Anleitung zum Entlieben

29.05.2008 um 15:10 Uhr

Premieremfieber

von: Lapared

 Eim Tournee nach Paderborm...

 Jetzt ist er da, der Weltruhm.

 Eim bisschem Amgst hab ich ehrlich gesagt schon davor...

 ... dass der Ruhm mich womöglich verämderm wird.

28.05.2008 um 14:32 Uhr

Postkarten!

von: Lapared

Nur mal kurz zwischendurch:

Vielen Dank für die netten Kommentare, das ist herrlich, herrlich, herrlich. Ich hopse bei jedem Lob vor Freude durch die Küche - und allmählich entspanne ich mich auch ein bisschen und öffne nicht mehr jeden neuen Kommentar mit zusammengekniffenen Augen!

Danke auch für die vielen Anfragen nach den Postkarten, Curd II ist sehr geschmeichelt.

Und das Beste: Auch der Verlag freut sich über die Nachfrage und wird jetzt noch mal richtig viele drucken! Ha-ha! So viele, dass die Karten demnächst bei Buchhändlern ausliegen werden, bestimmt auch außerhalb Hamburgs.

So, jetzt muss ich aber weiter lesen üben... lesen, lesen, lesen... ich bin schon ganz heiser... Freitag habe ich keine Stimme mehr... (irgendwie kriege ich das doch noch hin, dass meine Mutter lesen muss).

25.05.2008 um 20:40 Uhr

Lpunkt sucht

von: Lapared

Am Freitag hab ich ja meine Lesung. In Paderborn. Ich muss sagen, noch bin ich eigentlich ganz entspannt. Ich meine, was soll passieren? Ich darf ablesen, wann darf man schon mal öffentlich ablesen (außer, wenn man den Umschlag öffnet und den Oscargewinner bekannt gibt). Noch dazu ist es ein leicht zu lesender Text, in Lpunktisch, meiner Sprache… Also, ich bin wirklich nicht sonderlich aufgeregt. Nur diese Pusteln überall am Körper machen mich nervös. Hmpf.

Und das Schlimmste kommt ja erst noch. So in zwei drei Tagen. In zwei drei Tagen - ich wette! - in zwei drei Tagen werden die, die ich vor zwei drei Wochen gebeten habe, mir zu sagen, welche Kapitel sie zum Vorlesen am schönsten fänden… also, da werden meine engsten Freunde und Berater sich sicher melden und mir einen Abend vor der Lesung sagen, was ich ihrer Meinung aber unbedingt unbedingt bringen muss. Ihr treulosen Kanaillen! HMPF.

Aber zumindest ein Kapitel habe ich ja, das steht. Ein Kapitel, mit dem ich die Herzen im Sturm erobern werde: „Show must go on – auch in Paderborn“, vor Paderbornern, das ist doch nett. Es erzählt vom legendären Auftritt meiner Schwester und mir auf der Geburtstagsfeier meiner Eltern, und es ist damit gewissermaßen spiegelbildlich, denn meine Schwester wird bei der Lesung auch dabei sein, sie betreut die Technik. Perfekt oder perfekt?

Nur die Sache mit den missgünstigen Katholiken in dem Kapitel lasse ich vielleicht besser weg... und das mit dem Papst… und das mit Tante Irmi (womöglich ist sie da!)… und natürlich das mit den dicken westfälischen Eiern… und die träge verdauende Masse… und… und… und überhaupt kann ich ja genauso gut auch jedes andere Kapitel lesen, jedes. Nur die Ruhe bewahren, Lpunkt, nur die Ruhe. Ich finde schon noch eins, eins muss doch geeignet sein, eins eins eins...

 

P.S. Nochmal zu den Kommentaren:
Kommentare zu Kommentaren finden Sie teilweise unter Kommentare (nicht böse sein, wenn ich nicht immer antworte, schaffe ich gerade nicht...)

23.05.2008 um 13:35 Uhr

Zur Reproduktiomsthematik

von: Lapared

  Liebe Fams (alle beide).

  Im Kommentaren habe ich gelesem dass Verlangem nach mir besteht. Das kann ich gut verstehen.

  Natürlich bim ich eimmalig. Eimzigartig. Eim Umikat.

  Aber ich gebe zu, mamchmal spüre ich auch eim aufkeimendes Interesse am der Reproduktiomsthematik...

  Ich hatte deswegen schon eim sehr ernsthaftes Gespräch mit Hersteller vom Lpunkt.

  Er hat mir dann sehr viel vom Biemchen und Blümeleim erzählt.

  Umd als ich wissen wollte, wie bei ihm war, ob er im Imland oder Auslamd produziert hat, hat er was vom Skihütte im Alpem gesagt.

  Umter ums: Ich glaube, er hat nicht soooo viel Ahmung.

  Aber ich bleibe dram umd sollte ich mich irgemdwann tatsächlich vermehrem, sage ich bescheid.

  Hochachtumgsvoll, Curd II

22.05.2008 um 14:53 Uhr

Lpunkt im Buchhandel, Teil II (Teil I, siehe 15.12.07) - oder: Das Glücksprinzip

von: Lapared

Was bisher geschah. Lpunkt versucht „ihre Buchhandlung“, die Buchhandlung direkt gegenüber ihrer Wohnung, charmant dazu zu bewegen, ihr Büchlein ins Sortiment aufzunehmen. Ihr heimlicher Traum ist, es nachts, wenn sie aus dem Fenster schaut, dort ausliegen zu sehen. Allerdings handelt es sich bei Lpunkts Buchhandlung um eine Buchhandlung für „Politik & Literatur“. Lpunkt ahnt daher, dass ihr Wunsch sich nicht erfüllen wird. Doch so ganz gibt sie die Hoffnung nicht auf...

Ich also heute hin. Zwar wohne ich inzwischen nicht mehr dort, der Traum hat sich also erledigt, eigentlich. Aber nicht für Lpunkt, den alten Wadenbeißer. Sie wissen ja, ich kann schwer loslassen in solchen Dingen.

„Sie haben nicht zufällig das Buch Anleitung zum Entlieben?“ frage ich.

„Nein… aber wir können es Dir gerne bestellen.“

Ach ja, das DU.

„Nein danke, nicht nötig“, sage ich zerknirscht. „Ich kenne es eigentlich sowieso schon… ich habe es geschrieben, da drüben auf der anderen Straßenseite… hinter dem Fenster mit dem geschmacklosen Rollo…“ Wehmut packt mich, aber ich kriege gerade noch die Kurve. „Das ist aber schade, dass Ihr das Buch nicht habt. “

„Tut mir leid. Wir haben schwerpunktmäßig politische Literatur…“

Ich nicke und blättere versonnen in Feuchtgebiete, das direkt neben mir auf einem Sondertisch liegt.

"Ich weiß, ich weiß…"

Aber ich bin ja zäh.

„Darf ich denn vielleicht ein paar Postkarten hier auslegen“, frage ich und zücke Curds hinreißenden Postkarten. Ich bin sicher, dass man mir das nicht abschlagen wird...

„Nein, bedaure, wir haben das Buch nicht im Sortiment, dann legen wir auch keine Postkarten dafür aus...“

Das klang oberflächlich logisch, aber davon ließ ich mich nicht blenden.

„Aber Ihr könnt es doch bestellen! Mir wolltest Du es eben auch bestellen, gern sogar, hast Du gesagt!“

„Trotzdem, nein.“

Sie!

Schwer gekränkt nahm ich meine Postkarten (Komm Curd, wir gehen!), als mich plötzlich ein Strahl der Erkenntnis traf. Lpunkt, dachte ich, Du dummes Rindvieh, was machst Du eigentlich hier? Warum rennst Du wieder denen nach, die Dich nicht wollen, das wolltest Du doch nicht mehr, nie mehr... Radel lieber mal in die City zu Thalia, dahin, wo Sie Dein Büchlein mögen (und sogar auf den Tisch legen, den Tisch!) - frag dort, ob sie ein paar Karten haben wollen. Und...

Wollten sie. Sehr Gerne. Und waren äußerst freundlich zu mir, höm.

Ja, so langsam komme ich hinter das Prinzip.

 

P.S. Ausnahmsweise ein kleiner Kommentar zu den Kommentaren:

Ich bin jedem dankbar, der das Buch kauft.

Immerhin Platz... Moment... Moment... aktuell Platz 8.599 bei amazon! Nur noch 8.574 Plätze bis zum Bürgerlichen Gesetzbuch (Platz 25 der Verkaufsrangliste). Und auch nur 8.575 Plätze müsste ich gutmachen, um mich vor „Die Schokospalte - erotische Geschichten“ zu schieben – die Schokospalte werde ich knacken, pass auf, immerhin hat mein Buch ein Kapitel das heißt: „Stiftung Beischlaftest“. Ja, ein ganz heißer Schmöker.

Aber ich bin auch jedem sehr verbunden, der (nur) das Blog liest oder in der Vergangenheit gelesen hat.

Sonst gäbe es ihn ja gar nicht, meinen… Top 10.000-Bestseller, hmpf.

14.05.2008 um 21:37 Uhr

Es regeneriert sich

von: Lapared

Ein Salat war natürlich fahrlässig. Aber alle waren so nett und freundlich und begeistert gewesen, dass ich mich vorschnell in Sicherheit wähnte. Und als ganz plötzlich aus heiterstem Himmel die Frage auf mich zurauschte, die Frage, die ich mir selbst auch ständig stelle und sturr ignoriere, als hätte ich nach Auf-die-Welt-Bringen von Buch I erstmal Anrecht auf zwölf Jahre Mutterschutz, hatte ich nichts anderes zwischen den Zähnen als einen Crouton. Keine Krokette. Einen Crouton.

Wie weit ich mit Buch II bin… (Kauen des Croutons)… Nun… (Einspeicheln des Croutons)… Ja, wie soll ich sagen… (Umwälzen des Croutonbreis)… NUN… (SCHLUCK).

Aber für Curd II war es ein großer Tag. Alle waren erfreut, ihn endlich persönlich kennen zu lernen, und niemand hat ihn mit Curd I verglichen, das kannte er auch noch nicht. Ein ganz großer Tag…

Als wir dann wieder im Zug saßen und aus dem wilden Berlin ins gemütliche Hamburg tuckerten, hatte ich plötzlich das Gefühl, dass es Zeit wird, dieses Buch endlich loszulassen. Es nach der Lesung zuzuklappen, zur Seite zu schieben und tatsächlich etwas Neues anzufangen.

Nur was, weiß ich noch nicht genau...

13.05.2008 um 09:07 Uhr

Sonnemstichtheorie

von: Lapared

 Der arme, arme Curd I, seim Nervem liegen blamk...

 Umd dann die viele Somme auf seim relativ kleimen Kopf...

 Also was mein besseres Aussehem amgeht... Ich setze auf Ihre Dimplomatie!

12.05.2008 um 16:06 Uhr

Verschwörumgstheorie

von: Lapared

 Keimer beachtet mich, sie lassem mich im Somme schmorem...

 OH! Ich höre meim Namen! Sie sagem, kleime Curd braucht eim Sommenhut!

 Das ist keim Sommenhut, das ist... das ist...

 ... eim KLOMPOTT ! ! ! Sie emtstellem mich absichtlich...

 Weil der amdere sonst völlig nebem mir abfallem würde.. .

09.05.2008 um 22:31 Uhr

Aufregende Außerhaustermine

von: Lapared

Da geht es schon los. Kaum ist das Buch gedruckt, drängeln sich die „Außerhaustermine“ in meinem Kalender.

Über Pfingsten fahre ich zu meinen Eltern. Meine Mutter hat Geburtstag und … MUTTI WEGLESEN! … und ich will ihr doch eins der raren ersten Exemplare meines Werks selbst übergeben. Außerdem werde ich mir bei der Gelegenheit diese Buchhandlung ansehen. In dem Ratgeber stand, dass man sich mit der Umgebung, in der ES stattfindet, bekannt machen soll. Ein Ratgeber gegen pathologisches Lampenfieber und Sozialphobie, hmpf.

Und nächsten Dienstag fahre ich dann nach Berlin zum Mittagessen. Ich esse zwar nie zu Mittag, aber der Verlag hat mich eingeladen (hoho!)… zum persönlichen Kennenlernen (HOHO!!!)… da wollte ich doch nicht unhöflich sein und sagen, dass ich vor sechzehn Uhr grundsätzlich keinen Appetit habe. Und wer weiß, je nach Gesprächsverlauf entwickle ich ihn ja vielleicht spontan. „Frau Lpunkt, wie weit sind Sie denn mit Buch II?“ – „Hm... hmmm... hmhmhm!!!“ (Frau Lpunkt mit spontanem Appetit auf Kroketten).

Den Eintrag über die perfekte Jeans muss ich wegen dieser turbulenten Entwicklungen noch um ein paar Tage verschieben. Und außerdem… Außerdem frage ich mich inzwischen, ob die perfekte Jeans ein Schild mit dem Hinweis DON´T SIT ON WHITE SOFAS haben sollte.

UMBEDIMGT!

Oh, Curd spricht wieder. Er war verstimmt, weil Curd II hier auftreten durfte und wollte sich eigentlich nie wieder äußern. Aber jetzt scheint das Schlimmste überstanden...

PPffffffffffff....ff...fff... f. .. t

06.05.2008 um 16:32 Uhr

Die perfekte Jeans I

von: Lapared

Viele Leser haben mir geschrieben und gefragt: Lpunkt, was ist denn eigentlich die perfekte Jeans?

Hmpf.

Nein, es hat natürlich niemand geschrieben und nach meiner Jeans gefragt, aber in der Tat (LG an Doppelherz & engelsche): Ich muss mich im Moment privat etwas geschlossen halten.

Vor allem WE ist zunehmed reizbar und sagt, ich solle mich endlich mal aufs Fiktionale verlegen, denn seine Privatsphäre sei es schließlich auch. Wohl wahr. Aber als ich vorgeschlagen habe, fein, dann schreibe ich das nächste Mal, dass du mich verlassen hast, weil… weil… weil ich nicht schwanger werde, zum Beispiel, war ihm das irgendwie auch nicht recht. Dann würden ihn doch alle für ein Arschloch halten. Nun. Aber bei einem tragischen Autounglück sterben wollte er auch nicht, im Urlaub schwimmen gehen und herrlich mysteriös nie wieder zurückkehren auch nicht. Er schlug vor, dass ich etwas mit einem anderen anfange, einer Gurke natürlich. Dass ich dadurch den Fehler meines Lebens begehe, weil ich ihn, WE, den Besten von allen, dadurch verlieren und fortan immer vermissen werde. Schatz, habe ich gesagt, das klingt super, aber es ist mein Blog, meins, wenn Du ein Blog willst, in dem DU der Held bist und ich der Esel, schreib es doch bitte selbst. Hmpf, meinte er darauf hin.

Ja, eine ziemlich verfahrene Kiste, aber ich glaube, wie bei den meisten verfahrenen Kisten gibt es eine ganz einfache Lösung: die Zeit. In ein paar Monaten, da bin ich sicher, wird alles wieder ganz normal sein. Das Buch ist erschienen (hoffentlich), Menschen haben es gekauft (hoffentlich), gelesen (hoffentlich), es toll, scheiße oder geht so gefunden… und dann? Das Leben geht weiter, alle (formaly know as WE) sind wieder ganz entspannt. Und wir – ich meine, wir hier - sind wieder unbeobachtet und unter uns ;)

Aber bis es so weit ist, müssen wir uns ein bisschen mit unverfänglichen Themen durchlavieren, sonst kriege ich Ärger. Also… Sehr gerne beantworte ich Ihre Frage:

Was ist die perfekte Jeans?

(Fortsetzung folgt)

01.05.2008 um 17:53 Uhr

Erste kritische Kritikerstimmen

von: Lapared

Gutem Tag, meim sehr veerhte Damem umd Herren.

 Ich demke, es wird allmählich Zeit, dass ich mich vorstelle.

Meim Name tut nichts zur Sache, aber Sie müssem wissen: ich bim Literaturpapst!

Heute möchte ich Ihmem eim Buch namems "Amleitumg zum Entliebem" vorstellem. Geschriebem vom Conni Lubek umd eim gewissem Curd Rock.

 Num. Auf dem erstem Blick keim hohe Literatur.

 ... aber eims dieser Bücher, in denem man sich irgemdwie sofort widererkemmt!

 Bedauerlicherweise enthält das Buch auch hier umd da Text.

  Aber numja, ich demke... die famtastischem Fotos emtschädigem ums dafür.