Anleitung zum Entlieben

31.12.2009 um 21:48 Uhr

Das warem noch Zeitem...

von: Lapared

   (anno 2008)

Warem das noch Zeitem, als mam am Silvester Tamzen gehem konnte...

   (anno 2007)

Warem das noch Zeitem, als mam Silvester nettem Besuch eimladem kommte...

 Aber so ist auch schöm.

 Total.

 Absolut.

Gutem Rutsch vom der gamzem Familie! Alles Liebe umd eim wumderwumderschönes 2010!!!

P.S. Danke für die Treue, die Unterstützung, die vielen schönen Bilder von Curds Nachkommen...  Und dafür, dass Sie sich nach all der Zeit immer noch dafür interessieren, was Silvester hier auf der Couch so los ist. LOVE, Lpunkt.

24.12.2009 um 18:01 Uhr

Für meine Jumgs da draußen...

von: Lapared

 Jimgle Bells...

 Jimgle Bells...

 Jimgle dadada... (sorry Text vergessem, ich bim etwas aufgeregt!!!)...

 An all meim Jumgs umd ihre Memschchen umd Milliömchen. Ich wümsche Euch...

 Gamz gamz gamz schöme Weihmachten! (Auch vom Lchem!) 

 I LOVE YOU, gamz feste, ehrlich.

20.12.2009 um 00:02 Uhr

Kleimer roter Eimdringlimg

von: Lapared

 Durch dem Kamim, so, so. Umd im Termin vertan...

 Wollem sie mich verarschem, kleimer roter Mann?

 Steht da vielleicht IDIOT auf meimer Stirm?? 

 Auweia, jetzt dreht er durch, was wird das demm...

 Verstehe. 

 Aber Hauptsache, die Jumgs habem mit ihm Spaß.

 Kaum kommt da so eim Wicht im rotem Hosem, schom ist man abserviert.

20.12.2009 um 00:01 Uhr

Adventsgespräche

von: Lapared

Computer-Abstürze sind total 90-er, unterbrach mich Stella. Stella ist vierzehn. Stella ist WEs Nichte. Und aus irgendeinem Grund war auch ich bei Stellas „Advents-Party ab 16 Uhr“ eingeladen. Vermutlich weil ihre Mutter gesagt hatte: Wenn dein Lieblingsonkel WE kommen soll, musst du seine Freundin wohl oder übel mit einladen. Da war Lieblingstante Lchen doch dabei! Auf einer Party, für die sich die Fahrt wirklich gelohnt hatte, feiern können sie ja, die Berliner. Man hörte die Kuchengabeln auf den Tellern quietschen. Es gab Stollen mit Stollen und dazu – richtig - Stollen. So trocken, dass man sich fragte, ob er wirklich erst im 14. Jahrhundert erfunden wurde (ja, spannend, aber dazu später), dieser musste älter sein, HARRR.

Aus reiner Barmherzigkeit entschloss ich mich, eine kleine Geschichte zum Besten zu geben. Gerade hatte ich tief Luft geholt für eine packende Schilderung meiner Erlebnisse vom letzten Wochenende - Sie erinnern sich, das letzte Plöm meines tapferen kleinen Rechners, die dramatische Rettung seiner Daten im Mac-Shop – da fährt Gastgeberin Stella, die eigentlich erleichtert hätte sein müssen, dass einer der Gäste ihrer sterbenslangweiligen Party noch atmete, mir in die Parade und sagt also ziemlich unfreundlich: Computer-Abstürze sind total 90-er, Lpunkt. Okay.

Die Zeiten sind vorbei, begriff ich flink unterm Dach wie stets. Geschichten von tragischen Datenverlusten funktionieren nicht mehr, Carrie Bradshaw war die letzte, die damit größere Damenrunden entertainen konnte, im vergangenen Jahrtausend. Lchen – auf einer hippen Hauptstadt-Party der Jetztzeit - würde damit bloß noch dastehen wie ein riesengroßer, alter Esel. Umgeben von jungen modernen Menschen mit neuen intelligenten Computern, die alle paar Minuten ein externes Backup von sich selbst erstellen, vollautomatisch. (Ja, ja, ja, so was gibt´s!!!) Also behielt ich mein altmodisches kleines Computerdrama fein für mich und mampfte weiter uralten staubtrockenen Stollen. Puff puff.

Und auch hier möchte ich lieber nicht mehr über den Vorfall reden. Nein! Jetzt will ich nicht mehr. Ich hatte kein Computerproblem, alle Daten sind da, ES GIBT KEINE GESCHICHTE. Ersatzweise erlaube ich mir heute, eine andere zu erzählen, keine von mir, sondern – aus saisonalem Anlass - die des Stollens. So schließt sich der Kreis nämlich, voila:

Der Christstollen

Die erste urkundliche Erwähnung des Christstollens erfolgte „anno 1329“ in Naumburg (Saale) als Weihnachtsgabe für den Bischof Heinrich. Damals waren Stollen sehr magere Backwerke aus Hefeteig für das christliche Adventsfasten. Die bis heute unveränderte Form stellt ein sog. "Gebildebrot“ dar, welches an das in Windeln liegende Jesuskind erinnern soll. Dies erklärt auch die weiße Zuckerschicht außen.

Soviel zur Geschichte des Stollens. Nicht annähernd so dramatisch wie die meines treuen kleinen Rechners, aber zeitlos langweilig und eine, mit der Sie kommende Woche an der Weihnachtstafel vielleicht sogar ein bisschen Eindruck schinden können (Tante Elsbeth, du hast da ein bisschen Windel am Kinn…). Frohes Fest.

Und alles, alles Liebe.

17.12.2009 um 15:13 Uhr

Jumior-Galerie geht weiter

von: Lapared

Liebe Millömchem, noch immer erreichem mich neue schöme Fotos umd spannemde Nachrichtem von meim Jumgs. Guck zum Beispiel hier...

         ...

Mamchmal schaffe ich eimfach nicht, alle gleich im Jumior-Galerie (25.10.) zu stellem umd meim Jumgs sofort zu amtworten. Aber ich freue mich gamz doll darüber umd schaue Fotos immer wieder an. Vielem Damk.

Curd Rock sen.

13.12.2009 um 17:10 Uhr

Crash

von: Lapared

 Der heutige Eimtrag muss emtfallem...

 Umser Computer ist nämlich kaputt...

 Los Jumgs, nochmal auf die Seite mit dem Plüschhasem...

12.12.2009 um 10:37 Uhr

Lpunkt live aus dem Mac-Shop

von: Lapared

Auweia, mein Rechner, mein treuer kleiner Mac, hat gestern Abend sein letztes PLÖM gemacht. Ein Team von jungen, attraktiven Mac-Doctoren kämpft verzweifelt um seine Festplatte... Lpunkt steht daneben und macht sich fast in die Hose... 

Ich melde mich. Wenn ich kann.

06.12.2009 um 15:09 Uhr

Nikolaus mit Lchen

von: Lapared

Wenn Ende Dezember in meinen Haus wieder der „Nachbar des Jahres“ gewählt wird, rechne ich mir Chancen aus. Mein Bild würde dann in einem Rahmen unten im Hausflur hängen wie das des „Mitarbeiters des Monats“ im McDonalds-Restaurant. Ein liebenswerter kleiner Brauch der hiesigen Hausgemeinschaft zur Förderung eines besseren nachbarschaftlichen Miteinanders, eine Würdigung sozialen Verhaltens unterm eigenen Dach. Ich würde Heidi ablösen, die im Vorjahr dafür geehrt wurde, dass sie auf die Fußmatte des alten Lubitsch* gekackt hat. Lubitsch ist seit Jahren der unbeliebteste Hausbewohner, weil er seine Kippen immer auf die (Holz!-)Treppe wirft. Und Heidi ist ein Dackel. Nach Heidi käme ich dann in den silbernen Wechselrahmen im Entrée neben den Briefkästen… Quatsch. Es gibt diesen Preis für nettes nachbarschaftliches Verhalten nicht, Lchen macht natürlich Spässchen. Aber, das möchte ich hier mal sagen: Ich hätte ihn verdient! Jawohl, das hätte ich.

Ich bin nämlich die hausinterne Packstation. Als fleißige kleine Küchentisch-Autorin trifft der DHL-Bote mich quasi immer (immer!) zuhause an. Und übergibt mir die Päckcken, für die meine werktätigen Mitbewohner sonst in ihrer knappen Freizeit zur Post pilgern müssten. Am Anfang waren es vielleicht zwei Päckchen pro Woche. Doch mittlerweile shoppt selbst die achtzigjährige Frau Brandes* lieber im Internet, regelmäßig nehme ich für sie Post aus „seniorenland.com“ entgegen (sie selbst hört angeblich die Türklingel nicht). Und jetzt im Weihnachtstrubel sind reale Kaufhäuser erst recht keine Option mehr, vom Christstollen bis zur klappbaren Nordmann-Tanne inklusive Kugeln lassen sich alle alles stressfrei an die Tür liefern. An meine. Bis zu fünf Päckchen landen jetzt in der Päckchenhochsaison jeden Tag bei mir. Und abends, wenn die Werktätigen von der Arbeit oder der Betriebs-Weihnachtsfeier wieder eintrudeln, ist bei Frau Lpunkt Bimmelstunde. Päckchenausgabe. ("Ach wo, ich war noch nicht im Bett, ich trage den ganzen Tag Pyjama.") Hätte ich den Preis als „Netteste Nachbarin“ verdient oder hätte ich ihn verdient? Stattdessen...

Stattdessen wurde ich heute gerügt. Weil ich einmal, einmal nicht zuhause war. Wenn ich ein Päckchen annehmen würde, müsse ich auch gewährleisten können, dass der Besitzer es abholen könne. Fand Jette Schmidtmann*, die Mutter von Pelle Schmidtmann*, die mich gestern Abend ausnahmsweise nicht angetroffen hatte, und deshalb heute morgen nichts hatte, um Pelles Stiefel adäquat damit zu füllen. Ähh… nun… Mandarinen? Nüsschen? Ich war baff.

„Man konnte sich doch denken, dass ein Paket, das am 5. Dezember von mytoys kommt, ein Nikolausgeschenk sein muss“, lächelte sie mich dünn an. „Hätten Sie es nicht vielleicht vorbeibringen können, bevor Sie gestern Abend losgezogen sind?“

Losgezogen, verstehe. Und ich hatte ehrlich gesagt auch gar nicht auf den Absender geguckt. Frau Schmidtmann war noch nicht fertig.

„Aber wer keine Kinder hat, denkt wahrscheinlich nicht so weit.“

Das ist der Dank.

„Es ist doch heute noch den ganzen Tag Nikolaus“, wandte ich zaghaft ein und übergab ihr das Paket, dass ich gestern Vormittag für sie angenommen hatte. Als ich noch von einer Auszeichnung als „Netteste Nachbarin“ träumte.

„Der Nikolaus kommt nachts“, belehrte sie mich sanft. „Nachts. Sie hätten das enttäuschte Gesicht meines Sohnes heute Morgen nach dem Aufstehen sehen sollen!“

Auweia. Weihnachtszeit mit Lchen. Gebäck aus dem Internet und enttäuschte Kinderaugen.

„Ihr Sohn malt Geschlechtsteile in den Hauseingang“, wärmte ich - in die Enge getrieben - eine alte Geschichte auf, „und Sie wollen mir erzählen, dass er noch an den Nikolaus glaubt?“

„Er ist Fünf!“

„Höchste Zeit, ihn auf die Realität vorzubereiten! Es gibt keinen Nikolaus, sagen Sie ihm das, bevor es ein anderer tut. Es gibt nur die freundliche Nachbarin Frau Lpunkt, die so nett war, das Päckchen entgegenzunehmen! Immerhin!"

„Mama?“ Ein verstörtes Stimmchen flatterte durchs Treppenhaus. Und kurz darauf lukte Pelle über den Treppenabsatz. "Hi Pelle, was macht die Kunst?" Ich biss mir auf die Lippe. Seine Mutter riss mir das Paket aus der Hand. „Dankeschön, Frau Lpunkt. Frohes NIKOLAUS-Fest!“

Ich fürchte, ich werde Heidi, die Dackeldame, nie beerben. Schade.

*Namen selbstverständlich geändert. Ich bin eine nette Nachbarin. So.