Anleitung zum Entlieben

28.10.2008 um 23:39 Uhr

Killing me softly

von: Lapared

Die Rede? Ja, also die Rede… Die war toll. Super. 

Vorher fühlte ich mich ein kleines bisschen wie Marcus (sprich: Makess) in "About a Boy - Der Tag der toten Ente". Wissen Sie, dieser etwas sonderliche, Vollpony-tragende 12-Jährige, der bei einem Schulkonzert auf die Bühne vor seine Mitschüler tritt und für seine depressive Hippie-Mama, die auch im Publikum sitzt, Roberta Flacks einzigartiges, unvergessenes „Killing me softly“ vorträgt. Begleitet von sich selbst am Tamburin.

Ein tolles Gefühl.

Bevor ich an der Reihe war, waren nämlich schon 200 andere Reden gehalten worden. Etwa. Die Spannung war zum Knistern, keiner konnte es erwarten, die 201ste Rede zu hören. Nur meine Schwester, die freute sich wirklich darauf. Und darum ging es ja, darum ging es.

Also, bim bim bim, Lchens Rede!

BIM! BIM! BIM! Lchens Reeeeeedeeee!!!

Meine Schwester musste erst ihre volle Autorität als Braut einsetzen, um die tanzwilligen Gäste noch mal fünf Minuten zum Zuhören zu bringen. (Ruhe, sonst Getränkestopp!) Aber dann, was soll ich sagen…

„Killing me softly“ von Lchen Lpunkt wurde sehr gut aufgenommen. Meine Schwester lauschte andächtig stolz und strahlte über beide Ohren.

Also, ein voller Erfolg ;)

27.10.2008 um 21:15 Uhr

Curd Casanova Rock - Erimmerungen

von: Lapared

 Es war eim rauschemde Ballnacht

 Rauschemd

 Alle wollten mich!

 Ich hatte himreißend stürmische Verehrerimmen

 Umd ich habe sie alle geliebt

 Ehrlich.

 ...??°X?&!?x*????  ?

 Sie durfte mich am Emde abschleppem.

 Wie immer.

23.10.2008 um 17:30 Uhr

Liebe Grüße nach Las Vegas

von: Lapared

Dies ist eine Nachricht speziell an Melanie, die Dame aus dem Gästebuch und aus Las Vegas (ja, so international sind wir hier mittlerweile!!!):

Leider gibt es das Buch noch nicht auf Englisch - dazu müsste ein englischer oder amerikanischer Verlag Interesse an der Lizenz bekunden - Du kennst nicht zufällig einen... ;)))

Curd sagt, er würde sehr gerne mal "durch Las Vegas schlemdern und die Glühlämpchem zählem".

Herzliche Grüße,

Lpunkt & Curd Rock

P.S. Aber es gibt das Buch bald auf Koreanisch, falls eine Deiner Freundinnen das spricht ;)

21.10.2008 um 18:35 Uhr

Semsatiomelle Zwischemmeldung

von: Lapared

Hamburg, Schamzemviertel. Curd Rock zum erstem Mal auf offener Straße erkannt!

 Die coolstem Jumgs wollen sich mit mir fotografierem lassem

 Umd die schömsten Frauem drehem sich nach mir um.

 Machem wir ums nichts vor...

 Ich bim eim Rockstar...

19.10.2008 um 18:17 Uhr

Curd verstämdnislos

von: Lapared

   Ich wüsste zu germ, was schlimm daram wäre...

 ...falls idiotische eimgebildete KNALLKOPP wirklich nicht mit käme zu Hochzeit

 Mamchmal tut sie ja fast so...

 ...als hätte sie ihm genauso germ wie mich

19.10.2008 um 18:05 Uhr

Der Vermeintliche

von: Lapared

So von mir aus kann es losgehen. Jetzt nur noch zum Friseur und Zähne bleachen. Ich bin so aufgeregt, als wäre es meine eigene Hochzeit. Apropos...

Zu jeder guten Hochzeit gehört – auch das haben wir in „Der Vater der Braut“ gelernt – ein heftiger Streit im Vorfeld der Zeremonie. Normalerweise findet er zwischen den Brautleuten statt und entbrennt an einem Tischstaubsauger, zum Beispiel. In diesem Falle fand er zwischen der Schwester der Braut und ihrem vermeintlichen Tischherrn statt, der plötzlich arbeiten muss. („Ich arbeite in einem Heilberuf, nicht in der Unterhaltungsbranche!“) Für einen Arbeitgeber, der seinen Vertrag gerade nicht verlängert hat. („Eben, er wird mir bald ein Zeugnis schreiben!“) Die Schwester der Braut war not amused. Die Schwester der Braut hatte sich geschworen nie wieder mit einem Mann liiert zu sein, der sie alleine auf Familienfeiern fahren lässt („Das wüsstest du, wenn du dir nicht zu fein wärest für Unterhaltung, Seite 105 folgende!“). „Na komm, Liebling, es ist doch nicht unsere Hochzeit“, sagte der Vermeintliche irgendwann beschwichtigend. Und sie sagte natürlich nichts mehr, „unsere Hochzeit“ hörte sie nur und schmolz gerührt dahin. Aber ein gewisser Curd Rock im Hintergrund kreischte aufgebracht: „Natürlich nicht, warum sollte Lpumkt je so eim idiotischem, eimgebildetem KNALLKOPP heiratem?!“

Ding Ding Ding Grundsatzdiskussion!!!

WE hasst es, wenn ich mich hinter Curd verschanze, um ihm eine zu verbraten. Und davon abgesehen würde Curd niemals so was sagen, die beiden verstehen sich wirklich schon viel besser mittlerweile. Doch, wirklich. Inzwischen ist aber alles wieder gut. WE muss zwar immer noch arbeiten, möchte mich andererseits aber „in diesem Aufzug“ nirgendwo allein hingehen lassen (ich habe mich friedfertig entschlossen, das als Kompliment durchgehen zu lassen). Und meine Rede will er natürlich auch auf keinen Fall verpassen. Die wird ja auch der Hammer, ich rechne mit Tumulten. Fünfzehn Seiten, vor dem Hauptgang. Nie wieder, nie wieder wird mich jemand bitten, eine Rede zu halten, höm.

Ich werde berichten.

17.10.2008 um 20:14 Uhr

Curd goes shoppimg

von: Lapared

Im paar Tagem ist Hochzeit umd Lpumkt hat Rede noch immer nicht geschriebem. Sie ist so eim Knalltüte! Curd Rock musste deshalb heute alleime eimkaufen gehen. Hier seim spammender Bericht:

 Die Somme brammte erbarmumgslos. Ich war seit Stumden umterweg...

 Da! Emdlich eim vertrauemswürdigem Herremausstatter.

 Im Femster: die ultimative Fliege - die musste ich habem.

 Kaum war ich drim, schom wurde aus Curd Rock...

 Mister Curd Rock  

11.10.2008 um 10:30 Uhr

Die Schwester der Braut

von: Lapared

Erinnern Sie sich an Spencer Tracy in "Der Vater der Braut"? Oder an Steve Martin, seinen würdiger Nachfolger in dem gar nicht mal so üblen Remake? Erinnern Sie sich an den Monolog am Anfang des Films?

Es ist nach der Hochzeit. Der Sturm ist vorbei. Und Spencer Tracy sitzt da in seinem neuen dunkelblauen (!) Anzug, der ihn ein halbes Vermögen gekostet hat… zwischen den Resten einer Party, die ihn sein ganzes Vermögen gekostet hat… also, er sitzt so da, zieht die Schuhe aus, glaube ich (da bin ich jetzt nicht ganz sicher), und spricht dann diesen Monolog direkt in die Kamera:

Die Väter unter Ihnen kennen das vielleicht. Sie haben diese entzückende kleine Tochter. Sie bewundert sie, Sie schaut zu Ihnen auf. Und dann eines Tages kommt diese entzückende kleine Tochter und sagt Papi, ich heirate, kannst Du im Wohnzimmer die Wand rausbrechen, wir würden die Sause gern hier zuhause feiern… Na, nicht ganz so. Aber so ungefähr.

Ich bin die Schwester der Braut. Und wenn es mein Monolog am Anfang eines Films wäre, säße ich da, zöge mit Sicherheit die Schuhe aus (diese blöden, hohen Schuhe sind ja immer so unbequem), und ich würde sagen:

Die Damen unter Ihnen kennen das vielleicht, Sie haben diese Schwester. Sie fanden sie eigentlich immer ganz sympathisch. Aber dann ruft sie eines Tages an und sagt, Du, hör mal, ich heirate, kannst Du eine Rede halten?

Jetzt wissen Sie, womit ich die nächsten Tage beschäftigt bin. Ich werde eine Rede für die Hochzeit meiner Schwester vorbereiten. Und – das muss ja auch geplant werden, wenigstens strahlend aussehen sollte ich, wenn ich mit meinem Blackout vor hundert Leuten stehe – ich muss mir überlegen, was ich anziehen werde an dem Tag.

Also werde ich heute vormittag erstmal – genau wie Spencer Tracy – auf den Dachboden klettern und schauen, ob der alte, aber eigentlich noch tadellose Anzug, den ich vor 100 Jahren auf der eigenen Hochzeit getragen habe, noch passt. Was in meinem Falle das tadellose Kleid ist, das ich anhatte, als schon meine liebe Freundin Bärbel mich vor 10 Jahren zur Trauzeugin bestellt hatte (auch da hatte ich die reizenden Pflicht, eine Rede zu halten, Texter erwischt es besonders oft). Und am Ende werde ich dann wahrscheinlich - wie der sture, alte Spence – doch zu der Einsicht gelangen, dass ich auf der Hochzeit meiner einzigen Tochter - pardon, Schwester - nicht wie eine aufgeplatzte Presswurst auflaufen kann, nein, nein.

Schweren Herzens werde ich dann heute nachmittag vermutlich losziehen und mir von meinem letzten Geld dieses grauenvoll teuere, wahnsinnig elegante, entzückende weinrote Kleidchen kaufen, dass ich schon seit Wochen, Monaten im Auge habe... mit passenden Schuhen natürlich (jaaaaa, her mit den kleinen, geilen, 15 Zentimeter hohen Klischees)… hechel, hechel, HÖM.

04.10.2008 um 20:01 Uhr

Curd Rocks Linousime

von: Lapared

 Mamchmal frage ich mich...

 ...ob Rolli wirklich eim echter Rollce Royce ist

 Ich glaube, sie belügt mich.

 Umd fahrem kamm sie auch nicht.

 Lebem vom Rockstar hab ich mir amders vorgestellt.

04.10.2008 um 20:00 Uhr

Ein Lied für Curd

von: Lapared

Wir also letzte Woche zu den Musikproduzenten. Hatte ich doch erzähl… Die beiden netten Herren, die für Curd ein Lied machen wollen. Aufregend.

Ein holpriges Gespräch, zunächst. Wenn ich von irgendwas gar keine Ahnung habe, gar keine, dann von Mucke. Die Experten sahen Curdchen am ehesten in den musikalischen Fußstapfen des großen, unvergessenen Flat Eric. Ich wollte Curd erst partout in der rockigen Ecke (sonst hätte ich ihn ja Curd Pop genannt)… konnte ihn mir dann jedoch auch prima im Duett mit Bushido z.B. vorstellen… oder Amy Winehouse, auch schöne Musik… und was macht eigentlich Udo Jürgens, Merci Cherie war ja wohl der Knaller!

Und Curd, der alles Entscheidende. Curd wollte nach seinem sehr coolen Debüt bei youtube eher mal seine gefühlvolle, leidenschaftliche Seite zeigen. Und auf den Spuren von Serge Gainsbourg wandeln… und Jane Birkin… Je t´aime… Oh mon amour…

Kurzum: Wir haben die netten Männer zur Verzweiflung getrieben. Irgendwann merkte ich, dass meine liebe Freundin Frau Wpunkt, die eigentlich zu meiner Unterstützung dabei war, den beiden so Blicke zuwarf. Wissen Sie, so verzweifelte, beschwichtigende Blicke, die in etwa Folgendes sagten: „Keine Sorge, das meint sie alles nicht so, sie scherzt, wir brauchen hier keinen Arzt…“ HMPF. Aber am Ende waren wir uns dann doch irgendwie alle einig. Curd soll ein… schönes Lied bekommen. Ein schönes, richtig super tolles. Wird schon.

Ich soll mir jetzt erstmal Zeilen überlegen, wie Curds Lied heißen könnte (Ideen?). Und Curd sitzt auf der Couch und denkt nach, welche Richtung er nun wirklich musikalisch einschlagen möchte. Im Moment weiß er nur, dass er eine Stretchlimo will, ach ja…

Manchmal glaube ich, das ist der wahre Grund, warum Curdchen "Rock" heißt: Weil eben alles etwas schwer in Bewegung kommt mit ihm. Aber das macht nichts, das macht gar nichts. Denn wir wissen ja alle, was passiert, wenn er dann erstmal rollt. Dann ist so ein Rock – erst Recht ein Curd Rock - nicht mehr aufzuhalten… ;)

In diesem Sinne, weitermachen.