Anleitung zum Entlieben

03.01.2007 um 22:32 Uhr

Meim eimzige Freude

von: Lapared

27.12.2006

Wemm ich schom nicht das Meer sehem darf...

 damm gucke ich Curd Rock an.

 HÖM...

 

03.01.2007 um 12:27 Uhr

Die ersten Tage

von: Lapared

Dienstag, 26.12.2006

Der Hühnerwandteller ist so ziemlich das Einzige, was sich gegen das Etablissement sagen lässt. Das Haus, gut, also die Finca, ist in den Berg gebaut, vorne Haus mit Microwelle und Spülmaschine, hinten Höhle mit Feuerstelle, sehr originell. Eine Werberfinca der Extraklasse, ich fühle mich großartig. Und im Garten wachsen Bananen.

Nachts schlafen wir in einem Bett. Das Schlafzimmer befindet sich passender Weise im Höhlenabteil. Der zu erwartende belebende Effekt der Steinzeitatmo aufs Triebhafte bleibt allerdings aus, stattdessen liegen wir ineinander gerollt, spenden uns wechselseitig Körperwärme - es ist saukalt - und lauschen den wilden Tieren. Gegenüber am Berg steht ein Haus, das von Hunden bewohnt wird, sie bellen Tag und Nacht, einen Menschen sieht man nie. „Ich beabsichtige zu Schnarchen“, sagte HK in der ersten Nacht, „sonst schnarche ich zwar nicht, aber ich bin bemüht, Dir ein möglichst authentisches Höhlenerlebnis zu bieten.“ Ich frage mich, wie oft er Spruch schon gebracht hat, im Badezimmerschrank steht eine Flasche Glättende Haarspülung für naturgewelltes Haar und es fehlen Anzeichen, dass HK sein Brusthaar damit behandelt. „Ich beabsichtige ebenfalls zu schnarchen“, habe ich geantwortet, „ich bin bemüht, Dir ein möglichst authentische Lpunkterlebnis zu bieten.“ Er streicht mir über den Kopf. „Geil, das wird der Hammer.“ Er lässt mich vor ihm einschlafen. Eine große Geste unter Schnarchern.

Mittwoch, 27.12.2006

Morgens wache ich alleine auf. Ich schleiche in die Küche und sehe ihn mit Adiletten und Pyjamahose durch den Garten gehen. Sein weißer Rücken gleitet zwischen den tiefen Blättern hindurch wie ein großer, schwebender, glatter Stein. Er sprengt die Tomaten. Auf der Spüle steht ein Glas, sich selbst hat er auch schon mit Flüssigkeit versorgt. Ich weiß, dass sein Spiegel über Nacht bedenklich sinkt. Ich gehe aufs Klo, senke meinen, dann krieche ich zurück in die Höhle, es ist kurz nach sieben. Ich denke an Dick und daran, dass wir am zweiten Weihnachtstag bis Drei im Bett lagen. Ich denke daran, dass ich meine Arme um seinen Körper schlang und ihn dicker fetter Pfannekuchen nannte, das Charmanteste, was mir einfiel, nachmittags um Drei nach einer körperlich sehr aktiven Nacht. Ich hatte Hunger wie ein Bär. Aber gleichzeitig wollte ich um Nichts in der Welt, dass er aufsteht und womöglich Frühstück macht. Ich erzählte ihm die Geschichte von dem dicken fetten goldgelben Pfannekuchen, der aus der Pfanne flieht, kantapper, kantapper...

Ich kann nicht wieder einschlafen. Mir ist als bekäme ich Fieber. Ich gehe hinaus in den Garten und lege mein Gesicht an den kalten, glatten Stein. „HK, ich denke oft an Deinen ehrenwerten Vorgänger“, sage ich. Ein Hoch auf die Offenheit. „Ich weiß“, sagt HK ohne sich umzudrehen, „hör auf damit.“ Es klingt wie ein Befehl und ich beruhige mich. Ein Befehl. Ich muss ihm nur folgen.

(Fortsetzung folgt)

Und ein Wort zum aktuellen Geschehen: Emmi hat angerufen. Ihre Schwester Lotte hat am Heiligabend einen Herzanfall erlitten. „Weil sie immer so viel frisst!“ – „Unser Oppa ist auch auf Heiligabend gestorben“, sage ich einfühlsamer Weise, zu viel Kartoffelsalat, der hat aufs Herz gedrückt. So hat jedenfalls Omma immer erzählt, ich selbst erinnere mich nicht, ich war zwei. Und dass Oppa in Gefangenschaft so viel gehungert hat, dass er danach nie wieder genug bekam. - „Sie liegt im Krankenhaus und ich muss den dummen Hund versorgen“, sagt Emmi. Heute Nachmittag fahren wir sie besuchen.

03.01.2007 um 10:57 Uhr

Curd Rock- Böses erwachmen

von: Lapared

25.12.2006

 Schom 11 Uhr...

 simd sie ohme mich an Meer?

 das wird ihmen noch leid tum!