Anleitung zum Entlieben

31.12.2007 um 18:27 Uhr

Sylvestersause!

von: Lapared

 Sylvester sitze ich NICHT zuhause auf Couch rum!

 Ich kann nämlich auch auf jeder amderem Couch sitztem...

 Wissem Sie... Die Puppem liebem mcih eimfach!

 Umd unter ums... Ich lege sie im Hamdumdrehem flach.

 Zack!

 Gutem Rutsch wümscht Curd the womanizer Rock!!

29.12.2007 um 00:55 Uhr

Curds Weihmachtsgeschenk

von: Lapared

 Opa hat mich porträtiert... mich, seinem lieben Curd Rock.

 Gut, dem Amderem hat er genau genommen auch gemalt.

 Aber nur, damit jeder sieht, wieviel hässlicher er ist!!!

27.12.2007 um 01:15 Uhr

Curds Weihmachtem

von: Lapared

 Irgemdwie hatte ich mir Weihmachtem amders vorgestellt...

24.12.2007 um 00:33 Uhr

Zwischenstamd

von: Lapared

 Schom33 Minutem Weihnachten... und noch keim Geschemk!

23.12.2007 um 19:57 Uhr

Weihmachtsgruß

von: Lapared

 Frohe Weihmachtem, liebe Miiliömchen...

Euer Curd.

Der Wahre.

Der Eimzige.

Der Gemiale.

Der Umerreichte.

Bitte, nicht vergessem... bitte...

23.12.2007 um 17:36 Uhr

TA-DA!

von: Lapared

Ich glaube ja... Auch in Beziehungen gibt es Angebote, die man nicht ablehnen kann. Nicht, dass man sonst neben einem Pferdekopf erwacht. Aber man erwacht möglicherweise allein. Weil wieder mal wer gegangen ist. Und das ist ja auch nicht schön.

Ich wusste sofort, dass WEs Vorschlag in diese Angebotskategorie gehört. Die Wohnung ist ruhiger, billiger, schöner. Objektiv gesehen ist sie viel besser als meine. Aber subjektiv gesehen, liebe ich meine Wohnung. Auch, wenn ich oft über sie schimpfe. Aber sie ist eben meine. Meine. Und die ruhigere, billigere, schönere nicht.

Das könnte ich WE ja noch erklären. Er würde mich zwar für bekloppt halten, aber damit könnte ich leben. Was das Angebot so unablehnbar macht, ist, dass WE tausend Hebel in Gang gesetzt hat, damit ich diese Wohnung haben kann. Dass er mich damit überraschen wollte (eigentlich zu Weihnachten, aber er hat sich verplappert). Und... dass die Wohnung im selben Haus wie seine liegt - Ta-da!

Es wäre die typische Du lässt Dich nicht ein-Diskussion geworden. Eine Diskussion, in der der eine zum next Step auf der heiligen Beziehungs-Agenda drängt (Zusammenziehen, Heiraten, Kinder kriegen...) und irgendwann sagt: „Du lässt Dich nicht auf mich ein, ich glaube, Du liebst mich nicht.“ Und der andere erwidert: „Ich liebe Dich über alles, ich war noch nie so glücklich, warum kann nicht alles bleiben, wie es ist?“ Eine Diskussion, die fast immer zur Trennung führt. Und eine Trennung will ich nicht, nein, wirklich nicht. Also sagte ich: „Ein Wohnung im selben Haus wie Du? Wie geil!!!“

Die andere Sache hat natürlich auch damit zu tun. Die Wohnung ist sozusagen das Bauernopfer. Ich hoffe, wenn ich zu WE ins Haus ziehe, bekomme ich wegen guter Beziehungsführung noch eine kleine Galgenfrist bezüglich Damokles. Ach ja, der kleine Damokles, Mokel, Mokkelchen... Wie heißt eigentlich die weibliche Form, Damoklia?

Und so bin ich also schon wieder im Stress. Denn der Umzug ist schon zum 1.2. geplant. Und bis zum 21.1. bin ich damit beschäftigt, mein Manuskript druckfein zu machen. Da ist einiges zu tun, weil ich die Bilder noch bearbeiten muss und dazu erlerne ich gerade erstmal Photoshop (ein Klacks!). Danach werde ich dann schnell meine siebenhunderttausend Sachen packen und unter Schmerzen meiner geliebten Wohnung Adieu sagen. Ach ja, ach ja, ach ja... aber besser als WE.

Ich hoffe nur, dass die politikaffine Buchhandlung jetzt nicht doch auf die Idee kommt, mein kleines unpolitisches Buch ins Sortiment aufzunehmen. Es würde mir das Herz rausreißen, stünde es dort im Fenster und niemand würde ihm nachts zuwinken, weil gegenüber, in der Wohnung, wo es entstanden ist, dann schon ein anderer lebt...

Frohe Weihnachten

P.S. Was wohl dieses tablefull-Zeug da oben bedeutet...?

15.12.2007 um 18:49 Uhr

Lpumkt im Buchhandel

von: Lapared

Eben war ich in meiner Buchhandlung.

Ja, ja, Kenner des Lpunktschen Kosmos stutzen. Sie wissen, dass ich ungern lese. Ich lese eigentlich nur beim Zugfahren, was ich ebenfalls verabscheue. Trotzdem nenne ich meine Buchhandlung meine Buchhandlung, denn sie liegt direkt gegenüber meiner Haustür und das Erste, was ich sehe, wenn ich vom Bildschirm aufschaue... ... ... meinen Hals ein wenig recke… … … und links aus dem Fenster sehe.. … … ist das Ladenschild: „Buchhandlung im Schanzenviertel“ steht da in einem Design, das irgendwie an die gute alte Zeit erinnert, als man Samstags noch zur Demo ging. Passend zum Umfeld. Wir hier in der Schanze pflegen ja alle ein links-liberales Lebensgefühl, die meisten – mich eingenommen - vor allem modisch. Aber meine Buchhandlung ist eine Enklave des richtig echten politischen Bewusstseins, sie wird von einem Kollektiv geführt, in dem alle gleichberechtigt sind, und eine Behindertenrampe steht auch immer vor der Tür. Schon oft dachte ich, schade. Schade, schade, schade. In dieser Enklave des echten politischen Bewusstseins wird ein Büchlein wie meins, das konsequent im eigenen Sud rührt und dessen Horizont am Lpunktschen Nabel endet, ganz sicher nie im Fenster stehen. Hach, aber wie schön wäre das, wie schön...

Ich also heute hin.

„Kann ich Dir helfen?“

Man duzt sich in der Enklave.

„Jaaaaaahh... „ sage ich, „es ist so... ich wollte mal was fraaagen... Wann entscheiden Sie... äh, wann entscheidet Ihr eigentlich, ob ein Buch, das so im Mai/Juni nächsten Jahres rauskommt… ob Ihr dieses Buch hier in Euer Sortiment aufnehmt???“

Apropos: Ja, ich war genauso entsetzt, Juni! JUNI!!! Wie kann das sein??? Ich hab das Buch in 10 Monaten geschrieben, warum dauert das 5 Monate, es zu drucken??? Aber zurück in meine Buchhandlung, also ich frag, wann die Entscheidung fällt, was sie in ihr Sortiment aufnehmen...

„Das machen wir so im Januar!" sagt der Mann ein bisschen müde. "Dann wühlen wir uns durch die ganzen Kataloge der Verlage."

Ha!

„Ah“, sage ich, „sehr gut, sehr gut… Wühlt Ihr Euch dann wohl auch durch den Katalog des Ullstein-Verlags????

Ich war nicht sicher, nach dieser Liaison mit Springer neulich...

„Klaro!“ sagt er.

„Ah“, sag ich wieder und klimpere ein bisschen mit den Augen, obwohl ich spüre, dass Klimpern in diesem Fall Energieverschwendung ist, „vielleicht könntet Ihr beim Durchwühlen ja ein besonders wohlwollendes Auge auf ein kleines oranges Taschenbuch haben, das Anleitung zum Entlieben heißt???!“

„Anleitung zum WAS?“

Plötzlich fühlte ich mich irgendwie... doof.

„Anleitung zum Entlieben", nuschel ich also etwas verlegen, „das hab ich nämlich geschrieben, da oben hinter dem Fenster, siehste… da, wo das Licht brennt und die Palme steht... meine Palme Palme, sie kommt auch in dem Buch vor… ja… Und ich fände es so toll, wenn das Buch, das da oben hinter dem Fenster geschrieben wurde… schwupp… ein Jahr später auf der andere Straßenseite im Schaufenster liegt...“

„Ah.“

„Ja. Weißt Du, das ist doch so so so… stadtteilkultur-mäßig… so so… ACT LOCAL quasi ... „

Endlich sah ich Spuren des Interesses in seinem Gesicht.

„Gut, achten wir drauf.“

Mikroskopische Spuren.

„Fein.“

Strahlend verließ ich meine Buchhandlung. Und doch...

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich mein Buch wohl niemals sehen werde, wenn ich aus dem Fenster schaue. Mein Buch im nächtlich erleuchteten Fenster meiner Buchhandlung. Ach, wie romantisch wäre das gewesen. Von einer Straßenseite zur anderen hätte ich ihm zuwinken können... dem Büchlein mit der Puppe auf dem Cover... in einer politischen Buchhandlung... das wär´s wirklich, wirklich gewesen. Hätte ich „dem Anderen“ doch wenigstens eine Mütze mit einem roten Stern aufgesetzt, statt mit einem grünen… Mist.

Aber vielleicht nimmt die Konditorei es ja ins Fenster. Die Konditorei, die ich sehe, wenn ich etwas weiter rechts aus dem Fenster schaue... ihrer Käsetorte habe ich immerhin ein ganzes Kapitel gewidmet... Mein Büchlein zwischen den Pralinenpyramiden...

Hach.

P.S. Sorry, wenn ich es auch in nächster Zeit nicht wieder täglich schaffen sollte. Angesichts JUNI muss ich jetzt dringend ein bisschen arbeiten gehen. Parallel müsste ich eigentlich schon mit dem zweiten Buch anfangen. Das soll nämlich dann schon wieder am 1. Dezember 2008 abgegeben werden, damit es im JUNI 2009 erscheinen kann. Und dann ist da ja auch noch das Damokles-Baby... Ja, hier ist was los.

14.12.2007 um 00:17 Uhr

Es kann nur eimen geben

von: Lapared

 Eim amderer???

 Was für eim amderer??? Ich weiß nicht wovom Sie reden!

 Natürlich gibt es viele Trittbrettfahrer...

 ...die sich germ im meim Ruhm sommen würdem.

 Meim Ruhm, für dem ich jahrelamg Tag für Tag auf Couch gesessem habe

 H U C H ? ? ?*?x??!

 Sie versuchem es mit allem Tricks...

13.12.2007 um 23:47 Uhr

Kurze Meldung

von: Lapared

Sie findet es sehr gut. Höm.

Morgen mehr.

13.12.2007 um 19:46 Uhr

Zwischenmeldung

von: Lapared

Sorry, das Telefon hat noch nicht geklinget.

Ich denke, sie sucht noch nach Worten, um ihrer Begeisterung angemessen Ausdruck zu verleihen.

Ganz sicher.

Bestimmt.

... 

12.12.2007 um 22:27 Uhr

Lpunkt, der Käfer

von: Lapared

Ja, wo fang ich an nach all der Zeit, wo fang ich an…

Der Urlaub. Herrlich, herrlich, herrlich... Mich hatte es ja eigentlich mehr in den Schnee gezogen, die Berge. Aber WE liebt Pflanzen. Vor allem getrocknet. Und so fuhren wir endlich zusammen nach Amsterdam. Good old Amsterdam. Ich war ja schon mal da, wie Leser der ersten Stunde sich vielleicht erinnern. Aber Amsterdam ist ja immer wieder eine Reise wert. Wenn man Pflanzen liebt, Tulpen zum Beispiel...

Nur für Curdchen war es schwer. Vor zwei Jahren, bei seinem ersten Besuch, hatte die Sonne so schön geschienen. Er trug Holzschühchen an seinen kleinen Cornichonfüßchen, wurde per Hollandrad die Kanäle entlang kutschiert und war ein umschwärmtes Fotomodell (siehe Oktober 2005). Es war der Anfang, der Anfang seiner Geschichte, seiner Karriere, und ihm wohnte ein Zauber inne, wie es sich für Anfänge gehört.

Und diesmal… Diesmal musste er den ganzen Tag allein im dunklen Hotelzimmer sitzen, Knallkopp hatte nämlich CCC*-Verbot erlassen (*Curd, Computer, Camera). Ach ja, der arme Curd. Zwei Jahre nach seinem ersten internationalen Shooting steckt er in der Krise. Schlimmer, er wähnt sich am Ende. Ein anderer wird die Früchte seiner Arbeit ernten, aber, sorry, davon darf ich eigentlich nichts erzählen... verboten… von ähäm... höchster Instanz.

Zum Buch. Die erste Reaktion meiner Lektorin war begeistert, allerdings hatte sie es da noch nicht gelesen, nur die Bilder angeschaut. Donnerstag will sie sich melden und mir eine Rückmeldung zum Text geben. Donnerstag ist morgen, au weia, also... Morgen wissen wir mehr.

Tja, und sonst. Ich schäme mich fast ein bisschen, es zu sagen. Ich weiß, ich sollte euphorisch sein, ich meine: I did it! wie die Paderborner so sagen, ich habe mir einen Traum erfüllt, ich habe einen Roman geschrieben, auch wenn er floppt, ich habe es versucht, ich habe mein Bestes gegeben, ich habe gekämpft!!! Jawoll.

Ich war ja auch euphorisch. Fünf Minuten. Jetzt bin ich plötzlich nur noch müde. Müde, müde, müde. Neben mir liegt die Liste der 1000 wunderbaren Dinge, die ich endlich mal wieder tun wollte, sobald das Buch abgegeben ist, aber ich mache... nichts. Nichts! Seit Sonntag sind wir aus Adam wieder da, seit Sonntag!!! Ich habe die Tasche abgestellt, mich auf die Couch gesetzt und da sitze ich nun, seit Sonntag. Ich kann mich zu nichts aufraffen. Wie ein alter rostiger Käfer, der gelaufen, gelaufen, gelaufen ist, aber nicht mehr anspringt, nachdem der Motor einmal ausgegangen ist. Selbst zum Schwimmen bin ich zu müde, zum Saunieren, Plätzchen kaufen, Bummeln, was ich alles so machen wollte.... Na wenigstens habe ich es heute endlich mal geschafft, Blog zu schrrrrzzzsssssssssssss....s s zzz z z z

03.12.2007 um 22:21 Uhr

Kmapf der Gigamten

von: Lapared

 Ab jetzt dreht sich alles wieder um mich mich mich!

 Oder um Knallkopp. Der Kampf der Gigamten steht bevor...

 ... ?? !... ? Das ist keim adäquat Geschemk für eim Gigamten.

03.12.2007 um 21:46 Uhr

Geschafft

von: Lapared

So, das wäre erledigt. Heute habe ich der Lektorin das Buch geschickt. Zum ersten Mal ganz. Bisher kannte sie nur die ersten 70 Seiten, und die wird sie jetzt nicht wieder finden. Da wird sie staunen...

Drei Mal habe ich das Ganze inzwischen umgeschrieben. Und ich weiß, wenn ich noch Zeit gehabt hätte, hätte ich es auch ein viertes und fünftes Mal getan. Und am Ende steht man da und denkt: Was hat mir eigentlich an der ersten Fassung nicht gefallen...??? HMPF. Na, aber so ist das eben. Selig sind die Selbstzufriedenen, alle anderen haben scheiß viel Arbeit. Zum Glück gibt es ja Deadlines, die dem Gefummel ein Ende bereiten.

WE – ja, es gibt ihn glücklicherglücklicherweise noch - gehe ich mit meiner Art zu Arbeiten natürlich ganz gewaltig auf den… auf das Skrotum. Er wünscht sich eine Trennung zwischen Arbeits- und Privatleben in nine to five-Manier, während bei mir ja immer alles schön durch- und ineinander geht. Zeitlich, inhaltlich, na, Ihnen muss ich das nicht erzählen... Es gab oft Streit deswegen und wird wahrscheinlich auch noch oft Streit geben. Aber „es wird noch oft Streit geben"... eigentlich doch ein wunderbarer, zukunftverheißender, optimistischer Gedanke. Andere hätten vielleicht geschrieben „auf Dauer wird uns das trennen“, aber Lchen nicht. Lchen, stets optimistisch, geht davon aus, dass uns da im Zweifelsfalle wichtigere Dinge einfallen. Die Babyfrage zum Beispiel. Sie schwebt über uns wie ein Damoklesschwert. WE wartet nur auf den Moment, in dem das Buch fertig ist, um mich zu befruchten. Er will ja schon lange. Er findet, wir hätten ideale Voraussetzungen. „Du arbeitest doch zuhause. Du könntest Dich nebenbei gut um das Baby kümmern“. Mein Lieblingswort an diesem Satz ist übrigens das Wörtchen nebenbei. „Ein Baby wird Dir helfen, Deinen Perfektionismus beim Arbeiten ein bisschen zu regulieren.“ Diesen Satz mag ich insgesamt sehr gern. „Lchen, Du wirst nicht jünger.“ Mein absoluter Favorit. „Wenn Du keine willst, kann ich auch damit leben.“ Das sagt er zwar mittlerweile auch, aber dabei sieht er mich nicht an. Ach ja, und mir hummeln dazu viele viele viele Gedanken durch den Kopf. Hin und her, hin und her...

Ja. So ist also momentan der Stand der Dinge. Alle Verfahren schwebend. Hummelnd. Was ja kein schlechter Zustand ist, an sich. Morgen fahren wir erstmal in Urlaub. Ha! Und wenn ich wieder da bin, habe ich dann die Reaktion der Lektorin auf dem Tisch. Ha. Na, aber eins nach dem anderen... Für den Moment freue ich mich erstmal nur, dass ich das Manuskript abgegeben habe. Ich hab es endlich abgegeben (sagte ich das schon?)! ICH HABE ES GESCHAFFT!

Und der Rest wird sich zeigen...