Anleitung zum Entlieben

15.04.2006 um 15:23 Uhr

Curd Rock – Reisemmotizem Ii

von: Lapared

Liebe Millieömchem, währemd Ihr hoffemtlich alle Eure Eierschem hübsch macht, fährt Curds Rock fort mit seim kleim Reisetagebuch.

Kapittel 2: Shoppimg

Paris ist, wemm Ihr mich fragt, eim bisschem zu schischi. Alles ist eim bisschem zu viel zu viel, zu groß, zu verspielt. Der Framzose liebt die Übertriebumg. Curd Rock himgegen...

Image Hosted by ImageShack.us

Image Hosted by ImageShack.us
(Voila: Curd Rock – im schlichter, reduzierter Elegamz - raucht eim Goulouise vor Colette)

Image Hosted by ImageShack.us
(Et voila: Curd Rock – weltmämmisch, lässig – im prumktvollem Kaufhaus „le Bom Marche, „)

(Fortsetzumg folgt)

15.04.2006 um 00:54 Uhr

Fernsehen statt Fernreisen

von: Lapared

Ich bin ja kein Freund der Städtereise. Kenner des Lapredschen Universums wissen: Ich bin kein Freund des Reisens überhaupt. Vieles wäre besser, wenn Menschen einfach zuhause blieben. Aber unter allen Ausformungen dieser weitverbreiteten Unsitte ist die Städtereise, neudeutsch auch Shoppingtripp genannt, mir persönlich die unangenehmste. Leider war mir das entfallen, als D. mich fragte, ob ich mit ihm nach Paris fahre. Ausgerechnet Paris. Ich meine... Paris. Und man muss bedenken, ich bin ein Kind Hollywoods, Hollywood hat mein kognitives Reich geprägt, mein Weltbild, ich bin vorm Fernseher aufgewachsen. Und ich reagiere sehr gereizt, wenn meine Welt durch Störeinflüsse wie die Realität ins Wanken gerät. Schon die Farbe. Was soll die Farbe? Ich mag Paris in Schwarz-Weiß. „Außer Atem“, „Hotel du Nord“... Und wenn schon Farbe, dann bitte Technicolor. Audrey Hepburn und Fred Astaire in „Funny Face“, das nenn ich Paris... aber diese blasse, kränkelnde Realkolorierung, nee. Und der Lärm, die Autos, der Regen, das Menschengewimmel, überall, in den Straßen, den Geschäften, in der Metro, Enge, Berührungen, um die ich nicht gebeten habe, Gerüche, um die ich totsicher nicht gebeten habe... schwere Beine, bohrende Kopfschmerzen, und ein Mann, der möchte, dass ich Spitzenhemdchen für ihn anprobiere. Nein, ganz entschieden nein. Ich bevorzuge Paris in der Couchversion. Film ab, Füße hoch, wenn ich französische Realität will, knabbere ich ein Croissant.

P.S. Und für alle, die es doch mal versuchen wollen. Ich meine, Paris leibhaftig und wirklich besuchen, obwohl es dort weiß Gott genug Volk gibt: Übernachtet nicht im Igitthotel (Name geändert, da ich mir neben meiner Steuerrückzahlung diesen Monat nicht auch noch eine Millionenklage leisten kann), einem dieser billigen Kettenhotels draußen in der Pariser Peripherie. Von allen Orten, an denen ich in meinem ganzen Leben übernachtet habe, war dies der mit Abstand trostloseste. Er verwies eine 100 x 180 cm „große“, 56 Grad warme, fensterlose kroatische Schiffskajüte direkt über der Schiffsturbine auf die Plätze, ebenso wie ein balinesisches Etablissement mit Zweitbelegung durch gewisse Tiere, wie auch jene mit nichts als einer weißen Plastikgartenliege möblierten Personalkabuffs der Aushilfs-Zimmermädchen im 5-Sterne-Hotel „Lederer am See“. Selbst Räume, die ich mit weder verwandten, verschwägerten oder sexuell relevanten Menschen teilen musste, waren gegen das Igitthotel chancenlos. Es war so trostlos, wenn ich die Absicht hätte mich umzubringen und wollte sicher gehen, dass ich es mir nicht noch einmal anders überlege, ich würde mich dort einquartieren. Das Design eines deutschen Interregios aus den späten 80ern (türkis, orange, lila, kleine Spiegelapplikationen, Kirschholzfunier), stinkend wie eine Kölner Eckkneipe am Aschermittwoch, jahrealte Kotzeflecken auf der Auslegeware neben dem Bett, Aircondition mit konstanten 30 Grad (auch Nachts), draußen der Lärm der Umgehungsstraßen und die Skyline der Vorstadt-Wohntürme, deren Fahrstühle voller Graffitis sind und in denen die nächste Generation Justizvollzugsinsassen heranwächst.

Übernachtet nie im Igitthotel. Nach einer Nacht im Igitthotel hat selbst eine wunderschöne Stadt wie Paris es schwer. Haben die prächtigsten Straßen, die berühmtesten Museen und die bezaubernsten Cafés kaum eine Chance.

Und ein Mann, der nicht tanzt wie Fred Astaire… eine Frau, die keine Rehaugen hat wie Audrey Hepburn, schon gar nicht.

14.04.2006 um 20:02 Uhr

Curd Rock - Reisemotiznm I

von: Lapared

Liebe Millieömchem, hier mit eim bisschem,Zeitverschiebumg (Ihr wisst, ich bim aut amderenn Siete der Welt) Curds Rocks kleimes Reisetagebuch.

Kapittel 1: Amreise umd norgemtliches Erwachem

Wir siemd erst serht spät losgefahrem. Ich hab vorme im Auto gelegem (beste Platz) umd obwohl es Stumdem gedauert hat, war ich im meim Phamtasie längst da.

(Curd Rock mit Stimnne vom Serge Gainsbourg: ) Paris…Paariiii... Oh mon amour... Oh Paris… Je t'aime je t'aime … oh oui Parii je t'aime…Paris…

Image Hosted by ImageShack.us
Image Hosted by ImageShack.us
Image Hosted by ImageShack.us
Image Hosted by ImageShack.us
Image Hosted by ImageShack.us

Oh Pariiii, komm am meim Brust... komm am meim Herz... (ist bei Curd Rock rechts).

Doch damm, kurz vorn Ziel, kurz vor Amkunft in „Paris mom amnour ist Curd Rock eim bisschem eingenickt. Eim kleim bisschem . Umd als er an amderen Morgem erwachte...

Image Hosted by ImageShack.us

Der Eiffelm,turn!!!

13.04.2006 um 19:56 Uhr

Ein Arschloch in Paris

von: Lapared

Paris ist der trostloseste Ort der Welt. Wenn einem ausgerechnet dort klar wird, dass es nicht läuft. Dass es einfach nicht funktioniert.

Vielleicht ist es auch nur der Heiligabend-Effekt. Weihnachten geht ja auch meistens in die Hose, weil alle sich viel zu sehr darauf freuen und denken, das muss aber unbedingt schön werden. Das muss.

Jedenfalls fahren wir jetzt wieder. Obwohl wir eigentlich noch einen Tag bleiben wollten. Obwohl wir das Hotel eigentlich bis morgen bezahlt haben. Ja, so schlimm...

Und das Allerschlimmste. Es liegt an mir.

12.04.2006 um 15:11 Uhr

Bonjour & Au Revoir

von: Lapared

Heute fahren wir nach Paris. Ich freu mich wie ein Schneekönig, ich war noch nie da... Curd Rock? CURDCHEN? Kommst Du?

Sier rufem ums, Jumior! Sie wollem nach Paris. Ich shcätze, sie wollem ums im Louvre ausstellem, Jumior. Nebem Madame Moma Lieshcem...

Image Hosted by ImageShack.us
Image Hosted by ImageShack.us

Beeilumg, Jumior.... eim Madame laässt man nicht wartem.

12.04.2006 um 14:24 Uhr

Curd Rock - nach Harte Nahct

von: Lapared

Milliömchen, Milliömchen , ich kamm euch sagem. Das war eim Nacht. Ihc fühle mcih total zermnatscht. Ich glaubm, ich she auhc gar mnicht gut aus...

Image Hosted by ImageShack.us

Har-har! Aproilschezz!! Curd Rock sieht innmer gut aus! Famtastisch! Umd impisieriert von Skulptürchempark in Kröller Müller Musum hat Curd Rock eim neum Schaffemsperiode begommen: Curd Rock, Poet, Maler umd num auhc: Bildhaurer, guck...

Image Hosted by ImageShack.us
(„Curd Rock jun.“, Curd Rock sen. 2006)

Ist die Ähmlichkeit nmicht frappiremd?

12.04.2006 um 00:52 Uhr

Curd Rock – nit Hosem voll

von: Lapared

Nahcts ist sehr dumkel im Dickchem Haus. Umd ihc muss alleim umtem auf Couch bleibem. Mit nichts als eim Fahrradlämpchem auf Kopf. Ihc habe große Amgst, ich mach gmaze Nacht keim Auge zu, umd das simd diese Gerausche... .

Aber weil Humderttausendmilloömen geschnakcvolle Memschchem geschriebem habbem, dass sie meim Fotos über ALLES liebem(Damke!), dkumenmtiere ich auch diesem für eim Berühntheit wie mich eigemtlich umwürdigen, erbaärnlichen Zustamd, guck...

Image Hosted by ImageShack.us (Nahctwache, Curd Rock 2006)

Ach Milliömchen, was mnache ich nru hier...

12.04.2006 um 00:25 Uhr

Unter uns

von: Lapared

„Das muss jetzt wirklich unter uns bleiben“, sage ich zu meiner Schwester. „Was Sexuelles?“ – „Er sagt so schrecklich oft Ich liebe Dich!“ – „Das Ferkel!“ – „Im Ernst. Mindestens dreißig Mal am Tag.“ – „Du versündigst Dich.“ – „Varianten wie Ich liebe Dich sehr, oder Ich liebe Dich wirklich, Lpunkt nicht mitgerechnet!“ – „Da draußen sind Millionen, die hungern und darben und die dankbar wären für ein einziges Ich liebe Dich am Tag!“ – „Wem sagst Du das, ich wäre auch dankbar, wenn es nur ein einziges wär! – „Das darfste echt keinem erzählen!“ – „Er sagt es immer mit dieser besonderen Stimme. Er starrt mich an, sekundenlang, und er verzieht keine Miene. Lapared, sagt er dann und wartet einen Moment, bis ich ihm meine ungeteilte Aufmerksamkeit schenke, Lapared, ich liebe Dich, so dermaßen von Glück überwältigt, als hätte er gesagt, Lapared, ich habe einen Gehirntumor.“ – „Er wäre nicht der Einzige, der Liebe für eine Art Geisteskrankheit hält.“ – „Er sagt es völlig situationsunabhängig. Ich erzähle zum Beispiel einen Schwank aus unserer Jugend, zum Beispiel von meinem Faschingskostüm als alkoholkranker Häuptling eines amerikanischen Indianerreservats...“ – „Der Brüller!“ – „Ich lege mich mächtig ins Zeug, ich sprühe vor Witz, ich schließe mit dieser Hammerpointe...– „Du mit Schnapsflasche auf dem Grundschulkarneval?“ – „Und er guckt mich an, mit unbewegtem Gesicht, und sagt: Ich liebe Dich!“ – „Möglicherweise ist es ein Sprachproblem.“ – „?“ – „Vielleicht versteht er Dich nicht und denkt Ich liebe Dich ist nie verkehrt!“ – „Dreißig Mal am Tag?“ – „Das ist in der Tat etwas inflationär.“ – „Und Morgen fahren wir nach Paris, in die Stadt der Liebe, da erhöht er bestimmt auf sechzig!“ – „Was wollt Ihr in Paris?“ – „Einen Tisch kaufen.“ – „Ja, das können sie, die Franzosen, Tische bauen.“ – „Er will ihn restaurieren und weiterverkaufen und vom Gewinn einen Laptop anschaffen, damit wir mailen können!“ – „Er liebt Dich!“ – „Jetzt fang Du auch noch an!“ – „Er tut es, verdammt noch mal!“ Ich muss heulen, ich schäme mich, ich hab nicht vergessen, wo ich vor einem Jahr war. „Ich weiß“, sage ich, „und das ist wunderbar, ein Segen, mein größtes Glück... Er soll es nur nicht ständig sagen!" - "Du bist verrückt." - "Ich weiß, aber das muss wirklich unter uns bleiben. Im Blog erzähle ich nur, dass ich heute bei Mr. O. war.“ - "Dem siebzigfachen Oscargewinner aus Köln?" - "Richtig." - "Das war doch sicher auch spannend." - "Das war super." - "Na siehste."

10.04.2006 um 21:42 Uhr

Curd Rcok- in Kröller Möller museun

von: Lapared

Wärhemd Lchem pemmt, nacht Curd vam Rockim Kultur. Heute fürhte mich meim Suche mach Imsprioatiom im LKröller Müller Nuseurm.

Dort hämgem lauter Bildhcme vom eim gewiisem van Gogh, eim Kümstelr, der sich wahrscheimlich nach mir bemennt. Es ist schöm zu sehem, dass mam amdere jumge Kümstler beeimflusst. Umd ihnen Oriuiemtierumg gibt.

Leider kommte ich drimme keim Fotochem machen. Nur draußem im Skulpturmegarten. Guck...

Image Hosted by ImageShack.us
(Curd Rock in "Ohme Titel" vom Anish Kapoor)

Image Hosted by ImageShack.us
(Curd Rock "Jardin E´mail" vom Jean Dubuffet)

Image Hosted by ImageShack.us
(Curd Rock vor Pool vom Helene Kröller Müller)

Image Hosted by ImageShack.us
(Curd Rockn vor Jagdhäuschem vom Helene Kröller Müller)

10.04.2006 um 18:10 Uhr

Aufstehen oder Liegenbleiben

von: Lapared

Die Tage sind kurz, wenn man so lange im Bett bleibt. Während die Welt, jedenfalls auf dieser Seite des Globus, langsam in den Feierabend sinkt, trinke ich gerade meinen ersten Kaffee. Guten Morgen, liebe Gemeinde.

Was mich so lange im Bett gehalten hat? Wie gerne würde ich einen Hauch von Verruchtheit durch dieses Blog wehen lassen und behaupten, dass es mein wüstes Triebleben wäre. Lapared, das Tier – das wäre ein Kracher. Na, ein anderes Mal vielleicht.

Stattdessen nur das Geständnis, dass ich anlagebedingt drei Zentner Blei im Hintern habe. Und – ebenfalls anlagebedingt – einen Propellerkopf, in dem es routiert und routiert und der normalerweise versucht, mich trotz Gesäßgravitation nach oben zu zwingen. Das, hach ja... ist die Tragik meines Lebens, Quell meiner Zerrissenheit, des ständigen Kampfs: Bleiarsch und Propellerkopf, Trägheit und hehrer Anspruch, Schwerkraft und Fliehkraft sind Antagonisten, die fatalerweise nahezu gleichstark bei mir wirken. Normalerweise.

Aber hier in Holland... ein Triumpf der Trägheit. Der Kopf entthront, die Denkzentrale aufgelöst, das große, fettgedruckte „ich sollte“ ausradiert.

Okay, andere würden es schlicht Urlaub nennen. Aber: Ich mache Urlaub...? Ich dachte, ein bisschen origineller sollte ich es schon rüberbringen, woll?

09.04.2006 um 23:58 Uhr

Ich nicht kritikfähig??? Frechheit!!!

von: Lapared

„Wie unser Vatter!“ trompete ich ins Telefon, „wie unser Vatter!“

10 Minuten zuvor hatten D. und ich den ersten Krach gehabt. 11 Minuten zuvor war ich bei ihm angkommen. Unverletzt. Meine Schwester ist erleichtert.

„Er muss meine Curd-Fotos ja nicht toll finden,“ empöre ich mich (und lüge, er muss!), „jeder kann doch seine Meinung haben…“ (bitte, kann es zwei Meinungen geben über Curd-Fotos?) „aber dann soll er sie doch bitte auch als Meinungsäußerung formulieren: Ich finde, dass die diese Fotos nicht gut sind… Und nicht als Feststellung: Diese Fotos sind nicht gut“ (Diese Fotos sind toll hingegen dürfte er gerne als Feststellung formulieren, da bin ich nicht so.) – „Hat er tatsächlich gesagt: Diese Fotos sind nicht gut?“ – „Schlimmer. Er sagte es nicht so wums vor die Schwarte, sondern in dieser unglaublich einfühlsamen Sonderpädagogenmanier, Du weißt schon. “ – „In etwa so...?“ meine Schwester mit ihrer wärmsten, freundlichsten Stimme: „Curds Minenspiel hast Du bei diesen Fotos sehr hübsch herausgearbeitet, aber vielleicht überlegst Du mal, ob Du demnächst nicht immer seinen Kopf abschneidest, dann werden Deine Fotos noch besser!“ Ach, wie fühle ich mich verstanden: „Genau! Nach allen Regeln der Behindertenpädagik: Negative Kritik unbedingt mit einem Lob einleiten…“ – „…und natürlich nie als Kritik formulieren, sondern als Anregung!“ – „Aber in der Sache fest!“ - „Feststellung, nicht bloß als Meinung!“ Meine Schwester seufzt: „Ach ja, wie unser Vatter!“ Und nach einer kleinen Pause: „...eigentlich sehr nett!“ - "WAS???" donnere ich, vom eigenen Blut verraten. „Naja, D. ist Künstler, er versteht mehr von Bildern als Du und sagt Dir, wie Du´s besser machen kannst. Er nimmt Dich ernst.“ – „Sprich weiter, Ex-Schwester!“ – „Und dabei bemüht er sich, Dich nicht zu kränken, weil er Dich liebt. Wie unser altes Papilein...“ – „Käse! Toll muss er sagen, ein einfaches, mit ein klein wenig Enthusiasmus vorgetragenes TOLL!“ – „Er soll Dir was vorspielen?“ – „Er muss ja keine oscarreife Vorstellung sein, ich finde jeden überzeugend, der sagt, dass ich toll bin!“ – „Hör mal...“ meine Schwester gibt sich energisch, „Du bist toll, Curds Fotos sind toll! Wirklich!“ – „Du willst mich doch nur aufbauen!“ – „Nein im Ernst, ganz große Klasse!“ – „Jetzt schleim nicht so rum!“ – „Ich schleime nicht!“ – „Du siehst mich viel zu unkritisch, ich bin Deine Schwester!“ Ich höre es am anderen Ende sehr tief ein- und wieder ausatmen. Ein... und wieder aus. „Ja, Du bist meine Schwester. Und dazu ein sehr, sehr komplizierter Mensch.“

Käse!

Aber abgesehen von dieser kleinen Missstimmung am Anfang läuft es prima. Höm.

08.04.2006 um 09:21 Uhr

Curd Röck –schöm gemug

von: Lapared

Hier fimdet sie mnich nie!

Image Hosted by ImageShack.us

Jetz blosß nciht puspem...

Image Hosted by ImageShack.us

08.04.2006 um 09:19 Uhr

Leise Servus

von: Lapared

So, jetzt noch schnell die alles rettende 5-Minuten-Schönheitsmaske, erst ich, dann Curd Rock...

Image Hosted by ImageShack.us

Und mit diesem etwas missratenen laparedschen Abschiedskuss (das Zeug ist schon hart) verabschiede ich mich, bis... na, mal sehen.

Image Hosted by ImageShack.us

Leise Servus

07.04.2006 um 23:18 Uhr

Curd Rokc- zun Abscied

von: Lapared

Milliomen Menscchme haben Curd vam rock geschrieben. Neister, haben Sie gesagt, gib ums eim letzes Kotzpröbchen Deimer großem Kumst.

Umd wie es sihc ergab...

Sie aht mnich tatsächlich im Fitmesscemter geschleppt. Wieder hat der Neister seim groißem Schnezr künstlerisch verarbeitet...

Image Hosted by ImageShack.us
(Armold S., Curd vam Rock 2006)

Eim lezter Gruß vom Euerm großem Neister bevor er vedrschleppt wirgd... Tschöööhös, Ihr Milliömchen

07.04.2006 um 21:02 Uhr

Kurvendiskussion

von: Lapared

„Und, freust Du Dich?“ Meine Schwester ruft mich immer noch mal an, bevor ich mehr als eine Stadtfahrt mit meinem PKW unternehme. Man kommt leichter darüber hinweg, wenn man der Person noch mal gesagt oder wenigstens gezeigt hat, dass man ihn liebt. Sagt die Trauerforschung. Aber um auf ihre Frage zurückzukommen. Ob ich mich freue. „Na, Du kennst mich ja...“ sage ich. „Wieder mal die Laparedsche Vorfreudekurve?“ – „Absolut.“

Die Laparedsche Vorfreudekurve beschreibt die Entwicklung der Laparedschen Vorfreude auf freiwillige Außerhausaufenthalte mit Übernachtung über den Zeitraum vom Beschluß des Außerhausaufenthalts bis zur Aufnahme der Anreisetätigkeit. Und die Kurve ist, das möchte ich vorab bemerken, personenunabhängig. Es ist scheiß egal, mit wem ich bei dieser Auswärtspartie übernachte.

In Phase 1 nach Reisebeschluss steigt die Vorfreudekurve stetig an. Steigt und steigt und steigt. Um dann mit Beginn der konkreten Reisevorbereitung - Phase 2 - dramatisch (dramatisch!) abzufallen. Bis zu ihrem absoluten Tiefpunkt einen Abend vor dem geplanten Reiseantritt, wenn die Vorbereitungen aus der rein mentalen Phase ins unangenehm Praktische übergehen. Sprich, beim Packen.

Packen. Ich hasse Packen. Weil, das ist das Wesen des Packens, Entscheidungen zu treffen sind. Für oder gegen den Pepitarock. Für oder gegen den Angorasweater. Für oder gegen eine Ersatzzahnbürste, falls die andere bei einem Erdbeben Schaden nehmen sollte. Entscheidungen von Ernst und Tragweite also. Und so ein 200 Liter Jumbo-Trolley ist ja auch schrecklich schnell voll. Aber genug davon.

Bis ich dann endlich unterwegs bin. Wenn ich erst mal unterwegs bin – Phase 3 - steigt die Vorfreudekurve, sofern nicht durch unbequeme Reiseumstände wie mitreisende Eierbrotesser gedämpft, sprunghaft wieder an. Im eigenen PKW lässt sich der Eierbrotfaktor erfreulich gut kontrollieren, insofern...

„Aber morgen freue ich mich bestimmt ganz doll“, sage ich mit einem Anflug von Enthusiasmus. „Nur...“ – „Nur was?“ Meine Schwester klingt alarmiert. „Naja, das mit dem Blogschreiben ist bei Dick immer etwas kompliziert.“ – „Hat er immer noch keinen Computer?“ – „Nein, er will keinen. Erst dachte ich, wegen des Geldes, aber dann wollte ich ihm meinen Alten schenken, aber den wollte er auch nicht. Er will keinen Computer, er mag sie nicht.“ – „Hm.“ – „Er hat auch keinen Fernseher und keinen DVD-Spieler.“ – „Hm.“ – „Irgendwie ist er nicht sehr technikaffin... wohl.“ - „Es gibt einen Indianerstamm, in den Amazonas oder so, die glauben, wenn man sie fotografiert, stiehlt man ihnen ihre Seele. Meinst Du, bei ihm ist es was Ähnliches?“ – „Nein, ich denke, es nicht kulturbedingt, es gibt Computer in Holland.“ – „Hm.Und woran liegt es?“ – „Ich weiß nicht, keine Ahnung, vielleicht ist er als Kind mal von einem Computer gebissen worden.“ – „Das kann natürlich sein.“ – „Jedenfalls werde ich immer erst aus dem Haus müssen, um ins Internet zu kommen und Du weißt wie ungern ich das Haus verlasse.“ – „Oh ja. Das letzte Mal, bei Deiner Konfirmation, da mussten wir Dich tragen.“ – „Im Ernst, ich kann nicht schreiben, wenn um mich herum etwas atmet.“ – „Ist doch chic, so mit Laptop im Coffeeshop, Deine Carrie, macht die das nicht auch immer?“ – „Nur wenn Aidan den Boden abzieht.“ – „Dann schreibst Du eben mal nicht!“ – „Bist Du irre, ich schreibe jeden Tag, ich muss, ich brauche das, ich, ich, ich...“ – „Gibt es eigentlich eine Oympiade für Zwanghaftigkeit, Du wärest der Medaillensegen der Nation, Du machst aus allem eine Sucht, aus allem, wenn Du noch länger zuhause wärest, würdest Du auch nach dem Lochen Deiner Steuerbescheide süchtig...“ – „Mein neuer Locher ist der Hammer!“ – „Also...“ – „Also, was?“ – „Lchen, lass es doch einfach mal!“ – „Aber…“ – „LASS ES!“ - „Hm... okay.“ – „Na, siehst Du.“

Von Curd hat sie nichts gesagt.

07.04.2006 um 17:19 Uhr

Curd Rock – im Toppform

von: Lapared

Lchem will in Fitmesscemter. Sie sagt, damit so noch schmell schlamkl wird für Dick. Sie sagt, ich soll mit! Ich! Curd Rock! Sie saagt, ich kömmte eim bisschem was für meim Haltung tum. Umd für meim Baucvhmuskulatur!

Was bitte ist nicht im Ordnumg mitt meim Bauch?

Image Hosted by ImageShack.us
Image Hosted by ImageShack.us

TOPP!

07.04.2006 um 00:11 Uhr

curd Rocj - kUsmt aus Schnerz

von: Lapared

Wie jedem groß Mieester hat Curd vam Rcok siem Schmerz kümstelerisch verabeitet, guck... Hier hat Meistrchem übigems eimSelbstproträ verstcket, hihi, fimdet Du nie... .(kleim Hilfe: Er tragt eim Mützchem!)

Image Hosted by ImageShack.us
(Alt Wasserchem auf dme Weg zun Meer,
Curd vam Rokc 2ooo6)


Lchen sagtm, curd Rocj darf jetzen nicht nerhm malem. Lchem sagt, wir fahrm jetz zu Dick im Erholumg. Lchme sagt, meim Pimselchem darf nicht mit...

Groß Kümstler habem inner gelittem umter Obrigkeiut,

06.04.2006 um 15:37 Uhr

Am Meer

von: Lapared

Warte, gleich simd wir da, gleich… gelich simd wir da… wir krabbelm durch Zaum… wir gehme über Wiese... ich sehe schom blau durch die Baumchem blitzem.... gleich... gelichh ... geleich bim ich bei Dir, alt wasserchem.. ... gelich... Deim Curchen koommt, um Dir Leb wohl zum sagem... gleich ist er da.... gle.. ... NEEEEEEEIIIIIIMMMMMM!!!!……… NEEEEIIIIIIIIIIIIIIIIIIIMMMMMMMMMM!1!!! ... .. .ALT WAASSERCHRM?!!! .... WO Bis DU? .... Neeiimmmm.... Oh, neim....

Sie habem mein alt Wasserchem weggeschüttem, Lchme, si habem es weggemacht… umd ich hab ihn nicht Tshcüss gesagt...

Doch Curd, das hast Du doch, 1000 Mal.

Lchem, es ipt weg! Alt Wasserchem ist weg!

Ja, Curd. Weg. Aber es geht ihm gut, Deinem alten Wasserchen. Ich habe den Bademeister gefragt, sie haben es in den Fluss gelassen, der neben dem Bad her fließt, der Fluss hat es mitgenommen… und jetzt fließt es zusammen mit dem Fluß, fließt und fließt und fleißt... und irgendwann ist es am Meer. Das mochte es doch immer so gern... da wollte es doch immer hin, Dein altes Wasserchen, ans Meer. Es wird ihm gut gehen, Cudchen, Dein Wasserchen wird sehr glücklich werden.

Meinst Du?

Das weiß ich.

Na gut.

So, jetzt komm, Curd Rock... komm, wir gehen. In ein paar Tagen gibt es neues Wasser...

Eim Augemblickchem noch... .

Okay, Curdchen. Ich warte am Zaun.

Image Hosted by ImageShack.us

Nur eim winzig Augemblichhm. ...

Image Hosted by ImageShack.us
Image Hosted by ImageShack.us

Da ist das Schwueim! Der gemeime Kerl, der dem Stöpsel rausgezogemhat. Ich brimg ihm um... ich brimg ihm um, irgemdwann brimg ich ihm um. ..-

06.04.2006 um 12:47 Uhr

Am Pool!

von: Lapared

Heute Morgen, nach der Lektüre seiner Morgenzeitung, war Curd Rock sehr aufgeregt. „Lchen“, krakelt er, „wir nüüsem los, steh auf, iwr nüssem sofort am meim Pool!“ – „Curd Rock“, sage ich, „es ist Viertel nach Sieben, „draußen sind 4 Grad, was willst Du denn am Pool?“ – „Im 23 Tagem nachem sie das Feibad auf!“ – „Was?“ – „Stheh auf! An 29 Abril bewgimmt die Friebadsaisom!“ – „Das ist doch toll, Curdchen, dann gehen wir am 29sten!“ – „Damm dürfem wieder allem Idiotem am meim Pool!“ – „Es ist ein öffentliches Freibad, Curd Rock, das hast Du doch gewusst, im Sommer gehört es allen Menschen…“ - „scheiß Idiotem!“ – „… nur im Herbst, im Winter und im Frühling gehört Curd Rock der Pool allein!“ – „Ich werde dem gamzenm Sonner meim Pool nicht sehem?!“ – „Doch Curd, Idioten dürfen hingehen,Halbidioten, intelligente Menschen... und Genies wie Du natürlich auch!“ – „Dukammst hin, DU, aber mich nimmst Du bestimmt nicht mit, weil Du fürchtstt ,dass die Idieotem Dich damm für bekloppt haltem...“ – „Wir könnten so tun, als wärst Du ein Kissen, dann denken die Menschen, guck, die Frau ist klug, sie hat sich eine hübsche Unterlage für den Kopf mitgebracht!“ – „Der berühnte Curd Rok? De r gemiale Naler umd Schriftstller van Rock Eim Kofpissen?“- „Naja...“ – „Du schänst Dich für nmich!“ – „Curd, so ist es nicht...“ – „Ich bim Dir peimlihc!“ – „Curd, nein, es ist nur... ich bin eigentlich ein bisschen zu alt für Dich.“ – „Sie schänt sich...“ – „Curdchen...“ – „Nix curchem! Da leigem Memschem rum mit dickem weißem Specrollem an Bauch umd Haarem auf dem großek Omkeln und mamche Frauem habem nzur eim Bimdfadem über ihrem wabbeligem Popo... aber Du schänst Dich! Für Mnich! Berühntem, famtastisch gebauetem, hochtalemtiertem Curd Rock!“ – „Du hast Recht Curd. Ich werde Dich immer mitnehmen, Du wirst neben mir auf dem Handtuch sitzen, egal, was die Leute denken…“ – „Javohl!“ – „Warum nicht, hm, die Verpflegung in der Psychiatrischen ist ja heutzutage sehr gut...“ – „Ebem… Höm.“

Eine Zeit lang war Ruhe.

Ungefähr 3 Minuten. Schon kam Curd Rock wieder an. „Lchem!“ – „Szzzzzrrrrzz...“ – „Lchem!“ – „Curd Rock! Lange nicht gesehen...“ - „Wir nüssem sofort am Pool!“ – „Ich dachte, das hätten wir geklärt, Curd?!“ – „Das alt Wasser! Meim alte Wasser!“ – „...?“ – „Sie werdem es auschütütem, sie werdem meim Pool ausschüttem umd damm ist meim alt Wasserchem weg!“ – „Aber dafür werden sie schönes neues Wasser reinschütten, ganz frisch und sauber!“ – „Ich will keim nue Wasser!“ – „Schönes, hellblaues, glasklares Wasserchen, Curd!“ – „Ich will meim alt Wasser!“ – „Was willst Du denn da noch, Curdchen, da kannst Du doch gar nicht mehr reinspringen!“ – „Ich will... ich will…“ – „Na, komm mal her, Curd, was ist denn los? Nun heul doch nicht...“ – „Ich will ihn wenigstems Tschüss sagem... “ – „Ach Curdchen.“ – „Umd nochnal zuwimken....“ – „Das brauchst Du doch nicht, das alte Wasser ist so trüb geworden, ganz braun und moderig, das sieht Dich gar nicht, wenn Du winkst.“ – „Doch, meim alte Wasser sieht mich!" – „Ich glaub nicht, Curd!“ – „ Aber hörm kamm es mich doch noch!“ – „Curd...“ – „Bitte! Bitte lass ums noch eim letztes Nal himgehem umd wimkem.“ – „Morgen.“ – „Jetzt!“ – „Später.“ – „Gleich!“ – „Na, gut, Curd Rock, heute Nachmittag... aber danach will ich bis zur Abreise nichts mehr von Dir hören!“ – „Hömn.“

Na bitt, gehtm doch. Dass mamm immer auf Trämendrüschem drückem muss! Curd Rock wird sich doch wohl noch von seim alt Wasser verabschiedem dürfen... tzzt. Schließlich habem wir so viel Zeit miteimnander verbracht. Danals in Spätsonneer 2005, als berühnte Curd Rock noch eim gamz kelim Baby war...

Image Hosted by ImageShack.us

Umd damm im Herbst, als Curd Rock persömlich die gamzem Blättchem aus armen einsamen alt Wasser gefischt hab...

Image Hosted by ImageShack.us

Im esigem Wimter, als ich mit nackte Füßchem gquasi durch dem Shcnee gelaufem bim, nur um zu sehm, wie es meim alt Wassrchem geht...

Image Hosted by ImageShack.us

Da darf mam doch wohl noch mal Wimkem gehm.

(Kurze Umterbrechumg. Wir sehm ums am Pool.. .)

05.04.2006 um 19:25 Uhr

Halleyscher Verwaltungsschub

von: Lapared

„Dick“, sage ich, „Schatz, ich habe gerade einen Verwaltungsschub, einen ziemlich seltenen, geradezu historischen Anflug von Sortier-, Ablage,- und Finanzscheißregelungsdrang!“ – „Bring ihn mit, er kriegt das Gästebett!“ – „So ein Anflug kommt bei mir ähnlich häufig wie der halleysche Komet, ich muss ihn nutzen, ich kann nicht morgen schon kommen!“ – „Ich vermisse Dich.“ – „Samstag, okay?“ – „Freitag!“ – „Schatz, der halleysche Komet erscheint nur alle 75 Jahre, bis dahin bin ich bankrott, ich muss mich jetzt kümmern!“ – „In 75 Jahren bist Du tot und ärgerst Dich, dass Du nicht mehr gelebt hast!“ – „Eben. Dann sitze ich da oben, schaukel wehmütig meine Flügel und denke, hättest du Kamel dich damals, Anfang April anno 2006, im Rahmen deines halleyschen Verwaltungsschubes bloß um eine solide Altervorsorge gekümmert... dann hättest du es die letzten 15 Jahre im Seniorenstift richtig krachen lassen können!“ – „Im Seniorenstift ist dein einst prächtiges Gesäß verschrumpelt, da kracht nichts mehr, mit oder ohne Altersvorsorge!“ – „Sag das nicht!“ – „Also schwing Deinen noch prächtigen Arsch ins Auto, er fehlt mir! – „Verständlich. Und mir fehlen 2.386 Euro, die ich erst auftreiben muss, um alle Steuern nachzuzahlen. Vorher, Schatz, schwingt mein noch prächtiger Arsch nirgendwohin, er wäre sonst nämlich extrem verspannt!“ – „Das klingt nicht gut.“ – „Siehste.“ – „Vielleicht solltest Du erst Samstag kommen und Dich endlich mal um Deine Finanzen kümmern!“ – „Meinste?“ – „Hör mal... Du weißt, ich würde Dir die 2.386 Euro sofort geben, wenn ich sie hätte!“ - „Ich weiß....“ – „Oder sagen wir 2.390, dann kannst Du noch ´n Kaffee trinken!“ Ich weiß... und das ist unendlich viel wert.

Aber auf 2.400 hätte er schon runden können.