Anleitung zum Entlieben

31.01.2007 um 22:30 Uhr

Wir ziehen los, mit ganz großen Schritten...

von: Lapared

(Der Rest ist schnell erzählt...)

Am Anfang war ich wütend auf HK. Diese Friss oder Stirb-Rhetorik, das ist die Sprache der Beziehungsbonzen, und die mag ich nicht. Die Arroganz, mit der sie in der Krise ihre „Ich liebe Dich, aber ich brauch Dich nicht“-Fahnen über dem Verhandlungstisch hissen, diese Menschen mit Pausbacken-Seelen, für die Verlassenwerden allenfalls einen bedauerlichen Verlust bedeutet, aber nie eine Katastrophe, nie einen Bankrott. Die darunter leiden, aber nie – und das wissen sie – nie daran zugrunde gehen... Diese gesunde Art, die hasse ich. Diese scheiß emotionale Unabhängigkeit, die in der Regel jeder hat, der auch ein Auto führen darf. Jeder Erwachsene, nur klein Lchen wieder nicht. Verdammt.

Na, aber dafür ist HK alkoholabhängig. Er hängt an der Flasche, und ich an ihm. Da sag einer, wir Hamburger taugen nicht zu Karnevalisten. Was für eine hübsche kleine Polonaise...

Am nächsten Abend ist meine Wut längst verpufft und aus Erleichterung über die abgewandten Konsequenzchen packt mich der Übermut. „Du HK“, sage ich, wir liegen im Bett und genießen spanisches Fernsehen, „meinst Du, es nützt was, wenn ich mich in so ein verruchtes Dessousteil schmeiße?“ Gerade läuft eine Werbung mit zwei Gurken, die vor einem Wäscheladen stehen. „Och, lass mal...“ Ich robbe ran. „Vielleicht in Weinrot oder im Farbton... CHAMPAGNER?“ - „Das klingt schon besser.“ – „Weißt Du, ich tue alles, was in meiner Macht steht, um Dich nicht zu verlieren.“ – „Hm.“ - „Aber dieses Sexding kann ich nicht kontrollieren, das liegt außerhalb meiner Macht.“ Höm, ich bin sehr stolz auf diesen späten, aber gezielten Konter. „HK?… HK???… Schatz?…“

(Und da wären wir wieder...)

Herr Ober, ein Bier, aber den Schaum unten!

30.01.2007 um 19:05 Uhr

Danke fürs Gespräch

von: Lapared

(Weiter im Reiserückblick, wir sind gelandet, haben gegessen, getrunken... Wieder ist es still, nur die Hunde bellen.)

Freitag, 26.01.07, abends

„Es wird Nacht, Signorita!“ HK prostet mir mit dem letzten Rest Valduero Tinto zu. Es ist kurz vor halb zehn. „Aber bevor wir gleich ins Bettchen gehen und ich bleibe wieder mal hinter den grenznymphomanen Ansprüchen meines Engels zurück, sollte ich eins vielleicht sagen...“ Kein Sex mit Ankündigung, ich kann es kaum erwarten. „Ich werde Dir keine Versprechungen machen.“ Halleluja. „Ich würde sie vielleicht nicht halten.“ Chears! „Und dann haben wir den Schlamassel.“ Dann doch lieber munter Saufen. „Ich höre auf, wenn ich es kann, nicht, wenn Du es willst.“ Irgendwie hatte ich mir unser Gespräch doch anders vorgestellt. „DU kannst gar nichts ändern.“ Und was is mit... The Power of Love? „Du hast keine Lust mehr aufs Texten, gut. Wenn Du daran denkst, auf Krankenschwester umzusatteln, auch gut. Kauf Dir einen hübschen weißen Kittel und reich irgendeinem Oberarzt augenklimpernd das Skalpell. Aber bei mir ist keine Stelle frei, mein Schatz.“ Mit schießt das Wasser in die Augen. Tupfer! „Ich selbst bin auch nicht glücklich über meinen Zustand, aber wann und wie ich ihn ändere, bestimmst nicht DU.“ Nicht glücklich heißt quasi Leidensdruck, das ist doch was. „Ich hoffe, ich bete, dass Du solange bleibst, bis es soweit ist.“ Beim Beten aber schön die Flasche abstellen. „Ich liebe Dich, und ich würde alles tun, um Dich nicht zu verlieren.“ Hach. „Alles, was in meiner Macht steht - Trinken liegt außerhalb meiner Macht.“ Scheiß AA, den hat er von Euch. „Aber der einzige Punkt, an dem das Ganze DICH betrifft, wo Du wirklich was davon spürst, dass ich trinke, ist im Bett! NUR im BETT.“ Und im Kopf, in meinem Kopf, ich hab von morgens bis abends Alkohol im Kopp und hatte nicht mal Hustensaft. „Aber wenn Dir Sex wirklich so wichtig ist, sorry, dann...“ Nicht das böse Wort, nicht das böse Wort! „Dann...“ Ich nehme seine Hand, nicht das böse Wort! „Dann...“ Bitte, nicht. “ Dann kriegen wir das auch irgendwie hin.“ Poeeeeh. „Aber die Karnickelquote Deines Ex kann ich nicht erfüllen, mit oder ohne Alkohol, ich werde nie so ein Super-Rammler, dafür habe ich andere Vorzüge, vergiss das nicht.“

Wäre es an dieser Stelle klug gewesen, darauf hinzuweisen, dass der „Super-Rammler“ die auch besaß? Dass er zwar unzuverlässig und schwach aber doch gleichzeitig auch ein liebenswerter, kluger Mann war. Dass ich selbst sicher keine vor Selbstwert platzende aber doch immerhin mit einem Gehirn ausgestattete Frau bin, deren Bedürfnis nach mehr als dekadenhaft stattfindendem Geschlechtsverkehr sie noch lange nicht zu einem blöden Fickhäschen macht? Dass nicht das Bett sondern dieses Gehirn der Punkt ist, wo sein Saufen mich betrifft, und zwar so lange, wie ich etwas tiefer, links, Gefühle für meinen Cognac-Schwenker hab? Ich glaube nicht.

„Ist gut“, sagte ich stattdessen, denn was soll ich anderes sagen. Und Danke fürs Gespräch.

In dieser Nacht träume ich von einem großen fremdartigen Körper, der auf einem Hügel steht und kauend zu mir rüber schaut. Ich frage einen Mann, der offensichtlich aus der Gegend stammt, was das für ein Tier ist. „Das ist ganz harmlos, streicheln Sie es ruhig.“ Als ich darauf zugehe, ruft jemand nach ihm und es trottet davon. Möglich, dass ich es im Schlaf falsch verstanden habe, mein Schnarchen macht die originalgetreue Rekonstruktion vertonter Träume manchmal schwer. Aber ich glaube, das Monster hörte auf den hübschen Namen „Konsequenzchen“.

(Fortsetzung folgt)

29.01.2007 um 18:01 Uhr

Beware of the Silence

von: Lapared

(Und schon wieder ein Reiserückblick)
Freitag, 16.01.07

Das „Wenn wir Ruhe haben, reden wir“ schwebte seit Tagen als nicht klassifizierbare Wolke über unserem kleinen Tripp. Schönwetter oder Scheißwetter? Nun, da die Reise angetreten ist, lauert es - eindeutig gutartig wie Kater Tom vorm Mauseloch – auf die passende Gelegenheit. Keule oder Keule? In dem Moment, wo sie erscheint, die kleine Urlaubsruhe, wo sie aus der Geschäftigkeit des Packens und Machens heraustritt und plötzlich Zeit wäre, erwarte ich, dass es eins vor die Rübe gibt. Woher nehme ich nur immer diese Zuversicht?

Wozu überhaupt reden. Ohne akute Not. Jetzt, wo die zu einem nächtlichen Konditoreimassaker kumulierten Ängste vor einem Leben, in dem Torte mein letzter Trost an der Seite eines quasi-impotenten Trinkers ist, eines Trinkers, den ich nicht verlassen kann, weil sein Saufproblem das Vakuum meiner unterspülten Werber-Seele so schön füllt... jetzt, wo diese Aussicht auf ein Dasein zwischen Sahne und Fahne nicht mehr ganz so drückt, da der Puffer des Tagesgeschehens sich dazwischen schiebt... jetzt will ich es eigentlich gar nicht mehr. Das in Ruhe geführte Gespräch. Die großen Versprechungen, er werde sich ändern. Werde aufhören zu Trinken. Und alles würde gut.

Denn Laparedchen, Kapt´n Hirni, in den Berechnungen ihrer ratternden Navigationsmaschine stets Seemeilen im Meer des Möglichen voraus, bei jedem Hafen, den das Dasein ansteuert, in Gedanken schon wieder bei der Reise, die von da aus vielleicht folgt, Laparedchen weiß auch um die Gefahren von Versprechen.

Was, wenn sie nicht gehalten werden? Was, wenn – und das ist wahrscheinlich, sagt das Selbstexperiment – die guten Vorsätze schwungvoll in die Hose gehen? Einmal, zweimal, immer wieder? Dann würde es doch Zeit für Konsequenzen. Konsequenzen, welch hässliches kleines Wort. Wenn ich zu einem unfähig bin, dann zu Konsequenzen. Vor allem dann, wenn sie mit sich bringen, das Leichtmatrose Lchen wieder alleine schwimmt im großen Ozean des Lebens. Das können wir, aber das wollen wir doch nicht. Nicht schon wieder. Das hatten wir doch schon so oft.

Aber die Ruhe, die Ruhe für das angekündigte Gespräch, sie kommt. Zum ersten Mal, als wir im Flieger sitzen, das Gepäck ist verstaut, die Fütterung überstanden, drei Stunden bleiben, um die Trockenheit zu planen, drei Stunden bis die Stewardess uns unterbrechen wird um darauf hinzuweisen, dass nun die Möglichkeit besteht zum zollfreien Spirituosenerwerb. Ich freu mich drauf. Doch da entpuppt sich HK überraschend als mein Verbündeter. Auch er weiß, in welches Karussell von großen Hoffnungen und grandiosen Reinfällen wir uns begeben mit einem Versprechen aufzuhören. Er weiß es, nimmt zwei Drinks und pennt.

(Fortsetzung folgt)

29.01.2007 um 17:19 Uhr

Hasta la vista, Fimca!

von: Lapared

 Schömes Abschiedsfotochem ...

Liebe Milliömchem,

umd hier emdet Curd Rocks Spamiemabemteuer.

Hasta la vista Fimca umd... ADIOS MUCHACHOS!

Wir sehem ums auf meim Couch.

29.01.2007 um 09:09 Uhr

Um Anruf vor Erlösumg wird gebeten

von: Lapared

 Oh Backe...

 Ich glaub, ich habe eim Problem

Hätte sie nicht vorher amrufen kömmen???

Manm kamm schließlich nicht dem gamzem Tag im Papageimkerker stehm...

25.01.2007 um 22:35 Uhr

Erlösungsbericht

von: Lapared

Ein weiteres aufregendes Zahnarztabenteuer. Dachten Sie, dachten ich, würde folgen, wenn die Lapared sich nach ein bisschen privatpatientenhaftem Zieren schließlich doch in die Hände der dicken, dunklen Frau begibt. Wie sehr wir uns doch alle getäuscht haben...

Nach den ersten 20 Minuten von unendlich vielen, unendlich langen, die noch folgen sollten, war mir klar: Diese Frau rechts über mir ist kein Zahnärztin. Und die links über mir ist keine Zahnarzthelferin. Es war nur noch eine Frage der Zeit, bis eine von beiden sagen würde: „Los spucken Sie´s aus! Wo wohnt Osama Bin Laden?“ Keine Ahnung, aber die CIA ist überall.

„Meisenweg 17“, schreie ich in vorauseilender Geständigkeit. Und nun lasst mich gehen, ihr brutalen Wachteln, ich hab doch alles gesagt. Aber man glaubt mir nicht, sie bohren weiter. „Heidi Sölz und Detlef Kapusta!“ brülle ich die Namen zweier von mir besonders geschätzer Ex-Kollegen, denn ich weiß, als nächstes wollen sie Kontaktpersonen. Und ich lüge nicht, immerhin sind beide - was wohl, höm - Kontaker. „Detlef mit f!“, man will ja niemand Falschen diffamieren.

Doch sie sind immer noch nicht zufrieden. „Dann versuchen wir es anders,“ sagt die, die ich noch vor wenigen Minuten für eine Ärztin hielt. Wie zynisch sie ihre Tarnung wählen, diese Folterknechte. Ärztin! Heilberuflerin! Wie infam...

Beide Frauen setzen große dunkle Sonnenbrillen auf, schwarz eingefasst, auch ich bekomme eine, aber mir pinkfarbenen Rand, aha, denke ich, nach der körperlichen nun die seelische Traktur. Pink zu meinem rostbraunen Pollunder... „Verlängerungschnur!“ brülle ich das erste Wort, das mit in den Sinn kommt. Denn daran sollte ich denken, wenn HK und ich morgen aufbrechen Richtung Finca, „Verlängerungskabel für den Heizstrahler!“, ein sehr originelles Code-Wort finde ich. Was ich doch sicher auch verraten soll. Aber sie glauben mir nicht.

Sie versenken ein weiteres Folterinstrument in meinem Mund, glühend rot. Ich spare mir weitere Geständnisse und überlege gefasst, wer meine DVD-Sammlung bekommen soll. Kurz darauf riecht es verbrannt und aus meinem Mund steigt weißer Rauch auf. Haben wir einen Papst? Jedenfalls haben wir ein Wunder. Der Schmerz nimmt nicht zu, der Schmerz lässt nach....

„Mit dem Laser geht´s besser, hm?“, die Dicke streicht mir über die Wange, „ich habe den Eindruck, mit dem Bohrer tue ich Ihnen zu weh“, der Rauch nimmt die Form eines Fragezeichen an. „Übrigens, wenn Sie Schmerzen haben, können Sie auch einfach die Hand heben oder Aua sagen.“ Wieso, Meisenweg 17 ist ja wohl mindestens ebenso unmissverständlich. „Der Laser ist zwar viel teurer als der Bohrer“, sagt sie und setzt die Behandlung fort, „aber bei sehr schmerzempfindlichen Patienten geht es nicht anders.“ Jetzt bin ich wieder Schuld. „Und Sie sind ja privat, da übernimmt die Kasse das“. Das Fragezeichen löst sich auf. Sie setzt Spritzen, die meine Ohrläppchen betäuben, aber meine Zähne nicht, sie bohrt am offenen Nerv, sie foltert mich - aber nur um den privaten Satz zu kassieren. Sie ist Zahnärztin! Ganz normale, harmlose Zahnärztin. Wie konnte ich zweifeln...

Später erzähle ich HK von meinem leidvollen Tag. Und der wundersamen Erlösung durch diesen kleinen geilen Leuchtapparat. „Ich wünschte, für mein Leiden gäbe es auch einen Laser“, sagt HK. Zum ersten Mal, endlich, spricht er das Thema von sich aus an. Das es immer erst weh tun muss... Am Ende war es doch noch ein guter Tag.

P.S. Und morgen fahren wir und erlösen Curd Rock. Mit Hilfe eines dieser kleinen geilen Flugapparate und für das Gemie gern aus meiner ganz privaten Kasse. Erlösungsbericht II am Montag!

25.01.2007 um 09:12 Uhr

Umd?

von: Lapared

Bim ich gemial oder bim ich gemial?

25.01.2007 um 09:03 Uhr

Weiter Sorge um Curd Rock

von: Lapared

Die "Kipmapper" haben sich wieder meldet. "Keim Polizei" schreiben sie. Und schicken gleichzeitig diese erschütternden Bilder. Ich zitiere die Original-Kipmapper-Kommentare...

 "CR bei bremmender Hitze.."

 "Halb verhumgert & Verdustet"

 "Eimsam"

 "UMD GAMZ ALLEIM".

Da bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als meine Milliömchen zusammen zu kratzen, hinzufahren und den armen, einsamen Curd Rock aus den Fängen seiner Peiniger zu befreien...

 

 

24.01.2007 um 17:20 Uhr

Lpunkt weggeblasen

von: Lapared

Ich weiß noch, als vor ein paar Jahren der Cowboyhut in Mode kam. Und wenig später wieder spurlos verschwand. Nun steht plötzlich einer vor mir beim Konditor und ordert Pflaumenkuchen. Das letzte Stück. Mit allem gebotenen Respekt tippe ich dem Cowboy auf die Schulter: „Entschuldigen Sie, ich bin durch schicksalhafte Umstände gezwungen meine Libido mit dem Verzehr von Gebäck zu sublimieren, würde es Ihnen was ausmachen, einer Dame den letzten Pflaumenkuchen zu überlassen?“ Er starrt mich an, ich lächle charmant, „Sie sind doch ein Mann, der weiß, was sich gehört“, ich erröte zart, “und mit so einem tollen Hut.“ Er zieht, schießt, und ich sitze senkrecht im Bett. Wieder Material für Stöckchen.

Aber Stöckchen ist nicht da, also wecke ich HK. Seit ich Spirituosen führe, schläft er beinahe jede Nacht hier. Isst, trinkt, schläft. Normal hätte ich nichts gesagt, so wunschlos glücklich bin ich grundsätzlich darüber. Aber ich stehe unter Schock und es entweicht, „Du HK“, immerhin wurde ich beim Konditor von einem Cowboy durchsiebst, “findest Du´s eigentlich normal, dass wir in all der Zeit erst fünf Mal Sex hatten?“ und auch noch so kurz vorm Buffet. HK öffnet Auge eins, wahrscheinlich denkt er, er träumt, und macht nur den Gegencheck, „Ich weiß nicht, was normal ist.“, er öffnet Auge zwei, Willkommen an Bord unseres Glücks, „ist mir auch scheißegal, was normal ist. Findest Du es so… wichtig?“ – „Ja.“ Oha. Ein Segen bin ich nicht zurechnungsfähig. „Ich meine, wichtiger als…“, er rudert ran, „…dass wir´s doch sonst ziemlich gut zusammen haben?“ er legt die Armen um mich, „dass wir über alles reden und über jeden stundenlang herziehen können?“ er säuselt feucht in mein Ohr, „dass ich Dir morgens den perfekten Kaffee ans Bett bringe, lauwarm, Pantone 726C*, ohne Haut…“ Hm. “…Dir nachmittags einen Kurier mit Salzstangen schicke…“ Hmm. „Und dich am Wochenende in erlesener Runde ins Café ausführe?“ Ich richte mich auf. „Das ist es ja, ich fürchte, ich werde zu dick!“ -. „Du REH?“ – „Du könntest mir trotzdem ab und zu Bewegung verschaffen.“ – „Du TIER!“ – „Ein Reh ist ein Tier, HK. Bambi fickt.“ – „Jetzt pass mal auf“, er zieht mich wieder ran, „ich weiß, dass ich was tun muss“, er drückt mich ganz fest an sich, ganz fest, „ich weiß, dass es so nicht geht“, Gewalt ist keine Lösung, „ich weiß das, denn ich hab neuerdings das Gefühl, ich habe eine Menge zu verlieren.“ – Und ob, MICH! Säuselnd: „Meinst Du mit Menge mich, HK?“ – „Ja, Dich. Du triebhafte, sexbesessene Menge. Und jetzt werden wir schlafen, und morgen oder die Tage, wenn wir Curd Rock holen, dann reden wir in Ruhe weiter, hm?“ Menge... also doch… ich werde zu dick.

*Pantone 726C: heller Braunton aus dem Pantone-Farbfächer

24.01.2007 um 09:19 Uhr

Curd Rock entführt!

von: Lapared

Ich bin in größter, in allergrößter Sorge. Dies fand ich heute Morgen in der Post...

 Ein "Bekemmerbrief".

 Kein Zweifel an der Echtheit.

Ich checke die Flüge. Und natürlich quält mich die übliche Frage:

Polizei einschalten oder nicht...?

23.01.2007 um 17:19 Uhr

Meine Schwester rät zum Blasen

von: Lapared

„Und sonst, alles wieder in Butter?“ Nach so vielen frohen Neuigkeiten bezüglich der beruflichen Perspektiven, erkundigt sich meine Schwester gezielt nach meinem Liebesleben.

 „Och, ja.“ Ausführlichst erstatte ich Bericht.

„Was macht HK?“ Offenbar nicht ausführlich genug.

„Der schläft.“ Das Sandemanchen war da. Der kleine Dry Don.

„Wie schön. Wer schläft, sündigt nicht.“

Das ist ja das Problem.

„Uns sonst, was macht er, wenn er mal nicht schläft?“

Zähes Luder. „Dann ist er nett.“

„Aber nicht im Bett?“

Wie fein, ein Reim. „Dazu gehören zwei. Und Du weißt ja, wie viel Arbeit ich jetzt hab.“

„Nun übertreib mal nicht, noch ist nichts gekauft, geschweige denn gedruckt.“

Es ist nicht leicht, mit dem fein geschriebenen Wort den Stamm der Helmträgern zu erreichen. Dem fein geschriebenen Wort eines Holland-Radfahrers. „Das wird schon.“

„Na, wenn Dich das befriedigt...“

Ich gebe meinem Fahrrad Männernamen.

„Hast Du wenigstens ein bisschen zugenommen?“

Ich hab es schwer genug.

„Gönn Dir mal was!“

Ich rauche.

„Essen ist der Sex des Alters. Betrachte Dich als frühreif und blas mit Deinen Freundin Emmi zum Sturm aufs Kuchenbuffet.“

Super Plan. „Du, ich glaub, ich muss jetzt ins Bett.“

23.01.2007 um 10:11 Uhr

Memries like the cormers of my mimd.. .

von: Lapared

Ich habe eim weißem Stuhl emdeckt. Dort stehe ich umd demke zurück.. .

 ...an the way we wöööör..

 Smiles we gave to ome another

 weiße Stuhl ist KEIM weiße Couch

22.01.2007 um 17:35 Uhr

Gestatten, Rolli.

von: Lapared

Ich kann dieses spezielle Feeling auf zwei Rädern schon nachvollziehen. Dieses Gefühl von Freiheit, wenn einem der Wind um die Nase weht. Dieses ungeheuer Physische, wenn man mit den Elementen kämpft. Der Rausch der Selbstbestimmtheit, endlich, einmal am Tag, sagt nur man selbst, wo´s lang geht, zielstrebig, kraftvoll, unaufhaltsam, es sei denn, es ist Rot.

Ich kann das nachempfinden, denn ich besitze – erwähnte ich das schon? – seit einigen Wochen ein Fahrrad. Und wie alles in meinem kleinen unwirtlichen Universum, das nichts Lebendiges zulässt aber Gegenständen Leben einhaucht, hat auch mein Fahrrad einen Namen. Rolli. So heißt Rolli nicht etwa nur, weil er rollt. Das auch. Sondern weil er der Rolls Royce unter den Rädern ist. Eine Gazelle. Ein gebrauchtes, aber höchst funktionstüchtiges Holland-Rad ist er, der Rolli. Ja, ich weiß, was Sie jetzt denken. Es drängt sich auf, aber so ist es nicht. Ich differenziere fein, ich pauschalisiere nicht, ich unterscheide Penis und Damenrad.

Jedenfalls... durch Rolli, mein Holland-Rad, und unsere rasanten Ritte durch Sturm und Wind, fühle ich mich bestens vorbereitet auf die Herausforderung, die sich da neu ergeben hat. Soeben habe ich dem Mann von dem Motorradmagazin meinen Text geschickt. Und erwarte nun mit freudiger Ungeduld sein überschwängliches Feedback. Ach Rolli, ich bin sehr froh, dass ich Dich habe. Komm, und jetzt brausen wir geschwind zu unserer Analytikerin....

22.01.2007 um 10:34 Uhr

Eim gemialer Plam

von: Lapared

Ich hatte mir alles gamz gemau überlergt...

 ich habe meim Popo framkiert...

 damnn sdhickt Post CR nachhause

VIEL STUNDCHEM SPOÄTER

 ... . Zeit für Plam B

21.01.2007 um 20:39 Uhr

Licht im Tunnel

von: Lapared

Endlich! ENDLICH!

Nach Monaten immer neuer, immer niederschmetternderer Attacken auf meinen Stolz als freischaffende Highend-Kreative… nach dem allmählichen Verlust jeglicher für die Werbebranche berufsqualifizierenden Selbstüberschätzung… nach dem Befall durch nicht nur kokett daher geplauderte, sondern ernste Zweifel an meinem unerschöpflichen Genie… in diesem Moment schwerster beruflicher Desorientierung bloglich unlängst dokumentiert durch die selbsterniedrigende Bereitschaft, als kleiner schmückender Käse-Lpunkt im Schatten des großen, des einzig wahren Käse-Bruno durch nichts als meine unverdienten, von Gott geschenkten körperlichen Vorzüge meine Brötchen zu verdienen… für Geld stundenweise einfach bloß dazustehen und den Appetit der Kundschaft auf Ziegen-Camenbert zu beleben... da, genau an diesem Punkt... habe ich den Faden verloren. Hach, nicht mal mehr einen normalen Satz schreiben kann ich.

Also, was ich nur sagen wollte: endlich ein Licht im Tunnel. Ein Jobangebot. Von einem Mann, der mich bloß aus diesem Blog und von emails kennt, und mich daher eigentlich nur persönlich, jedenfalls gewiss nicht wegen meiner drahtigen Optik meinen kann. Ich soll etwas schreiben. JA! Eine Kolumne. JAAAA! Für ein Tourenfahrer*-Magazin. Ja, ja.

*Tourenfahrer: Menschen, die auf Motorrädern zum Spaß durch die Gegend – sprich, sogenannte Touren - fahren. (Soweit der Stand meiner derzeitigen Recherche).

Es soll aus der Sicht einer Beifahrerin sein. Alles klar. Einer "Sozia". Einer beifahrenden Dame auf einem Motorrad, mutmaße ich mal. Einer modernen, selbstbestimmten Single-Frau, die das Leben in Form eines neuen Lovers mit den unbekannten Freuden des Beifahrens konfrontiert. Warum nicht? Auf dem Papier mache ich tradtionell alles. Die Überschrift habe ich schon. Die Geschichte der Lpunkt – von der Selbstständigkeit zum Soziafall. Har!

20.01.2007 um 23:59 Uhr

Curd Rock leigt wach

von: Lapared

Ich demke die gamze Zeit am zuhause...

 Ich vernmisse sie so... .

 ich kreig keim Auge zu  .. .

 immer demk ich am meim Couch

20.01.2007 um 21:11 Uhr

Schwarzwaldmädel Lapared

von: Lapared

„Hast Du Lust, mit zu kommen?“ Kuchen im Café Himmel ist für HK und seine Mutter ein heiliges all samstagnachmittägliches Ritual. Und ich darf mit. Ich bin geschmeichelt, gerührt und nicht interessiert. „Gern!“ strahle ich und sehe mich wenig später vor einem Stück antikem Schwarzwälder Kirsch. Schwarzwälder Kirsch gehört auch zum heiligen Ritual, ich erweise meinen Respekt und ziehe mit. Ich nehme eine Gabel von der weiß-schwarz-roten Masse und denke, prima, das Thema Kalorienaufnahme wäre damit auch für die nächsten zwei Jahre vom Tisch. HKs Mutter erzählt zum dritten Mal in zwanzig Minuten, dass sie früher eine ausgezeichnete Sopranistin war und stimmt Die lustige Forelle an. Fisch und Schwarzwälder Kirsch, ich genieße den Nachmittag.

Als HK zur Toilette geht, beugt sich seine Mutter zu mir und sagt flüsternd: „Verzeihen Sie, darf ich wohl Ihre Kirsche haben?“ Sie meint das giftrote Obstimitat, das am hinteren Ende der Torte, quasi als Zielmarkierung, von einem gespritzten Häufchen halbgeronner Sahnecreme winkt. „Na, logo“, sage ich verschwörerisch und spüre, wir sind quasi Freundinnen. Bis sie die dicke Dame links von uns dasselbe fragt. Die überlässt ihr die Farbstoffbombe allerdings nicht. Ich hoffe, Mama HK möge die Unterschiede an Güte und Freundlichkeit zwischen den Menschen bemerken und erkennen, was für ein immenses Glück ihr Sohn mit mir hat, als sie für den gierigen Pummel ebenfalls die Forelle anstimmt. Ex-Freundin. „Es spielt keine Rolle, ob meine Mutter Dich mag oder nicht“, tröstet mich später HK. Wieder bin ich gerührt, er ist mir gegenüber loyal. „Sobald Du zur Tür raus bist, hat sie ohnehin vergessen, dass es Dich gibt.“ Toll, und dafür habe ich meine heiligen anorektischen Ideale verraten.

20.01.2007 um 19:44 Uhr

Alles Startegie

von: Lapared

Ihc shcriebe gamz bewusst nichts... ich will, will dass sie sich Sorgem macht!!!

CR. Gemie, Maler, Shrriftsteller... STARTEGE 

19.01.2007 um 20:47 Uhr

World of Pain

von: Lapared

Heute war ich also im Tonstudio. Und beim Zahnarzt. Ich könnte nicht sagen, was schöner war.

Es tat mir in der Seele weh, einen einstmals gefeierten Bühnendarsteller mit zitternden Händen in der winzigen Sprecherkabine stehen zu sehen, eine Quarkreklame intonierend als gäbe er den Hamlet. Scheißquark oder Scheißquark, das ist die Frage! Und ihn zu zwingen, in weniger als 20 Sekunden einen Text zu sprechen, für den er sich beim gewissenhaften Einüben 2 Minuten Zeit gelassen hat. Wieder und wieder. Bis es beim 52sten Take endlich klappt und er auch seinen letzten Stolz verloren hat.

Und es fühlte sich auch nicht an wie die Pforte zum Paradies, als mein Zahnarzt, der jetzt nicht mehr Arzt ist sondern Ärztin und nicht mehr aussieht wie Romeo sondern Othella, mit gespielter Sorge diagnostizierte: Etwas ist faul im Laparedschen Kauapparat! Something is rotten! (sie spricht Englisch) ROTTEN! Dreimal. Erst dachte ich, alles Theater, Wichtigtuerei. Doch als sie die Spritze aufzog, wusste ich, nix Hamlet, nix Ketchup. Dies ist das wahre Leben, echtes Blut wird fließen, meins. Und ich sah John Goodman alias Walter Sobchak in „The Big Lebowski“ und er sagte: You´re entering a world of pain.

„Warum müssen Ärzte neuen Patienten eigentlich immer beweisen, dass ihre Vorgänger schlampig waren?“ Beim Abendessen mache ich es diesmal wie HK und halte mich ans Trinken. „Weil es zum ärztlich Ehrenkodex gehört, Leiden zu lindern, mein Schatz“, HK tätschelt meine gefühlstote Wange, „und so tut es Dir weniger leid, dass diese Vollnull jetzt in Marl ist.“ Moers. HK nimmt meine Hand „Erzähl lieber mal... wie hat die Sprachaufnahme geklappt?“ A world of pain...

19.01.2007 um 15:02 Uhr

Wartem auf Erleuchtumg

von: Lapared

Ich glaube, Curd Rock will nachhause. Auf seim Couch.

 Nur wie?

 Ich brauche eim Plan...

 eim Erleuchtumg.. .

 in KOPP, nihct in Zimmner!