Anleitung zum Entlieben

21.04.2006 um 20:35 Uhr

Karma oder... heute Schlauchboot, morgen Passagierschiff

von: Lapared

Im Leben bleibt nichts ungestraft. Nein, nein.

Etwa ein Jahr ist es her, aber ich sehe es vor mir, als wäre es gestern gewesen. Haben wir das nicht alle schon mal erlebt? Der Herbst schickt seine letzten Sonnenstrahlen, die reifen Früchte purzeln vom Baum, stellen wir uns so vor und bestellen im kleinen Straßencafé ein fettes Stück Pflaumenkuchen, weil das so hübsch in die Jahreszeit passt. Im Winter gibt es den zwar auch, und im Frühling, und im Sommer, aber nur im Herbst können wir uns einbilden, das bläuliche Gekrose unter den gezuckerten Sträuseln sei tatsächlich frisch. Wir beißen also hinein, zeitgleich mit einer Vespe, die vermutlich aus denselben Gründen Pflaumenkuchen will, unsere gleichgeschlechtliche Begleitung kennt nichts und saugt mit nachdenklich stimmendem Pathos öffentlich an unserer Lippe... nichts desto trotz, dreißig Sekunden später sehen wir aus wie ein Schlauchboot und denken, Zeit dass es Winter wird, auf Spekulatius fliegen die Biester nicht.

So, und nun stelle man sich Folgendes vor. Kein goldener Herbsttag, kein kleines Straßencafe, kein fettes Stück Pflaumenkuchen, kein gleichgeschlechtliches Geknutsche... und trotzdem eine aufs fünffache angeschwollene Unterlippe. DAS ist mir passiert, vor einem Jahr, aber was ist schon ein Jahr. Der Zahnarzthelferin war der Zahnsteinmeißel ausgerutscht. Ich werde es nie vergessen... Er baumelte noch in meiner Lippe, als sie mit schamhaft geröteten Wangen entschwebte wie eine Elfe („Hihi, ich hol mal den Doktor...“) während ich blutete wie ein Schwein („Hich hitte harun!“).

Eine schmerzhafte Geschichte, wohl wahr, und das Ende einer Zahnarzthelferinnenkarriere. Hätte man gedacht. Aber heute, bei meinem Zahnarztbesuch - bei einem anderen Zahnarzt natürlich, zu dem alten bin ich nie wieder hin - dieselbe Zahnarzthelferin. Meine Peinigerin. Und jetzt kommts: Dreißig Kilo schwerer, ein Hintern wie ein Passagierschiff. Ha! (Schon wieder Hintern, Lapareds Hinterntage!)

„Oh, ich sehe, Sie haben sich in den Zahnsteinmeißel gesetzt!“ möchte ich sagen, lächle stattdessen aber milde und denke, genau... im Leben bleibt nichts ungestraft.

Als zehn Minuten später der Zahnarzt das schwere Gerät ansetzt, die Blombe sprengt und mit seiner Wurzelbehandlung beginnt, frage ich mich, wen ich wohl schon alles verletzt habe.

21.04.2006 um 17:11 Uhr

Curd rock – Studemt

von: Lapared

Zurück am die Arbeit. Ich glaube,. ich studierem mal die hollämdischen Meister... .

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Faszimieremd. ..

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Insprieremd .. .

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Diese Hollämder!