Anleitung zum Entlieben

29.08.2010 um 10:53 Uhr

Nichts passiert

von: Lapared

 Jedes Jahr die gleichem Bilder...

  Curd im Stramdkorb… Curd im Stramdkorb…

  Curd im Stramdkorb... Curd im Stramdkorb.

 Keim Wumder, dass sich niemamd mehr für Curds Bilderchem imteresssiert.

 Wenn doch nur mal irgendwas passieren würde, Entchen...

 Aber was soll schom passierem...

22.08.2010 um 15:14 Uhr

Nasenlänge

von: Lapared

Jede Woche eine nette Anekdote aus der bunten Welt der Partnersuche. Wenn man dieses Blog liest muss man wirklich glauben, mich beschäftigt nichts anderes. (Doch, ich interessiere mich auch für Wirtschaftinformatik, unter den Wirtschaftsinformatikern soll die Singlequote besonders hoch sein.) Ich bin selber Schuld, wenn die Karls dieser Welt in diesem Blog den Appell lesen, mich vom Alleinsein zu erlösen. (Woran ich allerdings nicht schuld bin, ist, wenn die Karls wissen, dass es die rüstige Dame aus dem Bad ist, die dieses Blog schreibt  – um das zu herauszufinden, muss man ihr schon bis zur Haustür nachschnüffeln und dann ihren Namen googeln.) Aber genug Aufmerksamkeit für diesen Fall. Viel spannender:

Ich hatte endlich mal wieder Sex. Fast jedenfalls, ich hätte zumindest Sex haben können. Es war knapp davor. Doch dann habe ich etwas für mich Ungeheuerliches gemacht. Etwas, das meiner protestantischen Durchhalte-Ethik zutiefst widerspricht. Ich habe es mir mittendrin anders überlegt, bin aufgestanden und gegangen. Aber der Reihe nach.

Ich kannte ihn schon eine ganze Weile. Um acht Uhr fing die Party an, also kannte ich ihn mindestens schon fünf Stunden. Natürlich war er attraktiv und süß und klug, sonst wäre es ja auch gar nicht so weit gekommen, geschenkt. Was er allerdings von Anfang nicht war, er war nicht gut riechend.

Aber bei einen Grillfest sticht einem das ja nicht gleich so deutlich in die Nase. Zunächst dominieren die Grillwürstchen das Geruchserleben, aber später im Bett bzw. auf der Zielgerade dorthin… (denken Sie den Satz bitte selbst zuende). Überhaupt, lassen Sie uns nicht über Würstchen reden, denken wir in größeren Dimensionen. Reden wir über Geruch und Beziehungen.

Ich kannte mal eine Frau, die hat sich von einem supernetten, tollen Mann getrennt, weil sie ihn nicht riechen konnte (leider ist das schon Jahre her, sie war meine Nachbarin im Studentenheim in Bochum, sonst wüssten Sie, welchem Verlassenen ich jetzt meinen kompetenten Beistand anbieten würde, HECHEL!) Also, meine Nachbarin, eine Jurastudentin, konnte ihren tollen Freund nicht riechen. Was – die Redewendung ist leider irreführend - eigentlich ja das genaue Gegenteil bedeutete. Sie konnte ihn nämlich ganz besonders gut riechen, zu gut, sie roch ihn quasi ständig. Aus irgendeinem Grund nahm sie deutlicher als andere Menschen seine Ausdünstungen wahr. Ich habe es selbst erlebt… Wir saßen alle zusammen in meinem kleinen Polo unterwegs nach Dortmund und sie flüsterte mir ins Ohr: Mein Schatz müffelt ein bisschen, dreh ruhig das Fenster runter, wenn es dich stört. Und ich leise zurück: Also, ich riech nix. Und sie: Süß von dir, Lchen. Sprachs und kurbelte das Fenster runter, bei minus fünfzehn Grad.

So was gibt´s! Und Sie haben Recht, das ist eigentlich keine neue Erkenntnis. Das kommt eben schon mal vor zwischen Menschen, deshalb sagt eine andere Redewendung ja auch, dass die Chemie einfach nicht stimmt. Bemerkenswert an diesem Fall ist allerdings, dass meine Nachbarin sich erst nach zwei Jahren trennte. Denn alles andere passte eigentlich. Ansonsten waren die zwei ein Herz und eine Seele. Doch mit folgenden legendären Worten legte meine Nachbarin, die Jurastudentin, den Fall schließlich unter Tränen zu den Akten: „... Wenn man bei jeder Schweiß- oder andere Körperflüssigkeiten treibenden gemeinsamen Aktivität kotzt. Nee.“

Schön, dass ich solche Nachbarinnen hatte. Schön, dass schon so viele kluge Frauen mich an ihren Erfahrungen und ihren Lehren daraus teilhaben ließen. Deshalb muss ich mit solchen Fällen heute nicht mehr Jahre verschwenden, sondern kann noch vor der ersten gemeinsamen Nacht abdrehen und gehen, kommentarlos. (Bis auf ein leises: Schade, schade, schade, eine Verbeugung vor dem großen Theo Lingen, der bekanntlich auch stets so sprach, als hätte er die Nase voll). Oder hätte ich vielleicht besser sagen sollen: Süßer, geh doch bitte erstmal duschen! War ich vielleicht nur eine Nasenlänge vom Glück entfernt? Hab ich´s vermasselt? Ich werde es wohl nie erfahren…

P.S. Curd ist beleidigt, weil letzte Woche niemand außer fortuna das vorübergehende Verschwinden seiner Bilder beklagt hat... Er erwägt den Rückzug ins Privatleben ;)

15.08.2010 um 14:30 Uhr

Beim nächsten Karl...

von: Lapared

Männer haben es natürlich auch nicht leicht. (Das ich so noch mal einen Eintrag beginnen würde – ich werde alt…) Sonst würden sie sich ja nicht dermaßen zum Idioten machen. Ich frage mich jedenfalls, ob ich nicht auch ein bisschen Schuld bin, dass dieser Mann aus dem Schwimmbad (nennen wir ihn Karl) sich so bekloppt verhalten hat.

Die Geschichte geht jetzt eigentlich schon seit zwei, drei Jahren. Karl ist regelmäßiger Schwimmer wie ich und versucht regelmäßig, mich im Becken in Plaudereien zu verwickeln. Ohne Erfolg. Ab und zu passt er mich am Beckenrand beim Verschnaufen ab und fragt, hallo, wie geht´s und ich sage, gut, danke und selbst und bin schwupp wieder weg. Genug verschnauft. Ja, ich weiß, ich habe immer gesagt, ich würde meinen Mann im Wasser finden. Aber er ist es nicht, da bin ich ganz sicher. Zwar ist er ein durchaus attraktiver Mann, aber schlicht und einfach nicht mein Typ. Sorry, Karl.

Einmal traf ich ihn dann nach dem Schwimmen auch im Pennymarkt. Damals war ich noch so naiv zu glauben, dass das ein Zufall war. Karl wollte mich zu einem Kaffee einladen. Aber ich sagte freundlich nein danke, ich möchte keinen. Denn er ist, erwähnte ich das schon, nicht mein Typ.

Trotzdem fühlte sich Karl gemüßigt, mir seine Telefonnummer zu geben. Falls ich es mir mal anders überlege. Um mit seinem Anliegen nicht in Vergessenheit zu geraten, steckte er mir manchmal Klümpchen in die Schwimmtasche am Beckenrand und tollte ausgelassen neben meiner Bahn herum wie eine junge Forelle. Süß. Ich rief ihn trotzdem nicht an, denn eins sollte ich vielleicht erwähnen: Er ist nicht mein Typ.

Dann - vor ein paar Wochen - hatte ich zusammen mit meinem Schwimmstil auch meine Schwimmgewohnheiten fundamental geändert. Ich schwamm nicht mehr regelmäßig mittags, sondern täglich zu anderen Zeiten. Das neue Lchen: flexibel, flink, dynamisch. Karl fürchtete wohl, mich aus den Augen zu verlieren und fühlte sich in die Offensive getrieben. Sodass es eines Tages an der Haustür klingelte. Blumen für Frau Lpunkt, sagte ein Stimme. Ich dachte sofort an Frau Kpunkt, der ich das Auto geliehen hatte, ahnte Böses, doch es kam schlimmer. Zwei Minuten später stand er vor meiner Wohnung: Karl. Mit Blumen. Auf die Frage, woher er wisse wo ich wohne, sagte er, er sei mir nach dem Schwimmen gefolgt - und laut ertönten die Alarmsirenen über meinem Gehirngelände, STALKSTALKSTALK! Was für eine Unverschämtheit! Was für ein Übergriff! Und das bei Penny war auch kein Zufall! Mein Puls schnellte auf 780.

Aber dann dachte ich, nun bleib mal auf dem Teppich, Lchen. Ich überlegte mir, wie viel Mut es diesen Mann gekostet haben musste. Und dass ich dasselbe Verhalten von George Clooney oder einem anderen Mann, der mein Typ wäre, vielleicht nicht dreist und übergriffig fände, sondern kühn und verwegen. Ich überlegte mir, wie oft in meinem Leben Männer mir wohl noch nachfahren und Blumen schenken würden. So toll bin ich auch nicht und man wird ja nicht jünger. Und davon abgesehen wollte ich den schüchternen Karl vor den kernigen Handwerkern, die den Hausflur für die Fernwärme aufstämmten, nicht so blamieren. Also habe ich zumindest kurz mit ihm geplaudert, mich nett bedankt und ihn dann freundlich verabschiedet: Also dann, man sieht sich bestimmt irgendwann mal beim Schwimmen. (Kein: Ich ruf dich an, kein: Wir wollten doch immer mal einen Kaffee trinken…) Und Tschüss.

Finden Sie den Fehler?

Richtig, freundlich, freundlich war falsch. Das merkte ich ein paar Tage später. Da klingelte es und eine Stimme unten an der Haustür: Päckchen für Frau Lpunkt. Und ich falle wieder drauf rein. Schließlich erwartete ich noch immer den weißen Sommerrock, den ich Anfang Juni online bestellt hatte (in M nicht in L), und den ich nach der wochenlangen Umtauschaktion nun eigentlich nicht mehr brauche. Doch wer war es? Nicht der Hermes-Bote sondern Karlo Casanova schon wieder, den brauche ich noch weniger.

Aber diesmal war ich klüger. Diesmal weigerte ich mich, das Päckchen anzunehmen. Ich sagte einfach nein danke und machte Karl die Tür vor der Nase zu. Handwerker hin, Demütigung her. Dann drückte ich mein Ohr an die Tür und lausche. Der geistreiche Kommentar des Chef-Maurers ließ nicht lange auf sich warten: „Frauen… Erst sind sie freundlich und dann lassen sie dich plötzlich abblitzen.“ Natürlich, Männer halten zusammen. Und eine andere Stimme, ich erkannte die vom schüchternen Karl, sagte: „Blöde Kuh.“

Und was lernt man daraus:

Zwischen Frauen und Männern mit Blumen hat Freundlichkeit nichts zu suchen. Entweder man steht auf sie oder man haut sie ihnen gleich um die Ohren. Nein, nein, ist gar nicht wahr… Ich hätte einfach sagen müssen: Danke Karl, sehr nett, sehr mutig, aber… DU BIST NICHT MEIN TYP. Auch das kann man ja freundlich sagen. Klare Botschaften, Lchen, klar und freundlich! Na, vielleicht beim nächsten Karl, sollte noch einer kommen…

08.08.2010 um 12:35 Uhr

Indizes verdorie!

von: Lapared

Aber der allerallerschlimmste Fall ist vielleicht dieser: Man (Frau) sucht also einen Mann. Man hat ganz genaue Vorstellungen davon, wie er sein soll (gutaussehend, intelligent, warmherzig, gutaussehend etc.). Und dann passiert etwas völlig, ganz und gar, absolut Unerwartetes: Man findet ihn. Mr. Tausend Prozent Right. Er wird dir sogar auf dem Silbertablett gereicht. Im Hotel im Urlaub ist er der einzige Alleinreisende außer dir. Oder noch besser: Auf der Hochzeit deiner Cousine ist er dein Tischherr. Gutaussehend, intelligent, warmherzig, gutaussehend. Darüber hinaus ledig, heterosexuell und nicht mit dir verwandt. Und jetzt der Clou: Bei deinem Anblick ist er wie vom Donner gerührt. Den Rest des Abends sitzt er vor dir wie ein junger Golden Retriever vor einer prächtigen Fleischwurst im Fenster eines Metzgers. Du siehst seine schmachtende Blicke und weißt, der gehört dir. Dieses Goldstück. Dieser Prachtkerl. Er ist dein Geschenk vom lieben Gott als Ausgleich für 40 Jahre blöde Arschgesichter.  Und alle Mädels um dich herum - von der fünfjährige Brautjungfer bis zur fünfhundertjährigen Oma - schmelzen bei seinem Anblick dahin und hauchen: „Ist der süüüüüüüüüüß.“ Alle? Nein, nicht alle, eine haucht nichts: du.

Du siehst, dass er süß ist. Du weißt, dass sein Blick herzzerreißend ist. Aber dich, dich lässt er völlig kalt.

Sie dachten, der widerwärtige selbstverliebte Mops von neulich wäre der Worst Case? Mitnichten. DAS, meine Damen – der Mann Ihrer Träume, der in der Realität nichts nichts nichts in Ihnen auslöst - das ist wirklich das Allerschlimmste.

(Fand jedenfalls meine Freundin Bpunkt nach der Hochzeit ihrer Cousine. Mir ist im Urlaub nur wieder so ein arroganter Mops begegnet. Und er behauptete von sich selbst, er wäre gutaussehend…  Kaum ein Wort wird mehr missbraucht als gutaussehend. Ich fordere internationale, objektive, wissenschaftliche Standards für den Begriff gutaussehend! Körpermaßindizes! Haardichteindizes! Gesichtssymmetrieindizes! INDIZES verdorie!)

01.08.2010 um 18:40 Uhr

... besomders am Stramd

von: Lapared

 Napoleom war eim typisches Beispiel, Emtchen...

 Die Großem sind nummal eimsam. Besomders am Strand.

 Das Problem ist nur....

 Wir beide simd kleim, Entchen.

 Warum musstest du mich auch überredem, am Strand zu fahrem...

P.S. Curd hat recht. Strand - auch der vollste - kann seeeeehr einsam sein ;) Schöne Grüße von der See, Ihre Lpunkt...