Anleitung zum Entlieben

31.03.2006 um 22:08 Uhr

Frei! Frei! Frei!

von: Lapared

Wir haben es geschafft. Wir sind raus. Die Tore der Anstalt öffnen sich.

Natürlich ist es nur eine Frage der Zeit. Natürlich kriegen sie uns wieder irgendwann. Ab dem 23sten steht zumindest eine Option auf unsere Köpfe... Aber so lange sind wir FREI!

Und wie man es von Freigängern kennt, führt der erster Weg natürlich in den Puff. Quatsch, nicht ganz. Auf den Kiez. Olli und ich gehen jetzt „einen“ Trinken. Das wird schön. Nicht reden, nur dastehen, den lustigen jungen Leuten zuschauen und langsam, ganz gepflegt… laufen lassen. Ich sag schon mal...

Gute Nacht.

31.03.2006 um 13:47 Uhr

Curd vam Rcok begimmt Laparedchemzylkus

von: Lapared

Der Nemsch lebt nicht alleim vom Luft umd Leibe. Maja, sag ich, Dur Tier, Deim Curd Rock muss mal wieder schaffem.

Heut e begimme ich mit eim keleim Zyklus über Lapared...

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(Lapared 2o005, Somderamgebot: geschemkt)

30.03.2006 um 23:43 Uhr

Der unvergessliche Dortmund-Fan

von: Lapared

„Mehr als Lady Di und weniger als Madonna!“ resumiert Andie MacDowell eine entschieden zweistellige Aufzählung ihrer vorherigen Sexualpartner in „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“. Und Hugh Grant (vor 10 Jahren optisch 50 Jahre jünger und mit dem Liebreiz eines frisch geschrubbten Hündchens), selber offenkundig einstellig unterwegs, gibt eine damals noch relativ ungesehene Kostprobe seiner wirklich gut gespielten schlecht gespielten Gleichgültigkeit. Der gute, alte Hugh. Und wenngleich ich Andie MacDowell eigentlich nie besonders doll fand (obwohl sie es in „Sex, Lügen, Video“ war) pflege ich sie mit diesem kleinen Satz gern zu zitieren, wenn mich jemand nach meiner Betthistorie fragt. Mit einer winzigen Abwandlung… Statt Madonna, sage ich „weniger als Samantha“. Sicher ist sicher.

Insofern kann das schon vorkommen. Insofern kann es vorkommen, dass man einem Mann begegnet, mit dem man irgendwann einmal geschlafen hat, ihn absichtlich unbefangen mit pseudofrankophilem Links-Rechts-Gebusserl begrüßt und platzend vor Herzlichkeit sagt: „Na……… DU!“

In tiefer Erschütterung kehre ich aus der Mittagspause zurück. „Olli“, sage ich, „mit wie vielen hast Du schon geschlafen?“ – „Puh“, sagt Olli. Ein Puh mit sehr vielen u, mutmaße ich. „Und weißt Du noch ihre Namen?“ Olli tippt unbeeindruckt weiter. „Ich wusste sie, als wir dabei waren, das ist viel für einen Mann, der so eine Wirkung auf Frauen hat wie ich.“ – „Scheiß Dickstrahler...“ – „Aber ich vergesse kein Gesicht!“ – „Immerhin.“ – „Die Gesichter von Frauen beim Orgasmus sind sehr merkfähig.“ – „OLLI! Ich mein es ernst! Kannst Du Dich noch an ihre Namen erinnern?“ Olli wird mit einem Mal ganz anders, er schaut hinaus aus dem Fenster. „Iris… Sabine… Marion… Nicole… Sonja… Angelika… Karin, pardon, Katrin… Daniela… Bente, beinah… Franziska… Delia...“ – „Mensch, Olli!“ ich bin gerührt. „Oder meinst Du auch letztes Jahr?“

Das ist das Unfassbare an Olli. Ich kenne ihn seit 13 Jahren. Ich habe mit ihm mehr Zeit in ein- und demselben Raum verbracht als mit jedem anderen Menschen, eingenommen meine Schwester. Und doch weiß ich fast nichts über ihn. Obwohl ich ihn alles fragen kann und er auf alles antwortet. Aber man weiß nie, wann er spinnt und wann er´s ernst meint. Ich lasse zwei, drei Stunden vergehn. „Sag mal, Olli, dieser Typ, der hier mal gearbeitet hat, der Texter von Jasmin, der nach einem halben Jahr wieder geflogen ist...?“ - „Tom? Der bekloppte Dortmund-Fan?“

Tom! Ach ja, Tom. Tom... Es wird Zeit, dass ich von der Straße komme.

30.03.2006 um 14:14 Uhr

Für K. II: Czrd Rock – selig

von: Lapared

.. . Umd im umserm Pimselchem.

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30.03.2006 um 11:33 Uhr

Für K.: Curd Rock – im lgück

von: Lapared

„ Maja, 2006“ – UMVERKUÄFLIHCH

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Es ist in unserem Kopf.

29.03.2006 um 23:00 Uhr

Weihnachtsstimmung

von: Lapared

Ein bisschen ist es so wie kurz vor den Weihnachtsferien. Wenn die Maschinen zum Ende des Jahres von irgendeiner Macht, die größer ist als man selbst, schon langsam runtergefahren werden, obwohl man eigentlich noch mal richtig Gas geben müsste, eigentlich, aber irgendwie geht es nicht, es geht einfach nicht mehr, und mit Willen ist da nichts zu machen. Olli hat übrigens einen Namen für die Macht. Er nennt sie Faulheit.

„Mann, sind wir Luschen.“ Nach einer längeren Periode des Schweigens, in der unsere Gehirne mitten im Endkampf stehend eingeschlafen sind und unsere letzten Funken Ehrgeiz selbstversunken in der Nase bohren, nimmt Olli gähnend wie ein müder, alter Löwe den Dialog wieder auf. Ich nicke zum Zeichen, dass ich ihn höre, und ein paar Minuten schwebt diese erschütternde Feststellung folgenlos im Raum. „Also, wo waren wir gerade...?“ antworte ich irgendwann und schalte nach diesem Akt tobender Dynamik sofort wieder zurück in den kognitiven Leerlauf. „Wir haben überlegt, was man da machen könnte...“ antwortet Olli kaum, dass eine Stunde vergangen ist. „Ja, was kann man da machen... was kann man da machen?“ Von draußen klingen die Stimmen der Kinder, sie versuchen sich in Witzigkeiten, während sie in der Teeküche für einen Espresso anstehen. Um sechs wird die Maschine ausgestellt, wer jetzt keinen mehr kriegt, muss ohne Wachhalter durch die Nacht, und die wird wieder mal lang, aber die Kinder finden das toll irgendwie. Scherzend ziehen sie zurück ins Atelier vor ihre großen teuren Grafikrechner. Es wird still. Leise summen unsere kleinen noch teureren Freelancer-Laptops. „Mann, sind wir Luschen!“

DAS nennt man übrigens „rocken“.

29.03.2006 um 13:40 Uhr

Curd vam Rcok – beshcört Kumstskamdal

von: Lapared

Milliömen Memshcne habem nir geschriebem umd gesagt, Curd van Rock, Meister, bötte sage ums, was Du als nähstes schaffem wirst, wir haltem die Spammung nicht nerh aus.

Num...

ER, curd vam Rcoh, hat mit eim Zyklus vom Heiligembilderchem begommen. Jeder große Neister hat Heilige gemalt. Ich begimme mit eim Bild vom Jumgfrua Maria. Bbei Heiligembildchem bemutz mam immer umbedimgt viel Gold, gcuk...

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(„Jumghrauu Maria“, Crud van Rock 2006)

Bestinnt wollem jetzt wieder Milliömchen wiisem, ob sie das schöme Bildchem kaufem können. Hm. . . Natürlich fällt nir besomders schwer mich zu tremmen. Ich meime, das ist nicht irgemdeim janes Deam, das ist eim heilig Jumgfrau...

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Na gut... ich nuss auch am meim treu Sammler demken....

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(Pries:1 000000000000 0 0Euro, eim bisschem tuerer wegem den viel Gold..)

... umd an eim klein Villa mit vielem Garage für all meim Mercedes...

29.03.2006 um 00:02 Uhr

Ein Ogcocephalus darwini bei Starbucks

von: Lapared

Wenn man sich - wie unlängst - zufällig trifft, ist es etwas ganz anderes. Man ist so hektisch damit beschäftigt, die verfluchten Manuskripte wiederzufinden, die man im Kopf irgendwo unter „Texte für zufälliges Wiedersehen“ abgelegt hat, nur wo, wo, wo verdammt? Wenn man sie endlich gefunden hat, ist es mehr als genug, sich aus dem Stand für eine der 211 Versionen von „peppig/keck“ bis von „Sex und Alkohol zerstört“ zu entscheiden, weil natürlich jede ihre Stärken hat. Und in dem ganzen Stress hat man beim besten Willen keinen Kopf dafür, ihn anzusehen, ihn wieder zu erkennen, seine Augen, seine Zähne, seine Haare, und zuzuhören, was er eigentlich sagt. Man ärgert sich vielleicht noch, dass man morgens zu faul war, die Wimpern zu tuschen. Oder überlegt, wo es in der Nähe ein Etablissment gibt, dessen schlechte Beleuchtung die aufziehende grün-graue Gesichtsfarbe kompensiert. Man ist so damit beschäftigt, seine Gefühle zu verbergen, dass man vor Anstrengung keine hat. Und wenn man gerade so weit ist, wenn man die primären Schocksymptome überwunden hat und wieder atmen, zuhören, sprechen und einigermaßen denken kann... dann sieht man, wie er zum Abschied winkt und geht. Dann ist es plötzlich schon vorbei.

Ganz anders, wenn man ihn zufällig sieht, nur sieht. Wenn man bei Starbucks hinter der Scheibe steht und seinen Latte dingsbums trinkt, und er geht plötzlich vorbei, so nah, dass man beinahe nach ihm greifen könnte, wenn da nicht diese Scheibe wäre, geht einfach, geht, unterhält sich mit einem Kollegen, geht, lacht, redet, blinzelt, lebt... ohne dich. Und man fühlt sich wie ein Fisch in einem Aquarium, ein Fisch, der in einem früheren Leben ein Mensch war, und draußen schlendert lächelnd jener andere Mensch vorbei, dessen Gesicht man schon hielt, geht mit einem neuen Menschen und einem neuen Leben und dem alten Schal, dem man ihm zu Weihnachten geschenkt hat, lacht und spricht und steuert zu den blöde grinsenden Delphinen. Und schaut nicht mal rüber zu dem Fisch. Dem Flossentier, das einst seine Hand in seiner Tasche wärmte, bevor es, vielleicht weil es als Mensch notorischer Falschparker war oder Sportartikelmilliardär, der T-Shirts zu Billigstlöhnen von Kinder nähen ließ, nach seinem tragischen Unfall als Ogcocephalus darwini wiedergeboren wurde, der hässlichsten aller Seefledermausarten, die nicht mal richtig schwimmen kann, sondern nur unbeholfen über den Bodengrund watscheln, wofür es jetzt von den fettleibigen Prollgören asiger Auqariumsbesucher, die ihre schmierigen Pommesfingerchen an die Aquariumsscheibe drücken, quäkend verlacht wird. Das arme Flossentier.

Wenn man nicht mit ihm spricht, sondern ihn einfach nur sieht wie er da draußen vorbeigeht, dann findet man alles ganz schnell wieder. Dann ist alles plötzlich wieder da.

Zeit, endlich mal gründlich auszumisten.

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(Abb.: Ogcocephalus darwini, Ex-Sportartikelmilliardär)

P.S. Von Curd Rock (2004* - ) soll ich ausrichten: Er zieht sich schaffensbedingt mal ein klein wenig zurück. Und bereitet seine große Ausstellung vor. „Curd van Rock – die frühen Jahre“. Man sieht sich bei der Vernissage.

28.03.2006 um 17:15 Uhr

Curd Rock – reich! Ricch! Rieich!

von: Lapared

Guck, roter Pumpt, verkuaft!

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Jetzt wedem die preise abgehm wie Raketchem! Höm. Umd Curd Rock holt sich eim Mecedes!!! Oder zuwei..

28.03.2006 um 14:09 Uhr

Curd rock – vor Janes Deam in Nebel

von: Lapared

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Schöm? Schmell kaufem!!

Noch is gamz biilig, nur eim einzig kleimes Milliömchem, aber wemm Curd Rcok erst mal emtdekct ist, wemm der Kumstmarkt meiem Namem im großem Leuchtduchstabem am Nackthinnel vom Venedig schreibt...

28.03.2006 um 12:02 Uhr

Curd Rock – am Emde der ertsm Epoche

von: Lapared

Ich demke, ich werde heut die erste Epoche meimes Schaffems abschließem. Eim Kümstler muss sich weiteremtwicelm. Umd im moderme Kumst darf manm auch keim so hübshce Sachen malem. Deshalb werde ich meimen Zyklus der Selbstbildmisse beemden umd mich num amdere Motivchem zuwemden. Heute male ich ... . ... .JAMES DEAM.

27.03.2006 um 23:23 Uhr

Himmel oder Zahnputzglas

von: Lapared

„Miranda musste auch am Ende zugeben, dass goldener Breitcord das kleinere Übel war.“ Da meine Schwester immer noch über erkaltete Lavaströme wandert, bespreche ich die Sache mal mit Slavi, einer Kollegin, die mir ans Herz gewachsen ist, seit sie Unterschriften für Vollmich gesammelt hat (in Agenturteeküchen ist alles halbfett). „Slavi“, sage ich, „das kannst Du nicht vergleichen, ich will D. keinen neuen Anzug kaufen, ich möchte nur mit ihm in Urlaub fahren.“ – „Aber Du würdest bezahlen?“ – „Dieses Mal, ja. Und D. könnte ja dann das nächste Mal...“ – „Männer mögen das nicht, Du fragst ihn nicht, das verletzt seinen Stolz!“ – „Aber ich brauche Urlaub!“ – „Denk an Steve!“ – „D. ist ganz anders als Steve, er ist kein eineiiger Barkeeper, er ist viel klüger und gelassener und... „ – „Er ist ein Mann.“ - „Und größer!“ – „Er ist ein Mann!“ – „Ich hatte mich so drauf gefreut. Ich will Meer und Sonne und Fünf Sterne!“ – „Du hast einen Mann! Einen, der Dir die Sterne vom Himmel holt! Wozu brauchst Du welche auf dem Zahnputzglas?“ Ich schlucke. „Mensch Slavi, die Sterne vom Himmel... das hast Du aber schön gesagt.“ – „Nein, das hast Du gesagt.“ – „Ich???“ – „Auf Arnes Abschiedsparty.“ Ich hab es gestern schon gedacht. Ich muss die Finger vom Alkohol lassen.

Ich weiß nicht, ob es seinen Stolz verletzen würde. Ehrlich gesagt... ich weiß nicht mal, ob es meinen Stolz verletzen würde. Und ob ich bei Geld bzw. gerade keinem Geld vielleicht doch mehr Charlotte als Miranda bin. Aber ich habe nachgedacht und was ich jetzt weiß ist, dass Slavi Recht hat. Wo man ist, ist eigentlich ganz egal. Jedenfalls, es ist nicht entscheidend. Sonne, Meer und Buffet – ganz, ganz alte Leser erinnern sich – das hatte ich schon mal. Urlaub war das nicht.

Und außerdem... D. würde nie, nie in goldenem Breitcord rumlaufen.

27.03.2006 um 17:27 Uhr

Curd vam Roclk- umd seim Werk

von: Lapared

Milliömchen Memschem habem nir geschroeben umd gefragt, ob sie das große Werk des berühntem Curd Rcok noch eimmal sehem kömmen.

Selbsrverstämdlich, liebe Milliömchen, Der Kümstelr vor seim Werk... .

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Sagtg toll!

27.03.2006 um 16:33 Uhr

Curd van Rock – am seim Brudre

von: Lapared

Lieber Theo,

das Malem ist mirn eime große Freude. Heute ha b ich nir eim Empfämger abschmittemm. Jetzt werde ich bald gamz berühnt.umd damm kamm ich mir eim Mercedes kaufem. ..ach Theo, umd eim Motroarad.

Deim Curd

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(Fretig! Ausnalem mach ihc norgem)

27.03.2006 um 15:07 Uhr

Curd Rock – am Begimm eimer großem Schaffemszeit

von: Lapared

Eime kreative Emergei durchströnt mich. Ich möche malem, amlem ,malem... Etwas Großes begimtm.

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27.03.2006 um 13:52 Uhr

Curc Rock - seim erster griff zun Pimselchem

von: Lapared

Es war wie eim Erleuchtume. Eim heller Lcitstrahl durchschmitt meim Dumkel. Ich groiff zu meim Pimselchem umd wußtte : Curd Rcok, Du bist amgekommen.

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Curd Rock (2004* - )

27.03.2006 um 11:42 Uhr

Curd Rock – soll beschäftigt wedrem

von: Lapared

Lchem hat mir eim Farbkastem geschemtk. Sie sagt, ich soll eim bischem Malem. Ich persömlich halte die Maltherapie als therapeutische Imtervemtion bei traunatiseirtem MeuchelmordAmschlagsopferm für mnicht imdiziert. Pippikran. Aber ich tue, was sie sagt.Nicht,d ass sie nmiczh wieder umbrimgzzt.... .

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(Schlmuss mri am Femsterchem stehem, Curd Rock nmuss malem. ..)

26.03.2006 um 13:41 Uhr

Curd Rock- ohm Urvertrauchem

von: Lapared

Ja, sie hat nir meue Blünchme gekautf. Aber Curd Roch tkamm sich trotzdem nicht freume. Weiße Blümchen, will sie wieder Anschied mehmen?

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Ich bim so kleim, so ausgeliefert... .

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Eim Nichts, nur eim Spielbällchem ihrer Laumen...

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Sie hätte mich sterbem lassem, mich berühmte Curd Rock, sie hätte mich eimfach sterbem lassem...

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Meim Urvertraum.. . Curd Rock hat seim Urvertraumchem verlorm. Das verzweih ich ihr mie.

26.03.2006 um 11:46 Uhr

Weiter machen

von: Lapared

Er ist übrigens da. Kein Wort, keine Bemerkung zu Gestern. Wahre Helden quatschen nicht. Nur ein rauhes, heiseres: Los Lapared, rocken wir den Scheiß.

Eine Woche noch.

25.03.2006 um 23:07 Uhr

Röhrende Hirsche und ein Reh

von: Lapared

„Ihr müsst das rocken, oder Ihr kriegt kein Geld!“ sagt K. und lacht. K. ist einer dieser Menschen, die immer im Spaß sagen, was sie im Ernst meinen. Und einer dieser neuen CDs der Agentur, die deutlich weniger Geist als Dynamik versprühen. Und die nicht wissen, wen sie in Olli und mir vor sich haben. Ihr müsst das rocken. Rocken. Zu uns. Das muss ein Witz sein.

Wenn Olli und ich für eins bekannt sind – waren! - dann dafür, dass wir gute Kreative aber energetisch absolute Vollnullen sind. „Wir sind nicht zum rocken da, sondern zum denken“, antwortet Olli daher mit einer gewissen Selbstverständlichkeit, und macht sich dabei nicht mal die Mühe, zu K. aufzuschauen, der in der Tür steht und dynamisch mit seinen Eiern jongliert. K. ist außerdem einer dieser Menschen, der, wenn er Anweisungen erteilt, gern mit seinen Bällen spielt.

„Lpunkt!“ wendet er sich an mich, der im Gegensatz zu Olli immer noch eine gewisse Umgänglichkeit nachgesagt wird, „Lpunkt, im Ernst, der Scheiß muss Freitag vom Tisch sein, egal wie!“ – „K.“, lächle ich, „was Olli sagen will ist, für egal wie sind wir die Falschen. Wir schaffen das bis Freitag nicht.“ – „Das müsst Ihr, Jungs...“, CDs, insbesondere die, die mehr Geist als Dynamik verbreiten, nennen ihre Mitarbeiter gerne Jungs, „ich will das Zeug bis Freitag vom Tisch.

Ich sah es schon aus den Augenwinkeln. Ich sah, wie Olli seinen Laptop zuklappte, seelenruhig den Stecker zog und den Schreibtisch aufräumte. Ich rede um mein Leben: „K., das bringt doch nichts, das sind 16 Seiten, das schaffen wir unmöglich bis Freitag!“ – „Darf ich?“, fragt Olli und schiebt einfach an K. vorbei. K. und ich sind allein. „Tja...“, sage ich. „Tja...“, sagt K.. Er greift ein letztes Mal zu seinen Eiern und geht. Nach drei Schritten dreht er sich noch mal um. „Sprich mit Olli, Ihr rock das!“, er lacht, denn was folgt ist natürlich ein Scherz, „oder ich sorge dafür, dass das Euer letzter Job hier war!“

Ich fühl mich wie in einem schlechten Film. K. der Arsch mit der Macht, O. der Held und Rebell, L. seine kleine, vernünftige Frau, die versucht auszugleichen. Drauf geschiffen, dann war es eben unser letzter Job. Ich werde nicht mit Olli reden. Entweder ist er morgen da, dann machen wir weiter. Oder nicht. Dann nicht.