Anleitung zum Entlieben

15.05.2007 um 23:35 Uhr

Deeskalation

von: Lapared

Ich bin ja, man vergisst es leicht, Jungfrau. Und doch kommt Putzen bei mir – außer als Vermeidungsverhalten – so gut wie nie vor. Diese ganze Hygiene führt nur zu Allergien, ich trainiere meine Immunabwehr und auch mein Gedächtnis, indem ich meine Wollmäuse im Vorbeigehen namentlich grüße, alle Mann. WE findet das nicht so toll. Guter Sex und die Sachen vorher über den Stuhl hängen schließen sich für ihn irgendwie aus. Vielleicht hat er zu viel Werbung gesehen, jedenfalls liebt er Kleiderspuren, die durch die Wohnung ins Schlafzimmer führen... und auf Schwarz sieht man doch alles. Heute Morgen um Halbsieben wurde ich deshalb gerügt. „Du müsstest mal wieder Staubsaugen, meine Liebe.“ Meine Liebe, da kann ich ja drauf. „Dazu habe ich keine Zeit.“ – „Du bist doch den ganzen Tag zuhause.“ – „Ja, aber da arbeite ich, ich hab ein Buch zu schreiben, das ist ganz schön Stress.“ Er grinst. „Deshalb bist Du auch so schön braun.“ Frech. „Vielleicht solltest Du heute Abend mal wieder zu Dir gehen und Deine Wäsche machen, guck Dich mal an, widerlich, überall Staub!“ Er zieht seine Sachen wieder aus, lässt sie fallen und kriecht zurück ins Bett. „So besser? fragt er. „Viel besser!“ sage ich. Er macht mich zwar ziemlich oft wütend, aber er hat sehr nette Deeskalationsstrategien. Ich war auch nett und habe ihm heute eine Kleiderbürste gekauft.

Jedenfalls, irgendwie kommen wir ganz gut miteinander aus. 

15.05.2007 um 13:25 Uhr

Curd Rock - ein Mann will nach umten

von: Lapared

 Denk nach, Curd Rock, denk nach...

 Also gut, ich riskier´s...

 Hoffentlich haltem Schräubchen...

 (Dranatische Musik)

 Ich rechne mit leichte Abzüge im B-Note.

 Curd Rock, Gemie, Schriftsteller, ACTIOMSTAR!

14.05.2007 um 22:12 Uhr

Mann in Rosa

von: Lapared

So, dachte ich, körperlich sind wir ja nun mit den jeweiligen Vorlieben einigermaßen detailliert vertraut, Zeit der Sache mit dem Schwarz mal auf den Grund zu gehen.

„Wie findest Du eigentlich Johnny Cash?“

MiB wäre mein zweiter Tipp gewesen, aber er ist ja mehr ein Mann der Musik. Beides daneben.

„Schwarz ist die Farbe es Abschieds, deshalb mag ich sie.“ Na, das fängt ja gut an. „Jeder Abschied ist ja auch ein Neubeginn. Kennst Du dieses Hesse-Gedicht?“ Stufen, das Mantra aller Verlassenen? Natürlich nicht!

… Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
in and're, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
der uns beschützt und der uns hilft zu leben...


„Da geht es ums Loslassen, Aufbrechen, sich Öffnen...“, mein Steckenpferd, „… In jedem Ende steckt ja auch irgendwie schon ein Anfang.“ Und umgekehrt, denke ich. Zumindest, wenn man immer mit den Falschen was anfängt.

Plötzlich fühle ich mich elend. Einer verheiratet, der andere Trinker, der nächste jünger und auch noch Gedichtefreund – das wird doch nix. Da steckt doch von Anfang an der Wurm drin, Zauber hin, Zauber her.

„Was ist denn Deine Lieblingsfarbe?“ fragt WE. Türkis, will ich erst sagen, aber dann entscheide ich mich blitzschnell um: „Rosa! Ich sehe alles gern ein bisschen rosa, dann muss man nicht so schnell wieder Abschied nehmen und sich in neue Bindungen begeben, ich find Abschiede nämlich nicht so doll.“ WE merkt, dass was nicht stimmt. „Hey, so hab ich das aber nicht gemeint. Ich will mich nicht von Dir verabschieden, ganz sicher nicht.“ …Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten, an keinem wie an einer Heimat hängen… Raum oder Schlafzimmer? Ich bleibe misstrauisch. „Du, ich muss Dir was beichten," sagt WE, was denn noch? "Ich mag Rosa eigentlich auch am liebsten, aber bei Jungs kommt das nicht so gut.“ – „Ehrlich? Deine Lieblingsfarbe ist ROSA??? Du WE, ich glaub, ich muss dann mal...“

14.05.2007 um 18:59 Uhr

Curd Rock - gemein samktiomiert

von: Lapared

 Oh neim...!

 Bitte imformieren Sie Feuerwehr!

13.05.2007 um 12:53 Uhr

Zum Muttertag

von: Lapared

Ups, eine kleine Missstimmung im Liebesnest.

„Wolltest Du nie Kinder?“ Oh. Das Kinderthema. Der ideale Pausenfüller zwischen zwei Geschlechtsverkehren (doch, das ist der korreckte Plural, vertrauen Sie mir), von dort geht es dann weiter zu Und warum hast Du nie den Richtigen getroffen? über Kann es nicht sein, dass es an Dir liegt? oder wahlweise Bist Du etwa beziehungsunfähig? bis hin zu Findest Du Dich nicht ziemlich egoistisch? Das kann dauern.

„Nö“, antworte ich also, um das Ganze abzukürzen, „für Kinder bin ich zu egoistisch.“ Er überrascht mich: „Egoismus ist das häufigste Motiv, Kinder zu wollen. Sie geben dem eigenen Dasein Sinn… wenn du sonst nichts kannst, hast du trotzdem was zu tun… sie lieben dich instinktiv, selbst wenn freiwillig keiner drauf käme, weil Du ein Arsch bist – das Ende von Egoismus und Selbstbezogenheit kommt erst dann, wenn sie da sind. Wenn man ihnen die Windel wechselt, statt im Vergrößerungsspiegel nach Mitessern zu suchen. Aber das ist dann auch kein Verdienst sondern instinktiv.“ - „Findest Du im Vergrößerungsspiegel nach Mitessern suchen so egoistisch? Findest Du es egoistischer als z.B. im Alltag unbenötigte Schultermuskulatur zu trainieren oder ohne Not vor Fischessern Gitarre zu spielen? Warum ist Egoismus bei kinderlosen Frauen ein Thema, aber bei Männern, die ihr Leben lang nichts anderes tun, als ihren Hobbies, ihrem Beruf oder ihrer vermeintlichen Berufung nachzugehen, nicht?“ – „Keine Ahnung, vielleicht weil Frauen einfach biologisch dazu bestimmt sind, Mutterinstinkte zu entwickeln, die tickende Uhr und so, da braucht´s schon eine Portion Egoismus, um dagegen anzusteuern. Bei Männern tickt nichts, die machen einfach, was sie machen, mit Egoismus hat das nichts zu tun.“ Und wieder bin ich überrascht, noch zwei Zentimenter bis zur Steinzeit… Jäger… Brüter… ich reiße das Steuer rum. „Verstehe. Ich sagte ja schon, ich bin egoistisch, warum erötern wir das trotzdem?“ – „Weil Du offensichtlich möchtest, dass ich Dir widerspreche.“ – „Aber nicht so. Nicht mit dieser Biologiesülze…“ – „Dann schreib mir doch vorher den Text, Süße, Du bist doch Texterin.“ – „Heute ist Sonntag, Süßer, ich hab frei.“ – „Dann beschwer Dich nicht.“ Ich überrasche ihn: „Ja, ich wollte Kinder, eine Zeit lang, aber da hat es nicht geklappt. Froh war ich darüber nicht, aber ich bzw. wir waren wohl biologisch nicht dazu bestimmt.“ So, und jetzt schäm Dich. „Ich sag doch, es liegt an der Biologie, siehste, wir sind uns einig.“ Er grinst.

Zurück zur Harmonie im Liebesnest.

12.05.2007 um 18:00 Uhr

Eim Stumde später...

von: Lapared

Irgemdwie...

 ist mir komisch...

 ... Mama??? Papa???

 Wo bim ich? (für Sie: umten re.)

 Nächste Mal verstekce ich mich...

... im finnisches Sauna.

12.05.2007 um 17:00 Uhr

Das gemiale Versteck

von: Lapared

Im Fällen grober emotiomaler Vernachlässimgumg, ist die beste Methode auf sich aufmerksam zu machen...

 ...sich zu verstckem!

 Das Gemie versteck sich stets.. .

 im Dampfsauna.

Ich hoffe nur, Lchem umd WEICHEI (ich bim bekanntlich keim Freumd vom Verstünnelumg von Namen)... ich hoffe Lchem umd Weichi wissem das...

11.05.2007 um 21:57 Uhr

Reine Fürsorge

von: Lapared

Und schon wieder führt uns die Not zusammen.

Heute sind es allerdings meine Operationswunden, die der Versorgung bedürfen, und die mich wohl auch noch die nächsten Tage von WE völlig abhängig machen. Ja, davon hatte ich gar nichts erzählt, mir schien, als würde meine Berichterstattung langsam ein bisschen Ärzte-lastig - deshalb die medizinischen Hintergünde nur ganz kurz.

Meiner Hautärztin mochte drei meiner Muttermale nicht. „Die gefallen mir nicht“, genau so hat sie sich ausgedrückt. In anderen Geschmacksfragen wäre ich ihr ganz sicher nicht gefolgt (sie trägt seit Jahren sturr Käthes WM-Frisur 1990 und liebt Fimo-Broschen mit Blumenkörbchen) aber angesichts der Tatsache, dass mein Vater nur knapp ein weißes Melanom überlebt hat, sagte ich: „Bitte, wenn Sie Ihnen nicht gefallen, ich persönlich hänge nicht dran….“. Und so hat sie die drei heute „entfernt“.

WE übernimmt selbstlos Jodbetupfung, Pflasterwechsel... was halt so getan werden muss. Zwei der Ex-Muttermale befanden sich rückwärtig an unzugänglicher Stelle - knapp unterhalb des BH-Verschluss. „Den mache ich vorsichtshalber mal auf“, sagt WE, "nicht, dass was reibt." Er ist so fürsorglich. „Da darf kein Wasser dran“, sage ich leidend, „ich werde drei Tage nicht duschen können.“ – „Dann sollten wir unbedingt noch mal Sex haben, bevor Du anfängst, unangenehm zu riechen.“ – „Ich denke auch, das sollten wir.“ – „Natürlich nur in Positionen, in denen nichts auf die Wunden drückt.“ So fürsorglich...

11.05.2007 um 14:54 Uhr

Das Gemie an Emde

von: Lapared

Ich begreife es eimfach nicht.

 Ich frage mcih gamze Zeit...

 Was hat er...

 das ich nicht habe???

10.05.2007 um 21:38 Uhr

Not

von: Lapared

Wegen eines dringenden Notfalls muss der heutige Beitrag leider entfallen.

Höm...

Gibt es eigentlich eine Definition, wie lange ein Notfall andauern oder sagen wir besser... fortbestehen muss, damit man von einer Notlage spricht? Man, man, man...

10.05.2007 um 10:45 Uhr

Der Preis des Ruhns...

von: Lapared

Meime Fams werden immer mehr. Mamchmal habe ich deshalb eim bisschem Amgst, raus zu gehen.

 Kaum zeige ich mich mal...

 Groupies!Mit Mützchem wie ihr Idol

 Blitzlichthagel!!!

 Ich fühle mich stämdig verfolgt

 Auch nachts:Lichterchen für Curd!

 Und sie spritzem mit Campagner!

 Etwas übertriebem vielleicht, aber

... tja num, das ist er wohl: Der Preis des Ruhns.

09.05.2007 um 11:21 Uhr

Hamburger Sexszene

von: Lapared

Er kam einfach vorbei.

Er kam einfach vorbei, fragte „Bist Du in einer Notsituation?“ und ich hätte natürlich gerne geantwortet: „Definiere Not genauer, sprechen wir von materieller Not, emotionaler Not, Zeitnot, Gewissensnot, Wohnungsnot Beweisnot...“ beließ es dann aber bei einem verneinenden „mmh mhh“, weil ich mich während des Küssens nie so differenziert artikulieren kann. „Ich aber“, sagte er, „ich habe einen schrecklich sexuellen Notstand, jedes Mal, wenn ich an Dich denke.“ Ein Mensch in Not, na, da kann man doch nicht wegsehen, da muss man doch helfen.

Sam Jones* sagt (*Sam Jones = Sex-Konfuzius des fortgeschrittenen weiblichen Großstadtsingles): Wer wir im Leben sind, sind wir auch im Bett.

Nein, für WE hat diese Sam-Jonesianische Weisheit wohl keine Gültigkeit. Aber vielleicht kannte ich WE im Leben einfach auch noch nicht gut genug, als ich ihn so unbekümmert zu Mr. Weichei erklärte und ihm zu seinen charmanten Initialen verhalf. Jedenfalls steht er im Bett nicht lange vorm Fenster. Sondern rennt einem knall bumm die Tür ein. Nix Italoschnulze, RRRRRock ´n Roll und... ich steh drauf. Ja, ja. Mr. WE hat auch ganz andere Seiten. Mr. WE kann auch anders. Mr. WE verdient in anderen Kontexten durchaus ein... H. Mindestens eins. Eine Einsicht, die ich persönlich überaus erfreulich fand.

Und was meinen plötzlichen Sinneswandel und meine spontane Hilfsbereitschaft für Menschen in Not angeht...

Sicher wollte ich mich auch "revanchieren". Er war immerhin sehr nett zu mir, sehr nett, hat mich nicht nur verköstigt und übernachten lassen, sondern am nächsten Tag auch durch die Gegend kutschiert. Schließlich war ich in seinem schwarzen Jogginganzug nur sehr eingeschränkt gesellschaftsfähig und es gibt viel zu erledigen, wenn die Schlüssel zu deinem gesamten Hab und Gut ungefragt in fremden Besitz übergegangen sind. Gut, aber da hätte es vielleicht auch eine Bonboniere getan.

Aber dann dachte ich mir... was soll der Geiz. Ein paar Stunden vorher war ich bei der Mammographie gewesen, zum Glück war alles in Ordnung, rechts und auch links, wo „wir“ (wie der Mediziner so sagt), wo „wir ein bisschen Sorgen hatten“. Es war alles in Ordnung. Gott sei Dank. Aber bei der Frau, die vor mir aus der Sprechstunde der Radiologin zurück ins Wartezimmer kam, war wohl nicht alles in Ordnung und... jedenfalls, dachte ich mir plötzlich... wie gesagt, ich dachte, WAS SOLL DER GEIZ, genieße es, dass Du einen unversehrten Körper hast, der Dir und anderen Beteiligten Freude bereiten kann, links und rechts, denn diese Frau... na, ich denke, das muss ich nicht sagen...

War das jetzt zu ernst? Sorry, manchmal liegen Spaß und Ernst eben sehr nah beieinander. Und manche, insbesondere bedächtige ältere Damen wie ich, die gelernt haben, auch über grüne Ampeln nie zu gehen, ohne noch mal links und rechts zu sehen, müssen eben erst knapp am Ernst vorbei schrabben, um sich einfach mal... ins Vergnügen zu stürzen.

Aber das war es, ein Vergnügen.

08.05.2007 um 17:22 Uhr

Irgemdwo gibt es sie...

von: Lapared

Mamchmal fühle ich mich schom eim bisschem alleim.

Ich weiß, es ist seeehr umwahrscheinlich... Aber ich mache mir Sorgem, was passiert, wemm ich vielleicht irgemdwann nicht mehr der einzige Mann in Lchems Leben bim.

 Dann sitze ich da...

 umd stelle mir vor...

 wie es wohl wäre...

 Freunde zu haben, KUMPELS!

 Sicher gibt es sie irgemdwo...

Ganz ganz ganz bestimmt.

08.05.2007 um 11:27 Uhr

Paderborner Sexszene

von: Lapared

Was ist das eigentlich mit Sexszenen?

Ihr Informationswert ist gering, zumindest für uns, die wir unsere Jungfräulichkeit schon im letzten Jahrtausend gelassen haben, ihr Unterhaltungswert natürlich ernorm, falls man zu denen gehört, die auch gerne in Kochbüchern blättern, und selbst wer sexuell gesehen nicht zu den Dickerchen zählt, für die Appetit meist der einzige treue Begleiter in ihrem Leben ist und die seufzend vor jeder Konditoreiauslage stehen bleiben, guckt bei Sexszenen - genau wie bei Autounfällen - doch irgendwie immer hin. WARUM?

Scheißegal warum, dachte ich mir, Sex sells, so is dat, los, Lpunkt, schreib mal ´ne ganz heiße Sexszene, Du machst dieses Buch schließlich nicht zum Vergnügen. (Dieses Buch, Sie wissen schon, dessen Manuskript im Oktober fertig sein soll, und dessen globaler Triumphzug von Spitze zu Spitze der internationalen Bestsellerlisten bereits fester Bestandteil in den finanziellen Kalkulationen meines Co-Autors Curd Rock geworden ist. Häuschen, Pool, Chauffeur... Und wer wollte ihn enttäuschen? Ebem.)

Also, Sexszene. Bestimmte Wendungen landeten von vornherein auf dem Lpunkt-Sexszenen-Index: Schweißnasse Haut, pulsierend, feucht (es sei denn, die Sexszene findet in Nassbereichen oder im Herbst beim Zelten statt), rosa schimmernd, Muschi (sofern die – wie wir ja unlängst erfahren durften - von ihrem Gatten in zärtlichen Stunden so gerufene Frau Stoiber nicht involviert ist), Höschen, durchströmen, Jadestab... Als ich die Liste fertig hatte, waren sechs Stunden vergangen, es war drei Uhr morgens, Zeit für ein Nickerchen und die Einsicht, dass man seine Herkunft in sich trägt. Lpunkt, sagte ich mir, verleugne nicht Deine Wurzeln, Du kommst aus Paderborn, lass das mit der Sexszene.

Häuschem! Pool! Chauffeur!

Nach drei Stunden war ich wieder wach. Okay, einen Versuch noch, hab ich mir gesagt. Und... na bitte: Heute in den frühen Morgenstunden, wurde sie geschrieben... eine Sensation, Literaturgeschichte, die erste Original-Paderborner Sexszene, garantiert Muschi- schweißnass- und Jadestab-frei. Ganz heißer Stoff.

Geht doch.

So, und jetzt gucke ich mal ein bisschen auf den Hamburg-Seiten, was sich so im sozialen Wohnungsbau tut.

08.05.2007 um 00:17 Uhr

Nachtrag zur Nacht

von: Lapared

Das eimzig Skamdalöse an letzer Nacht...

 Curd Rock war alleim.

Ganz alleim...

07.05.2007 um 23:06 Uhr

Wahre Retter

von: Lapared

Also, meine Nacht mit WE...

Zum Abendbrot gab´s Schnittchen. Ein Segen, hätte er auch noch „seine Nudeln“ gemacht („Und dazu ein bisschen Vino?“), hätte seine Liebenswürdigkeit Fäden gezogen. Nein, Schnittchen mit Apfelsaft. Ich lange zu und stelle gleich was klar:

„Du musst einsehen, dass ich heute unmöglich mit Dir schlafen kann, selbst wenn die Umstände es vielleicht nahe legen würden, Du willst doch nicht, dass ich Dir irgendwann vorwerfe, Du hättest meine Notsituation ausgenutzt.“ – „Nein, das möchte ich auf keinen Fall.“ – „Das würde Dein ganzes Retterbild zerstören.“ – „Mein was?“ – „Eine Frau ohne Geld, ohne Bleibe, mit nichts als einem Bikini und Badeschlappen… Und ein Mann, den auch der Anblick bitterster Armut nicht schrecken kann… Du bist sooo ehrenhaft.“ – „Verarscht Du mich?“ – „Krieg ich noch Saft?“ - „Hey! Du bist zu mir gekommen. Du hättest zu Freunden gehen können.“ – „Hab ich nicht, nur Frau D.. Darüber hinaus pflege ich Sozialkontakte eigentlich nur mit Menschen, mit denen ich auch sexuell verkehre.“ – „Na, dann.“ – „Und Du wohnst nur 5 Minuten entfernt vom Ort des Verbrechens, genau die richtige Entfernung für einen Spaziergang in Bikini und Badelatschen.“ – „Was hättest Du gemacht, wenn ich nicht da gewesen wäre?“ – „Geweint.“ – „Ehrlich?“ – „Ja.“ – „Und dann?“ – „Keine Ahnung, ich weiß es nicht, was hättest Du gemacht?“ – „Ich in Bikini und Badelatschen?“ – „Ernsthaft…“ – „Mein Nachbar hat einen Schlüssel, hast Du keine Nachbarn?“ – „Doch, ich glaube. Ich glaub, ich hab nebenan mal Stimmen gehört.“ – „Du hast ein bisschen Angst vor Menschen, hm?“ – „Allerdings, ich finde sie unberechenbar, ich habe ein ganzes Psychologiestudium absolviert, um ihnen auf die Schliche zu kommen.“ – „Ich denke, Du bist Werberin?“ – „Ja, ihr Konsumverhalten ist immer noch am besten erforscht. Man kann ziemlich genau vorhersagen, wer Nutella und wer Nuspli kaufen wird, aber nicht, wer irgendwann seine Oma erwürgt.“ – „Ich weiß, ich hab auch Psychologie studiert.“

Und so verbrachten wir einen gemütlichen Abend, an dem wir viele Gemeinsamkeiten entdeckten. Es gibt nichts Schöneres als Gemeinsamkeiten...

„Echt, Du bist auch Psychologe? OH GOTT...

Die Unterschiede - auch die körperlichen, die sich immer so hübsch ineinander fügen - haben wir letzte Nacht hingegen nicht weiter erforscht. Es muss auch wahre Retter geben, mir war einfach nicht danach. Aber… vielleicht ein anderes Mal. Ich weiß ja, wo er wohnt.

06.05.2007 um 20:28 Uhr

Dilettantendrama oder Schlüsselszene

von: Lapared

Manchmal guckt man ja so auf sein Leben zurück und fragt sich... was hätte ich besser anders gemacht? Ganz anders.

Und je nach persönlicher Situation beantwortet jeder das völlig unterschiedlich. Das Spektrum reicht von einem zerknirschten „Ich hätte besser einem anderen Spermium kurz vor der Eizelle den Vortritt gelassen und wäre nie auf diese Welt gekommen“ bei Menschen, die in der Regel gerade auf einem Fenstersims oder einer Brücke stehen, bis hin zu einem kleinen, mit bedeutsamem Lächeln vorgetragenen „Nichts“ bei Menschen, die beispielsweise gerade ihre große Liebe – oder was sie für die nächsten zwei, drei Wochen dafür halten werden - getroffen haben. „Nichts“, denn alles - alles! - was sie in ihrem Leben so zu verantworten haben (sogar der versehentlich umgemähte Radfahrer damals, der ihrem Gewissen schon eine Zeit lang zu schaffen machte), ALLES hat sie ja letztlich dorthin geführt, wo sie jetzt sind: an die Seite ihres neuen Lieblings, ins Reich der Glückseligkeit. Dem bedeutsamen kleinen „Nichts“ folgt dann meistens noch eine ganze Reihe von Sätzen, die mit „Hätte“ beginnen. Hätte ich damals nicht Dieses, hätte ich wenig später auch nicht Jenes, und dann hätte ich auch mit Sicherheit nie Das und Das... Weibliche Exemplare dieser Kategorie der Nichts-Bedauerer schließen eine solche Litanei auch sehr gern mit der Bemerkung: "Es ist alles zu irgendwas gut", oder trösten an anderer Stelle eine hochschwangere Freundin, deren Typ plötzlich verschwunden ist, mit: "Wer weiß wofür´s gut ist." Ich liebe diesen Satz. Ich liebe diese Frauen. Worauf will ich eigentlich hinaus?

Heute sah ich also so zurück und fragte mich... was hätte ich anders gemacht? Und das Erste, was mir spontan einfiel war: Ich hätte meine Tasche weggeschlossen. Ich kam gerade aus dem Pool und stellte fest, dass sie nicht mehr da war.

Was arbeitet da oben bloß für ein Aushilfsdramaturg... Wiederholungen, Wiederholungen, Wiederholungen, beim Fernsehen wäre der längst gefeuert. Wie lange ist es her, dass mir das Portemonnaie bei Penny geklaut wurde? Einen Monat? Sechs Wochen? Na, immerhin waren diesmal keine Ausweise und Kreditkarten dabei, nur Sonnencreme, 5 Euro Schnuckergeld, meine Sonnenbrille, mein trockener Bikini, mein T-Shirt, meine Jeans, mein Fahrradschlüssel, mein Haustürschlüssel... Irgendwas stimmt gerade nicht. Irgendwie ist im Moment der Wurm drin. Mein ganzes Leben lang ist mir so was nicht passiert, und jetzt gleich zwei Mal hintereinander.

Das einzige, was mir jetzt noch fehlt, ist, dass ich auch so eine dieser Frauen werde, die blöde lächelnd sagen: Es ist alles zu irgendwas gut. Um dann zum Beweis meine eigene kleine Geschichte anzubringen: Hätte man mir die Schlüsseln nicht geklaut, hätte ich keinen Schlüsseldienst gebraucht. Hätte man mir kurz davor nicht auch das Portemonnaie geklaut, hätte ich das Geld für eine Monteurstunde plus Wochenendzuschlag vielleicht übrig gehabt... und so weiter, und so fort.

Hätte das Leben nicht manchmal so eine Dilettantendramaturgie, säße ich jetzt an meinem eigenen Rechner und nicht an dem von WE. Ich hätte nicht diesen schrecklichen schwarzen Jogginganzug von ihm an. Ich hätte seinen Vorschlag, den Zweitschlüssel, den ich bei Frau D. deponiert habe, zu holen, nicht angenommen. Und auch nicht das Angebot, heute bei ihm zu schlafen, weil Frau D. erst morgen aus dem Urlaub kommt.

Wer weiß, wofür´s gut ist.

06.05.2007 um 14:38 Uhr

Villa Curd Rock

von: Lapared

Heute Morgem bim ich eim bisschem die Elbchaussee emtlang gefahrem. Emdlich habe ich eim standesgemäßes Immobilie für mich gefumden. Ich habe gleich alles umter Dach umd Fach gebracht.

"Hallo Häuschem", habe ich gesagt...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Hallo Häuschem, Du darfst Dich als meim Eigemtum betrachtem!"

 

 

 

 

 

Pool, Häuschem, Chauffeur... Ich demk, man kann sagem... ich habe geschafft.

05.05.2007 um 22:51 Uhr

Sam Jones Gene

von: Lapared

Sorry, ist ein bisschen später geworden... höm.

Heute Mittag am Telefon.

„Wie hat Dir mein kleines Konzert gefallen?“ – „Ich hab´s nur mit einem Ohr gehört... war ziemlich lang, hm?“ – „Ich hab drauf gewartet, dass jemand Salzheringe wirft.“ – „Hat keiner gemacht?“ – „Nein, aber ich glaube, einer der Fischesser war kurz davor den Kopf seiner gegrillten Sardine nach mir zu schleudern.“ – „Na, siehst Du, das war doch ziemlich nah dran.“ – „Und Du, gefällt Dir meine Musik nicht mehr?“ – „Doch! Doch... aber ich bin mehr der Typ, den man mit Worten erreicht. Weißt Du, wo die Musik scheitert, können Worte manchmal noch viel bewirken.“ – „Okay, was muss ich sagen?“ – „Dass Du Dich vertan hast, vielleicht? Dass Du Deinen Geburtstag mit dem Deines 7 Jahre jüngeren Bruders verwechselt hast? Dass Du in Wahrheit nur ein bisschen jünger bist und nicht fast ein Jahrzehnt?“ – „Das wäre aber eine Lüge.“ – „Wirklich? Nein, Lügen sind nicht so gut…“ – „Okay, aber wie wär´s damit: Ich kenne eine Eisdiele. Die Becher da haben das Volumen von Badewannen. Und die Eisbällchen einen Durchmesser von 2 Metern. Hast Du Lust mit mir dahin zu gehen?“ – „Worte, die ihre Wirkung nicht verfehlen und an deren Wahrheit ich keine Sekunde zweifle. – „Heißt das, ja?“ – „Ja.“ – „Dann komme ich gleich vorbei.“ – „Ist gut. Übrigens, einer meiner Lymphknoten in der Lende ist dick wie ein Tennisball.“ – „Okay, die Eisbällchen sind nicht 2 Meter, sie sind etwa 3 cm groß.“ – „Mein Lymphknoten ist trotzdem dick wie ein Tennisball, ich muss nächste Woche zum Radiologen.“ – „Ich komme gleich mal vorbei, hm?“

Ja, es tut mir leid, eine hässliche kleine Wiederholung, mir persönlich hätte die Arschepisode auch völlig gereicht, langsam wird das hier zum Ärzte- & Apotheker-Blog.

Und davon abgesehen. Hatte ich neulich nicht erst posaunt, mir fehle das Sam Jones-Gen? Ich hoffe es, alles aber Sams scheiß-Gene nicht... (Für die Herren: Ich spreche von Sex and the City-Geschoss Samantha). Nichts wäre mir unangenehmer als der Verdacht, ich wolle hier den Samantha-Jerry-Plot kopieren: Hübscher junger Hüpfer erweist sich in der gesundheitlichen Krise der bindungsunwilligen älteren Protagonistin unerwartet als zuverlässige starke Schulter... Lass mal.

Erstens bin ich keineswegs in der Krise, mein Po war 1 A in Schuss, der Rest von mir wird es auch sein. Und zweitens… Zweitens ist WE kein Jerry. Er ist kein Schauspieler Schrägstrich Kellner Schrägstrich Modell, sondern Musiktherapeut für behinderte Kinder. Schrägstrich seriös. An der Krisenfestigkeit von WE haben wir alle wahrscheinlich nicht die geringsten Zweifel. Im Gegenteil. Ich glaube, unser WEchen steht ein bisschen auf Tragik. Ich glaube, WE könnte mich nie unsterblicher lieben, als wenn ich a. ihn nicht erhöre, oder b. sterbenskrank wäre. Ich glaube, WEs Liebe ist dann am zuverlässigsten, wenn sie aus irgendeinem Grund unerfüllt bleibt. Nein, die Krise ist nicht das Problem.

Ich bin nur ein bisschen misstrauisch, was passieren würde, wenn ich c. Geschmack an seinen 2-Meter-Bällchen fände. Was ich nicht beabsichtige. Und außerdem d. mopsfidel sein sollte. Was ich sehr wohl beabsichtige.

Nichts desto trotz, waren die Bällchen gar nicht übel... höm.

04.05.2007 um 16:58 Uhr

Curd Rock verjümgt

von: Lapared

Sowas!!! Sie hat mich zun Friseur geschickt...

 Sie sagt, ich wär zu grau!

 Sie sagt,dass Blomd jümger macht

 Jümger scheint gut zu seim...

Wenn ich bloß wüsste... wozu???? ? ?? ? ?