Anleitung zum Entlieben

19.06.2007 um 17:02 Uhr

Die 1000 Gesichter des Curd Rock

von: Lapared

Wie soll ich bloß guckem, falls ich auf Cover komme...

  visionär oder drollig?

  verträumt oder aufgeweckt?

  seriös oder crazy?

  cool oder saucool?

18.06.2007 um 19:33 Uhr

Im Tal der Superweiber

von: Lapared

Poeeeh, Lpunkt im Stress.

Der CD will „richtig geile Ideen“ (Kein Problem!), WE will „eine Freundin, die auch ein Privatleben hat“ (Okidoki!), die Lektorin will „eine kurze Inhaltsangabe des Buchs für den Ullstein-Katalog...“ (Das krieg ich hin!) „... ach, und das Coverfoto, das muss nämlich auch in den Katalog.“ (Wird gemacht!)

AHHHHHHRRRRRRRG!

Und als wäre das nicht schlimm genug, denke ich immerzu an Rita Lind. Nee, Hera, Hera heißt sie ja. Diese Frau, die Gesangstourneen absolviert, Talkshows moderiert, vier Kinder und ein sogar skandalträchtiges Liebesleben hat... und die ganz nebenbei auch noch einen Bestseller nach dem anderen schreibt. Wie schaffen andere das nur?

Egal. Kurz zum Wochenende: WEs ältere Schwester ist wirklich nett. Tief drin ist sie bestimmt ein ganz feiner Mensch. Sie zeigt es nur nicht, nicht mir. Mir hat sie in der Küche - wie man so sagt - „gesteckt“, dass WE Kinder ja über alles, über alles liebt, dass er immer einen ganzen Stall voll wollte... na, aber dass er ja noch jung sei und wie alt ich eigentlich wäre... Blöde Kuh. Sie selbst wirft im September ihr Drittes, promoviert über den vom Aussterben bedrohten Hirschkäfer und spielt Tennis, noch so ein Superweib. „Jessica“, sag ich, Jessica heißt sie auch noch, mit weichem J, „Dschessica, Du hast eine feine Beobachtungsgabe, ich bin in der Tat ein bisschen alt für einen Stall. Aber keine Angst, ich werde Deinen Bruder nicht hindern, sich mit einer jungen gebärfreudigen Frau ausgiebigst zu reproduzieren, wenn ihm danach ist.“ Danach haben wir beide süß gelächelt und uns prima verstanden.

17.06.2007 um 13:22 Uhr

Curd Rock - umersetzlich

von: Lapared

Irgemdwie habe ich mir neulich gamz umsomst Sorgem gemacht...

 Sie würde mich nie austauschem, nieeee.

 Wie kommte ich das nur demken, ich Dusselchem.

 Ich diktiere ihr Buch...

 Ich brimge ihr Kaffee...

 Ich liefere ihr immer neue, gemiale Ideen...

 Im Grumde ist sie total abhämgig vom mir. HÖM.

16.06.2007 um 15:18 Uhr

Curd Rock - eimsamer Demker

von: Lapared

Knallkopp will immer "was umternehmem". Und ich darf nie mit. Tzzzzzz, als ob mir das was ausmachem würde. Man kann doch auch mal zuhause bleibem...

 ... Umd eim gutes Buch lesen.

 Dem eigemen Gedamkem nachhämgen...

 Ich zun Beispiel demke gerade… dass Knallkopp...

 möglicherweise... keim eigem Gedamkchen hat!

Eim hübscher kleimer Gedamke...

16.06.2007 um 10:55 Uhr

WE-Tripp

von: Lapared

Heute mal ungewöhnlich früh, denn gleich starten wir zu einem kleinen WE-Tripp. Einem WE-Tripp, der - wie wir alle fälschlich dachten - NICHT nach den WochenEnden benannt ist, an denen er meistens stattfindet, sondern nach seinem Erfinder und weltgrößten Meister der Vermeidung von mehr als 3-minütigen nicht sexuell veranlassten Aufenthalten in den eigenen vier Wänden: WE.

WE möchte was unternehmen. WE möchte die Welt sehen. „Ich ja auch, Schatz“, starte ich vorhin, als der Wecker um acht Uhr klingelt, den Versuch ihn umzustimmen, „aber dazu gibt es doch heutzutage Internet, sssrrrzzzzzzzz.z....“ - „Du musst mal weg vom Rechner...“ Ich liebe es, wenn jemand mir sagt, was ich muss - gut, dass ich es nicht höre, weil ich schlafe. „Du kannst nicht immer nur ausdenken, Du brauchst auch mal ein paar neue Eindrücke…“ Ich liebe es, wenn jemand mir sagt, was ich brauche – aber ich schlafe ja. „Wo was raus kommen soll, muss auch was reinkommen…“ Ich liebe platte Sprüche - und unterbreche meinen Schlaf für eine kurze Ansage. „Ja, Schatz, Du hast Recht. Ich würde nur schrecklich gerne selbst bestimmen, was.“ Ich drehe mich wieder auf die Seite. Er robbt ran. Ich: „Und wer!“ Dichter. „Und WANN!“ WE säuselt mir ins Ohr: „Also gut… Du bist müde. Ich möchte gerne wegfahen. Können wir uns vielleicht in der Mitte treffen?“ - „Gern, aber nicht in meiner Mitte, Finger weg…“ – „Schade.“ – „Okay, wir fahren, aber nicht jetzt, um elf, das ist die Mitte.“ – „Süße, dann sind die Straßen so voll und...“ – „Um elf, bis da sind noch drei Stunden, und davon möchte ich mindestens eine tief und fest und ungestört schlafen und die andere in Ruhe duschen und frühstücken!“ – „Und die letzte?“ – „Mal sehen…“

So sieht´s aus. Immer ordentlich Gerangel, Beziehung ist wohl das andere, üblichere Wort dafür. Wir machen also einen WE-Tripp zu seiner Schwester in die inspirierende Landes-Hauptstadt und… Oh, gleich elf, ich muss los.

15.06.2007 um 13:53 Uhr

Harte Arbeit

von: Lapared

Noch mal wegen des Gärtnerspots. WE und ich hatten deshalb auch schon ein kleines Scharmützel. Er sagte: „Werbung ist eben ein bisschen primitiv - liegt das nicht in der Natur der Sache, wenn man möglichst viele Menschen erreichen will?“

In diesem Zusammenhang ausnahmsweise eine sehr klare, sehr leidenschaftliche Stellungnahme: Nein.

Gute Werbung ist nicht primitiv. Einfach, aber nicht primitiv. Sehen Sie sich irgendeine Cannes-Rolle an und ich wette, es ist mindestens ein Spot dabei, bei dem Sie gar nicht anders können, als auf die Knie zu fallen vor der Intelligenz, die ihn ersonnen hat. Sie merken es nur nicht, weil Sie wahrscheinlich sowieso schon auf dem Boden liegen. Weil Sie vor Lachen völlig vergessen, dass Witzigkeit harte Arbeit ist. Geistige Arbeit. Jede Freitagnacht sehen wir im deutschen Fernsehen Etliche, die bei dieser Arbeit tragisch scheitern. Bei denen ohne die eingespielten Lacher kein Mensch darauf käme, dass sie etwas Komisches gesagt oder getan haben. Deren Bemühen man in Fernsehzeitschriften, auf Plakaten, im Vorspann explizit und immer, immer wieder als „Comedy“ ausweisen muss, weil sich sonst jeder fragen würde, was diese unglücklich zurechtgemachten Menschen im Fernsehen zu suchen haben. Warum denen nicht wenigstens einer vorher was Ordentliches zum Anziehen gegeben oder den dämlichen Pony aus dem Gesicht gekämmt hat, hach...

Na, ich mache mich mal wieder an die... harte Arbeit.

14.06.2007 um 15:04 Uhr

Verrückt

von: Lapared

Ich hatte mir fest vorgenommen, nicht zu schimpfen... aber schön ist das nicht, diese Arbeiterei jeden Tag.

Nun spiele ich schon zweite Liga, auch gehaltsmäßig, und da entwickeln die den Ehrgeiz aufzusteigen, wollen mit jeder Prospektbeilage nach den Cannes-Löwen greifen, und das Schlimmste: ohne den leisesten Dunst, wo sie sich befinden - man, man, man...

„Von Dir hätte ich eigentlich was Verrückteres erwartet...“, sagte heute der CD. Was Verrückteres, verstehe. Er selbst ist von der Sorte des leicht untersetzten, solariumgebräunten Werbers, von der ich eigentlich dachte, dass sie nur noch in Düsseldorf oder in deutschen Fernsehproduktion mit Götz George existiert. Ein modisch junggebliebener, schmuckaffiner Mittvierziger, dessen kreativen Zenith vermutlich sein anno 1740 selbst ersonnener, aber nie produzierter Radiospot für Gartenschläuche markiert, in dem Blumen mit Pornostimmen den Gärtner anbetteln, ihnen zwischen ihre „prallen, dicken… Blätter“ zu spritzen (davon hat Pucki mir erzählt). Total verrückt.

Stunden, Stunden könnte ich schimpfen. Stattdessen muss ich jetzt auch mal ein bisschen... verrückt sein.

13.06.2007 um 17:50 Uhr

Plan B wie Bienen

von: Lapared

Gestern Abend. Kaum war WE zur Probe gegangen, stand ganz feingemacht Dragan auf der Matte... Dragan, der Handwerker. Fast hätte ich ihn nicht erkannt.

Von gegenüber, wo er seit geraumer Zeit als Chef der Sanierungstruppe fungiert und in einer der verlassenen Parzellen auch selbst logiert, hat Dragan das Geschehen auf "meiner" Seite bestens im Blick. Schon gestern Mittag grinste er so verschmitzt, als ich seine Zigarette ablehnte: „Ach ja, ich weiß, Du rauchst erst abends.“ Dragan ist gleich mit jedem per du.

„Du Lpunkt, willst Du nicht mit nach Serbien kommen, Bienen züchten?“ Dragan scheint überhaupt sehr schnell. „Ich würde meine Tochter enterben, Du bekämst später mein Haus und wenn wir vor meinem Tod mindestens zwei Jahre verheiratet gewesen wären, hättest Du außerdem Anspruch auf meine Rente.“

Dragan war früher - das sieht man, obwohl ihm zentral ein paar Zähne fehlen – ein gut aussehender Mann. Er hat sogar in Belgrad Germanistik studiert, aber irgendwas ist passiert und hat ihn aus der akademischen Bahn, weg von den deutschen Dichtern und ins deutsche Bauhandwerk geworfen. Dennoch...

„Ach Dragan,“ sag ich, „das ist nett, aber was soll ich in Serbien, mir reicht die andere Straßenseite. Und Bienen, überhaupt alles mit mehr als zwei Beinen und erst recht mit Stachel, nee, Dragan... Lass mich mal lieber Bücher schreiben.“ – „Na, gut.“ Dragan ist flexibel. „Wir setzen da drüben übrigens noch eine Etage drauf. Die Wohnungen sind allerdings erst in ein, zwei Jahren fertig und Du musst fünf Stockwerke laufen... in Serbien sind´s nur zwei.“ – „Puuuh, schwierige Entscheidung, Dragan, aber... Ich glaub, ich würd´ trotzdem lieber in Hamburg bleiben.“ – „Gut, ich sprech mal mit dem Chef, dann kommste auf die Liste.“ Dragan blinzelt und schiebt in seinem Sonntagsanzug wieder ab. Auf der Treppe dreht er sich noch mal um. „Dieser Junge... warum trägt der eigentlich immer diese schwarzen Sachen, ist was passiert!?“ – „Dragan, ich glaube... Schwarz gefällt dem Jungen eben.“ – „Na, gut. Aber wenn´s mit Mr. Black oder den Büchern nicht klappt, reden wir noch mal... über die Bienen."

12.06.2007 um 18:42 Uhr

Zwei Jahre!

von: Lapared

Aber, keine Angst, ich hab´s nicht so mit Zurückblicken und Bilanzziehen nach Termin.

Was außerdem viel interessanter ist: wie´s weiter geht. In Herzensfragen (sowieso), aber auch ganz profan finanziell. Heute in der Mittagspause habe ich mir jedenfalls schon mal eine andere Wohnung angesehen. Direkt gegenüber, kleiner, billiger und wenn die Renovierungen dort fertig sind vermutlich mit dichten Fenstern. Einer der tüchtigen Handwerker hatte mich freundlicherweise zu einer Preview eingeladen, von ihm erfuhr ich, dass das Noch-Loch aber werdende „Schmuckstück“ einer Wohngenossenschaft gehört, der ich nicht angehöre. (Ich erfuhr außerdem, dass er im September geschieden wird, 61 aber mit etwas Geduld noch potent ist, und eine gesunde Frau etwa meines Alters sucht, die mit ihm in sein großes, gut isoliertes Haus in Serbien zieht.) Mist.

„Nun warte doch mal ab, vielleicht kannst Dir demnächst ja auch eine Villa in Blankenese leisten“ , sagt WE. „Schatz“, lächle ich, gerührt von seinem jugendlichen Optimismus, „der Geldsegen, sollte es ihn je geben, kommt ehestens im Frühjahr, vor der nächsten Heizsaison muss ich hier raus.“ – „Kannst Du ja, Du kündigst oder besser Du vermietest unter und kommst erstmal zu mir...“ – „???“ - „...Und wenn das Buch raus ist und Du ein bisschen überschaust, wie es finanziell weitergeht, suchst Du Dir was.“ – „WE“, stottere ich verlegen, „das ist... sehr lieb, das ist wirklich... sehr lieb, aber ist das nicht etwas... ich meine, wie lange kennen wir uns... und ich... Du... also, vor zwei Tagen hast Du noch gesagt...“ - „...dass ich verliebt in Dich bin und mit Dir zusammen sein will“, führt WE den Satz zu Ende, er weiß, dass seine irgendwie geliebte Ex in mir rumort, er grinst: „... und ich stelle es mir ganz besonders angenehm vor, mit Dir zu überwintern.“ – „Puuuh, das ist... Das ist ein sehr verlockendes Angebot, ich denk drüber nach.“ – „Aber wenn ich abends nach hause komme, steht das Essen auf dem Tisch.“

Ich denk drüber nach, haben Sie´s gelesen, Ich denk drüber nach. Sagt die Frau, die noch vor anderthalb Jahren Erstickungsnot bekam, wenn menschliches Leben ihr länger als 2 Minuten räumlich auf die Pelle rückte, erinnern Sie sich? Die Spekulationen anstellte, ob die „1 Hausbesuch pro Woche-Beziehung“, die sie vor zwei Jahren wortreich bejammert hatte, nicht eigentlich goldrichtig für ihre gesellige Persönlichkeit war. Ich meine...

Selbst wenn ich in Zukunft auf kleinerem Fuße leben muss, ist es doch ein immerhin ein Fortschritt (und praktisch von Vorteil), dass auch die überdimensionalen Füße, auf die ich mir wohnungsbezogen so schnell getreten fühlte, ein bisschen – nein enorm! - zu schrumpfen scheinen. Na, so was, nun war´s doch eine kleine Bilanz.

P.S. Die Fortsetzung von „Shortbus“ fand ich übrigens nicht so dolle...

11.06.2007 um 17:46 Uhr

Shortbus

von: Lapared

Gestern Abend haben wir dann Curd Rocks „amtizyklischen Freizeittipp“ befolgt... Statt uns - wie die Zyklischen – kurzärmlig auf der Piazza zu lümmeln, haben wir daheim gepflegt ein Video bzw. eine DVD eingeworfen.

Also, der Film „Shortbus“. Letztgültiges kann ich nicht darüber sagen, denn weit sind wir nicht gekommen. Aber das lag nicht unbedingt daran, dass er langweilig war.

In diesem Film wird, die Aussage wage ich auch nach 30 Minuten, gevögelt, was das Zeug hält. In diversen Spielarten und Konstellationen. Ein Mann, der versucht - dank Yoga erfolgreich versucht - sich selbst einen Blowjob zu verpassen (meinen Segen hat er, warum sollen wir Frauen immer alles schlucken)… ein anderer, der einem Kollegen die amerikanische Hymne in den Arsch bläst (warum nicht, sie leben schließlich in the land of the free and the home of the brave…) eine Sextherapeutin, die noch nie einen Orgasmus hatte (das ist normal: Wer es kann, tut´s, wer es nicht kann, unterrichtet…), ihr Mann der – um das zu ändern - sportliche Höchstleistungen vollbringt (wann wird Vögeln endlich olympische Disziplin?)... Und das alles, das ist das eigentlich Bemerkenswerte an diesem Film, wirkt weder schmuddelig, noch obszön, noch lächerlich, noch elementarteilchenhaft problembefrachtet - sondern witzig. Manchmal auch traurig, klug, und sogar romantisch, aber vor allem komisch. Es sind einfach Menschen, normale liebe Menschen, die Erfüllung suchen, im Privaten - im sehr Privaten, zugegeben. Man sieht ihnen zu und findet daran absolut nichts ungewöhnlich, sie wirken nicht unanständiger oder erotischer (oder eindimensionaler) als Doris Day und Rock Hudson. Das muss ein Film erstmal hinkriegen angesichts der oben beschriebenen Szenen. Aber wie gesagt, ich kenne erst die ersten 30 Minuten. Denn wie das so ist mit bemerkenswerten Filmen, sie sind - erotisch oder nicht - irgendwie inspirierend.

Jedenfalls, Dankeschön an Curd Rock für seinen amtizyklischen Freizeittipp. Und heute Abend... mal sehen, wie´s weiter geht.

10.06.2007 um 19:59 Uhr

Deckung

von: Lapared

„Ich bin in Dich verliebt und will mit Dir zusammen sein.“ Hach...

Ein Satz, bei dem jeder Frau, jedem Mann, jedem Mensch das Herz aufgeht. Jedem? Nein, ein kleines gallisches Herz leistet tapfer Widerstand...

Gestern Abend. Alle Welt geht aus, WE und Lpunkt auch. Und WEs Ex. Und der Neue von WEs Ex. Und... man läuft sich über den Weg. Natürlich, in dieser kleinen Stadt.

Ich sehe, dass WE fast das Kaltgetränk aus der Hand rutscht. Ich sehe, dass ihm die sonst stets gefassten Gesichtszüge entgleiten. Und anstatt einfach mal die Fresse zu halten, anstatt einfach zu warten, bis er sich wieder im Griff hat, frage ich, nach zwei Glas Wein in Plauderstimmung: „So schlimm?“ Und er: „Ziemlich.“ Schluck. Dann, nach drei Glas Wein: „Liebst Du sie noch?“ Und er: „Irgendwie schon.“ - "Oh." Mir rutscht das Herz in die Hose. Er merkt es wohl: „Aber ich will nichts mehr von ihr, ich will nicht mit ihr zusammen sein.“ - "Ah." Irgendwie reißt es das auch nicht richtig raus. WE, jetzt wieder ganz Mr. Charming, stellt sein Kaltgetränk ab, nimmt meine Hand und sagt diesen wunderbaren Satz: „Ich bin in Dich verliebt und will mit Dir zusammen sein.“ Was will man mehr?

Aber wie gesagt, so richtig doll hab ich mich nicht gefühlt... Und hielt mich für den Rest des Abends doch lieber fein bedeckt.

09.06.2007 um 19:29 Uhr

Curd Rocks amtizyklischer Freizeittipp

von: Lapared

Liebe Milliömchen,

heute aus aktuellem Amlass...

 Curd Rocks Freizeittipp.

 Wir gehem jetzt alle...

 im schöme warme Sauma!

 Denn da hat man Pool...

 gaaaamz für sich alleim.

 Eimfach, aber wie stets... G E M I A L ! ! !

08.06.2007 um 22:40 Uhr

Nachschlag

von: Lapared

Abends um acht wollten WE und ich uns im Freibad treffen. Schön in den letzten Sonnenstrahlen zwei, drei Bahnen tuckern... danach auf die warme Steinen sinken und alte Käsebrötchen aus WEs Kantine futtern, so hatten wir und das gedacht.

„Ich schaff´s nicht, tut mir leid.“ Zehn vor acht. Zeit umzudenken. Auf halber Strecke - abgehetzt - schminke ich mir die Brötchen ab, halte aber an den Schwimmplänen fest.

Knurrig begebe ich mich ins Wasser. Und gerate wenig später in den Sog eines großen weißen Mannes mit Rennkappe, der schnaufend das Wasser quirlt. Zack, immer auf´n Kopp! Leicht betäubt schwimme ich weiter. Am Beckenrand erwarte ich seine Ankunft (er quirlt beinah auf der Stelle), um die Entschuldigung entgegenzunehmen. Er drückt mir seinen Arsch ins Gesicht, beim Versuch einer Rollwende, hat er wohl mal im Fernsehen gesehen. Lpunkt setzt sich in Gang. Elegant wie ein Ausflugsdampfer gleite ich neben ihm dahin und belächle seinen hochroten Kopf jedes Mal wenn er sich mit weit aufgerissenen Augen aus dem Wasser dreht. Die Rennmaschine. Dann demütige ich ihn und ziehe erhobenen Hauptes an ihm vorbei. Ha!

Später bei Käsebrötchen erzähle ich WE davon. „Lpunkt“, sagt er, „das hast Du doch nicht nötig...“ Natürlich nicht. „…Du verschwendest Deine Energie.“ - „WE, das sind die kleinen Triumphe, von denen sich mein Ego nährt. Ich hatte keinen glorreichen Tag.“ – „Der Mann sicher auch nicht.“ UND? „Das lässt man doch einfach auf sich beruhen.“ Man oder Frau? „WE, mit leerem Magen fehlt mir aber die Größe dazu. Wo waren überhaupt die Käsebrötchen, DU bist schuld.“ Attacke! „Und Du bist ziemlich zickig, Schatz.“ Bums!

Wir streiten und ein wenig. Ich hasse es, wenn man mich zickig nennt! Ich bin ein Lamm, Du Arsch, aber das heißt nicht, dass mir jeder auf die Rübe hauen darf! Eine Sozialstudie! Ich plane eine Sozialstudie über das Schwimmverhalten von Männern und Frauen in vollen öffentlichen Bädern! Ich wage die Hypothese, dass Männer meistens sturr geradeaus schwimmen, Frauen hingegen Slalom! Dass die Herren eine riesen Welle machen, Frauen gleiten ohne Spritzer! Und auch noch schneller (aber das merkt keiner, eben, weil sie Slalom schwimmen)! Das Freibad, ein Abbild unsere Gesellschaft, ha!

„Das letzte Brötchen?“ WE scheint meine Rage etwas ungeheuer. „Her damit!“ Erst beim dritten belegten Brötchen beruhige ich mich. „Du bist doch sonst nicht so auf dieser Männer-Frauen Schiene?“ Stimmt! Stimmt, ich glaube, ich habe unsere Urlaubsdiskussion noch nicht verdaut. Es ärgert mich. Es ärgert mich, dass ich (ich!) nicht gerade auf mein Ziel zusteuere. Dass ich immer artig gucke, ob ich dabei auch ja niemanden über den Haufen schwimme. „WE", sag ich, „noch mal wegen dem Urlaub. Ich fahre, wenn, erst im August. Wenn Du nur im Juli kannst, dann finde ich das wirklich schade, wirklich, aber dann fährst Du besser ohne mich.“ Zack! „Okay.“ Ich bin satt und überlasse ihm nun doch das Brötchen. „Ich hatte den Urlaub schon eingereicht…,“ er kaut ein bisschen schwer, „aber ich guck mal, ob sich das noch schieben lässt.“ Von wegen, Energieverschwendung.

08.06.2007 um 16:10 Uhr

Curd Rock in Visier

von: Lapared

Oh, neim. Jeztt ist es so weit, sie hat mich in Visier...

 Curd Rock wird bestraft.

 ??-?! ?#?? ?!$*?°?? ? ? ?!? !!? ?

 Vielleicht mag sie mich doch noch eim bisschem??! ?!

 Vielleicht hat sie eimgesehem dass ich schömer bim.

 Schom fertig? War das alles? Mehr kommt nicht...?

07.06.2007 um 21:56 Uhr

Fehler

von: Lapared

Das Schöne an so einem Blog ist ja, dass man immer nachlesen kann, was vor einem Jahr geschah, oder vor zwei Jahren (ja, bald ist es soweit, Lapared wird Zwei!), und sich vor Augen führen kann, was man alles so erlebt hat. Boah. Und falsch gemacht.

Vor zwei Jahren war ich auf Sylt, die Geschichte kennen Sie. Vor einem Jahr war ich offiziell bei meiner Schwester, pendelte inoffiziell zum Holländer und ging wenig später in „WM-Pause“, um mich voll und ganz dem Ballspiel zu widmen.

Und dieses Jahr also WE. Und man will ja nicht den selben Fehler noch mal machen. „Schreiben ist Dir wichtiger als das echte Leben…“ waren dies nicht in etwa des Holländers letzten Worte? Als die WM zuende war. Als Lpunkt sich täglich 12 Stunden in der Agentur vergnügte? Obwohl er doch nun hier war. Und allein den 2-Personen-Haushalt schmiss. Und trotzdem wollte sie nicht aufhören, auch noch Blog zu schreiben, dumme Gans...

Heute also Stress mit WE, dem neuen echten Leben. „Was soll das denn heißen, Du machst keinen Sommerurlaub?“ –„Vielleicht, vielleicht, hab ich gesagt.“ – „Jeder Mensch macht Sommerurlaub.“ – „Im Juni muss ich arbeiten. Und danach möchte ich erstmal ein bisschen weiter am Buch schreiben, sonst bin ich ganz raus und...“ – „Eine Woche? Wenigstens eine Woche!“ – „...und das liegt mir echt auf der Seele. Na, gut.“ – „Oder zwei.“ – „Anderthalb.“ – „10 Tage.“ – „Aber im August, dann bin ich einmal grob durch und hab Ruhe dazu...“ – „Juli. Im August krieg ich nicht frei.“ – „Weißt Du, ich hab Angst, dass…“ – „Du kannst es Dir doch einteilen.“ – „Aber ich...“ – „Zur Not nimmst Du den Rechner mit.“ – „Ist gut.“

Mache ich das richtig? Ich meine wirklich richtig? Natürlich will ich denselben Fehler nicht noch mal machen, aber mache ich vielleicht einen anderen? Werde ich später, mit weisen Drei, vielleicht zurückblicken und denken, Mensch, war ich blöd?! Warum waren meine Arbeitspläne verhandelbar, aber bei „Mr. Jeder macht Urlaub“ stand alles fest. Und war es überhaupt ein Fehler damals bei Dick? Wenn ich für ihn nach der WM aufgehörte hätte mit dem Schreiben, gäbe es dann ein Buch? Wäre Dick stattdessen hier und nicht bei seiner Frau, würden wir jetzt glücklich in einem Häuschen leben? Würde er heute Abend lächelnd den Garten sprengen und Lchen heiter Slogan scheißen, um die Raten zu bezahlen? Oder hätte sich etwas anderes gefunden, was uns trennt? Tja...

So ist es eben mit dem wahren Leben. Hinterher weiß man mehr, aber man ist nicht wirklich klüger. Man denkt es nur.

06.06.2007 um 21:06 Uhr

...

von: Lapared

LpUM KT ist DOOF

06.06.2007 um 21:05 Uhr

Curd Rocks Rache

von: Lapared

 Lpuuuuuumkt iiiiiiissssssst ...

 umd... veröffemlichem KLICK! HAHA!

06.06.2007 um 15:18 Uhr

Kurz gemeldet

von: Lapared

Hach, immer dasselbe. Wochen rollt man jeden Pups breit aus. Und wenn mal was zu erzählen wäre, ist keine Zeit. Deshalb nur kurz: Die Migräne kam schlag eins. Mein Vater hat sich sehr gefreut. Meine Mutter hat mich für die semantischen Unterschiede sensibilisiert, die manchmal allein durch wohlbedachte Umstellung eines klitzekleinen Worts entstehen (sie sagte über WE: ein sympathischer sehr junger Mann. Nicht: ein sehr sympathischer junger Mann). WE fand meine Eltern „filmreif“ (ich denke später darüber nach, was er damit wohl meint). Der liebenswerte kleine Saftladen, in dem ich mich wähnte, zeigt sein wahres Gesicht (erste Anzeichen einer Knochenmühle, hmpf, zumindest für einen müden alten Knochen wie mich). Das Abstimmungsmeeting heute Morgen war in etwa das Gegenteil von einem Triumphzug. Deshalb muss ich jetzt flink weiter arbeiten, ja...

P.S. Und Pucki trägt heute ein Mützchen, ich werte es als gutes Zeichen, ich glaube, er wärmt sein Gehirn vor...

05.06.2007 um 21:12 Uhr

Curd Rock fassumgslos

von: Lapared

 ... . umfassbar ... . .

 . . . U M - F A S S - B A R . . . 

05.06.2007 um 18:40 Uhr

Curd Rocky Rock

von: Lapared

Jetzt wo Lpumkt nicht da ist, kann ich emdlcih mal eim bisschem SURFEM, höm.

 Mal schaun, wo Lchem Lesezeichchem hat...

 ???!!;!*!°??*X;x?&° ?!,!!-x? ??

 Sie guckt nach A M D E R E N ! ! !

 Sie will mich ausramgierem! Mich! Curd Rock!

 Damm werde ich ebem eim Solokarriere startem!

 Als Actiomstar! Bein FILM!