Anleitung zum Entlieben

18.02.2006 um 23:54 Uhr

Curd Rock druchschaut Mamöver

von: Lapared

Curd hat nachgedemkt. Warum gerade jezt, hat Czrd sich gefragt.... Umd damm wurde mir karl; wegem Mimie.Es ist sooo typisch! Sobald eim andere Frau im Spiel kommt, klappt das plötzlich mir dem Stiefelchem.

18.02.2006 um 23:17 Uhr

Emdlich! !

von: Lapared

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Dazu brauch ich umbedimgt eim Jeams!

18.02.2006 um 22:17 Uhr

Manolos

von: Lapared

Carrie nennt es das Recht auf Schuhe. Kenner der Serie erinnern sich vielleicht: In der Wohnung ihrer alten Freundin Kyra, einer Mutter mehrerer Kinder, die die Ankunft eines weiteren feiert, muss Carrie ihre Manolos ausziehen. Prompt werden die Edelpomps von einem anderen Partygast geklaut. Die Gastgeberin ist bereit, Carrie ihre Schuhe zu ersetzen, aber nicht deren vollen Preis, nicht die 475 Dollar, die Carries dafür bezahlt hat, weil Kyra als mehrfache Mutter und Hüterin der wahren Werte des Lebens wirklich kein Verständnis dafür haben kann, dass jemand so viel Geld für ein Paar winzige Sandalen ausgibt. Sie erklärt Carrie klipp und klar, dass sie nicht bereit ist, ihren extravaganten Lebensstil zu unterstützen. Carrie fühlt sich danach eine Zeit lang mies, bis ihr klar wird, wie viel Geld sie umgekehrt schon ausgegeben hat, um die Lebensentscheidungen von Kyra zu feiern: Geschenke zur Verlobung, zur Hochzeit, zur Geburt ihres ersten Kindes, des zweiten, des dritten… Carrie rechnet und kommt auf über 1000 Dollar. Über 1000 Dollar, die sie selbstverständlich gerne hingeblättert hat, weil niemand auf die Idee kommt, Ehe und Familie als Lebensentscheidungen zu hinterfragen. Und mit einem Mal findet Carrie es ziemlich intolerant von ihrer Freundin, dass sie ihre Schuhe nicht bezahlen will. Es ärgert sie, wie selbstverständlich Kyra ihren Lebensstil, den Lebensstil einer berufstätigen, unverheirateten Frau, die schöne Schuhe liebt, verurteilt, und gleichzeitig erwartet, dass man ihre eigenen Lebensentscheidungen ständig mit ihr feiert. Also schreibt Carrie der Freundin eine Karte. Eine Hochzeitskarte. Sie teilt ihr mit, dass sie heiratet, und zwar: sich selbst. Und sie schreibt auch, wo ihre Hochzeitsliste ausliegt: bei Manolo Blahniks.
Die Freundin erweist sich als eine wirklich tolle Freundin. Sie versteht, was Carrie sagen will. Sie kauft die Schuhe und schenkt sie ihr. Mit den besten Hochzeitswünschen und der ausdrücklichen Hoffnung, dass Carrie mit Carrie glücklich werde.

Ich gebe zu, dass ich mich am Anfang ein bisschen schwer getan habe mit dieser Folge. Ich dachte nicht, dass es wirklich gleichgültig bzw. -wertig ist, ob man sich im Leben mit Kindern oder Schuhen umgibt. Und vor allem war ich der Ansicht, dass Schuhe in Wahrheit selten eine Entscheidung sind, sondern einfach das, was man – im Gegensatz zu wirklich wertvollen Dingen – für Geld kriegen kann. Und dass niemand sich selbst heiratet, wenn es jemand anderen gibt, der ihn liebt. In letzter Zeit bin ich mir nicht mehr so sicher.

Unnötig zu sagen, dass Carries Manolos mein Bikini sind.

Den einzig entscheidenden Punkt habe ich gestern jedenfalls vergessen. Es ist mein Geld, ich habe es selbst verdient, und ich kann es ausgeben, wofür ich will.

18.02.2006 um 19:00 Uhr

Innermoch Mimie

von: Lapared

Zum Glcük ist Lchem heute im Agemtur. So kamm ich im Ruhe die Milliomen Zuschrieftem nochnal drurchschauem. Aber ich demke.. .,. obwohl es viel viel amderer attraktivem Amgebote gibt…..mh....ich demke. ich bleibem bei meim Wahl: MIMIE.

Guck,das ist übrigmes Lchem s neu Bikimi (aber nich sagem, dass ich amgezogem hab!) Mir steht er natrülich deutlich besser weil ich schlamker bim. Abr das hab ich ihr nihct gesagt, da versteht sie mämlich keim Spaß...

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(Das Raffimierte: man bimdet ihm vorm Stirn... .glaub ihc)

18.02.2006 um 02:12 Uhr

Bikini

von: Lapared

Es gibt beglückendere Begabungen als Kreativität. Und wenn ich mir unter allen Sonderausstattung, die dir der liebe Gott – sofern er hat zum Zeitpunkt deiner Zeugung die Spendierhosen trägt – so mitgeben kann, eine hätte aussuchen dürfen, hätte ich damals vielleicht ein andere gewählt: Selbstbewusstsein vielleicht… das Talent zur Zufriedenheit…Monstertitten (zu dem Zeitpunkt, als bei mir die Ausstattungsentscheidungen fielen, war die Nachrüstung durch Schönheitschirurgie noch keine Option). Aber, was ich sagen wollte, Kreativität ist – richtig eingesetzt – auch gar nicht so übel.

Zum Beispiel nach einem wirklich sündhaft teuren Bikinikauf. Der normale, vernunftbegabte Mensch würde sich danach schlecht fühlen. Der normale Mensch würde sich fragen, wozu ein keinesfalls sehr Schwimmhallen-affiner Mitteleuropäer ohne Freizeit und Urlaubsanspruch Ende Februar unbedingt einen neuen Bikini braucht. Der normale Mensch würde sich mit Anlauf dafür in den Arsch treten, sein weiß Gott schwer verdientes Geld innerhalb seiner fünfzehnminütigen Mittagspause in Rekordzeit auf den Kopp zu hauen. Und die Freiheit, die dieses Geld ihm eigentlich geben könnte, gegen zwei winzige Stofflappen zu tauschen, die einzig und allein zur Stärkung der französischen Luftwaffe erfunden wurden.

(Kleiner Exkurs: Im zweiten Weltkrieg beschloss die Französische Regierung den Textilverbrauch zu reduzieren. Zehn Prozent weniger Stoff sollten zivil vernäht werden, man brauchte Material für Fallschirme. Der Textilunternehmer Jacque Heim nahm die Einsparung am einteiligen Badeanzug vor, der Bikini war geboren. Soll keiner sagen, man könne hier nichts lernen... )

Zurück zu meinem neuen Bikini, jenem für jeden normalen Menschen im höchsten Maße obszönen Akt sinnloser Verschwendung. Schauen wir uns nun an, was ein kreatives Talent wie ich daraus macht. Werden Sie Zeuge, wie ich mich binnen weniger Minuten allein durch die Kraft der kreativen Selbsttäuschung und meine damit einhergehende geradezu akrobatische gedankliche Beweglichkeit aus der Scheiße laviere. Wie ich mich selbst in allen Punkten freispreche und gleichzeitig mindestens eine andere Person als Schuldigen überführe. Voila: Warum ich meinen neuen, schweineteuren ERES-Bikini kaufen musste.

1. Ich musste einen neuen, schweineteuren ERES-Bikini kaufen, um mich selbst daran zu erinnern, dass man nicht nur durch einen 60 Stunden Job seine Eitelkeit zelebrieren kann, sondern auch beim Sonnenbaden. Und dass nicht nur Erfolg schmeichelhaft ist, sondern auch ein gut geschnittener Zweiteiler, der im Übrigen erheblich weniger beengt. (Das war doch schon gut, oder?)

2. Ich musste einen neuen, schweineteuren ERES-Bikini kaufen, damit es einen Grund mehr gibt, nicht einen weiteren Sommer meines Lebens in der Agentur zu verbringen.

3. Ich musste einen neuen, schweineteuren ERES-Bikini kaufen, weil die Verkäuferin gesagt hat: „Sie haben doch noch so eine bezaubernde Figur!“ NOCH! Das scheinbare Kompliment war in Wirklichkeit der Gong zur letzten Runde. Was die dumme Kuh eigentlich sagte, war: Ihre Bikiniära geht zu Ende, Schätzchen, dieser hier für 200 Euro könnte ihr letzter sein, gönnen Sie sich ruhig noch mal was! Die Verkäuferin ist schuld.

4. Ich musste einen neuen, schweineteuren ERES-Bikini kaufen, weil die Verkäuferin Recht hat. Ab einem gewissen Alter sehen Frauen in Badeanzügen meistens besser aus. Die Einteilerjahre lauern auf mich.

5. Ich musste einen neuen, schweineteuren ERES-Bikini kaufen, weil Dick mich dazu zwingt. Weil er jedes Mal, wenn ich über die Arbeit schimpfe, so was sagt wie „aber dafür hast Du heute die Armaturen für unser Badezimmer verdient“ oder „das Meeting bei Babsi war unsere Türklingel“. Das führt bei mir nämlich dazu, dass ich das Gefühl habe, ich muss noch ganz schnell ganz viel kaufen, weil bald die Zeit kommt, in der ich mich rechtfertigen muss, wenn ich meine Scheinchen im Dessousshop statt im Baummarkt versenke. Ganz klar, Dick ist schuld.

6. Ich musste einen neuen, schweineteueren ERES-Bikini kaufen, um nicht zuzunehmen. Man braucht schließlich gute Gründe, um sich nach 14 Stunden Arbeit einen Familienbecher „Ben & Jerry´s New York Super Fudge Chunk“ zu verkneifen.

7. Und jetzt, das große Finale unter Tränen: Ich musste einen neuen, schweineteueren ERES-Bikini kaufen, um mich… ja, um mich als Frau zu fühlen. Und nicht als Ackergaul.

Na, wie war das? Und so hätte ich noch endlos weiter machen können.

Ist es nicht ein Segen, wenn man seinen Schwachsinn so schlüssig vertreten kann. Außer den Kreativen kenne ich eigentlich nur noch eine winzige andere Personengruppe, die mit dieser Begabung ausgestattet ist: Frauen. Wenn´s ums Shoppen geht auf jeden Fall.