Anleitung zum Entlieben

16.02.2007 um 14:31 Uhr

Über meine großartige Zahnärztin (und so)...

von: Lapared

Nach den geistigen und kreativen Anstrengungen der letzten Tage, wir erinnern uns, die Lapared hat Campingliteratur getextet, endlich mal wieder eine ganz reale, körperlich-sinnliche Erfahrung.

Ich war beim Zahnarzt. Beziehungsweise bei der groben Frau im weißen Kittel.

Und was soll ich sagen. Brunos Milde greift auf mich über und ich würde sie gerne rehabilitieren. Heute waren ihre 50 Spritzen fein platziert, sie betäubten exakt den Bereich von der Achsel bis zur Schenkelmitte und das war gut, ich war auf dem Hinweg nämlich vom Fahrrad gefallen.

Sie bat mich auch gleich, meinen Körper der Wissenschaft zur Verfügung zu stellen, einen Fall wie mich, dessen Zähne so schlecht auf Betäubungsmittel ansprechen, habe sie noch nie gesehen. Ich fühlte mich stark geschmeichelt und gewürdigt in meiner Einzigartigkeit, bis sie sagte, der einzig mögliche Grund, der ihr bekannt sei, sei der, dass Patienten zeitgleich zur Zahnrestaurierung Antidespressiva schlucken. Schluck.

Was soll ich sagen. Wer Tage kennt, an denen er nur unter großer Mühe aufstehen kann und mit der Herausforderung, zur Zahnbürste zu greifen, Stunden zögerlich auf dem Klodeckel ringt, dem muss ich wohl nichts sagen. Und den anderen... Erklären lässt sich das nicht, nicht so einfach, jedenfalls, mit Zusammenreißen ist da leider nur begrenzt was zu machen. Ist wie ein Schnupfen, etwas schlimmer, aber mit Haltung allein nicht abzubiegen. Gut, hätte ich natürlich gewusst, wie wichtig Zahnpflege gerade in solchen Phasen ist...

Schicklich wirkt es wohl nicht, wenn man über den Alkohol des Liebsten lamentiert und gleichzeitig das eigene System mit ganz anderen Mitteln zum Schnurren zwingt. Trotzdem ist es anders, nicht so vergleichbar wie es auf den ersten Blick vielleicht wirkt. Aber den Beweis führe ich jetzt nicht, ich brauche meine Energie zum Zähneputzen.

Immerhin sei damit festgestellte, das meine Zahnärztin im Prinzip sicher ´ne Gute ist. Und der Seelen-Schnuppen geht wieder. So oder so, aber anders als bei klassischen Schnüpfchenmitteln, nicht mit oder ohne in zwei Wochen oder erst in 14 Tagen. Nicht immer sind Medikamente sinnlos, sondern helfen, auch wenn – das ist mir durchaus bewusst – keineswegs alle gleich harmlos sind.

Wa, dat Lchen, immer für´n neues Hämmerchen gut... Aber die gute Nachricht. HK, der meinen zum Glück nur alle Jubel- bzw. Nichtjubeljahre mal auftretenden Antriebsschwächen angenehm sprachlos gegenübersteht, weil zu seinen Lebensprämissen die, ich glaube, konfuzianische Weisheit „Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten“ gehört, hat doch an den Valentinstag gedacht.

Und der Liebe seines Lebens ein totchiches Designerteilchen gekauft. Sie sehen Liebe Curd Rock in seinem neuen Valentins-Poncho:

 Höm, ich liebe mich auhch!