er hat es wirklich, wirklich nicht leicht mit mir. Und ja, es stimmt, was dem aufmerksamen Leser jetzt vielleicht durch den Kopf gehen mag: Mit 119 bin ich in die Sauna gegangen. Aber dessen Arschloch war ich ja auch nicht, so weit habe ich es bei ihm nie gebracht…

18.02.2006 um 23:54 Uhr

Curd Rock druchschaut Mamöver

von: Lapared

Curd hat nachgedemkt. Warum gerade jezt, hat Czrd sich gefragt.... Umd damm wurde mir karl; wegem Mimie.Es ist sooo typisch! Sobald eim andere Frau im Spiel kommt, klappt das plötzlich mir dem Stiefelchem.