Anleitung zum Entlieben

27.06.2010 um 15:47 Uhr

Gesucht: Lpunkts Sommerliebe 2010

von: Lapared

Schwimmen gehört bekanntlich zu den gesündesten Sportarten überhaupt. Schonend für die Gelenke, schonend für die Knochen, schonend insbesondere für den Rücken, schonend eigentlich für alles, nur nicht für Lchen. Egal, wie sie´s macht.

Lange präferierte ich den Tuckerstil. Ein Stil speziell von mir entwickelt,  der nicht schnell ist aber dekorativ: Gepaddelt wird unter Wasser, das Köpfchen schwebt gut frisiert über die Wasseroberfläche und hält Smalltalk („Aus meiner Bahn, Sie Pfeife!“), sanft lächelnd als wäre es auf dem strampelnden Körper nur ein Passagier,  selbstverständlich der ersten Klasse. Zu diesem Stil gehörte übrigens auch noch ein Sticker auf der Stirn: NO SPORTS.

Vom Tuckern verabschiedete ich mich, wie Sie vielleicht noch wissen, wegen kleiner Probleme (lästigen Entzündungen und leichten Lähmungen) ausgehend vom Halswirbelbereich. Ich ging fortan mit dem Köpfchen unter Wasser. Ich fing an zu kraulen, ich entschied mich, Schwimmen als Aktivität zu begreifen, und es war, als wäre ich endlich angekommen, als wäre ich unter Wasser in meinem Element.

Badepersonal und Schwimmgäste trauten ihren Augen nicht. Ist das die gut frisierte Dame, die seit fünf Jahren täglich trockenen Hauptes ihre Bahnen tuckert? Dieser PFEIL, der da durchs Wasser schnellt?! Kurzum,  ich war – man war sich allgemein einig - ein Naturtalent. (Was freundliche Mitmenschen alles so sagen, um eine langjährige Schwimmkameradin nach einem Tiefschlag wieder aufzubauen.)

Und es half. Ganz gleich, ob ich nun wirklich schwamm wie Esther Williams in „Die badende Venus“ (was ich bezweifle) oder eher wie eine verlassene ältere Dame, die sich vorstellt, dass sie bei jedem Zug dem neuerdings desinteressierten Herrn eine reinzieht... diese eine Stunde Schwimmen am Tag war für mich wie Baden in Balsam. Für eine Stunde am Tag dachte ich in Wahrheit gar nichts, ich konzentrierte mich nur auf die Bewegung. Die Koordination meiner zahlreichen Gliedmaßen. Den Kampf gegens Ertrinken, kurzum: ich liebte liebte liebte es. Und es bestätigte mich nebenbei in einer alten Überzeugung: Bei Liebeskummer hilft nur eine neue Liebe, das Wasser war meine. Doch nun das!

Vor einer Woche passierte es. Ich hatte mit der Bademeisterin ein bisschen gefachsimpelt, während ich am Beckenrand im Wasser stand und sie am Ufer. Und als ich danach wieder losschnellte, machte es plötzlich RATSCH und rien ne va plus, nichts ging mehr.

Wann tut´s denn weh? fragte der Arzt.

Ach, nur beim Atmen, antwortete ich tapfer.

Diagnose: Eine fiese Zerrung der Zwischenrippenmuskulatur.

Der Arzt verbot mir für die nächsten zwei bis vier Wochen den Kontakt mit dem Wasser (außer beim Duschen). Ich hätte heulen können, aber Heulen, Niesen, Gähnen, Naseschnauben - das sind alles keine gute Ideen mit gezerrten Zwischenrippenmuskeln. Jetzt brauche ich dringend eine neue neue Liebe, eine, bei der ich wie gehabt nicht denken, mich außerdem nicht bewegen und nicht atmen muss – gerade blättere ich in einem Katalog für Beatmungsgeräte...

P.S. JUBELN GEHT!!!!!!!!

27.06.2010 um 13:42 Uhr

TV-Tipp des Tages: Curd jun. in "Fröhlich lesen"

von: Lapared

In das ansonsten unspektakuläre Sonntagsprogramm mischt sich ein echtes TV-Highlight:

Heute 23.30, MDR: Fröhlich lesen

Wiebke Lorenz, Frauke Scheunemann und Stella Bettermann sind zu Gast bei Susanne Fröhlich.

Die Bestsellerautorinnen sprechen über die Bücher, die sie schreiben und die, die sie lesen. Wiebke Lorenz (u.a. "Was? Wäre? Wenn?", "Allerliebste Schwester") wird dabei u.a. meine Bücher vorstellen - und sie hat sogar einen Curd jun. dabei!

Also, wer Curd jun. bei seiner TV-Premiere sehen möchte - und natürlich die bezaubernde Wiebke Lorenz, Frauke Scheunemann, Stella Bettermann und Susanne Fröhlich - heute um 23.30 MDR einschalten!

Hier noch ein paar Bilder, die Wiebke Lorenz auf der Reise nach Erfurt zum MDR gemacht hat:

 Bahnreise, Curd jun. macht sich locker.

   Curd jun. mit Lampenfieber (und Angstdurchfall) in Erfurter Gebüsch.

 Curd jun. (hier im MDR-Gebäude) erfleht Beistand von oben. (Oder weiteren Alkohol)

 Curd jun. auf dem Weg in die Maske.

   Curd jun. nach der Maske

Liebe Wiebke, ganz herzlichen Dank von dieser Stelle. Und ich würde sagen: Wir sind sehr gespannt...

Nachtrag: Wer es verpasst hat, kann es sich auch im Internet anschauen...

 http://www.mdr.de/mediathek/7447360.html

20.06.2010 um 01:53 Uhr

Imageberatumg

von: Lapared

 Verlorem...

 Milliömchen werden DICH für eim Looser haltem, Curd II.

 Wenn du meim Rat willst: Du musst deim Image rettem, Curd II

 Was redest du demm da, Curd I ??

 Halt eimfach diese Fahme, dann bist du eim WINNER, Curd II

 Mit dieser Fahme werdem dich alle liebem....

 ... trau mir

 Wo hab ich diese Fahme nur schom mal gesehen...?

P.S. Gruß von Lchem, sie ist bald wieder da...

14.06.2010 um 00:18 Uhr

SCHÖÖÖÖÖNNNN

von: Lapared

 TOOOOOR!

 TOOOOOOOR!

 TOOOOOOOOOOR! Sie gewinnem....

 Hab ich doch immer gesagt...

13.06.2010 um 19:12 Uhr

Kommemtarfumktiom?

von: Lapared

Curd I: Siehst du Curd, weil du so eim Schisser bist, schreibem ums die Milliiömchem nicht mehr!

Curd II: Vielleicht ist Kommemtarfumktiom kaputt?!

Curd I: Nur drei Memschchem habem ums zum 5-Jährigem gratuliert! Das ist deime Schuld! Du bist eim Amgsthase!

Curd II:  Neim Curd I, ich glaube, Kommemtarfumktiom geht eimfach nicht...

Curd I: Die Memschchem hassem Amgsthasem...

Curd II:  Vielleicht hassem sie Hasem, Curd I, vielleicht hat es mit deim Ohrem zu tum...

Curd I: Wenn Du mir nicht meim Mützchem weggenommen hättest, müsste ich nicht diese Ohrem tragem!!!!!!

Curd II: Es liegt bestimmt am Kommemtarfumktion, Curd I....

13.06.2010 um 10:02 Uhr

Warterei

von: Lapared

 Ich hab Amgst, Curd I, stell dir nur vor sie verlierem...

 Reiß dich bitte zusammem Curd II, sie verlieren nicht.

 ...........  . ... ..... . . . . .   .   ....  . . .      . .  .

 Ich hab auch etwas Amgst, Curd II

 Schrecklich diese Warterei...

 Ich fimde, wir solltem ums an die Hamd nehmen, Curd I

 Ich will, dass die WM gamz schnell zuemde geht...

12.06.2010 um 20:33 Uhr

FÜMF!

von: Lapared

 Heute ist eim guter Tag, um wieder mal daram zu erimmern...

 wie alles hier amgefangen hat:

   MIT MIR (rechtsrechtsrechts!): CURD ROCK I.

Liebe Leser,

heute vor fümf Jahren erschien der erste Blogeintrag. Ein guter Tag DANKE zu sagen. DANKE für Ihre Treue und Ihre Anteilnahme. Ohne Sie gäbe es weder Curd I - mit dem (wurde das schon erwähnt?) alles angefangen hat - noch Curd II, noch die Junior-Curds, noch die Bücher. Ohne Sie wäre mein Leben völlig anders verlaufen. Ich wäre in der Werbung geblieben, hätte vermutlich auf einem Rafaello-Dreh in der Karibik meine große Liebe - einen karibikanischen Kokosnusseisfabrikanten - getroffen und würde nun am Strand liegen und Kokosnusseis essen… Tausend Dank!  (Im Ernst: Vielen, vielen lieben Dank für Ihre Unterstützung und Ihr Interesse an meinem Kosmos. Selbst jetzt noch, wo "wir" uns nicht mehr ganz so offen zeigen wie am Anfang. Vor allem nicht mit unseren negativen Gefühlen...

 Du hast mir alles weggenommem, Curd II. Im Grumde verabscheue ich dich!

P.S. Und ich verabscheue Kokosnusseis ;)

11.06.2010 um 13:22 Uhr

Viel Spaß bei der WM 2010!

von: Lapared

 AMFAMGEM!

06.06.2010 um 15:22 Uhr

Dauerkater

von: Lapared

Das Alter, heißt es, erkennt man auch daran, wie schnell man nach einer Party wieder auf die Füße kommt. Hallo, mein Name ist Lpunkt, meine Hobbies sind trinken, nichts vertragen und trotzdem trinken (aber nur ein bisschen – von allem), und ich werde in drei Monaten 112.

Ich bin sooo krank. Immer noch. Dabei war die Feierlichkeit schon am Freitag. Das große S&J-lebt-Fest, bei dem alle ehemaligen Mitarbeiter der ehemals besten Werbeagentur des Landes sich noch ein letztes Mal trafen, um gemeinsam auf deren Ende anzustoßen. Insolvenz, Pleite, Aus.

Ein riesiges Klassenfest. Sämtliche Mitarbeiter aus 30 Jahren Springer & Jacoby waren eingeladen. Nicht alle kannte man, aber viele. Ein ständiges Hallooooooooo, Arme auseinanderreißen, unauffällig aufs Namensschildchen schielen, Namen glücklich glucksen, in die Arme fallen. Und dann: gaaaaanz feste drücken. Tödlich für einen Frisch-Single mitten im kalten Entzug von Körpernähe. Mit steigendem Alkoholspiegel wurde ich flexibler bei der Begrüßung, und im vorderen Teil kürzer: Hallooo, dich kenne ich gar nicht, egal… Und gaaaaaanz superfeste drücken.

Ein großes Fest. Ich werde noch Jahre etwas davon haben. Kopfschmerzen, vor allem.

P.S. Noch ein kurzer Nachtrag zu den Liebesschlösschen. Jemand brachte ja die Frage nach deren „Erfindern“ auf,  dazu dies:

Eine Volkskundschaftlerin vom Landschaftsverband Rheinland erforscht das Phänomen seit einiger Zeit. Tatsächlich haben sich die Kölner die Schlösschen wohl nicht als Erste ausgedacht.

In Florenz bringen junge Militärakademie-Absolventen traditionell die Vorhängeschlösser ihrer ehemaligen Spinde an Brücken an und werfen den Schlüssel in den Fluss, um symbolisch zu sagen: Tschüss, Ihr Idioten. Mich seht Ihr nie wieder. Sehr interessant: Ein Brauch, der woanders Befreiung symbolisiert, wurde in Köln um 100 Grad gedreht und zum Symbol ewiger Bindung. Der Rheinländer ist eben ein Romantiker.

Aber nicht nur der Rheinländer. Auch in Rom, Kaliningrad, Sibirien und China soll es den Brauch mit Schlössern über Brücken geben (auch da sind es Liebesschlösschen und nicht LMAA-Schlösschen wie in Florenz). Und im lettischen Riga gibt es schon seit Jahrzehnten den Brauch, dass frisch Vermählte ein Schloss auf einer Brücke nahe des Freiheitsdenkmals anbringen. Die Paare werfen dann den Schlüssel ins Wasser, und der Bräutigam trägt die Braut anschließend über die Brücke. Bleibt abzuwarten, ob dieser Teil des Brauches auch die 400 Meter lange Hohenzollernbrücke in Köln erreicht.

Auch vor Städten, die keine geeigneten Brücken haben, macht der Brauch übrigens nicht halt. Am Aussichtsturm Tetraeder in Bottrop und im Gasometer Oberhausen hängen seit kurzem erste Schlösser, obwohl keine Fließgewässer in der Nähe sind, um die Schlüsselchen für immer davonzutragen. Was die Menschen im Ruhrgebiet mit dem Schlüssel machen – einschmelzen? In eine Grube werfen (mit einem leisen „Glück auf!“)? Im Schrebergarten verbudden? – muss noch erforscht werden. Dringend ;)