Anleitung zum Entlieben

27.03.2007 um 19:00 Uhr

Curd Rock wie stets relaxed

von: Lapared

Mamchmal verstehe ich Lchem eimfach nicht...

 So eim Aufregumg wegem Buch.

 Warum macht sie nciht wie ich?

 Ich bim TOTAL emtspannt...

27.03.2007 um 18:54 Uhr

Redewendungen

von: Lapared

Sein Glück nicht fassen können… Jetzt weiß ich auch, woher diese Redewendung kommt.

Da ist es nun, mein Glück, hurra, mein B U C H ! ! ! Ich strahle es an, ich winke... aber ich kriege keine Verbindung dazu. Und zarte Annäherungsversuche - schon mal eine Standartseite formatieren, mal gucken, wieviel auf X Seiten à Y Zeilen mit Z Zeichen so passt... – alle halbwegs sinnvollen Vorbereitungshandlungen breche ich aus 1000 Gründen, die meine Gehirngänge fluten, sofort wieder ab. Hach. Das einzige was winkt, zurückwinkt, sind die üblichen Vermeidungsstrategien. Die Sonne lacht ins Zimmer und sagt Lchen, alte Sau, putz mal die Fenster. Der Käsekuchen ruft: „Friss mich!“, der Stepper: „Besteige mich!“, „Nee, keine Zeit!“ rufe ich mit vollem Mund zurück, doch der Arsch vermittelt: „Wenn Du nicht willst, dass ich fett werde, solltest Du es tun.“ Wer kauft schon ein Buch von einer dicken Frau.

Sinnvolle Dinge gibt es außerdem, die mich urplötzlich von der ewigen To-Do-Liste anspringen und dringend getan werden wollen. Ich mache die Steuer, ich brenne meine Daten, neuerdings öffne ich sogar die Post. Als ob ich meine Angelegenheiten regle, weil dies meine letzten Wochen auf diesem Planeten sind. „Lpunkt“, sagt meine Schwester, „es ist keine tödliche Krankheit, es ist ein Buch.“ Ich weiß. Ich hoffe nur, dass ich es fertig kriege, in der Zeit, die mir noch bleibt.

Jedenfalls, so wird das nix, und deshalb habe ich – das hilft immer - einen Entschluss gefasst. Ich packe morgen oder übermorgen meinen Rechner, Curd Rock, wenn er will, und zehn, zwölf Koffer... dann schwirre ich ab. In eine ganz neutrale, reizarme Umgebung, die bei dem Vollbad in Erinnerungen, das mir bevorsteht, ein bisschen Abstand schafft. Es ist nämlich so, dass mir vor allem bei dem Gedanken, das alles, alles noch mal zu lesen, das Herz in die Hose sackt. Dabei hatte ich es doch extra so fein ordentlich aufgeschrieben und weggepackt. NIE hätte ich freiwillig z.B. den letzten Mai noch mal gedanklich angefasst, vor allem den Zweiten nicht von diesem unvergleichlichen Wonnemonat. Es heißt „therapeutischen Schreiben“, nicht „therapeutisch das Geschriebene sorgfältig lesen, bearbeiten, stilistisch schleifen und feilen“, verdammt. Nun also wieder raus mit den ollen Kamellen und ran an den Kack. Daher wohl die andere berühmte Redewendung: Scheiße zu Gold spinnen. (Ach nee, ich glaub, das hieß Tränen...)

Jedenfalls, so ist der Plan. Wenn es so weit ist, melde ich mich natürlich noch in aller Form - nur für ein paar Tage! - ab.