Anleitung zum Entlieben

28.07.2007 um 22:14 Uhr

Fiktion vs. Ficktion

von: Lapared

Es ist ja dann doch nie ganz vom Tisch. Und wenn, dann liegt es irgendwo und schwelt so vor sich hin. Ich meine, die Sache neulich zwischen WE und mir. Meine Eifersucht auf seine Ex und seine – wie sich herausstellte – Eifersucht auf meine Arbeit. Die war nämlich der Grund, warum er nicht angerufen hat. Warum er mich nach meinem Ausrutscher erst mal schön zwei Tage hat schmoren lassen.

Und nun kochte das Ganz wieder hoch. Und gipfelte schließlich in folgendem kleinen Dialog, ausgelöst dadurch, dass es einmal mehr ein Film war, der mich zum Heulen brachte: „Emmas Glück“. Genauer gesagt die Stelle, als Bäuerin Emma dem vertrauensvollen Schwein in ihrem Armen eine Geschichte erzählt, bevor sie ihm den Hals aufschlitzt...

WE: „Bei so was heulst Du.“
Ich: „Ist ja auch traurig…“
WE: „Es ist ein Film.“
Ich: „Ja, ein trauriger Film…“
WE: „So eine ausgedachte Geschichte berührt Dich mehr als ein Zeitungsbericht über hungernde Kinder…“
Ich: „Pooeehhh... Ich weiß nicht, also, wenn ich die Kinder sehen müsste…“
WE: „Eben, aber da guckst Du lieber nicht hin.“
Ich: „Ja, das stimmt…“
WE: „Vielleicht solltest Du mal ein bisschen mehr in der Realität leben, meine Süße.“
Ich: „Ja, vielleicht... Guck, das arme Schwein! Guck doch, wie entsetzt es aussieht, kommt angewackelt, denkt es wird gekrault, und sie schneidet ihm die Kehle durch! Oh nein…“
WE: „Bei mir lässt Du Dich auch kaum blicken, immer nur Dein Buch, Du pflegst Deine Beziehungen mehr auf dem Papier als im echten Leben.“
Ich: „WE, hör bitte auf, jetzt bin ich doch da.“
WE: „Ja, Du bist da. Und wolltest einen Film gucken! Ich sag ja, die Fiktion fasziniert Dich mehr als die Realität!“

Fasziniert von der Realität stelle ich den DVD-Spieler aus.

Ich: „Ja, mich fasziniert die Fiktion. Und Dich, mein lieber Schatz, fasziniert etwas anderes ganz außerordentlich: Nicht Fiktion, sondern Ficken! Entschuldige bitte, dass ich darauf nicht schon wieder Lust hatte. Dass ich Deinen originellen Vorschlag, das Programm der letzten zwei Tage zu wiederholen, nicht umgehend aufgegriffen habe! In Wahrheit geht es hier doch gar nicht um die hungernden Kinder, es geht um Deinen Schwanz!“

Das mag ich wiederum an ihm, das liebe ich an ihm, er grinst. ER GRINST.

WE: „Und könntest Du Dir vorstellen, ihn später aufzugreifen, meinen… Vorschlag?“

Ich stelle den DVD-Player wieder an.

„Später. Jetzt will ich erst den Film zu ende sehen.“

Am Ende stirbt Jürgen Vogel übrigens auf dieselbe Weise wie das Schwein. In Emmas Armen. Geliebt und einer traurigen Bestimmung folgend, ohne dabei unnötig lang zu leiden.

Schöner Film. 

28.07.2007 um 10:20 Uhr

Emdlich geklärt: die Nasemfrage

von: Lapared

Dierser Duft, dieses Aroma…

 UMWERFEND!

 ERHEBEMD!

 Ich demke...

 ...ich werde Socke zu meim neu Nase machen!